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Angst, Verlassenheit und Verzweiflung bei Sartre – Verantwortung, Wahl und soziale Rollen | Unterrichtsreihe Philosophie Sek II
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Angst, Verlassenheit und Verzweiflung bei Sartre – Verantwortung, Wahl und soziale Rollen | Unterrichtsreihe Philosophie Sek II
Dieses Unterrichtspaket für Philosophie in der Oberstufe (Sek II) behandelt Sartres Begriffe Angst, Verlassenheit, Verzweiflung und Unaufrichtigkeit als Strukturen verantwortlichen Handelns. Es umfasst vier Module à 90 Minuten, ein Lernheft (32 Seiten), Lehrkräftematerial (20 Seiten), zwei Übungsklausuren mit Erwartungshorizont und eine bearbeitbare DOCX-Fassung.
Worum es geht
Die Reihe fragt, wie Handeln ohne letzte Garantie möglich ist. Angst ist hier keine klinische Störung, sondern das Bewusstsein vom Gewicht der eigenen Wahl: Keine Regel nimmt die konkrete Entscheidung vollständig ab. Der Begriff wird von der Furcht vor einem bestimmten Gegenstand unterschieden und ersetzt keine psychologische oder medizinische Beschreibung. Verlassenheit meint nicht bloße Einsamkeit, sondern das Fehlen einer letzten, vorgegebenen Wertinstanz. Beratung bleibt möglich, doch schon die Wahl der beratenden Person und die Auslegung ihres Rates sind eigene Entscheidungen.
Verzweiflung bedeutet im Material kein Gebot der Passivität. Man kann ein Projekt beginnen, obwohl sein Erfolg offen bleibt, und unterscheidet dabei kontrollierbare Schritte, beeinflussbare Bedingungen und nicht kontrollierbare Folgen. Unaufrichtigkeit schließlich wird als Selbsttäuschung über die eigene Freiheit oder die eigenen Bedingungen gefasst, mehr als eine Lüge gegenüber anderen. Rollen strukturieren Handlungen, bestimmen aber nicht jede Stellungnahme. Die Lernenden prüfen auch, wo der Begriff zur pauschalen Beschuldigung würde.
Die vier Module
- Angst als Verantwortungsbewusstsein: Eine Klassensprecherin wünscht sich eine Regel, die ihr die Entscheidung abnimmt; erarbeitet wird der Unterschied zwischen fehlender Information und unvermeidbarer Verantwortung.
- Verlassenheit und Beratung: Am Fall von Jonas, der gezielt den Rat einer zustimmenden Person sucht, werden zwei Entscheidungen sichtbar, die in seiner Darstellung verschwinden, und eine verantwortliche Form der Beratung wird entworfen.
- Verzweiflung und begrenztes Handeln: Eine Gruppe plant eine Hilfsaktion, deren Erfolg sie nicht garantieren kann; die Bedingungen werden nach Kontrollierbarkeit geordnet, und es entsteht ein Plan mit überprüfbaren Schritten und einer Alternative bei Misserfolg.
- Unaufrichtigkeit und soziale Rollen: Zwei Haltungen, die eine Seite von Freiheit und Situation verdrängen, werden analysiert und durch selbstkritische Alternativen ersetzt.
Was das Material enthält
- Lernheft, 32 Seiten (PDF): Orientierung, je Modul fünf Seiten mit Wissen, Material und Analyse, Werkstatt, Urteil und Vertiefung samt ausgearbeitetem Denkbeispiel, außerdem Hilfe 1 (Zugang) und Hilfe 2 (Vertiefung), Begriffe, Gruppenpuzzle mit vier Perspektiven, Portfolio und Selbstcheck.
- Zwei Übungsklausuren mit eigenem Ausgangsmaterial: Ein Projektteam scheitert, und drei Aussagen konkurrieren: die Leitung habe nur Vorgaben erfüllt, man hätte alles erreichen können, ohne Erfolgsgarantie sei der Versuch sinnlos gewesen. Die zweite Übung: Eine Person verschiebt jede Entscheidung, bis eine Autorität die richtige Antwort garantiert, eine andere handelt sofort und erklärt Folgen für belanglos, und beide nennen ihr Verhalten Freiheit. Der Prüfungsauftrag ist bepunktet mit Rekonstruktion 25, Analyse und Vergleich 40, Urteil 25 und Darstellung 10 Punkten; ein Planungsblatt zur Schreibplanung gehört dazu.
- Lehrkräftematerial, 20 Seiten (PDF): Ziele und fachlicher Rahmen, Reihenplanung, Differenzierung, je Modul eine Verlaufsplanung in Phasen (Einstieg, Erarbeitung, Analyse, Erprobung, Sicherung), Lösungen, Feedback und Diagnose mit typischen Fehlverkürzungen sowie Erwartungshorizonte zu beiden Übungsklausuren über 100 Punkte. Der Notenschlüssel ist schulisch festzulegen.
- DOCX: bearbeitbare Textfassung zur Anpassung an die eigene Lerngruppe.
Einsatz im Unterricht
Als Kern sind vier Module à 90 Minuten vorgesehen, also vier Doppelstunden. Werkstatt und Vertiefung brauchen nach Bedarf zusätzliche Zeit, das Gruppenpuzzle 45 bis 60 Minuten, jede Übungsklausur 90 bis 135 Minuten. Die Klausurzeiten gehören zu einem eigenen Übungsformat und sind keine amtliche Prüfungszeit. Vier Doppelstunden sind deshalb kein Zeitversprechen für das gesamte Paket.
Hilfe 1 reduziert den Einstieg auf zwei Befunde und eine begründete Verbindung, Hilfe 2 verlangt alternative Erklärungen und die Benennung entscheidungsrelevanter Informationen. Eine typische Fehlverkürzung, die das Lehrkräftematerial anspricht, ist die Verwendung von Unaufrichtigkeit als Pauschalvorwurf. Die Diagnose braucht genaue Befunde und alternative Deutungen, denn bloße Außenbeobachtung erlaubt keinen sicheren Einblick in Selbsttäuschung. Da Angst und Verantwortung persönlich berühren können, sind freiwillige Beiträge und sachliche Distanz vorzusehen. Die Lehrtexte sind eigene Paraphrasen; für eine Arbeit am Wortlaut nutzen Sie eine rechtmäßig zugängliche Ausgabe. Als Ausgangspunkt eignet sich die Reihe Sartre und der Vorrang der Existenz.
Bezug zum Abitur
Das Material trägt den Themenbezug 2029. Die NRW-Vorgaben 2029 für das Fach Philosophie wurden geprüft. Vergleichsthemen und Anwendungen erweitern die offiziellen Fokussierungen. Das Paket vertieft den genannten Themenbereich, deckt aber nicht die gesamte Obligatorik ab. Die Aufgaben sind eigene Übungen, keine amtlichen Abituraufgaben. Maßgeblich sind die aktuellen Vorgaben zum Zentralabitur (für NRW: Standardsicherung NRW). Das Material ist nicht ministeriell geprüft. Die vier Sartre-Reihen sind auch gemeinsam im Sparpaket Sartre und Existenzialismus mit vier Unterrichtsreihen für Philosophie Sek II erhältlich.
Lieferung und Lizenz
Der Download steht nach dem Kauf sofort bereit. Lernheft und Lehrkräftematerial liegen als PDF vor, die bearbeitbare Textfassung als DOCX. Die Einzellizenz gilt für eine Lehrkraft, die Schullizenz für alle Lehrkräfte einer Schule. Das Titelbild ist eine gekennzeichnete KI-Illustration mit symbolischer Szene; es zeigt keine historischen Personen.
Häufige Fragen
Ist das Paket eine psychologische Auseinandersetzung mit Angst?
Nein. Angst wird als philosophischer Begriff für das Gewicht eigener Wahl behandelt. Das Lehrkräftematerial hält ausdrücklich fest, dass dies keine psychologische oder medizinische Beschreibung ersetzt.
Welche Rolle spielt Beratung in der Reihe?
Beratung bleibt möglich und sinnvoll. Untersucht wird, dass die Wahl der beratenden Person und die Auslegung des Rates eigene Entscheidungen bleiben, also keine endgültige Entlastung bieten.
Sind Originaltexte von Sartre enthalten?
Nein, die Lehrtexte sind eigene Paraphrasen. Wer am Wortlaut arbeiten möchte, braucht eine rechtmäßig zugängliche Ausgabe, die die Lehrkraft auswählt.
Wie lange dauern die Übungsklausuren?
Vorgeschlagen sind 90 Minuten, bei vertiefter Ausarbeitung 135 Minuten. Das ist ein eigenes Übungsformat und keine amtliche Prüfungszeit; der Erwartungshorizont umfasst 100 Punkte.

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FAQ zu diesem Material
Bewertung: Angst, Verlassenheit und Verzweiflung bei Sartre – Verantwortung, W...
Angst, Verlassenheit und Verzweiflung bei Sartre – Verantwortung, Wahl und so... ist eine vollständig ausgearbeitete Unterrichtsreihe für Psychologie in EF · Q1 · Q2. Stärke des Materials ist die direkte Einsatzbereitschaft: Arbeitsblätter, Lösungen und Erwartungshorizont liegen fertig vor, sodass eine Stunde ohne zusätzliche Vorbereitung starten kann.
Passend für Lehrkräfte, die ein Thema kurzfristig abdecken, für Referendarinnen und Referendare mit hohem Planungsdruck und für Vertretungsstunden – und überall dort, wo eine Stunde kurzfristig stehen muss.
ⓘ KI-Transparenz
Bei der Erstellung dieses Materials können KI-gestützte Systeme zur Erstellung oder Bearbeitung von Texten, Illustrationen und Bildern eingesetzt worden sein. Dies umfasst auch stilisierte sowie realistisch wirkende künstlich erzeugte oder bearbeitete Darstellungen. KI-unterstützte Inhalte werden redaktionell geprüft und bearbeitet. Synthetische Darstellungen sind, sofern nicht anders gekennzeichnet, nicht als dokumentarischer Nachweis realer Personen, Orte oder Ereignisse zu verstehen.
