Satzzeichen, Simple Past und DaZ-Schulalltag: Unterrichtsreihen für Klasse 3–6

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Satzzeichen, Simple Past und DaZ-Schulalltag: Unterrichtsreihen für Klasse 3–6

Satzzeichen setzen, Geschichten von gestern erzählen und im Klassenraum um Hilfe bitten sind drei verschiedene Themen mit demselben Kern: Kinder untersuchen Sprache an konkreten Beispielen und wenden sie dann selbst an. Diese Seite ordnet die drei Unterrichtsreihen ein und gibt Hinweise zur Planung.

3Unterrichtsreihen
5Lernwege je Reihe
27Seiten Lernheft je Reihe
14Seiten Lehrermaterial je Reihe

Sprachliche Regeln werden dann verstanden, wenn Kinder sie an Beispielen beobachten, begründen und in eigenen Sätzen anwenden. Bei Satzarten entscheidet die Funktion des Satzes, nicht das Zeichen. Im Simple Past hilft es, Verben in kleinen Geschichten zu lernen. Im DaZ-Unterricht tragen Wörter mit Artikel und feste Gesprächsmuster am schnellsten. Alle drei Reihen folgen demselben Aufbau mit fünf Lernwegen.

Was die drei Themen verbindet

Im Kompetenzbereich „Sprache und Sprachgebrauch untersuchen“ der Grundschul-Lehrpläne geht es darum, sprachliche Phänomene zu beobachten, zu vergleichen und zu benennen. Das gilt für Satzzeichen genauso wie für Zeitformen im Englischen oder für Wortschatz im DaZ-Unterricht. Kinder, die nur Regeln auswendig lernen, setzen sie in neuen Texten häufig falsch ein.

Die drei Reihen gehen deshalb jeweils vom Beispiel aus. Erst wird ein Satz oder ein Gespräch genau angesehen, dann geübt, dann in einer eigenen Situation angewendet. Am Ende steht eine Erklärung für ein anderes Kind, die zeigt, ob der Gedanke verstanden wurde.

Für die Planung heißt das: Beginnen Sie jede Reihe mit einer Beobachtung, lassen Sie Vermutungen begründen und prüfen Sie am Ende, ob ein Kind eine eigene Situation erfinden und mit dem Beispiel vergleichen kann. Die Frage, wo das Beispiel an eine Grenze stößt, zeigt zuverlässig, wer das Prinzip verstanden hat.

Satzarten: Die Funktion kommt vor dem Zeichen

Eine verbreitete Fehlvorstellung lautet: Ein Ausrufezeichen macht aus jedem Satz eine Aufforderung, und ein Fragezeichen steht nur bei Sätzen mit W-Wort. Tatsächlich unterscheiden sich Mitteilung, Frage, Ausruf und Aufforderung nach dem, was der Satz tun soll. „Bitte schließe die Tür.“ ist eine Aufforderung und endet trotzdem mit einem Punkt. Diagnosebeispiele dazu finden Sie im Blog.

Hilfreich ist die Stimme. Wenn Kinder „Du kommst.“, „Du kommst?“ und „Du kommst!“ laut lesen, hören sie, dass das Zeichen die Aussage verändert. Das Überarbeiten eigener Texte durch lautes Vorlesen verbindet Lesen und Schreiben und lässt sich in zehn Minuten in jede Stunde einbauen.

Das Material im Überblick

Die ersten Karten zeigen die neuen Reihen dieser Seite, danach folgen das passende Sparpaket und ergänzende Titel aus dem Bestand.

Simple Past: Fehler als Lerngelegenheit

Der häufigste Fehler in Klasse 5 und 6 ist die Doppelmarkierung „Did you went?“. Die Kinder wissen, dass es eine Vergangenheitsform gibt, und setzen sie sowohl im Hilfsverb als auch im Vollverb. Dazu kommen „goed“ statt „went“ und Schreibfehler wie „stoped“ statt „stopped“. Es lohnt sich, diese Fehler im Unterricht zu sammeln und die Klasse selbst nach der Regel suchen zu lassen. Typische Fehlerbilder und Proofreading-Routinen beschreibt ein Blogartikel.

Unregelmäßige Verben bleiben besser haften, wenn sie in einer kurzen Geschichte vorkommen („First we walked. Then we saw a dog. Finally we went home.“) als in einer Liste. Zeitangaben wie „yesterday“ oder „last week“ zeigen den Kindern, wann das Simple Past überhaupt gebraucht wird.

DaZ im Schulalltag: Wörter mit Artikel und feste Gesprächsmuster

Für Kinder auf dem Niveau A1/A2, etwa in Willkommens- und Vorbereitungsklassen oder als Seiteneinsteiger, ist der Klassenraum der erste Ort, an dem sie Deutsch brauchen. Substantive sollten von Anfang an mit Artikel und Plural gelernt werden: „der Stift – die Stifte“, „das Heft – die Hefte“. Wer nur „Stift“ lernt, muss den Artikel später mühsam nachlernen. Der Blogartikel zum Klassenraum-Wortschatz geht darauf genauer ein.

Um Hilfe bitten ist eine eigene Fähigkeit. Kinder, die ein Wort nicht verstehen, schweigen oft, weil ihnen die Formulierung fehlt. Feste Sätze wie „Können Sie das bitte noch einmal erklären?“ geben Sicherheit und lassen sich zu zweit im Rollenspiel üben.

Gemeinsame Arbeitsweise im Unterricht

Alle drei Reihen sind für etwa fünf bis acht Stunden angelegt, die Lernwege lassen sich einzeln einsetzen. Eine Stunde gliedert sich in einen Einstieg mit einer Illustration ohne Titel (etwa fünf Minuten), eine Erarbeitung (etwa 20 Minuten) und eine Sicherung (etwa zehn Minuten). Die Illustrationen sind Gesprächsanlässe und keine dokumentarischen Abbildungen.

Zur Differenzierung gibt es Satzanfänge und Wortkarten für Kinder, die Unterstützung brauchen, und Grenzfälle oder Gegenbeispiele für Kinder, die weiterdenken wollen. Der Lerncheck dient der Rückmeldung und nicht der Benotung.

Aufgaben der Kinder in den drei Reihen

Reihe Lernweg Aufgabe der Kinder
Satzarten Zeichen verändern Sinn Minidialog mit „Du kommst.“, „Du kommst?“ und „Du kommst!“ schreiben
Satzarten Texte überarbeiten Eigenen Text korrigieren und zwei Zeichen begründen
Simple Past Irregular verbs Geschichte in drei Sätzen mit went, saw und had schreiben
Simple Past Questions and negatives Aussagen in Fragen und Verneinungen umformen
DaZ-Schulalltag Um Hilfe bitten Drei hilfreiche Fragen schreiben und zu zweit spielen
DaZ-Schulalltag Ein Schultag als Text Fünf Sätze über einen Schultag schreiben und vorlesen

Weitere passende Unterrichtsreihen

Was in jeder Reihe steckt

  • Lernheft mit 27 Seiten A4 je Reihe: Lerntext, Bildseite, Übungen und Transferaufgaben
  • Fünf Lernwege mit je vier Seiten, dazu Projekt, Lerncheck, Glossar und Rückblick
  • Lehrermaterial mit 14 Seiten: Erwartungshorizont, Unterrichtsablauf und Diagnosefragen
  • Hilfekarten und Satzanfänge für Basis, Grenzfälle und Gegenbeispiele für Erweiterung
  • Projektauftrag mit fünf Kriterien und Hinweisen zur barrierearmen Umsetzung
  • Druckfertige PDF-Dateien, nicht editierbar

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Häufige Fragen

Für welche Klassenstufen sind die drei Reihen gedacht?

Die Reihe zu Satzarten ist für Klasse 3 und 4 gedacht, das Simple Past für Klasse 5 und 6 und der DaZ-Schulalltag für Klasse 3 bis 6 auf dem Niveau A1/A2. Da jede Reihe in fünf einzeln nutzbare Lernwege gegliedert ist, lässt sich der Umfang an die Lerngruppe anpassen.

Wie viel Unterrichtszeit brauche ich je Reihe?

Die Lehrermaterialien rechnen mit etwa fünf bis acht Stunden je Reihe. Wer wenig Zeit hat, setzt einzelne Lernwege ein, zum Beispiel nur die Arbeit an Fragesätzen oder nur die Unregelmäßigen Verben. Das Projekt am Ende kann als Lernplakat oder mündliche Präsentation gestaltet werden.

Muss ich im Englischunterricht auch Englisch sprechen, um die Reihe einzusetzen?

Nein. Lerntexte und Beispiele im Lernheft sind auf Englisch, die Arbeitsanweisungen und Hilfekarten stehen auf Deutsch, und das Lehrermaterial ist ebenfalls deutsch. Das erleichtert den Einsatz, wenn Sie das Fach fachfremd unterrichten oder die Klasse noch wenig Routine im Englischen hat.

Eignet sich die DaZ-Reihe auch für Kinder ohne Vorkenntnisse in Deutsch?

Die Reihe richtet sich an Kinder auf dem Niveau A1/A2, also mit ersten Grundlagen. Kinder ganz ohne Vorkenntnisse brauchen zusätzlich Unterstützung durch Bilder, Wortkarten und gemeinsame Beschreibung, die das Lehrermaterial als Differenzierung für den Basisbereich vorsieht. Auch ein gemeinsames Vorlesen der Aufgabenstellungen hilft in der Anfangsphase.

Gibt es Lösungen zu allen Aufgaben?

Das Lehrermaterial enthält je Lernweg einen Erwartungshorizont mit einer möglichen Lösung zu Aufgabe A. Für die offenen Aufgaben gibt es Kriterien statt vollständiger Musterlösungen, weil es darauf ankommt, ob die Begründung der Kinder nachvollziehbar ist. Diese Hinweise erleichtern die Rückmeldung an die Kinder.

Kann ich die Dateien anpassen oder ändern?

Die Materialien werden als druckfertige PDF-Dateien geliefert, getrennt nach Lernheft und Lehrermaterial. Sie sind nicht editierbar und enthalten weder Präsentation noch Klassenarbeit. Die Seiten lassen sich aber einzeln ausdrucken und in Ihre eigene Unterrichtsplanung einbinden. Die Schullizenz gilt für alle Lehrkräfte einer Schule.