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Lotte Laserstein – Porträt, Selbstbild und die Neue Frau | Unterrichtsreihe Kunst Sek II
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Lotte Laserstein – Porträt, Selbstbild und die Neue Frau | Unterrichtsreihe Kunst Sek II
Diese Unterrichtsreihe für Kunst in der Sek II untersucht Lotte Lasersteins Porträts und Selbstbildnisse und fragt, was Bilder der „Neuen Frau“ zeigen und was erst durch Zuschreibung hinzukommt. Sie umfasst sechs Doppelstunden, ein Lernheft für die Oberstufe (32 Seiten), einen Lehrkräfteteil (20 Seiten) und eine bearbeitbare DOCX-Fassung.
Worum es in der Reihe geht
Die „Neue Frau“ bezeichnet nach dem Material kein einheitliches Lebensmodell. In der Weimarer Republik wurden berufliche Selbstständigkeit, moderne Kleidung und veränderte Geschlechterrollen öffentlich sichtbar, blieben aber von sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen abhängig. Lasersteins Bilder erlauben Fragen nach professioneller Identität, nach Nähe und Distanz und nach dem Verhältnis von Darstellung und gesellschaftlicher Zuschreibung.
Die Analyse richtet sich auf Blickbeziehungen, Körperhaltung, Raum, malerische Oberfläche und den Status der dargestellten Person. Ein Selbstbildnis gilt als künstlerische Konstruktion, die nicht ohne Weiteres die ganze Persönlichkeit dokumentiert. „Abend über Potsdam“ von 1930 ist eine zentrale Werkstation; seine Gruppenordnung wird mit dem historischen Kontext verbunden, ohne jede Geste als politisches Symbol zu lesen. Lasersteins Emigration nach Schweden 1937 gehört zur Biografie, frühere Bilder dürfen aber nicht so gedeutet werden, als hätten sie spätere Ereignisse vorausgesagt. Die Reihe verbindet Werkanalyse mit eigenen Porträtkonzepten und reflektiert stereotype Deutungen.
Die sechs Doppelstunden
- Die Neue Frau als widersprüchliches Bild: Ein Kommentar, der eine kurze Frisur als Beweis vollständiger Emanzipation und einer privaten Identität liest, wird anhand von Beobachtung, Kontext und unbelegter Zuschreibung geprüft.
- Selbstbildnis als professionelle Setzung: Zwei Modellbeschreibungen, die Malerin bei der Arbeit und ein Gesicht vor neutralem Grund, zeigen, welche Aussagen zur professionellen Identität jeweils möglich sind.
- Porträt zwischen Nähe und Distanz: Frontale Nahsicht und seitliche Darstellung mit großem Raumanteil werden ohne psychologische Gewissheiten verglichen, dazu entsteht eine Porträtserie mit veränderter Distanz.
- Abend über Potsdam analysieren: Die Behauptung, jede abgewandte Figur sage den Nationalsozialismus voraus, wird als zeitlicher und methodischer Fehlschluss geprüft; die Lernenden skizzieren Blick- und Gestenbeziehungen.
- Biografie und Werkbezug: Eine Zeitleiste trennt die Ebenen Werk, Biografie und historischer Kontext und korrigiert den Rückschluss von der späteren Emigration auf alle Porträts der 1920er-Jahre.
- Ein Porträtkonzept begründen: Zum Thema „Eine Person handelt selbstbestimmt“ entstehen zwei Varianten und eine Ausarbeitung mit schriftlicher Erläuterung, ohne dass Modezeichen allein die Aussage tragen.
Was das Material enthält
- Lernheft für die Oberstufe (PDF, 32 Seiten): Orientierung, sechs Module zu je vier Seiten mit Lerntext, eigenem Dossier und den Aufgaben A (Analyse), B (Verfahren und Gestaltung) und C (begründetes Urteil), dazu Hilfe I (schrittweise) und Hilfe II (selbstständige Vertiefung), Lernspur, Fachbegriffe, Gruppenpuzzle mit Belegen, Abschlussaufgabe und großzügige Arbeitsflächen.
- Lehrkräfteteil (PDF, 20 Seiten): didaktische Konzeption, Reihenübersicht mit Zeitbedarf, Verlaufsplanung je Modul, Lösungen und Erwartungshorizonte, Differenzierung, typische Fehlannahmen, Bewertungsraster über 100 Punkte, Lösung zur Abschlussaufgabe, Bildnachweise und Quellen.
- Bearbeitbare Textfassung (DOCX): mit eigenem Umbruch; Grafiken und Arbeitsflächen gibt es nur in den PDFs.
Das Bewertungsraster verteilt 20 Punkte auf Befunde und Belege, 25 auf die fachliche Erklärung, 25 auf Vergleich beziehungsweise Gestaltung, 15 auf das begründete Urteil und 15 auf Struktur und Fachsprache. Der Lehrkräfteteil versteht die Verteilung als Unterrichtsvorschlag; schulische und amtliche Vorgaben gehen vor.
Einsatz im Unterricht
Die Kernreihe benötigt sechs Doppelstunden. Zusätzlich sind das Gruppenpuzzle (45 bis 60 Minuten) und die Abschlussaufgabe mit Besprechung (60 bis 90 Minuten plus Rückmeldung) einzuplanen; die größere bildnerische Ausarbeitung eines Porträts braucht mindestens eine weitere Doppelstunde. In der Abschlussaufgabe zeigt ein eigenes Porträt eine Person in Arbeitskleidung vor einer Staffelei, aus der ein Kommentar die gesamte Persönlichkeit ableitet. Die Lernenden analysieren die Darstellung professioneller Identität, korrigieren unbelegte Zuschreibungen und entwickeln eine begründete Variante.
Differenziert wird über einen zugänglichen Einstieg mit zwei präzisen Befunden vor jeder Deutung, Satzmuster und Hilfe I; Hilfe II verlangt eigene Kriterien und die Prüfung von Gegenbefunden. Als typische Fehlannahmen nennt der Lehrkräfteteil, dass Kleidung, Frisur oder Haltung sichere Aussagen über Identität, Beruf oder politisches Denken erlauben, dass ein direkter Blick Selbstbewusstsein beweist, dass eine Nahsicht zwangsläufig Nähe erzeugt und dass die Biografie jedes Bild gleich erklärt.
Bezug zum Abitur
Das Material nennt für die Künstlerinnen der Neuen Sachlichkeit den Schwerpunkt 2029. Die Aufgaben sind eigene Unterrichts- und Übungsaufgaben und keine amtlichen Abituraufgaben. Das NRW-Dokument für 2028 wurde als Vergleich geprüft; eine vollständige Vorgabenkonformität für 2029 oder andere Bundesländer wird nicht behauptet. Maßgeblich sind die aktuellen Vorgaben zum Zentralabitur (für NRW: Standardsicherung NRW). Das Material ist nicht ministeriell geprüft.
Alle vier Reihen zu den Künstlerinnen der Neuen Sachlichkeit bietet das Sparpaket Künstlerinnen der Neuen Sachlichkeit: Laserstein, Mammen, Jürgens, Nagel. Als Schwesterreihe mit anderem Blick auf dieselbe Epoche liegt Jeanne Mammen: Großstadt, Nachtleben und Frauenbilder der Weimarer Republik vor.
Lieferung und Lizenz
Der Download steht nach dem Kauf sofort bereit. Lernheft und Lehrkräfteteil liegen als PDF vor, die bearbeitbare Textfassung als DOCX. Die Einzellizenz gilt für eine Lehrkraft, die Schullizenz für alle Lehrkräfte einer Schule.
Die Titelillustration ist eine gekennzeichnete KI-Lehrillustration mit erfundener Szene und kein Originalwerk. Die Originalwerke erschließen Sie über die im Lehrkräfteteil angegebenen Museums- und Werkzugänge, darunter die Seiten des Städel Museums zu „Abend über Potsdam“ und zu Lotte Laserstein sowie die Objektseite des Potsdam Museums zum Selbstbildnis. Videodateien sind nicht enthalten. Rechte an Originalabbildungen werden mit dem Material nicht übertragen.
Häufige Fragen
Ist „Abend über Potsdam“ als Abbildung im Material enthalten?
Nein. Die Titelillustration ist eine gekennzeichnete KI-Lehrillustration. Das Gemälde sichten Sie über die im Lehrkräfteteil angegebenen Museumszugänge, Rechte an Originalabbildungen werden nicht übertragen.
Wie geht die Reihe mit Lasersteins Biografie und Emigration um?
Biografische Informationen erklären Produktionsbedingungen, ersetzen aber keine Bildanalyse. Das fünfte Modul trennt Werk, Biografie und historischen Kontext und übt, spätere Ereignisse nicht als damalige Absicht zu unterstellen.
Welche gestaltungspraktischen Aufgaben enthält die Reihe?
Zu jedem Modul gehört eine Aufgabe B, zum Beispiel Selbstbildnisentwürfe, eine Porträtserie mit veränderter Distanz oder die Skizze von Blick- und Gestenbeziehungen. Das letzte Modul verlangt zwei Varianten und eine schriftliche Erläuterung.
Wie viel Zeit braucht die Reihe?
Die Kernreihe umfasst sechs Doppelstunden. Gruppenpuzzle und Abschlussaufgabe mit Besprechung kommen mit 45 bis 60 beziehungsweise 60 bis 90 Minuten hinzu.

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PDF · Sofort-Download · 32 Seiten
FAQ zu diesem Material
Bewertung: Lotte Laserstein – Porträt, Selbstbild und die Neue Frau | Unterric...
Lotte Laserstein – Porträt, Selbstbild und die Neue Frau | Unterrichtsreihe K... ist eine vollständig ausgearbeitete Unterrichtsreihe für Kunst in EF · Q1 · Q2. Stärke des Materials ist die direkte Einsatzbereitschaft: Arbeitsblätter, Lösungen und Erwartungshorizont liegen fertig vor, sodass eine Stunde ohne zusätzliche Vorbereitung starten kann.
Passend für Lehrkräfte, die ein Thema kurzfristig abdecken, für Referendarinnen und Referendare mit hohem Planungsdruck und für Vertretungsstunden – und überall dort, wo eine Stunde kurzfristig stehen muss.
ⓘ KI-Transparenz
Bei der Erstellung dieses Materials können KI-gestützte Systeme zur Erstellung oder Bearbeitung von Texten, Illustrationen und Bildern eingesetzt worden sein. Dies umfasst auch stilisierte sowie realistisch wirkende künstlich erzeugte oder bearbeitete Darstellungen. KI-unterstützte Inhalte werden redaktionell geprüft und bearbeitet. Synthetische Darstellungen sind, sofern nicht anders gekennzeichnet, nicht als dokumentarischer Nachweis realer Personen, Orte oder Ereignisse zu verstehen.
