Englisch

Irregular verbs im Kontext lernen statt Listen pauken

von Luca 01.10.2026 1 Min. Lesezeit

Irregular verbs bleiben besser im Gedächtnis, wenn Kinder sie in kleinen Geschichten verwenden, als wenn sie eine Liste abschreiben und abgefragt werden. Drei bis vier häufige Verben wie go, see und have, eingebettet in Sätze über gestern, reichen für den Anfang. Die Liste wächst dann mit den Geschichten, die die Klasse tatsächlich erzählen möchte.

Warum Listen allein selten tragen

Die klassische Liste „go – went – gone“ verlangt, dass Kinder drei Formen gleichzeitig speichern, obwohl in Klasse 5 und 6 zunächst nur die zweite Form gebraucht wird. Außerdem fehlt der Anlass: Wer „went“ nur als Vokabel kennt, weiß nicht, wann es passt. Das zeigt sich im freien Schreiben, wenn Kinder zu „I goed home“ oder „We seed a dog“ greifen, weil sie die -ed-Regel kennen, aber kein Muster für die Ausnahmen. Ein Muster entsteht erst, wenn dasselbe Verb in ähnlichen Sätzen immer wieder begegnet.

Mini-Stories als Anker

Ein Gerüst aus drei Sätzen genügt: ein Satz mit go, einer mit see, einer mit have. Beispiel: „Yesterday we went to the park. We saw a big dog. We had a picnic.“ Lassen Sie die Kinder diese Geschichte zunächst lesen und mündlich variieren, etwa mit anderen Orten oder Tieren. Dann schreiben sie eine eigene Version mit denselben drei Verben. Das ist genau der Aufbau des dritten Lernwegs in der Reihe Simple Past: Stories about Yesterday, in dem die Aufgabe lautet, eine Geschichte aus drei Sätzen mit went, saw und had zu schreiben.

Chunks statt Einzelwörter

Hilfreich ist es, Verben als feste Wortgruppen zu üben: went to school, saw a film, had lunch, went home. Solche Chunks lassen sich als Karten auslegen und passend kombinieren. Wenn ein Kind „had lunch“ gelesen und mehrfach gesagt hat, braucht es die Grundform nicht mehr zu übersetzen. Ein Kartenspiel in Partnerarbeit dauert fünf bis zehn Minuten: Eine Person zieht einen Chunk, die andere ergänzt einen Satz mit time marker, zum Beispiel „Last Sunday I had lunch with my grandmother.“

Wiederholung über Erzählanlässe

Statt dieselbe Liste jede Woche abzufragen, bieten sich kurze Erzählanlässe zu Beginn der Stunde an. Fragen wie „What did you do at the weekend?“ erlauben es, die bekannten Verben erneut zu verwenden und neue dazuzunehmen, sobald ein Kind sie braucht. Wer ein Verb nachschlagen muss, schreibt es auf einen Zettel und hängt ihn an eine gemeinsame Wand. So entsteht über Wochen eine Klassenliste, die aus eigenen Geschichten stammt und deshalb mehr Bedeutung hat als eine fertige Tabelle. Wie die Einheit insgesamt aufgebaut werden kann, beschreibt der Beitrag Simple Past einführen in Klasse 5/6.

Linking words als Gerüst für Geschichten

Die Wörter first, then und finally geben Geschichten eine Reihenfolge und zwingen Kinder, mehrere Sätze nacheinander in derselben Zeit zu schreiben. Im fünften Lernweg der Reihe lautet das Beispiel „First we walked. Then we saw a dog. Finally we went home.“ Hier mischen sich regelmäßige und unregelmäßige Verben ganz selbstverständlich. Wenn Sie vorher die Possessiv- und Personalpronomen sichern möchten, finden Sie in Pronouns und Possessive Determiners Material dafür, und die Hinweise im Beitrag Englische Pronouns in der Grundschule helfen bei typischen Verwechslungen.

Selbsteinschätzung und Lerncheck

Zum Ende eines Lernwegs hilft eine ehrliche Rückmeldung der Kinder an sich selbst. Im Lernheft gibt es dafür die Stufen „ja“, „mit Hilfe“ und „noch nicht“, dazu am Ende einen Lerncheck, in dem sie ein Thema benennen, das sie noch üben möchten. Das Lehrermaterial versteht den Lerncheck als Rückmeldung, nicht als Benotung. Fragen Sie nach, welche zwei Verben ein Kind noch unsicher findet, und bauen Sie genau diese in die nächste Erzählrunde ein. Übungsmaterial zu Wort- und Satzarten für die fünfte Klasse bietet zusätzlich das Englisch Klasse 5 Grammatiktraining. Weitere Angebote zu Sprachthemen sammelt die Seite Sprache lernen in Klasse 3 bis 6.

Häufige Fragen

Wie viele unregelmäßige Verben brauchen Kinder am Anfang?

Für den Einstieg genügen drei bis vier häufige Verben, zum Beispiel go, see und have. Wichtiger als die Menge ist, dass sie in Sätzen vorkommen, die die Kinder selbst sagen und schreiben. Weitere Verben ergeben sich aus den Geschichten und können nach und nach ergänzt werden.

Sollte ich die dritte Form (Partizip) schon mit einführen?

In Klasse 5 und 6 steht beim Simple Past meist nur die zweite Form im Mittelpunkt. Die dritte Form wird erst bei späteren Zeiten wichtig. Wenn Sie sie schon nennen möchten, tun Sie das am Rand, damit die Kinder nicht zwei neue Formen gleichzeitig behalten müssen.

Wie überprüfe ich, ob Kinder die Verben wirklich verstanden haben?

Lassen Sie sie ein Verb in einem neuen Satz verwenden statt bloß die Form zu nennen. Wer „went“ in einem eigenen Satz über letzten Samstag richtig benutzt, hat mehr verstanden als jemand, der die Reihe go – went aufsagen kann. Kurze mündliche Beispiele im Gespräch genügen zur Diagnose.

FachKomplett

Das ganze Fach Englisch in einer Reihe

Einzelne Unterrichtsreihen decken ein Thema ab. Die FachKomplett-Reihe Englisch bündelt das Material für das gesamte Fach - einmal kaufen statt jedes Thema einzeln zusammenzusuchen.

FachKomplett Englisch – 100+ Unterrichtsreihen einsatzbereit für den Englisch-Unterricht FachKomplett Englisch – 100+ Unterrichtsreihen einsatzbereit für den Englisch... €99,90Zur Reihe
  • Alle zentralen Themen des Fachs in einem Paket
  • Arbeitsblätter mit Lösungen, Präsentationen und Verlaufsplänen
  • Editierbare Formate, damit du an deine Lerngruppe anpassen kannst
  • Deutlich günstiger als die enthaltenen Reihen einzeln
Teilen: WhatsApp LinkedIn E-Mail
Simple Past: Stories about Yesterday ...Ansehen
Über den Autor
✏️
Luca
Bildungsgestalter & Gründer von stifo.de

Luca beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der Frage, was guten Unterricht ausmacht - und wie Lehrkräfte dabei wirklich entlastet werden können. Als Gründer von stifo.de entwickelt er strukturierte Unterrichtsmaterialien, die Lehrerinnen und Lehrer im Alltag spürbar unterstützen: durchdacht aufgebaut, direkt einsetzbar und didaktisch solide.

UnterrichtsentwicklungBildungDidaktikLerndesignEnglisch
Passende Beiträge

Das könnte dich auch interessieren

Häufige Fragen

FAQ zu den Unterrichtsmaterialien

Das Sortiment reicht von der Kita über die Grundschule und die Sekundarstufe I (Klasse 5–10) bis zur Sekundarstufe II und zur Berufsschule. Jedes Material ist nach Fach, Stufe und - wo sinnvoll - nach Bundesland beschriftet.

Viele Reihen lassen sich mit kleinen Anpassungen auch in benachbarten Schulformen einsetzen, weil die Aufgaben in mehreren Anforderungsniveaus vorliegen.

Eine vollständige Reihe enthält in der Regel:

  • mehrere Arbeitsblätter mit ausgearbeiteten Lösungen
  • eine Präsentation für den Unterrichtseinstieg
  • einen Verlaufsplan für die Stundenstruktur
  • Aufgaben auf mehreren Anforderungsniveaus zur Differenzierung
  • je nach Reihe Klausur- oder Testvorlagen

Die Dateien liegen in editierbaren Formaten vor, damit du Inhalte an deine Lerngruppe anpassen kannst.

Direkt nach dem Kauf erhältst du eine Bestätigungs-E-Mail mit dem Download-Link. Zusätzlich liegen die Dateien dauerhaft in deinem Kundenkonto unter „Bestellungen" - ohne Ablaufdatum und ohne Downloadlimit.

Es gibt keinen Versand und keine Wartezeit: Der Download steht unmittelbar nach dem Abschluss der Bestellung bereit.

Die Einzellizenz gilt für eine Lehrkraft. Du darfst das Material ausdrucken und im eigenen Unterricht beliebig oft einsetzen. Die digitalen Dateien an andere Lehrkräfte weiterzugeben oder sie zu veröffentlichen, ist davon nicht gedeckt.

Für Fachschaften gibt es bei vielen Produkten eine Schullizenz, die mehrere Lehrkräfte einer Schule abdeckt. Sie steht direkt auf der Produktseite zur Auswahl.

Eine Unterrichtsreihe deckt ein einzelnes Thema ab, etwa „Genetik" oder „Kurzgeschichten analysieren". Sie passt, wenn du gezielt eine Sequenz vorbereitest.

Ein FachKomplett-Paket bündelt die zentralen Themen eines ganzen Fachs zu einem Gesamtpreis, der deutlich unter der Summe der Einzelreihen liegt. Das lohnt sich, sobald du ein Fach dauerhaft unterrichtest. Für Englisch findest du die Reihe hier.

Die Materialien orientieren sich an den veröffentlichten Vorgaben der Länder - je nach Bundesland am Kernlehrplan, Kerncurriculum, Bildungsplan, Rahmenlehrplan oder an den Fachanforderungen. Für viele Fächer gibt es eigene Pakete je Bundesland.

Eine Prüfung, Zulassung oder Empfehlung durch ein Ministerium besteht nicht. Da die Vorgaben zwischen den Ländern abweichen, lohnt sich vor dem Einsatz ein kurzer Abgleich mit dem schulinternen Lehrplan.

Diskussion

Kommentare

Kommentar hinterlassen

Kommentare werden vor der Veröffentlichung geprüft.

Auch zum Newsletter anmelden? Unterrichtstipps und neue Materialien per E-Mail. Kostenlos, jederzeit abbestellbar.

Bitte fülle alle Pflichtfelder aus und bestätige die Einwilligung.

* Pflichtfelder. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Newsletter

Unterrichtstipps per E-Mail

Neue Materialien, Planungshilfen und Hinweise zu Lehrplanänderungen - etwa zweimal im Monat, ohne Werbeflut.

Bitte fülle beide Felder aus und bestätige die Einwilligung.

DSGVO-konform · kein Spam · Abmeldung jederzeit · Datenschutz

📬

Fast geschafft.
Bitte bestätige deine E-Mail.

1
Postfach öffnenWir haben dir eine Bestätigungsmail von stifo.de geschickt.
2
Bestätigen (Double Opt-in)Klicke den Link in der Mail. Erst dann ist die Anmeldung aktiv.
3
FertigDanach bekommst du die Unterrichtstipps automatisch.
Keine Mail erhalten?Schau bitte im Spam- oder Werbeordner nach und markiere die Nachricht als „Kein Spam". Absender: stifo.de