Exkursion vorbereiten: ausserschulische Lernorte im Zyklus 3
Exkursion im Zyklus 3
Exkursion vorbereiten: ausserschulische Lernorte im Zyklus 3
Diese Seite ordnet die Exkursion als Teil des Unterrichts: von der Bewilligung durch die Schulleitung über die Aufsichtspflicht bis zur Auswertung im Anschluss an den Tag.
- 45 MinutenDauer einer Lektion, als Bezugsgrösse für die Zeitplanung rund um die Exkursion
- 3Phasen einer Exkursion: Vorbereitung, Durchführung, Auswertung
- 1Bewilligung der Schulleitung, die vor jeder Exkursion vorliegen muss
- Zyklus 3Stufe, für die diese Seite den Ablauf einer Exkursion einordnet
Eine Exkursion im Zyklus 3 steht, wenn vier Punkte vor dem Tag selbst geklärt sind: ein Lernziel mit Bezug zum Fachbereich, die Bewilligung der Schulleitung samt Sicherheitskonzept, die Information und das Einverständnis der Eltern sowie eine Aufsichtsregelung, die zur Klassengrösse passt. Wer diese Schritte vorab abarbeitet, kann sich am Exkursionstag auf den Inhalt konzentrieren statt auf Organisatorisches. Für eine Klasse, die später auf die Maturität hinarbeitet, ist ein geordneter Ablauf zugleich eine frühe Übung in eigenständiger Vorbereitung.
Was eine Exkursion leisten soll — und was nicht
Eine Exkursion ist im Zyklus 3 kein Ausflug, sondern eine Unterrichtsform mit einem klar benannten Bezug zum laufenden Thema. Sie ergänzt eine Unterrichtsreihe an der Stelle, an der ein ausserschulischer Lernort etwas zeigt, das im Schulzimmer nur beschrieben werden könnte, etwa eine geologische Formation, ein historischer Schauplatz oder eine Institution, deren Arbeitsweise sich vor Ort besser erschliesst als über einen Text. Wer diese Abgrenzung zu Beginn der Planung im Kopf behält, vermeidet, dass ein Tag ausserhalb der Schule am Ende ohne erkennbaren Ertrag für die laufende Reihe bleibt.
Für den Zyklus 3 betrifft das häufig die Fachbereiche RZG oder NT, weil sich dort viele Themen an einen konkreten Ort binden lassen: ein Flussverlauf, ein Museum, eine Gedenkstätte, ein Betrieb mit Bezug zu Wirtschaft, Arbeit und Haushalt. Entscheidend ist nicht der Ort selbst, sondern die Frage, welchen Lernzuwachs er gegenüber dem Unterricht im Schulzimmer bringt. Ein Ort, der sich zwar thematisch anbietet, aber wenig zeigt, das nicht auch über Bildmaterial vermittelbar wäre, rechtfertigt den organisatorischen Aufwand einer Exkursion selten.
Ein Lernziel, das vor der Anmeldung schriftlich festgehalten wird, erleichtert später zwei Dinge zugleich: die Bewilligung durch die Schulleitung, die meist einen erkennbaren Unterrichtsbezug verlangt, und die Auswertung nach dem Tag, weil sich dann prüfen lässt, ob der Besuch das geleistet hat, was er sollte. Ein einziger Satz genügt dafür meist, sofern er konkret benennt, was die Klasse am Zielort lernen oder beobachten soll.
Von der unterrichtsbezogenen Exkursion zu unterscheiden ist die Klassenfahrt oder der Wandertag mit vorwiegend sozialem Zweck. Beide folgen an vielen Schulen eigenen Regelungen und einem eigenen Budget, und diese Seite behandelt ausschliesslich die Exkursion mit fachlichem Bezug, nicht die mehrtägige Fahrt oder den allgemeinen Schulanlass. Wer beide Formate vermischt, etwa indem eine soziale Klassenfahrt nachträglich mit einem fachlichen Etikett versehen wird, erschwert sich die Bewilligung eher, als sie zu erleichtern.
Wo eine Exkursion Teil einer längeren Unterrichtsreihe ist, lohnt sich die Überlegung, ob sie an den Anfang, in die Mitte oder ans Ende der Reihe gehört. Ein Besuch am Anfang weckt oft Fragen, die die folgenden Lektionen aufgreifen, ein Besuch am Ende bündelt bereits erarbeitetes Wissen an einem konkreten Beispiel. Ein Besuch in der Mitte einer Reihe eignet sich dagegen dann, wenn der Zielort eine Wendung im Thema anschaulich macht, die sich sonst nur schwer vermitteln liesse.
Von der Idee zur Bewilligung der Schulleitung
Jede Exkursion, die ausserhalb des gewohnten Schulgeländes stattfindet, braucht eine Bewilligung der Schulleitung. Der Antrag nennt Datum, Ziel, Lernzweck, die beteiligte Klasse sowie die Begleitpersonen und geht üblicherweise deutlich vor dem geplanten Termin ein, damit die Schulleitung Rückfragen stellen und allfällige Überschneidungen mit anderen Anlässen erkennen kann. Ein formloser Antrag, der diese Angaben vollständig enthält, wird in der Regel rascher bearbeitet als eine knappe Anfrage, die erst nachträglich ergänzt werden muss.
Zum Antrag gehört ein Sicherheitskonzept: die geplante Route, ein Sammelpunkt bei Verlust einer Person, eine Notfallnummer, die während der Exkursion erreichbar ist, und eine kurze Einschätzung möglicher Gefahrenstellen entlang des Wegs oder am Zielort selbst. Ein solches Konzept lässt sich einmal erstellen und für spätere Exkursionen an denselben Ort mit geringem Aufwand wiederverwenden.
Wie viele Begleitpersonen eine Exkursion braucht, legt in der Regel die einzelne Schule fest, orientiert an Klassengrösse, Alter der Lernenden und Gefahrenlage des Ziels. Eine grössere Klasse oder ein Ziel mit erhöhtem Risiko, etwa in der Nähe von Verkehr oder Gewässern, verlangt üblicherweise mehr Begleitpersonen als ein Besuch in einem Museum. Eine zusätzliche Begleitperson aus dem Kollegium oder aus dem Kreis der Eltern lässt sich meist rechtzeitig organisieren, wenn die Anfrage früh genug erfolgt.
Sobald die Bewilligung vorliegt, lohnt sich eine schriftliche Ablage in den eigenen Unterlagen, damit sich der Ablauf im Folgejahr rascher wiederholen lässt, wenn dieselbe Exkursion erneut geplant wird. Eine solche Ablage enthält idealerweise auch die Antworten, die die Schulleitung zum ursprünglichen Antrag gegeben hat.
Bei einer Exkursion, die eine Kantonsgrenze überschreitet oder an einem Ort mit besonderen Zugangsregeln stattfindet, etwa einer Institution mit begrenzter Besucherzahl, lohnt sich eine frühzeitige Rückfrage direkt beim Zielort, bevor der Antrag bei der Schulleitung eingereicht wird. So lässt sich vermeiden, dass eine Bewilligung erteilt wird, während der Zielort selbst am gewünschten Termin bereits ausgebucht ist.
Eltern informieren, Kosten und Einverständnis
Ein Elternbrief informiert über Termin, Treffpunkt, Rückkehrzeit, Verpflegung und die Kosten, die durch die Exkursion entstehen. Er geht rechtzeitig hinaus, damit Eltern Rückfragen stellen und allfällige Sonderregelungen, etwa bei gesundheitlichen Einschränkungen eines Kindes, rechtzeitig mitteilen können. Ein Brief, der klar zwischen fachlichem Zweck und organisatorischen Angaben trennt, lässt sich von Eltern rascher überfliegen als ein langer, unstrukturierter Text.
Für Anlässe ausserhalb des Schulgeländes verlangen viele Schulen eine schriftliche Einverständniserklärung der Eltern, getrennt von der allgemeinen Einwilligung zu Beginn des Schuljahres. Diese Erklärung hält fest, dass Eltern über Ziel, Ablauf und Risiken informiert sind und der Teilnahme zustimmen. Eine solche Erklärung lässt sich als Vorlage einmal erstellen und für spätere Exkursionen mit angepassten Angaben wiederverwenden.
Fehlt bei einer Schülerin oder einem Schüler das Einverständnis, braucht es eine Alternativregelung: entweder die Betreuung in einer Parallelklasse für die Dauer der Exkursion oder eine Ersatzaufgabe, die inhaltlich an dasselbe Thema anschliesst, damit niemand fachlich zurückbleibt. Diese Regelung sollte bereits im Elternbrief oder spätestens bei der Rückmeldefrist geklärt sein, nicht erst am Morgen der Exkursion selbst.
Zur Vorbereitung gehört auch ein Hinweis zur passenden Kleidung und Verpflegung, abgestimmt auf Ort und Jahreszeit. Ein kurzer Absatz im Elternbrief reicht meist aus, um Missverständnisse am Morgen der Exkursion zu vermeiden, etwa wenn ein Ziel im Freien liegt und wetterfeste Kleidung erfordert.
Wo eine Klassenlehrperson die Kosten vorstreckt und später mit den Eltern abrechnet, lohnt sich eine knappe, nachvollziehbare Aufstellung, damit die Abrechnung nach der Exkursion ohne Rückfragen abgeschlossen werden kann. Eine solche Aufstellung schafft zugleich Transparenz gegenüber der Schulleitung, falls diese Einsicht in die Kostenverteilung verlangt.
Sicherheit und Aufsichtspflicht unterwegs
Bei grösseren Klassen lohnt sich eine Aufteilung in kleinere Gruppen mit je einer festen Bezugsperson, statt die gesamte Klasse als eine einzige Gruppe zu führen. Das erleichtert den Überblick an Orten mit viel Publikumsverkehr, etwa in einem Museum oder an einem belebten Bahnhof, und verteilt die Aufsichtspflicht auf mehrere Schultern statt auf eine einzige Person.
Für den Fall, dass eine Person die Gruppe verliert, hilft ein vorab vereinbarter Sammelpunkt, den alle Lernenden kennen, sowie eine Telefonnummer, unter der eine Begleitperson während der ganzen Exkursion erreichbar bleibt. Dieser Sammelpunkt lässt sich am Morgen kurz mündlich wiederholen, damit er auch jüngeren Lernenden präsent bleibt.
Der Austausch von Erreichbarkeiten zu Beginn des Tages, etwa zwischen den begleitenden Lehrpersonen und der Schule, schafft eine zusätzliche Sicherheit, falls sich der Ablauf vor Ort ändert oder eine Rückfrage nötig wird. Ein kurzer Anruf im Sekretariat bei Ankunft am Zielort genügt dafür meist.
Für den Fall eines Wetterwechsels oder einer kurzfristigen Absage des Zielorts lohnt sich ein Ausweichplan, der vorab feststeht, statt erst am Exkursionstag improvisiert zu werden. Ein einfacher Ersatz im Schulzimmer, der an dasselbe Thema anschliesst, genügt dafür meist.
Auch die Rückreise gehört zur Aufsichtspflicht: Eine klare Regelung, ob die Klasse gemeinsam zur Schule zurückkehrt oder ob einzelne Lernende direkt vom Zielort nach Hause gehen dürfen, sollte bereits im Elternbrief stehen, damit am Ende des Tages keine Unklarheit über die Zuständigkeit entsteht.
Passende Unterrichtsreihen im Katalog


Von der Idee zur Auswertung: Schritte einer Exkursion
| Schritt | Was ansteht | Worauf achten |
|---|---|---|
| Idee und Lernziel | Bezug zum Unterrichtsthema festlegen | Lernziel schriftlich formulieren |
| Bewilligung | Antrag bei der Schulleitung stellen | Sicherheitskonzept beilegen |
| Eltern informieren | Elternbrief mit Termin, Treffpunkt, Kosten | Einverständnis rechtzeitig einholen |
| Aufsichtspflicht organisieren | Begleitpersonen und Gruppenteilung festlegen | Anzahl an Klassengrösse anpassen |
| Durchführung | Programm vor Ort umsetzen | Ausweichplan bei Wetterwechsel bereithalten |
| Auswertung | Ergebnisse im Unterricht aufgreifen | Dokumentation für Folgejahre anlegen |
Bestehende Unterrichtsreihen für die Exkursion zuschneiden
Eine Exkursion lässt sich mit geringem Zusatzaufwand vorbereiten, wenn ein Thema bereits als Unterrichtsreihe vorliegt und nur auf den konkreten Ort und den einen Tag zugeschnitten werden muss. Ein Material wie Stürme und Naturkatastrophen liefert dafür die fachliche Grundlage, aus der sich einzelne Aufgaben für den Exkursionstag auswählen lassen, statt für den einen Tag ein komplett neues Material zu entwickeln.
Bei einem Thema mit unmittelbarem Bezug zu einem sichtbaren Phänomen vor Ort eignet sich eine Reihe wie Natürliche Ursachen des Klimawandels besonders, weil sich Beobachtungen am Zielort direkt an bereits erarbeitetes Fachwissen anschliessen lassen, statt beides getrennt voneinander zu behandeln. Das spart Zeit sowohl in der Vorbereitung als auch in der Nachbereitung.
Auch Themen ohne unmittelbaren geografischen Bezug lassen sich für eine Exkursion zuschneiden, etwa wenn ein historischer Ort besucht wird: Eine Reihe wie Fünf bedeutende US-Präsidenten liefert dafür Hintergrundwissen, das vor Ort mit konkreten Objekten oder Ausstellungsstücken verknüpft werden kann, sofern der Zielort einen entsprechenden Bezug zulässt.
Bei einem Besuch an einem Ort mit historischem oder archäologischem Bezug hilft eine bereits vorbereitete Reihe wie Der kulturelle Verlust durch die Zerstörung Pompejis, weil sich die Klasse dann nicht erst am Exkursionstag ins Thema einarbeiten muss, sondern mit einer fachlichen Grundlage vor Ort ankommt und die Zeit dort für Beobachtung statt für Einführung nutzen kann.
Der Zuschnitt selbst braucht in der Regel wenig Zeit: eine Auswahl von zwei oder drei Aufgaben aus der bestehenden Reihe, ergänzt um eine kurze Beobachtungsaufgabe für den Ort selbst, reicht meist aus, um den Tag inhaltlich zu tragen. Wichtiger als die Menge der Aufgaben ist deren klarer Bezug zum Zielort.
Wo eine Reihe für mehrere Niveaus vorliegt, lässt sich der Zuschnitt für die Exkursion oft auf dem mittleren Niveau vornehmen und anschliessend für stärkere oder schwächere Lernende einzeln anpassen, statt von Beginn an drei getrennte Fassungen für den einen Tag vorzubereiten.
Die Exkursion in die Unterrichtsreihe einbetten
Eine Exkursion wirkt am stärksten, wenn sie nicht isoliert steht, sondern erkennbar Teil einer laufenden Unterrichtsreihe ist. Eine kurze Vorbereitungslektion, die das Ziel und die zentrale Fragestellung einführt, und eine Nachbereitungslektion, die Beobachtungen vor Ort mit dem bisherigen Stoff verknüpft, rahmen den Tag inhaltlich ein und verhindern, dass die Exkursion als loser Programmpunkt ohne Nachwirkung wahrgenommen wird.
Für unterschiedliche Themen lassen sich bestehende Reihen so auf eine Exkursion zuschneiden, wie es die Beispiele Stürme und Naturkatastrophen für die Exkursion, Natürliche Ursachen des Klimawandels für die Exkursion, Fünf bedeutende US-Präsidenten für die Exkursion, Der kulturelle Verlust durch die Zerstörung Pompejis für die Exkursion, Schlafmangel, Schlafstörungen und Schlafhygiene für die Exkursion und Träume und das Gehirn für die Exkursion zeigen.
Auch Themen, die auf den ersten Blick wenig mit einem Aussenort zu tun haben, etwa aus der Biologie, lassen sich mit einem passenden Ziel verknüpfen, wenn der Bezug klar benannt wird, statt den Besuch nur als Abwechslung zum Schulzimmer zu verstehen. Ein Besuch in einem Schlaflabor oder einer vergleichbaren Institution kann etwa ein Thema wie Schlaf und Erholung an einem konkreten Ort verankern.
Eine solche Einbettung erleichtert auch die Bewilligung durch die Schulleitung, weil der Unterrichtsbezug bereits in der Struktur der Reihe sichtbar ist und nicht erst im Antrag zusätzlich begründet werden muss. Sie erleichtert zudem die spätere Auswertung, weil sich Beobachtungen vom Zielort unmittelbar den bereits erarbeiteten Kapiteln zuordnen lassen.
Wo eine solche Einbettung fehlt, wirkt eine Exkursion für die Klasse oft wie ein Ausflug ohne klaren Zweck, selbst wenn die Lehrperson ein fachliches Ziel vor Augen hatte. Eine einzige Überleitungslektion reicht meist aus, um diesen Eindruck zu vermeiden.
Auswertung und Dokumentation nach der Exkursion
Nach der Exkursion lohnt sich eine Lektion, die Beobachtungen vom Tag systematisch sammelt und mit dem vorher festgelegten Lernziel abgleicht. Diese Auswertung zeigt, ob der Besuch das geleistet hat, was in der Vorbereitung angestrebt wurde, und liefert zugleich Stoff für eine spätere Lernkontrolle. Auch eine kurze mündliche Runde, in der jede Person eine Beobachtung nennt, kann als Einstieg in diese Lektion dienen.
Eine kurze schriftliche Dokumentation des Ablaufs, etwa welche Route sich bewährt hat, wie viele Begleitpersonen nötig waren und welche Aufgaben vor Ort funktioniert haben, spart im Folgejahr Zeit, wenn dieselbe Exkursion erneut geplant wird oder eine Kollegin sie übernimmt. Eine solche Notiz lässt sich direkt nach der Exkursion in wenigen Minuten festhalten, solange die Eindrücke noch frisch sind.
Für Österreich behandelt Lehrausgang in Österreich vorbereiten dieselbe Fragestellung mit anderem Ausgangspunkt, weiteres Material liefert die Sammlung an Unterrichtsreihen, und die Lehrplan 21 Zyklus 3: RZG, Geschichte und Geografie ordnet dieses Thema in den grösseren Zusammenhang des Fachbereichs ein.
Über mehrere Jahre entsteht so eine wachsende Sammlung erprobter Exkursionen, die zuverlässiger bleibt als eine einzelne, spontane Planung und die sich im Team weitergeben lässt, wenn eine Klasse die Stufe wechselt oder eine Lehrperson die Fachschaft verlässt. Eine solche Sammlung lohnt sich besonders dort, wo mehrere Parallelklassen dieselbe Stufe unterrichten und potenziell dieselben Ziele besuchen könnten.
Bausteine für eine Exkursion im Zyklus 3
- Lernziel der Exkursion vor der Bewilligung schriftlich festlegen.
- Antrag mit Sicherheitskonzept rechtzeitig bei der Schulleitung einreichen.
- Begleitpersonen entsprechend Klassengrösse und Gefahrenlage einplanen.
- Elternbrief mit Termin, Treffpunkt und Kosten frühzeitig verschicken.
- Einverständniserklärung einholen und Alternativregelung für Fernbleibende vorsehen.
- Sammelpunkt und Erreichbarkeit für den Fall einer Trennung festlegen.
- Ausweichplan für Wetterwechsel oder kurzfristige Absage bereithalten.
- Auswertung und Dokumentation nach der Exkursion für Folgejahre festhalten.
Diese Seite ordnet die Exkursion von der Bewilligung bis zur Auswertung ein; die verlinkten Unterrichtsreihen zeigen, wie sich bestehender Stoff für einen Exkursionstag zuschneiden lässt.
Häufige Fragen
Wie weit im Voraus muss ich eine Exkursion bei der Schulleitung anmelden?
Eine feste Frist legt die einzelne Schule fest, üblich ist aber ein Vorlauf von mehreren Wochen. So bleibt Zeit für Rückfragen zum Sicherheitskonzept, für die Abstimmung mit anderen Anlässen im Terminplan und für den Versand des Elternbriefs, bevor der Termin feststeht. Bei Zielen mit begrenzter Besucherzahl oder mit eigenem Anmeldeverfahren lohnt sich ein noch früherer Kontakt, damit der gewünschte Termin überhaupt noch verfügbar ist.
Wie viele Begleitpersonen braucht eine Exkursion im Zyklus 3?
Die genaue Anzahl legt die Schulleitung fest, orientiert an Klassengrösse, Alter und Gefahrenlage des Ziels. Ein Ziel mit erhöhtem Risiko, etwa in der Nähe von Verkehr oder Gewässern, verlangt in der Regel mehr Begleitpersonen als ein Museumsbesuch mit überschaubarem Weg. Bei grösseren Klassen lohnt sich zudem eine Aufteilung in kleinere Gruppen, jede mit eigener Bezugsperson, statt eine einzelne Begleitperson für die gesamte Klasse einzuplanen.
Was passiert, wenn eine Schülerin oder ein Schüler kein Einverständnis der Eltern hat?
Ohne Einverständnis nimmt die Person nicht an der Exkursion teil. Üblich ist entweder die Betreuung in einer Parallelklasse für die Dauer des Ausflugs oder eine Ersatzaufgabe zum selben Thema, damit fachlich kein Rückstand entsteht. Diese Regelung sollte spätestens mit der Rückmeldefrist des Elternbriefs feststehen, damit am Exkursionsmorgen keine Unklarheit mehr besteht.
Wie gehe ich mit einer Wetteränderung am Exkursionstag um?
Ein Ausweichplan, der bereits in der Vorbereitung feststeht, erspart eine spontane Improvisation am Morgen selbst. Häufig genügt eine Ersatzlektion im Schulzimmer, die an dasselbe Thema anschliesst und sich später mit der eigentlichen Exkursion verknüpfen lässt, sobald diese nachgeholt wird. Bei Zielen im Freien lohnt sich zusätzlich ein Blick auf die Wetterprognose am Vortag, um frühzeitig zu entscheiden, statt erst am Morgen selbst.
Muss eine Exkursion zu einem Fachbereich des Lehrplan 21 passen?
Ein erkennbarer Bezug zu einem Fachbereich, häufig RZG oder NT, erleichtert die Bewilligung und die spätere Auswertung. Ein Ziel lässt sich im Fachbereich RZG einsetzen, ohne dass dafür ein bestimmter Kompetenzcode behauptet werden muss; es genügt, den fachlichen Bezug im Antrag klar zu benennen und ihn in der Vor- und Nachbereitung sichtbar zu machen.
Wie werte ich eine Exkursion im Unterricht aus?
Eine Lektion nach dem Ausflug sammelt Beobachtungen systematisch und gleicht sie mit dem vorher festgelegten Lernziel ab. Diese Auswertung liefert zugleich Stoff für eine spätere Lernkontrolle und zeigt, ob der Besuch den erhofften Lernzuwachs gebracht hat. Eine kurze schriftliche Notiz zur Auswertung hilft zudem, die Exkursion im Folgejahr gezielter zu wiederholen oder anzupassen.





