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Grethe Jürgens und Hanna Nagel – Alltag, Arbeit und Rollenbilder | Unterrichtsreihe Kunst Sek II
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Grethe Jürgens und Hanna Nagel – Alltag, Arbeit und Rollenbilder | Unterrichtsreihe Kunst Sek II
Diese Unterrichtsreihe für Kunst in der Sek II (Oberstufe) vergleicht Grethe Jürgens und Hanna Nagel, zwei Künstlerinnen der Neuen Sachlichkeit, unter der Frage nach Alltag, Arbeit und Rollenbildern. Sie umfasst sechs Doppelstunden, ein Lernheft mit 32 Seiten, einen Lehrkräfteteil mit 20 Seiten und eine bearbeitbare DOCX-Fassung. Im Material ist sie dem Schwerpunkt 2029 zugeordnet.
Worum es in der Reihe geht
Alltagsbilder zeigen soziale Wirklichkeit durch Auswahl und Gestaltung. Arbeitsorte, häusliche Räume und Körperhaltungen werfen Fragen nach Tätigkeit, Anerkennung und Rollenverteilung auf. Jürgens und Nagel haben unterschiedliche Bildsprachen und Lebenswege; das Material behandelt sie deshalb nicht als Vertreterinnen einer einheitlichen „weiblichen Perspektive“. Der Vergleich arbeitet mit gleichen Kriterien und lässt Unterschiede sichtbar.
Als Werkzugänge dienen Jürgens’ „Liebespaar“ von 1930 und ein grafisches Selbstbildnis Nagels von 1930. Die Lernenden üben dabei genaue Identifikation: Ein Detailausschnitt ist nicht das ganze Bild, und eine grafische Arbeit ist kein anders datiertes Ölbild. Untersucht wird das Verhältnis zwischen sichtbarer Handlung und zugeschriebener Identität. Eigene Bildkonzepte zu Arbeit berücksichtigen bezahlte und unbezahlte Tätigkeiten, ohne Berufe oder Lebensformen nach Geschlecht festzuschreiben.
Die sechs Doppelstunden
- Alltag als bildwürdiges Thema – Standpunkt, Ausschnitt und Bildordnung; sichtbare Tätigkeit wird von zugeschriebener sozialer Lage getrennt, danach entstehen zwei Alltagsbilder-Entwürfe.
- Grethe Jürgens genau betrachten – „Liebespaar“ von 1930: Was belegt ein Detailausschnitt, was bleibt nur an der Gesamtansicht prüfbar?
- Hanna Nagel und Rollenwidersprüche – das grafische Selbstbildnis von 1930, korrigierte Werkbezeichnung und medienbezogene Analyse, eigene Linienverdichtungen.
- Arbeit und unsichtbare Tätigkeiten – Erwerbs- und Sorgearbeit, die Folgen einer Kategorienbildung für die Wahrnehmung, ein Bildpaar zu zwei unterschiedlich anerkannten Tätigkeiten.
- Vergleichen ohne Vereinheitlichung – der Schluss „beide sind Frauen, also dieselbe Sicht“ wird geprüft; Vergleichstafel mit Gemeinsamkeiten, Unterschieden und offenen Fragen.
- Alltag neu rahmen – Situation, Betrachterposition und mögliche stereotype Lesarten planen, eine Serie mit drei Varianten gestalten.
Was das Material enthält
- Lernheft für die Oberstufe (PDF, 32 Seiten) mit Orientierung, sechs Modulen zu je vier Seiten (Lerntext, eigenes Dossier, Aufgaben A, B und C für Analyse, Verfahren beziehungsweise Gestaltung und Urteil), Hilfen I („schrittweise“) und II („selbstständige Vertiefung“), Lernspur, Fachbegriffen, Gruppenpuzzle mit Belegen, Abschlussaufgabe und großzügigen Arbeitsflächen
- Lehrkräfteteil (PDF, 20 Seiten) mit didaktischer Konzeption, Reihenübersicht und Zeitbedarf, Differenzierung, Lösungen und Erwartungshorizonten je Modul, typischen Fehlannahmen, Lösung zur Abschlussaufgabe, Bildnachweisen und Quellen
- Bearbeitbare Textfassung (DOCX) mit eigenem Umbruch
- Bewertungsraster über 100 Punkte mit 20 Punkten für Befunde und Belege, 25 für fachliche Erklärung, 25 für Vergleich beziehungsweise Gestaltung, 15 für das Urteil und 15 für Struktur und Fachsprache
Einsatz im Unterricht
Die Kernreihe braucht sechs Doppelstunden. Der Lehrkräfteteil gliedert jede Doppelstunde in Einstieg, fachliche Grundlage, Analyse, Erprobung, Urteil und Sicherung. Zusätzlich einzuplanen sind das Gruppenpuzzle (45 bis 60 Minuten), die Abschlussaufgabe mit Besprechung (60 bis 90 Minuten plus Rückmeldung) und für eine größere bildnerische Ausarbeitung mindestens eine weitere Doppelstunde. Die Abschlussaufgabe arbeitet mit einem eigenen Bildpaar, in dem nur der technische Arbeitsplatz die Überschrift „Leistung“ trägt.
Für den zugänglichen Einstieg sollen die Lernenden vor jeder Deutung zwei präzise Befunde nennen und dürfen zunächst mündlich oder mit einer Skizze antworten. Hilfe I gibt vorstrukturierte Schritte, Hilfe II verlangt eigene Kriterien, Gegenbefunde und alternative Erklärungen. Der Lehrkräfteteil nennt als typische Fehlannahmen die Vermischung von Befund und Deutung, pauschale historische Gleichsetzungen und absolute Behauptungen aus begrenztem Material; ein Beispiel ist die Annahme, Sitzen beweise Arbeitslosigkeit.
Bezug zum Abitur
Das Material nennt den Schwerpunkt 2029. Die Aufgaben sind eigene Unterrichts- und Übungsaufgaben, keine amtlichen Abituraufgaben. Das NRW-Dokument für 2028 wurde als Vergleich geprüft; eine vollständige amtliche Vorgabenkonformität für 2029 oder andere Bundesländer wird nicht behauptet. Maßgeblich sind die aktuellen Vorgaben zum Zentralabitur (für NRW: Standardsicherung NRW). Das Material ist nicht ministeriell geprüft.
Wer mehrere Künstlerinnen der Reihe unterrichtet, findet sie im Sparpaket Künstlerinnen der Neuen Sachlichkeit (Laserstein, Mammen, Jürgens, Nagel). Zu den Großstadtbildern der Weimarer Republik passt die Schwesterreihe Jeanne Mammen – Großstadt, Nachtleben und Frauenbilder.
Lieferung und Lizenz
Das Material steht nach dem Kauf als sofortiger digitaler Download bereit. Lernheft und Lehrkräfteteil liegen als PDF vor, die bearbeitbare Textfassung als DOCX; Grafiken und Arbeitsflächen gibt es nur in den PDFs. Die Einzellizenz gilt für eine Lehrkraft, die Schullizenz für alle Lehrkräfte einer Schule.
Die Titelillustration ist eine gekennzeichnete KI-Lehrillustration mit fiktiver Szene und kein Originalwerk. Die Originalwerke von Jürgens (Sprengel Museum Hannover) und Nagel (Kunsthalle Mannheim) erschließen Sie über die im Lehrkräfteteil angegebenen Museums- und Werkzugänge. Videodateien sind nicht enthalten. Rechte an Originalabbildungen werden nicht übertragen.
Häufige Fragen
Wie viel Zeit braucht die Reihe?
Die Kernreihe umfasst sechs Doppelstunden. Das Gruppenpuzzle (45 bis 60 Minuten), die Abschlussaufgabe mit Besprechung (60 bis 90 Minuten) und eine größere bildnerische Ausarbeitung kommen zusätzlich hinzu.
Sind Abbildungen der Originalwerke enthalten?
Das Material überträgt keine Nutzungsrechte an Originalabbildungen. Die Werke von Jürgens und Nagel erschließen Sie über die Museums- und Werkzugänge, die im Lehrkräfteteil mit Bildnachweisen angegeben sind.
Brauchen die Lernenden Vorwissen zu den beiden Künstlerinnen?
Nein, die Lerntexte sichern die fachlichen Grundlagen, und die eigenen Dossiers ermöglichen die vollständige Kernarbeit im Klassenraum. Originalwerke erweitern die Untersuchung, sind aber für die Kernarbeit nicht Voraussetzung.
Ist die Reihe auf das Zentralabitur ausgerichtet?
Sie ist dem Schwerpunkt 2029 zugeordnet und enthält eigene Übungsaufgaben, keine amtlichen Abituraufgaben. Maßgeblich sind die aktuellen Vorgaben zum Zentralabitur, für NRW die Standardsicherung NRW.

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FAQ zu diesem Material
Bewertung: Grethe Jürgens und Hanna Nagel – Alltag, Arbeit und Rollenbilder | ...
Grethe Jürgens und Hanna Nagel – Alltag, Arbeit und Rollenbilder | Unterricht... ist eine vollständig ausgearbeitete Unterrichtsreihe für Kunst in EF · Q1 · Q2. Stärke des Materials ist die direkte Einsatzbereitschaft: Arbeitsblätter, Lösungen und Erwartungshorizont liegen fertig vor, sodass eine Stunde ohne zusätzliche Vorbereitung starten kann.
Passend für Lehrkräfte, die ein Thema kurzfristig abdecken, für Referendarinnen und Referendare mit hohem Planungsdruck und für Vertretungsstunden – und überall dort, wo eine Stunde kurzfristig stehen muss.
ⓘ KI-Transparenz
Bei der Erstellung dieses Materials können KI-gestützte Systeme zur Erstellung oder Bearbeitung von Texten, Illustrationen und Bildern eingesetzt worden sein. Dies umfasst auch stilisierte sowie realistisch wirkende künstlich erzeugte oder bearbeitete Darstellungen. KI-unterstützte Inhalte werden redaktionell geprüft und bearbeitet. Synthetische Darstellungen sind, sofern nicht anders gekennzeichnet, nicht als dokumentarischer Nachweis realer Personen, Orte oder Ereignisse zu verstehen.
