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Was sollen wir tun? - Grundmodelle philosophischer Ethik | komplette Unterrichtsreihe Philosophie Sek II
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Was sollen wir tun? - Grundmodelle philosophischer Ethik | komplette Unterrichtsreihe Philosophie Sek II
Die Reihe stellt die Grundmodelle philosophischer Ethik in zehn Stunden gegenüber: Tugendethik, Pflichtethik, Utilitarismus, Emotivismus und Diskursethik. Sie klärt, welche Gründe eine Handlung moralisch richtig machen. Enthalten sind fünf Positionstexte, acht Arbeitsblätter, ein Gruppenpuzzle, vier Methodenkarten, ausformulierte Lösungen und eine Leistungsüberprüfung über 100 Punkte.
Worum es in dieser Reihe geht
Leitfrage: Welche Gründe machen eine Handlung moralisch richtig: Tugend, Pflicht, Folgen, Gefühl oder Zustimmung?
Der Vergleich der Ethikmodelle ist Kern jedes Oberstufenkurses und zugleich die Stelle, an der Klausuren regelmäßig auseinanderfallen. Die Reihe legt deshalb zuerst die Vergleichskriterien fest und führt die Positionen daran entlang: Aristoteles über den geübten Charakter und die situationsangemessene Mitte, Kant über die verallgemeinerbare Maxime, Mill über die unparteiische Maximierung des Wohlergehens. Hume und der Emotivismus stellen die Frage nach der Motivationskraft moralischer Urteile, Habermas verschiebt die Begründung in den fairen Diskurs. Im Gruppenpuzzle vertreten Expertengruppen ihre Position an einem gemeinsamen Fall, sodass Unterschiede in den Voraussetzungen sichtbar werden statt nur in den Ergebnissen. Die Klausurwerkstatt in Stunde neun überträgt das auf die Aufgabenformate Analyse, Vergleich und Erörterung.
Die fünf Positionen im Vergleich
- Aristoteles (Nikomachische Ethik): Moralisch gutes Handeln entspringt einem durch Übung gebildeten Charakter und trifft die situationsangemessene Mitte.
- Immanuel Kant (Grundlegung zur Metaphysik der Sitten): Moralisch richtig ist eine Handlung aus Pflicht nach einer Maxime, die als allgemeines Gesetz gelten kann.
- John Stuart Mill (Utilitarianism): Richtig ist die Handlung, die das Wohlergehen aller Betroffenen unparteiisch maximiert.
- David Hume und Emotivismus (Treatise; moderne emotivistische Deutung): Moralische Urteile sind wesentlich mit Gefühlen der Billigung und Missbilligung verbunden und motivieren dadurch.
- Jürgen Habermas (Diskursethik): Gültige Normen müssen die Zustimmung aller möglicherweise Betroffenen in einem fairen praktischen Diskurs finden können.
Der Weg durch die zehn Stunden
| Std. | Schwerpunkt | Lernprodukt |
|---|---|---|
| 1 | Problemauftakt: Grundmodelle der Ethik | Ersturteil mit zwei Gründen |
| 2 | Begriffe klären und Argumente prüfen | Begriffskarte und Argumentgerüst |
| 3 | Position I: Aristoteles | Prämissen-Schluss-Schema |
| 4 | Position II: Immanuel Kant | These-Begründung-Beispiel-Karte |
| 5 | Position III: John Stuart Mill | Rekonstruktion mit verdeckter Prämisse |
| 6 | Kontroverse: David Hume und Emotivismus und Jürgen Habermas | Vergleichsmatrix mit Kriterien |
| 7 | Angewandte Problemreflexion: Lüge zum Schutz einer Person | Begründete Fallentscheidung |
| 8 | Strukturierte Kontroverse und Urteilsbildung | Urteil mit Einwand und Rückantwort |
| 9 | Klausurwerkstatt: Analyse, Vergleich, Erörterung | Einleitung, Argumentabsatz und Schluss |
| 10 | Leistungsaufgabe und reflektierter Transfer | Bewerteter Text und Lernstandsprofil |
Die zehn Einzelstunden lassen sich ohne Umbau als fünf Doppelstunden führen. Die angewandte Problemreflexion in Stunde sieben arbeitet am Fall Lüge zum Schutz einer Person.
Differenzierung, Diagnose und Sprachsensibilität
Jede Stunde liegt auf den Niveaus Basis, Standard und Vertiefung vor. Basis arbeitet mit gekürzten Arbeitsaufträgen, Satzstartern, markierten Argumentbausteinen und einer Begriffsbank, Standard mit eigenständiger Rekonstruktion und kriteriengeleitetem Vergleich, Vertiefung mit verdeckten Prämissen, Gegenbeispiel und Transfer auf einen unbekannten Fall. Den Auftakt bildet eine Eingangsdiagnose mit anonymem Ersturteil und Sicherheitsskala, im Verlauf folgen formative Checks. Operatoren werden expliziert; Fachbegriffe sind in vollständigen Begründungssätzen zu verwenden.
Leistungsüberprüfung mit 100 Punkten
Enthalten ist eine vollständige Leistungsaufgabe mit Textgrundlage und den Anforderungsbereichen I bis III, dazu ein Punkteraster über 100 Punkte, eine ausformulierte Musterlösung und eine Fehleranalyse. Die Klausurwerkstatt in Stunde neun bereitet Einleitung, Argumentabsatz und Schluss gezielt vor, sodass die Bewertung für die Lerngruppe nachvollziehbar bleibt.
Lehrplanbezug Nordrhein-Westfalen und Berlin
- Nordrhein-Westfalen: Freiheit und moralisches Handeln: tugendethische, deontologische, utilitaristische und emotivistische Prinzipien; im LK Diskursethik.
- Berlin: Q2 Gutes Leben und moralisches Handeln: Kriterien moralisch richtigen Handelns; ethisches Argumentieren.
Ausgerichtet am Kernlehrplan Philosophie für die gymnasiale Oberstufe in Nordrhein-Westfalen (Fassung 2026, Einführung ab dem Schuljahr 2027/28, anschlussfähig an den Kernlehrplan 2013) sowie am Rahmenlehrplan für die gymnasiale Oberstufe Philosophie in Berlin und Brandenburg (Fassung 2025). Das Material ist nicht ministeriell geprüft und wird eigenverantwortlich eingesetzt.
Diese Reihe im Zusammenhang
Die Reihe ist Teil einer Serie von zehn Philosophie-Reihen für die Sekundarstufe II mit einheitlichem Aufbau, gleichen Operatoren und kompatiblen Vergleichskriterien. Thematisch schließen unmittelbar an: Medizin- und Bioethik - Autonomie, Leben und Verantwortung, Kulturrelativismus und Universalismus - Werte in einer pluralen Welt, Was ist der Mensch? - Natur, Kultur und Identität. Wer mehrere Reihen einsetzt, findet sie gebündelt im Sparpaket Ethik und angewandte Ethik.
Lieferung und Lizenz
Sofortiger digitaler Download nach dem Kauf. Enthalten sind der Lehrkraft- und Arbeitsteil (DOCX und PDF, 43 Seiten) und die Unterrichtspräsentation (PPTX und PDF, 20 Folien). Die Einzellizenz gilt für eine Lehrkraft, die Schullizenz für alle Lehrkräfte einer Schule. Die Positionstexte sind didaktisch neu formulierte Rekonstruktionen und ersetzen keine wissenschaftliche Originalausgabe; sie ermöglichen urheberrechtlich unproblematisches, textnahes Arbeiten im Unterricht.
Häufige Fragen
Deckt die Reihe auch die Diskursethik für den Leistungskurs ab?
Ja. Habermas ist als eigene Position mit Text, Aufgaben und Lösungen enthalten; im Kernlehrplan Nordrhein-Westfalen ist die Diskursethik dem Leistungskurs zugeordnet, im Grundkurs lässt sie sich als Vertiefung führen.
Kann ich einzelne Positionen weglassen?
Die Stunden drei bis sechs sind so gebaut, dass eine Position entfallen kann, ohne den Vergleich zu zerstören. Die Vergleichsmatrix in Stunde sechs weist aus, welche Kriterien dann unbesetzt bleiben.
Wie ist die Klausur aufgebaut?
Als vollständige Aufgabe mit Textgrundlage, drei Anforderungsbereichen und einem Punkteraster über 100 Punkte. Musterlösung und Fehleranalyse zeigen, welche Formulierungen welche Punktzahl tragen.
Eignet sich die Reihe als Einstieg in die Qualifikationsphase?
Sie funktioniert als Grundlegung, auf die angewandte Reihen aufbauen. Wer anschließend Medizin- und Bioethik oder Gerechtigkeitsfragen behandelt, kann die hier erarbeitete Vergleichsmatrix unverändert weiterverwenden.
Sind die Materialien editierbar?
Lehrkraftteil und Arbeitsblätter liegen als DOCX vor, die Präsentation mit zwanzig Folien als PPTX; PDF-Fassungen sind zusätzlich enthalten.

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FAQ zu diesem Material
Bewertung: Was sollen wir tun? - Grundmodelle philosophischer Ethik | komplett...
Was sollen wir tun? - Grundmodelle philosophischer Ethik | komplette Unterric... ist eine vollständig ausgearbeitete Unterrichtsreihe für Physik in EF · Q1 · Q2. Stärke des Materials ist die direkte Einsatzbereitschaft: Arbeitsblätter, Lösungen und Erwartungshorizont liegen fertig vor, sodass eine Stunde ohne zusätzliche Vorbereitung starten kann.
Passend für Lehrkräfte, die ein Thema kurzfristig abdecken, für Referendarinnen und Referendare mit hohem Planungsdruck und für Vertretungsstunden – und überall dort, wo eine Stunde kurzfristig stehen muss.



