Sartre in Psychologie und Philosophie (AHS): Existenzialismus mit Übungsklausuren | Österreich

Psychologie und Philosophie · Sartre · AHS-Oberstufe Österreich

Dieses Material ist für Lehrpersonen gedacht, die im Pflichtgegenstand Psychologie und Philosophie der AHS-Oberstufe Sartre und den Existenzialismus behandeln. Vier Reihen decken den Vorrang der Existenz, Angst und Verantwortung, den Vergleich mit der Hirnforschung sowie de Beauvoir und Camus ab. Zu jeder Reihe gehören Lernheft, Lehrkräftematerial mit Lösungen, zwei Übungsklausuren und eine bearbeitbare Textfassung.

4 Reihenzu Sartre und Existenzialismus
4 Moduleje 90 Minuten Kern
2 Übungenmit Erwartungshorizont, 100 Punkte
Downloadsofort nach dem Kauf

Kurz gesagt: Wer in Psychologie und Philosophie Sartre unterrichtet, findet hier vier fertige Reihen: Vorrang der Existenz, Angst, Verlassenheit und Verzweiflung, Sartre und Hirnforschung sowie Sartre, de Beauvoir und Camus. Jede Reihe umfasst vier Module zu je 90 Minuten, ein Lernheft mit 32 Seiten, Lehrkräftematerial mit 20 Seiten und zwei Übungsklausuren. Das Material ist deutschsprachig, wird in Euro bezahlt und lässt sich sofort herunterladen. Ob und wie es zu den Themenbereichen der Schule passt, entscheidet die Lehrperson.

Warum Existenzphilosophie in Psychologie und Philosophie gut trägt

In Psychologie und Philosophie liegen die beiden Fachperspektiven eng beieinander, und Sartre lässt sich von beiden Seiten betreten. Die Frage, ob Menschen durch Anlagen, Rollen und Umstände festgelegt sind oder sich durch Handeln bestimmen, kennen Schülerinnen und Schüler aus der Psychologie. Die Reihe zu Angst, Verlassenheit und Verzweiflung schärft dafür die Begriffe: Angst ist dort keine klinische Störung, sondern das Bewusstsein vom Gewicht der eigenen Wahl, Verlassenheit nicht bloße Einsamkeit, Verzweiflung kein Gebot der Passivität. Diese Abgrenzung zur psychologischen Alltagssprache ist der eigentliche Lerngewinn und beugt dem verbreiteten Missverständnis vor, Sartre beschreibe seelische Krankheitsbilder. Für die Klasse bedeutet das: Der Begriff wird nicht gelernt, um ihn auswendig zu nennen, sondern um an einem Fall zu entscheiden, ob er passt. Die Aufgaben fragen deshalb immer nach der konkreten Angabe im Fall und ihrer Beziehung zum Begriff.

Dazu kommt, dass die Reihen Argumente rekonstruieren lassen, bevor geurteilt wird. Das passt zu Prüfungssituationen, in denen eine Position zuerst sauber wiedergegeben und dann geprüft werden soll, etwa in der Schularbeit, in einer mündlichen Leistungsfeststellung oder bei der Vorbereitung eines Themenbereichs für die mündliche Reifeprüfung. Die Lerngruppe übt, Beobachtung, Deutung und Bewertung auseinanderzuhalten, und sie lernt, dass eine Kritik an Sartre erst nach der Rekonstruktion fair ist. Die Lehrtexte sind eigene Paraphrasen und ersetzen keine Originallektüre. In der Praxis hilft das auch bei der Vorbereitung auf schriftliche Arbeiten, weil Lernende ihre Antworten in drei Schritten aufbauen und die Lehrperson die Schritte getrennt bewerten kann. Der Erwartungshorizont weist dafür Rekonstruktion, Analyse und Vergleich, Urteil und Darstellung getrennt aus.

Material für Sartre in Psychologie und Philosophie

Die vier Reihen können einzeln gewählt oder im Sparpaket bezogen werden; das XXL-Paket verbindet sie mit den Habermas-Reihen.

Wie sich die Reihe im Unterricht aufbauen lässt

Als Einstieg eignet sich die Reihe zum Vorrang der Existenz. Sie arbeitet mit dem Beispiel eines hergestellten Gegenstands und fragt, was Sartre für den Menschen bestreitet. Danach lassen sich die Reihen je nach Schwerpunkt der Klasse wählen: Wer den Bezug zur Psychologie betonen will, nimmt als Nächstes die Verantwortungsreihe mit ihren Entscheidungsfällen, wer naturwissenschaftlich interessierte Klassen hat, die Hirnforschungsreihe mit dem Libet-Paradigma. Die vierte Reihe führt de Beauvoir und Camus als eigenständige Perspektiven ein und trainiert das Vergleichen, ohne die drei Positionen gleichzusetzen. Im Sparpaket liegen alle vier Reihen vor, sodass die Planung für ein Semester offen bleibt. Wer den Gegenstand erst im Lauf des Schuljahres vertiefen will, kann mit einer Reihe starten und die übrigen später nachlegen, weil jedes Paket in sich geschlossen ist und seine Begriffe selbst einführt.

Jedes Modul ist auf 90 Minuten als Kern angelegt, das entspricht zwei Unterrichtsstunden. Das Lehrkräftematerial gliedert die Einheit in Einstieg, Erarbeitung, Analyse, Erprobung und Sicherung und nennt je Modul die Seiten im Lernheft. Werkstatt und Vertiefung können zusätzliche Zeit erfordern. Ein Gruppenpuzzle mit vier Perspektiven benötigt 45 bis 60 Minuten, jede Übungsklausur 90 bis 135 Minuten. Das Material kalkuliert diese Zeiten offen, damit die Planung im Jahresverlauf nicht an einem zu knappen Versprechen scheitert. Als Produkt jedes Moduls entsteht ein belegter Absatz mit dokumentiertem Vergleich, der in ein Portfolio eingeht. So bleibt sichtbar, was die Klasse im Verlauf der Reihe geleistet hat, auch wenn zwischen den Einheiten Wochen liegen.

Für welche Stufe eignet sich das Material?

Stufe Einsatz Schwerpunkt
Einstieg in der AHS-Oberstufe Reihe zum Vorrang der Existenz als Einführung in die Existenzphilosophie Hergestellter Gegenstand, Selbstentwurf, Wahl
Fortsetzung in der Oberstufe Angst, Verlassenheit und Verzweiflung als Fallarbeit Begriffsklärung, Unaufrichtigkeit, Rollen
Letzte Schulstufen vor der Reifeprüfung Hirnforschung sowie de Beauvoir und Camus als Vergleichsreihe Freiheitsbegriffe, alternative Erklärungen, Vergleich
Schularbeit und Wiederholung Zwei Übungsklausuren mit Erwartungshorizont Rekonstruktion, Analyse und Vergleich, Urteil, Darstellung

Differenzierung in heterogenen Klassen

Das Lernheft bietet zwei Hilfen. Hilfe 1 reduziert den Einstieg auf zwei Befunde und eine begründete Verbindung, Begriffe liegen vorab auf Karten bereit, Lesetexte können abschnittsweise bearbeitet werden. Hilfe 2 verlangt alternative Erklärungen und die Benennung entscheidungsrelevanter Informationen. Das erlaubt, in einer Klasse mit sehr unterschiedlichen Vorkenntnissen dieselbe Aufgabe auf zwei Niveaus zu stellen, ohne die Lernziele zu verändern. Eine mündliche Vorformulierung kann das Schreiben entlasten, ohne die fachliche Aufgabe zu verändern. Als Diagnose vor Beginn beschreiben die Lernenden einen Fall zunächst ohne Fachbegriffe. Leistungsstarke Lernende prüfen Voraussetzungen, entwickeln Gegenbeispiele und begrenzen die Reichweite einer Theorie. Mehr Text allein gilt dabei nicht als anspruchsvollere Leistung, und genau diesen Punkt betont das Lehrkräftematerial mehrfach.

Für die Rückmeldung nennt das Lehrkräftematerial typische Fehlverkürzungen, zum Beispiel den vorschnellen Schluss von einem Einzelfall auf ein allgemeines Urteil, und gibt Formulierungen, die Lernende zu einem nächsten Schritt anleiten. Wie sich Verantwortung ohne Vorbild unterrichten lässt, zeigt der Beitrag Verantwortung ohne Vorbild anhand des Beratungsbeispiels. Die Bewertung der Übungsklausuren erfolgt nach einem Erwartungshorizont über 100 Punkte; die Umrechnung auf die Noten von 1 (Sehr gut) bis 5 (Nicht genügend) legt die Lehrperson fest. Für belastende Themen sieht das Lehrkräftematerial freiwillige Beiträge und sachliche Distanz vor. Das ist bei Angst und Verzweiflung im Sartre'schen Sinn wichtig, weil die Begriffe leicht mit persönlichen Erfahrungen verwechselt werden.

Einordnung in Psychologie und Philosophie und die Reifeprüfung

Das Material gibt keinen Lehrplantext wieder und ist kein approbiertes Lehrmittel. Es wurde für den deutschsprachigen Raum geschrieben und lässt sich dem Pflichtgegenstand Psychologie und Philosophie in der AHS-Oberstufe zuordnen, ohne dass eine bestimmte Schulstufe vorgegeben wird. Maßgeblich sind die Vorgaben der Schule und der zuständigen Stelle. Die Zuordnung zu Themenbereichen der mündlichen Reifeprüfung nimmt die Schule vor; das Material liefert Bausteine, aber keine fertigen Prüfungsthemen. Wer das Material einsetzt, sollte die Reihe vorab mit der Fachgruppe abstimmen und festhalten, welche Module als Pflichtbestandteil und welche als Vertiefung gedacht sind. Die Lehrperson bleibt dabei an die schulischen Vorgaben gebunden.

Die eigenen Übungsklausuren sind Vorlagen für Schularbeiten und Leistungsfeststellungen, keine Aufgaben der standardisierten schriftlichen Reifeprüfung und nicht ministeriell geprüft. Wer eine Abschließende Arbeit zur Existenzphilosophie betreut, kann einzelne Reihen als Orientierung für Begriffe und Vergleichsfragen heranziehen. Weitere Hinweise zum Einsatz deutscher Materialien an österreichischen Schulen finden sich auf der Seite deutsches Unterrichtsmaterial in Österreich einsetzen. Die Bezahlung erfolgt in Euro, der Download steht sofort bereit und funktioniert auch außerhalb Deutschlands. Die Abschließende Arbeit (ABA) und die mündliche Reifeprüfung haben eigene Regeln der Schule und der Bildungsdirektion, die vorgehen. Das Material ersetzt keine dieser Vorgaben und behauptet keine Passung zu bestimmten Prüfungsaufgaben.

Wie ist das Material aufgebaut?

  • Fachlich fundiertVon Fachlehrkräften erstellte Inhalte mit korrekter Fachterminologie.
  • Direkt einsetzbarFertige Reihen mit Aufgaben – sofort im Unterricht nutzbar.
  • Mit LösungenAlle Aufgaben inklusive ausführlicher Lösungswege.
  • DifferenzierbarAufgabenformate lassen sich an unterschiedliche Lerngruppen anpassen.
  • EditierbarBearbeitbare Formate – frei an Ihre Lerngruppe anpassbar.
  • KombinierbarEinzelreihen lassen sich zu einer eigenen Unterrichtseinheit verbinden.

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Häufige Fragen

Passt das Material zu Psychologie und Philosophie?

Es ist für den Philosophieunterricht der Oberstufe geschrieben und lässt sich im philosophischen Teil des Pflichtgegenstands einsetzen. Die Reihe zu Angst und Verantwortung grenzt Sartres Begriffe ausdrücklich von psychologischen Beschreibungen ab. Welche Reihe zu welchem Zeitpunkt passt, entscheidet die Lehrperson. Die Reihen verlangen keine psychologischen Vorkenntnisse.

Kann ich damit eine Schularbeit vorbereiten?

Die zwei Übungsklausuren je Reihe mit Erwartungshorizont über 100 Punkte eignen sich als Vorlage. Sie sind eigene Aufgaben und keine Aufgaben der standardisierten Reifeprüfung. Die Notenumrechnung legen Sie selbst fest.

Ist das ein offizielles Lehrmittel?

Nein. Das Material ist ein privat erstelltes, bearbeitbares Unterrichtsmaterial und nicht ministeriell geprüft. Es ist kein approbiertes Lehrmittel. Maßgeblich sind die Vorgaben Ihrer Schule und der zuständigen Stelle.

Brauche ich Originaltexte von Sartre?

Für die Module nicht, denn die Lehrtexte sind eigene Paraphrasen. Wer am Wortlaut arbeiten möchte, braucht eine rechtmäßig zugängliche Ausgabe, die Sie vor dem Einsatz auswählen und prüfen.

Wie viel Unterrichtszeit sollte ich einplanen?

Der Kern besteht aus vier Modulen zu je 90 Minuten. Gruppenpuzzle und Übungsklausuren kommen zusätzlich hinzu, und Werkstatt und Vertiefung brauchen bei Bedarf mehr Zeit. Vier Doppelstunden sind kein Zeitversprechen für das gesamte Paket.

Funktioniert Kauf und Download von Österreich aus?

Ja. Die Zahlung erfolgt in Euro, der Download ist sofort nach dem Kauf möglich, und die Dateien sind PDF und bearbeitbares DOCX. Die Einzellizenz gilt für eine Lehrperson, daneben gibt es eine Schullizenz.