Unterrichtsreihe: Mittelalter - SEK I
Herrschaft, Alltag und Gesellschaftsordnung des Mittelalters als Einstieg in historisches Arbeiten.
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RZG · Geschichte & Geografie · Zyklus 3
Unterrichtsmaterial für den Fachbereich Räume, Zeiten, Gesellschaften: von Mittelalter und Industrialisierung über Naturgefahren und Klima bis zu Urbanisierung, Globalisierung und europäischer Integration – als Ergänzung zum obligatorischen Lehrmittel, passend für einzelne Lektionen im 3. Zyklus.
Kurz gesagt: Im 3. Zyklus wird Natur, Mensch, Gesellschaft aufgeteilt; Geschichte und Geografie bilden zusammen den Fachbereich Räume, Zeiten, Gesellschaften. Das Material deckt beide Zugänge ab und ergänzt das kantonal obligatorische Lehrmittel. Wie Sie Schreibweise, Notenskala und Fachbezeichnungen anpassen, steht weiter unten Schritt für Schritt.
Der Lehrplan 21 fasst Geschichte und Geografie im 3. Zyklus zu einem gemeinsamen Fachbereich zusammen, und das aus gutem Grund: Wer verstehen will, warum eine Stadt wächst oder schrumpft, braucht die räumliche Analyse ebenso wie den Blick auf Industrialisierung, Migration und politische Entscheide. Reihen aus dem deutschen Markt sind dagegen meist entweder Geschichte oder Geografie und müssen im Schulzimmer bewusst verknüpft werden.
Der zweite Unterschied betrifft die Steuerung des Unterrichts. Der Lehrplan 21 beschreibt keinen Pflichtstoff, sondern Kompetenzen in aufsteigenden Kompetenzstufen, von denen ein Teil als Grundanspruch markiert ist. Ein Thema wie die Französische Revolution ist damit Trägerstoff für Kompetenzen wie das Erschliessen von Quellen. Gutes Zusatzmaterial liefert deshalb Aufgabenformate mit erkennbarem Anforderungsniveau – keine Stoffsammlung. Und weil der Lehrplan kantonal in Kraft gesetzt wird, bleibt Material von aussen immer Ergänzung, nie Lehrwerk.
Die folgenden Reihen decken zentrale Themenfelder des 3. Zyklus ab: historische Längsschnitte von der Ständegesellschaft bis zur Industrialisierung sowie raumbezogene Themen von Naturgefahren bis zur europäischen Integration.
Herrschaft, Alltag und Gesellschaftsordnung des Mittelalters als Einstieg in historisches Arbeiten.
Wandel von Arbeit, Technik und Gesellschaft – ideal für den Übergang von Geschichte zu Raumfragen.
Klima, Ökosysteme und ihre Wechselwirkungen mit Aufgaben zur Datenauswertung.
Urbanisierung und Stadtplanung als konkreter Zugang zu Raumnutzungskonflikten.
Europäische Integration zwischen Geschichte, Politik und Raum – gut anschlussfähig an das Verhältnis Schweiz–Europa.
Bewährt hat sich ein Aufbau in drei Schritten: Zwei bis drei Lektionen sichern die Faktengrundlage mit Karte, Zeitleiste und kurzem Sachtext. Danach folgen vier bis sechs Lektionen Erarbeitung an Quellen, Statistiken und Kartenmaterial in Gruppen. Den Abschluss bildet eine Transferaufgabe mit Bezug zum eigenen Lebensraum, etwa der Vergleich einer historischen Stadtentwicklung mit der eigenen Gemeinde.
Halten Sie den Kompetenzcode bereits bei der Planung fest. Wer notiert, welche Kompetenzstufe eine Aufgabe bedient, stellt die Lernkontrolle am Ende gezielt zusammen und sieht sofort, ob die Grundansprüche abgedeckt sind. Eine Sequenz von rund zehn Lektionen deckt in der Regel eine Kompetenz mit zwei bis drei Stufen ab.
| Stufe | Einsatz | Schwerpunkt |
|---|---|---|
| 2. Zyklus (5.–8. Schuljahr) | Ausgewählte Reihen zu Alltag, Raum und Karten | Anschauliche Zugänge, viel Bildmaterial |
| 3. Zyklus, 7. Schuljahr | Mittelalter, Ständegesellschaft, Orientierung im Raum | Aufbau von Grundwissen und Fachsprache |
| 3. Zyklus, 8. Schuljahr | Industrialisierung, Naturgefahren, Stadtentwicklung | Arbeit an Quellen und Statistiken |
| 3. Zyklus, 9. Schuljahr | Globalisierung, Migration, europäische Integration | Beurteilen und Stellung nehmen |
| Sek II und Berufsfachschule | Vertiefung im Grundlagenfach oder im Lernbereich Gesellschaft | Selbstständige Analyse und Argumentation |
Die Sekundarstufe I ist in der Deutschschweiz sehr unterschiedlich organisiert: gegliederte Modelle mit Real-, Sekundar- und Bezirksschule, kooperative Modelle mit Stammklassen und Niveauabteilungen sowie integrierte Modelle. Material muss deshalb dieselbe Sache in mehreren Anspruchsniveaus anbieten – gleiche Quelle, gleiche Karte, gestufte Aufträge.
Fast jede Aufgabe lässt sich dreifach stufen: Informationen aus einer vorstrukturierten Vorlage entnehmen, Zusammenhänge mit Satzanfängen in eigenen Worten erklären, eine Streitfrage selbstständig beurteilen und am Material belegen. Weil die Integrative Förderung meist im Regelunterricht stattfindet, hilft zusätzlich ein Wortspeicher zu Beginn jeder Sequenz: Die Fachsprache ist für viele Lernende die eigentliche Hürde, nicht der Inhalt.
Der Kompetenzaufbau verläuft vom Fachbereich über Kompetenzbereich und Handlungsaspekt bis zur einzelnen Kompetenzstufe; zitiert wird mit Codes wie RZG 5.2 oder MA.1.A.3.b. Ordnen Sie eine Reihe zuerst einer Kompetenz des kantonalen Lehrplans zu und prüfen Sie dann, welche Stufen als Grundanspruch markiert sind – diese müssen alle Lernenden bis Ende Zyklus erreichen.
Für die Jahresplanung helfen die Orientierungspunkte Ende der 4. Klasse und Mitte der 8. Klasse. Wer bis dahin die Arbeitsweisen mit Quellen und Karten aufgebaut hat, kann im 9. Schuljahr auf Beurteilungs- und Transferaufgaben setzen. Bildung für Nachhaltige Entwicklung ist kein Fach, sondern Leitprinzip und lässt sich in RZG über Ressourcen, Globalisierung und Stadtentwicklung einlösen.
Vier Punkte fallen sofort auf. Erstens die Orthografie: Deutsches Material enthält das scharfe s, das auf Schweizer Tastaturen fehlt und in der Schule nicht gelehrt wird. Ersetzen Sie es konsequent durch ss – auch in Lösungen und Titeln, sonst wandert die Schreibweise in Schülertexte. Zweitens die Notenskala: Hier ist 6 die beste und 4 die genügende Note, in Deutschland ist es umgekehrt. Jeder Punkte-Noten-Schlüssel und jedes Bewertungsraster muss umgebaut werden.
Drittens die Fachbezeichnungen: Aus Erdkunde und Geschichte wird RZG, aus Sachunterricht NMG, aus Politik und Wirtschaft je nach Zuschnitt WAH. Verweise auf Kernlehrpläne, Inhaltsfelder oder einzelne deutsche Länder sind hier ohne Bedeutung und werden durch den kantonalen Lehrplanbezug ersetzt. Viertens die Stufenangabe: Deutsche Klassenangaben passen nicht direkt, weil in der Deutschschweiz elf obligatorische Schuljahre gezählt werden – zeichnen Sie doppelt aus, etwa 8. Klasse beziehungsweise 10. Schuljahr im 3. Zyklus.
Dazu kommen die kleinen Details in Aufgabentexten: Beträge in fremder Währung, deutsche Fahrpläne, Behörden und Ferienzeiten wirken sofort fremd. Ersetzen Sie sie durch Schweizer Beispiele und nutzen Sie Helvetismen wie Velo, Trottoir, Perron oder Znüni – sie sind korrektes Standarddeutsch und gelten in Schülertexten nicht als Fehler. Rechnen Sie Zeitangaben zudem in Lektionen zu 45 Minuten um, damit die Planung zur Lektionentafel passt.
Naturgefahren: Vulkane
Globalisierung: Gewinner & Verlierer
Sammelpaket Geschichte Sek IAls Ergänzung ja, als Lehrwerk nein. Die Kantone führen obligatorische und alternativ-obligatorische Lehrmittelverzeichnisse. Ordnen Sie jede Reihe vor dem Einsatz einer Kompetenz des kantonalen Lehrplans zu und passen Sie Schreibweise, Notenskala und Beispiele an.
RZG steht für den Fachbereich Räume, Zeiten, Gesellschaften. Er entsteht im 3. Zyklus aus der Aufteilung von Natur, Mensch, Gesellschaft und umfasst Geografie und Geschichte; daneben stehen Natur und Technik, Wirtschaft, Arbeit, Haushalt sowie Ethik, Religionen, Gemeinschaft.
Der 1. Zyklus umfasst zwei Jahre Kindergarten sowie die 1. und 2. Klasse, der 2. Zyklus die 3. bis 6. Klasse, der 3. Zyklus die 7. bis 9. Klasse. Weil zunehmend nach Schuljahren gezählt wird, empfiehlt sich eine doppelte Angabe.
Nur eingeschränkt. In der Westschweiz gilt der Plan d'études romand der CIIP, im Tessin ein eigener Lehrplan mit vierjähriger Sekundarstufe I. Die Fachstruktur ist dort nicht deckungsgleich, deshalb richtet sich dieses Material vor allem an Lehrpersonen in der Deutschschweiz.
Die meisten Reihen sind auf sechs bis zwölf Lektionen zu 45 Minuten ausgelegt und lassen sich kürzen, indem Vertiefungen als Wahlaufträge laufen. Planen Sie mit rund 39 Schulwochen und halten Sie pro Sequenz eine Reservelektion frei.
Alle Materialien sind digitale Downloads und stehen sofort nach dem Kauf zur Verfügung, weltweit und ohne Wartezeit. Die Dateien sind bearbeitbar, sodass sich Schreibweise, Beispiele und Bewertungsraster an die eigene Klasse anpassen lassen.