Kunst-Abitur Hessen: Künstlerinnen der Moderne im Kerncurriculum | Sek II

Kunst · Künstlerinnen der Moderne · Sek II Hessen

Die Seite richtet sich an Kunstlehrkräfte in der hessischen Oberstufe, die Künstlerinnen der Moderne im Unterricht sichtbar machen wollen. Sie bündelt Reihen zu Hannah Höch, Frida Kahlo, Lotte Laserstein und zur Neuen Sachlichkeit. Die Dateien sind bearbeitbar und lassen sich dem Kerncurriculum Kunst zuordnen.

24,99 €je Einzelreihe
QualifikationsphaseEinsatz in der Oberstufe
Sofortdigitaler Download
Bearbeitbarfrei anpassbar

Kurz gesagt: Künstlerinnen der Moderne lassen sich im Kunstunterricht als eigenständige Positionen erarbeiten und zugleich mit der Frage nach dem Kanon verbinden. Die Reihen reichen von Dada-Collage über Selbstbildnis und Porträt bis zur Neuen Sachlichkeit. Das Material orientiert sich am Kerncurriculum Kunst für die Oberstufe in Hessen, ist aber nicht ministeriell geprüft. Maßgeblich sind die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle.

Warum Künstlerinnen der Moderne in den Kunstkurs gehören

Viele Lehrbücher und Unterrichtsreihen erzählen die Moderne über männliche Namen. Wer Künstlerinnen gezielt einbezieht, verbreitert das Bildmaterial und öffnet zugleich eine fachliche Frage: Nach welchen Kriterien entsteht ein Kanon, und wer wurde dabei übersehen? Die Reihe Künstlerinnen der Neuen Sachlichkeit und der Kanon stellt genau diese Frage in den Mittelpunkt und verbindet sie mit der Analyse konkreter Werke. Hinzu kommt ein didaktischer Gewinn: Der Blick auf bislang weniger bekannte Künstlerinnen zwingt dazu, Bildanalyse ohne Vorwissen zu betreiben und Urteile nicht aus dem Ruf einer Signatur, sondern aus dem Werk zu begründen.

Die einzelnen Positionen bieten zudem unterschiedliche Zugänge. Hannah Höch steht für die Dada-Collage und ihre Bildsprache, Frida Kahlo für Selbstbildnis und Symbolik, Lotte Laserstein für Porträt und das Selbstbild der Neuen Frau. An allen drei lassen sich Gestaltungsmittel präzise benennen und mit Fragen zu Rollenbildern, Identität und Gesellschaft verbinden. Die Auswahl treffen Sie nach den Absprachen in Ihrer Fachkonferenz; die Reihen sind als Bausteine gedacht, die einzeln oder gemeinsam eingesetzt werden können. Biografische Informationen können die Deutung stützen, sollten aber nicht an ihre Stelle treten. Die Reihen bieten Aufgaben, die vom Bild ausgehen und erst danach den Kontext heranziehen.

Material zu Künstlerinnen der Moderne im hessischen Kunstkurs

Vier Einzelreihen zu Höch, Kahlo, Laserstein und dem Kanon; Lehrplan-Paket und Sparpaket erweitern den Rahmen.

Wie sich die Reihe im Unterricht aufbauen lässt

Ein möglicher Aufbau beginnt mit der Dada-Collage Hannah Höchs, weil sich Bildaufbau und Montage gut beschreiben lassen und der Kurs so mit einer klaren Methode startet. Danach folgt Frida Kahlo, deren Selbstbildnisse eine Analyse von Symbolik und Biografie verlangen. Lotte Laserstein führt zum Porträt und zur Frage, wie Selbstbild und Rollenbild im Bild entstehen. Den Abschluss bildet die Reihe zum Kanon, in der die Ergebnisse zusammengeführt werden. Zwischen den Reihen empfiehlt sich eine Sicherungsphase, in der der Kurs Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Künstlerinnen zusammenträgt. Daraus entsteht eine Vergleichsfolie, die später für Klausuraufgaben zum Werkvergleich nutzbar ist.

Als Produktionsaufgabe kann der Kurs ein eigenes Selbstbildnis oder eine Collage gestalten und die Wahl der Mittel schriftlich begründen. Wer ein breiteres Angebot für die gesamte Oberstufe braucht, findet im Lehrplan-Paket Kunst Hessen eine Struktur, die mehrere Themenfelder abdeckt. Das Sparpaket Künstlerinnen der Moderne bündelt weitere Positionen in einer Materialsammlung; die Titel der Reihen geben Auskunft, welche Künstlerinnen vorkommen. Für Kurse mit wenig Zeit genügt es, zwei Positionen auszuwählen und die übrigen als ergänzende Lektüre bereitzustellen. Die Dateien lassen sich entsprechend kürzen, ohne dass ihr Aufbau verloren geht.

Für welche Stufe eignet sich das Material?

Stufe Einsatz Schwerpunkt
Einführungsphase Bildanalyse an Einzelpositionen Hannah Höch, Dada-Collage, Montage
Qualifikationsphase, erstes Jahr Selbstbild und Symbolik Frida Kahlo, Selbstbildnis, Deutung
Qualifikationsphase, zweites Jahr Porträt und Rollenbilder Lotte Laserstein, Neue Sachlichkeit, Kanon
Abiturvorbereitung Positionen vergleichen Gestaltungsmittel und Kontext verbinden

Differenzierung in Grundkurs und Leistungskurs

Im Grundkurs genügt es oft, eine Künstlerin gründlich zu erarbeiten und die Werkanalyse in klaren Schritten zu üben. Die bearbeitbaren Dateien erlauben es, Aufgaben zu kürzen und Hilfen zu ergänzen, etwa Wortspeicher zu Bildaufbau, Farbe und Symbolik oder Satzanfänge für die Deutung. Biografische Informationen können Sie so einbinden, dass sie die Analyse stützen und nicht ersetzen. Auch Sprache spielt eine Rolle. Wer Fachbegriffe für Komposition, Farbe und Bildraum zur Hand hat, kann Porträts und Selbstbildnisse präzise beschreiben, statt bei allgemeinen Eindrücken zu bleiben. Für unsichere Schreiberinnen und Schreiber lohnt sich ein Gliederungsgerüst mit den Schritten Beschreibung, Analyse und Deutung, das Sie nach und nach ausblenden.

Im Leistungskurs können Vergleiche zwischen mehreren Künstlerinnen oder zwischen Künstlerinnen und ihren männlichen Zeitgenossen im Mittelpunkt stehen. Auch die Kanonfrage lässt sich anspruchsvoller behandeln, etwa mit der Analyse, wie Ausstellungen und Sammlungen Sichtbarkeit herstellen. Die Lösungen unterstützen Lehrkräfte, die das Fach fachfremd unterrichten, und geben Anhaltspunkte für die Besprechung im Plenum, ohne die Deutung festzulegen. Den Kanon als Thema im Leistungskurs zu behandeln, verlangt Zurückhaltung bei Wertungen. Aufgaben, die Argumente für und gegen Aufnahme in Sammlungen sammeln lassen, fördern sachliche Diskussion. Als Ergänzung bieten sich Texte der Künstlerinnen selbst oder zeitgenössische Kritiken an, an denen der Kurs prüft, wie Werke damals aufgenommen wurden.

Einordnung in das Kerncurriculum Kunst in Hessen

In Hessen gilt für die Oberstufe das Kerncurriculum Kunst, das die Qualifikationsphase mit Grundkurs und Leistungskurs gliedert. Die Reihen zu Künstlerinnen der Moderne lassen sich den Bereichen Rezeption, Produktion und Reflexion zuordnen. Kompetenzformulierungen oder Inhaltsfelder des Kerncurriculums werden nicht zitiert; die Zuordnung nehmen Sie selbst vor und stimmen sie mit Ihrer Fachkonferenz ab. Die Reihen lassen sich als Bausteine einzelner Halbjahre planen oder als durchgehender Strang über die gesamte Qualifikationsphase legen; wie Sie das Thema verteilen, entscheiden Sie mit Ihrer Fachkonferenz. Grundkurs und Leistungskurs unterscheiden sich im Umfang der Anforderungen, die Sie über Aufgabenstellung und Erwartungshorizont steuern können.

Für das Landesabitur sind die jeweils aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle in Hessen maßgeblich. Das Material ist nicht ministeriell geprüft und kein amtliches Lehrmittel. Es dient als Arbeitsgrundlage für Planung und Übung, die Sie mit Museumsbesuchen oder digitalen Sammlungen verbinden können. Welche Künstlerinnen und Werke in Prüfungen eine Rolle spielen, klären Sie bitte anhand der aktuellen Hinweise Ihrer Schule. Schulen verfolgen unterschiedliche Konzepte für Leistungsbewertung im Fach Kunst. Das Material lässt Ihnen Spielraum, Aufgaben in schriftliche, praktische oder mündliche Leistungen zu überführen. Wer die Reihen im Team einsetzt, kann Aufgaben und Erwartungen gemeinsam abstimmen, damit parallele Kurse vergleichbar bleiben.

Wie ist das Material aufgebaut?

  • Fachlich fundiertVon Fachlehrkräften erstellte Inhalte mit korrekter Fachterminologie.
  • Direkt einsetzbarFertige Reihen mit Aufgaben – sofort im Unterricht nutzbar.
  • Mit LösungenAlle Aufgaben inklusive ausführlicher Lösungswege.
  • DifferenzierbarAufgabenformate lassen sich an unterschiedliche Lerngruppen anpassen.
  • EditierbarBearbeitbare Formate – frei an Ihre Lerngruppe anpassbar.
  • KombinierbarEinzelreihen lassen sich zu einer eigenen Unterrichtseinheit verbinden.

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Häufige Fragen

Für welche Jahrgänge ist das Material gedacht?

Es richtet sich an die hessische Oberstufe, vor allem an die Qualifikationsphase. Einzelne Reihen, etwa zur Dada-Collage, lassen sich auch in der Einführungsphase einsetzen.

Orientiert sich das Material am Kerncurriculum?

Es orientiert sich am Kerncurriculum Kunst für die Oberstufe in Hessen und lässt sich seinen Bereichen zuordnen. Es ist nicht ministeriell geprüft. Maßgeblich sind die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle.

Kann ich das Material fachfremd unterrichten?

Ja. Die Reihen sind mit Arbeitsblättern und Lösungen aufgebaut. Ein kurzer Blick in die Werke und in die Biografien der Künstlerinnen erleichtert die Vorbereitung.

Sind die Dateien editierbar?

Ja. Sie können Aufgaben kürzen, Hilfen ergänzen, Bilder austauschen und die Reihen an Grundkurs oder Leistungskurs anpassen.

Gibt es Lösungen?

Die Aufgaben sind mit Lösungswegen ausgestattet. Den genauen Umfang finden Sie auf der jeweiligen Produktseite.

Wie erhalte ich das Material, und welche Lizenz gilt?

Nach dem Kauf steht der Download sofort bereit. Die Lizenz gilt für den Einsatz in Ihrem eigenen Unterricht; eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen.