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Sartre und der Vorrang der Existenz – Selbstentwurf, Wahl und Humanismus | Unterrichtsreihe Philosophie Sek II
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Sartre und der Vorrang der Existenz – Selbstentwurf, Wahl und Humanismus | Unterrichtsreihe Philosophie Sek II
Dieses Unterrichtspaket für Philosophie in der Oberstufe (Sek II) erschließt Sartres Vortrag von 1945, veröffentlicht 1946, an vier zentralen Argumentstellen: dem hergestellten Gegenstand, dem Selbstentwurf, der Wahl und dem Humanismus. Es umfasst vier Module à 90 Minuten, ein Lernheft (32 Seiten), Lehrkräftematerial (20 Seiten), zwei Übungsklausuren mit Erwartungshorizont und eine bearbeitbare DOCX-Fassung.
Worum es geht
Sartre verteidigt den Existentialismus gegen den Vorwurf der Hoffnungslosigkeit und der Beliebigkeit. Die Reihe beginnt mit dem Vergleich zwischen einem hergestellten Gegenstand und dem Menschen: Eine Schere wird nach einer Vorstellung gefertigt, Zweck und Bauplan gehen ihrem Dasein voraus. Für den Menschen bestreitet Sartre ein solches vorgängiges Modell, der Existenz kommt der Vorrang zu, und die Aufgabe besteht darin, sich durch Handlungen zu bestimmen. Die Lernenden klären, dass dies keine Leugnung von Körper, Herkunft oder sozialen Bedingungen ist. Die Begriffe Existenz, Essenz, Entwurf und Faktizität werden dafür an Fällen geübt.
Der zweite Schwerpunkt ist die Verantwortungsthese. Wer wählt, bestätigt keine bloß private Vorliebe, sondern übernimmt Verantwortung für die Werte, die seine Wahl verkörpert. Das Material fragt, wie sich daraus eine überindividuelle Verantwortung begründen lässt. Der Humanismus-Begriff wird vom bloßen Lob der Menschheit abgegrenzt und mit der Überschreitung des Gegebenen verbunden. Eine faire Kritik rekonstruiert zuerst, was behauptet wird, und fragt dann, ob der Ansatz soziale Abhängigkeit und ungleiche Handlungsmöglichkeiten hinreichend erfasst.
Die vier Module
- Das Beispiel des hergestellten Gegenstands: Die Analogie zwischen Schere und erwartetem Beruf wird rekonstruiert, ebenso die Stelle, an der Sartre sie zurückweisen würde; das Argument wird in zwei Prämissen und eine Schlussfolgerung gefasst.
- Selbstentwurf und Handeln: Am Fall zweier Personen, die beide nicht an einem Hilfsangebot teilnehmen, wird geklärt, warum dasselbe sichtbare Ergebnis keine gleiche Verantwortungszuschreibung erlaubt; eine Matrix aus Absicht, Möglichkeit, Entscheidung und Ergebnis dokumentiert das.
- Wählen und ein Menschenbild entwerfen: Ein kopierter Arbeitsauftrag dient als Testfall für Sartres Verantwortungsargument und für Einwände gegen dessen Reichweite; in der Werkstatt entsteht ein Dialog zwischen privater Vorteilsorientierung und öffentlicher Rechtfertigung.
- Humanismus ohne feste Wesensformel: Zwei Lesarten werden verglichen, eine behauptet, jeder könne alles werden, die andere verlangt Stellungnahme zu den Möglichkeiten der eigenen Situation; abschließend wird eine korrigierte Einführung für jüngere Lernende geschrieben.
Was das Material enthält
- Lernheft, 32 Seiten (PDF): Orientierung, je Modul fünf Seiten mit Wissen, Material und Analyse, Werkstatt, Urteil und Vertiefung samt ausgearbeitetem Denkbeispiel, außerdem Hilfe 1 (Zugang) und Hilfe 2 (Vertiefung), Begriffe, Gruppenpuzzle mit vier Perspektiven, Portfolio und Selbstcheck.
- Zwei Übungsklausuren mit eigenem Ausgangsmaterial: Ein Berufsratgeber erklärt, wer sein Ziel nicht erreiche, habe sich falsch entschieden, und beruft sich dabei auf Sartre; eine Schülerin widerspricht mit Verweis auf finanzielle Einschränkungen und familiäre Pflichten. Die zweite Übung: Eine Schule sortiert Jugendliche anhand eines kurzen Persönlichkeitstests dauerhaft in feste Berufsgruppen, und die Leitung behauptet, der Test zeige das wahre Wesen jeder Person. Der Prüfungsauftrag ist bepunktet mit Rekonstruktion 25, Analyse und Vergleich 40, Urteil 25 und Darstellung 10 Punkten; ein Planungsblatt zur Schreibplanung gehört dazu.
- Lehrkräftematerial, 20 Seiten (PDF): Ziele und fachlicher Rahmen, Reihenplanung, Differenzierung, je Modul eine Verlaufsplanung in Phasen (Einstieg, Erarbeitung, Analyse, Erprobung, Sicherung), Lösungen, Feedback und Diagnose mit typischen Fehlverkürzungen sowie Erwartungshorizonte zu beiden Übungsklausuren über 100 Punkte. Der Notenschlüssel ist schulisch festzulegen.
- DOCX: bearbeitbare Textfassung zur Anpassung an die eigene Lerngruppe.
Einsatz im Unterricht
Als Kern sind vier Module à 90 Minuten vorgesehen, also vier Doppelstunden. Werkstatt und Vertiefung brauchen nach Bedarf zusätzliche Zeit, das Gruppenpuzzle 45 bis 60 Minuten, jede Übungsklausur 90 bis 135 Minuten. Die Klausurzeiten gehören zu einem eigenen Übungsformat und sind keine amtliche Prüfungszeit. Vier Doppelstunden sind deshalb kein Zeitversprechen für das gesamte Paket.
Für schwächere Lerngruppen reduziert Hilfe 1 den Einstieg auf zwei Befunde und eine begründete Verbindung. Hilfe 2 verlangt alternative Erklärungen und die Benennung entscheidungsrelevanter Informationen. Das Lehrkräftematerial spricht typische Fehlverkürzungen an. Eine davon ist die Gleichsetzung von Freiheit mit Allmacht, wie sie in der Lesart steckt, jeder könne alles werden, wenn er nur wolle. Eine zweite ist der Schluss von einer einzelnen Angabe auf ein allgemeines Urteil. Die Lehrtexte sind eigene Paraphrasen und keine Originalauszüge. Für eine Arbeit am Wortlaut braucht es eine rechtmäßig zugängliche Ausgabe des Vortrags, die Sie selbst auswählen. Zum Vergleich mit Sartres Begriffen von Angst und Verantwortung passt die Reihe Angst, Verlassenheit und Verzweiflung bei Sartre.
Bezug zum Abitur
Das Material trägt den Themenbezug 2029. Die NRW-Vorgaben 2029 für das Fach Philosophie wurden geprüft. Vergleichsthemen und Anwendungen erweitern die offiziellen Fokussierungen. Das Paket vertieft den genannten Themenbereich, deckt aber nicht die gesamte Obligatorik ab. Die Aufgaben sind eigene Übungen, keine amtlichen Abituraufgaben. Maßgeblich sind die aktuellen Vorgaben zum Zentralabitur (für NRW: Standardsicherung NRW). Das Material ist nicht ministeriell geprüft. Wer mehrere Reihen zu Sartre einsetzen möchte, findet die gebündelte Variante im Sparpaket Sartre und Existenzialismus mit vier Unterrichtsreihen für Philosophie Sek II.
Lieferung und Lizenz
Der Download steht nach dem Kauf sofort bereit. Lernheft und Lehrkräftematerial liegen als PDF vor, die bearbeitbare Textfassung als DOCX. Die Einzellizenz gilt für eine Lehrkraft, die Schullizenz für alle Lehrkräfte einer Schule. Das Titelbild ist eine gekennzeichnete KI-Illustration mit symbolischer Szene; es zeigt keine historischen Personen.
Häufige Fragen
Wie viel Unterrichtszeit braucht das Paket?
Der Kern besteht aus vier Modulen à 90 Minuten. Hinzu kommen je nach Bedarf Werkstatt und Vertiefung, das Gruppenpuzzle mit 45 bis 60 Minuten und je Übungsklausur 90 bis 135 Minuten.
Enthält das Paket Sartres Vortrag im Wortlaut?
Nein. Die Lehrtexte sind eigene, gekennzeichnete Paraphrasen und ersetzen keine vollständige Originallektüre. Für eine Arbeit am Wortlaut benötigen die Lernenden eine rechtmäßig zugängliche Ausgabe.
Wie werden die Übungsklausuren bewertet?
Beide Übungen haben einen Erwartungshorizont über 100 Punkte, aufgeteilt in Rekonstruktion 25, Analyse und Vergleich 40, Urteil 25 und Darstellung 10. Einen Notenschlüssel legt die Schule fest.
Deckt das Paket das Zentralabitur ab?
Nein. Es vertieft einen Themenbereich mit Themenbezug 2029, deckt aber nicht die gesamte Obligatorik ab. Die Aufgaben sind eigene Übungen, und maßgeblich sind die aktuellen Vorgaben.
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FAQ zu diesem Material
Bewertung: Sartre und der Vorrang der Existenz – Selbstentwurf, Wahl und Human...
Sartre und der Vorrang der Existenz – Selbstentwurf, Wahl und Humanismus | Un... ist eine vollständig ausgearbeitete Unterrichtsreihe in EF · Q1 · Q2. Stärke des Materials ist die direkte Einsatzbereitschaft: Arbeitsblätter, Lösungen und Erwartungshorizont liegen fertig vor, sodass eine Stunde ohne zusätzliche Vorbereitung starten kann.
Passend für Lehrkräfte, die ein Thema kurzfristig abdecken, für Referendarinnen und Referendare mit hohem Planungsdruck und für Vertretungsstunden – und überall dort, wo eine Stunde kurzfristig stehen muss.
ⓘ KI-Transparenz
Bei der Erstellung dieses Materials können KI-gestützte Systeme zur Erstellung oder Bearbeitung von Texten, Illustrationen und Bildern eingesetzt worden sein. Dies umfasst auch stilisierte sowie realistisch wirkende künstlich erzeugte oder bearbeitete Darstellungen. KI-unterstützte Inhalte werden redaktionell geprüft und bearbeitet. Synthetische Darstellungen sind, sofern nicht anders gekennzeichnet, nicht als dokumentarischer Nachweis realer Personen, Orte oder Ereignisse zu verstehen.