Der kulturelle Verlust durch die Zerstörung Pompejis: die Exkursion vorbereiten
Bei einer grossen Klasse entscheidet die Aufsichtsorganisation einer Exkursion zum kulturellen Verlust durch die Zerstörung Pompejis darüber, ob der Tag trägt oder in Kontrollverlust endet. Feste Kleingruppen mit klaren Verantwortlichkeiten, ein Treffpunktsystem und eine zweite Begleitperson entlasten die Lehrperson, statt dass eine einzelne Lehrperson alles gleichzeitig allein im Blick behalten muss.
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Warum grosse Klassen die Aufsicht besonders fordern
Eine grosse Klasse an einer archäologischen Ausgrabungsstätte oder in einem Museum zu Pompeji und Herculaneum stellt andere Anforderungen als eine kleine Lerngruppe im Schulzimmer, weil sich Lernende in offenen, oft weitläufigen Räumen leicht verteilen und dadurch schnell aus dem direkten Blickfeld geraten können. Die Unterrichtsreihe zum kulturellen Verlust durch die Zerstörung Pompejis und Herculaneums liefert den fachlichen Rahmen, ersetzt aber nicht die organisatorische Vorbereitung, die eine grosse Gruppe zusätzlich braucht.
Schon vor der Anmeldung lohnt sich deshalb die Frage, ob eine zweite Begleitperson notwendig ist, etwa eine Fachschaftskollegin oder ein Elternteil, das bereit ist mitzukommen. Diese Entscheidung beeinflusst wiederum das verfügbare Budget und sollte deshalb möglichst früh in die gesamte Planung einfliessen, nicht erst kurz vor dem Termin. Wer diese Frage erst kurz vor dem Termin klärt, gerät dabei leicht in unnötigen Zeitdruck.
Feste Gruppen statt loser Klassenverband
Bewährt hat sich die Einteilung in feste Kleingruppen von vier bis fünf Lernenden, die für die gesamte Dauer der Exkursion fest zusammenbleiben und eine gemeinsame Aufgabe erhalten. So lässt sich die Klasse jederzeit über eine kurze Zählung der Gruppen statt einer Einzelzählung aller Lernenden kontrollieren, was gerade an einer unübersichtlichen und weitläufigen Ausgrabungsstätte im Alltag spürbar Zeit und Nerven spart.
Für den Zyklus 3 empfiehlt sich zusätzlich ein festes Treffpunktsystem mit klar kommunizierten Zeiten, an dem sich alle Gruppen in regelmässigen Abständen wieder einfinden. Das verhindert wirksam, dass sich einzelne Gruppen zu weit vom Rest der Klasse entfernen, ohne dass die Lehrperson während der ganzen Zeit ständig aktiv eingreifen und nachfragen muss. So bleibt der Überblick auch dann erhalten, wenn einzelne Gruppen zeitgleich unterschiedliche Bereiche der Ausgrabungsstätte besuchen.
Verantwortlichkeiten vorher klar verteilen
Wird eine zweite Begleitperson eingesetzt, sollte vorher klar sein, wer für welche Gruppen zuständig ist und wer im Notfall welche Aufgabe übernimmt, etwa Erste Hilfe oder der Kontakt zur Schulleitung. Diese klare Klärung im Voraus verhindert unnötige Missverständnisse und Verzögerungen, wenn tatsächlich einmal etwas Unvorhergesehenes vor Ort passiert.
Auch inhaltlich lässt sich die Aufsicht mit Lernzielen verbinden, etwa wenn jede Gruppe für einen bestimmten Aspekt des Themas zuständig ist. Ergänzend eignet sich dafür die Unterrichtsreihe, in der die Klasse einen eigenen Zeitstrahl erstellt, da sich Gruppenarbeit, klare Zuständigkeiten und Aufsicht hier besonders gut miteinander kombinieren lassen, ohne zusätzlichen Aufwand.
Nach der Exkursion: Kontrolle und Auswertung verbinden
Am Ende der Exkursion sollte eine letzte gemeinsame Zählung aller Gruppen stehen, bevor die Heimfahrt beginnt, auch wenn der Tag bereits gut gelaufen ist. Diese letzte Kontrolle nimmt wenig Zeit in Anspruch, verhindert aber zuverlässig unangenehme Überraschungen kurz vor der geplanten Abfahrt der ganzen Klasse.
Weiterführende Hinweise zur Vorbereitung von Lernorten ausserhalb des Schulzimmers bietet die Übersichtsseite zu Unterrichtsmaterial für die Schweiz nach Lehrplan 21 im Zyklus 3 über die Fachseite zur Vorbereitung von Exkursionen und ausserschulischen Lernorten im Zyklus 3. Für den Einstieg ins Fach eignet sich zudem der Beitrag zur ersten Geschichtsstunde, während der Beitrag zu Gutenberg und dem Buchdruck und der Rahmenplan Geschichte mit Operatoren für Klausuren zeigen, wie sich Aufsichtsfragen bei unterschiedlichen Epochen ähnlich lösen lassen. So bleibt die Reihe zu Pompeji und Herculaneum auch bei einer grossen Klasse organisatorisch beherrschbar. Wer diese Punkte bereits vor der Anmeldung durchdenkt, erspart sich am Exkursionstag selbst viel Stress.
Häufige Fragen
Braucht eine grosse Klasse bei einer Exkursion eine zweite Begleitperson?
In vielen Fällen ja, insbesondere an offenen Orten wie Ausgrabungsstätten, wo sich Lernende leicht verteilen können. Eine zweite Begleitperson entlastet die Lehrperson spürbar und ermöglicht es, die Klasse in mehrere Gruppen aufzuteilen, ohne dass eine einzelne Person allein für die ganze Klasse gleichzeitig verantwortlich sein muss und überfordert wird.
Wie kontrolliert man eine grosse Klasse an einem unübersichtlichen Ort?
Feste Kleingruppen von vier bis fünf Lernenden lassen sich über eine kurze Gruppenzählung statt einer Einzelzählung kontrollieren, was deutlich schneller geht. Ein zusätzliches Treffpunktsystem mit klaren Zeiten sorgt zusätzlich dafür, dass sich alle Gruppen in regelmässigen Abständen von selbst wieder einfinden, ohne ständiges aktives Eingreifen der Lehrperson.
Was gehört zur Aufsichtsplanung neben der reinen Gruppeneinteilung?
Wichtig ist eine klare Verteilung der Verantwortlichkeiten zwischen den Begleitpersonen, etwa wer im Notfall Erste Hilfe leistet oder den Kontakt zur Schulleitung übernimmt. Auch eine letzte gemeinsame Zählung vor der Heimfahrt gehört fest zur Aufsichtsplanung, selbst dann, wenn der ganze Tag bis dahin bereits völlig reibungslos verlaufen ist.
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