Räume, Zeiten, Gesellschaften: von RZG im Zyklus 3 bis zum Gymnasium
RZG im Zyklus 3
Räume, Zeiten, Gesellschaften: von RZG im Zyklus 3 bis zum Gymnasium
Diese Seite ordnet den Fachbereich RZG ein: wie Geografie, Geschichte und politische Bildung im Zyklus 3 zusammengefasst sind und wie sich das Material bis zum Gymnasium weiterentwickelt.
- 3Teildisziplinen im Fachbereich RZG: Geografie, Geschichte, politische Bildung
- RZGKürzel des Fachbereichs Räume, Zeiten, Gesellschaften im Zyklus 3
- 45 MinutenDauer einer Lektion, als Grundeinheit für die Materialplanung
- 1Übergang von NMG im Zyklus 2 zu RZG im Zyklus 3
RZG fasst im Zyklus 3 die Geografie, die Geschichte und die politische Bildung zu einem gemeinsamen Fachbereich zusammen, der aus dem fächerübergreifenden NMG der Zyklen 1 und 2 hervorgeht. Für die Materialauswahl bedeutet das, Themen so zu wählen, dass sie mindestens zwei dieser Teildisziplinen sinnvoll verbinden, statt reine Einzelfachinhalte aneinanderzureihen. Am Gymnasium löst sich diese Zusammenfassung wieder in Einzelfächer auf, weshalb eine Klasse, die auf die Maturität hinarbeitet, den Wechsel von einem integrierten Fachbereich zu getrennten Fächern bewusst mitgehen sollte.
Was der Fachbereich RZG zusammenfasst
RZG steht für Räume, Zeiten, Gesellschaften und bündelt im Zyklus 3 die Geografie, die Geschichte und die politische Bildung zu einem gemeinsamen Fachbereich, statt sie als drei getrennte Fächer zu unterrichten. Diese Zusammenfassung soll den Blick auf Zusammenhänge zwischen räumlichen, zeitlichen und gesellschaftlichen Fragen schärfen, die in einer strikten Fächertrennung leicht verloren gehen. Für Lernende bedeutet das, ein Thema von mehreren Seiten zugleich zu betrachten, statt es nur aus einer einzigen fachlichen Perspektive zu erschliessen.
Für die Unterrichtsplanung bedeutet das, dass ein Thema selten nur einer der drei Teildisziplinen zugeordnet werden kann. Eine Fragestellung zu einem Land oder einer historischen Epoche berührt in der Regel sowohl geografische Gegebenheiten als auch historische Entwicklung und politische Strukturen zugleich, auch wenn der Schwerpunkt je nach Thema unterschiedlich liegen kann. Diese Mehrperspektivität lässt sich bereits bei der Planung einer Reihe als Prüffrage nutzen, um zu erkennen, ob ein Thema für RZG geeignet ist.
Diese Verbindung verlangt von Lehrpersonen, die ursprünglich in nur einer der drei Teildisziplinen ausgebildet wurden, eine bewusste Erweiterung des eigenen Blicks, etwa indem eine historische Fragestellung auch mit einer Karte oder einem aktuellen politischen Bezug ergänzt wird, statt sie isoliert zu behandeln. Der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus den jeweils anderen Teildisziplinen erleichtert diese Erweiterung erheblich.
Der Fachbereich RZG ersetzt damit nicht den fachlichen Anspruch der einzelnen Teildisziplinen, sondern verlangt, ihn im Zusammenhang mit den beiden anderen zu vermitteln. Fachliche Tiefe und fächerübergreifende Verknüpfung stehen sich dabei nicht entgegen, sondern ergänzen sich, wenn die Planung von Anfang an beide Ansprüche mitdenkt. Eine Reihe, die diesen Anspruch erfüllt, braucht meist etwas mehr Vorbereitungszeit als eine rein einfachdisziplinäre Einheit.
Für eine Fachschaft, die RZG neu strukturiert, lohnt sich eine Bestandsaufnahme, welche Themen bereits mehrere Teildisziplinen verbinden und welche noch stark auf eine einzelne Disziplin ausgerichtet sind, um die Verteilung über die drei Jahre des Zyklus 3 gezielt auszugleichen.
Eine solche Bestandsaufnahme lässt sich mit überschaubarem Aufwand einmal erstellen und danach jährlich um neue Reihen ergänzen, wodurch sich mit der Zeit ein verlässliches Bild ergibt, welche Themenfelder in der Fachschaft bereits gut abgedeckt sind.
Der Übergang von NMG zu RZG im Zyklus 3
In den Zyklen 1 und 2 werden Natur, Mensch und Gesellschaft im gemeinsamen Fachbereich NMG unterrichtet, der Naturwissenschaften, Geografie, Geschichte und weitere Bereiche noch stärker verbindet als RZG. Im Zyklus 3 zerfällt NMG in vier eigenständige Fachbereiche: NT, WAH, RZG und ERG. Diese Aufteilung folgt der wachsenden fachlichen Tiefe, die ab der Sekundarstufe erwartet wird.
Dieser Übergang bedeutet für Lernende einen spürbaren Wechsel: Themen, die zuvor unter einem gemeinsamen Dach standen, werden nun in RZG einerseits und in NT andererseits getrennt vertieft, mit jeweils eigenem fachlichen Anspruch. Für Lehrpersonen, die von der Primarstufe in den Zyklus 3 wechseln, lohnt sich deshalb ein bewusster Blick auf diese neue Aufteilung, bevor die erste Unterrichtsreihe geplant wird.
Auch innerhalb von RZG selbst nimmt die fachliche Tiefe über die drei Jahre des Zyklus 3 zu: Themen der 1. Sek lassen sich oft noch mit einem breiteren, beschreibenden Zugang erschliessen, während Themen in der 3. Sek zunehmend eine differenziertere Analyse verlangen, etwa bei der Einordnung politischer Zusammenhänge. Diese Steigerung verläuft am ehesten kontinuierlich, wenn sie über alle drei Jahre hinweg geplant wird.
Diese Progression sollte in der Fachschaft über die drei Schuljahre hinweg bewusst geplant werden, damit Lernende am Ende des Zyklus 3 nicht plötzlich mit einem Anspruch konfrontiert werden, der in den vorangehenden Jahren noch nicht vorbereitet wurde. Eine gemeinsame Übersicht der Anforderungen je Schuljahr erleichtert diese Planung erheblich.
Im Kanton Zürich gilt für den vierten, ethisch-religiösen Teil dieser Fächergruppe die abweichende Bezeichnung RKE anstelle von ERG; für RZG selbst ändert sich dadurch nichts, doch die Nähe der Bezeichnungen kann in schulinternen Dokumenten zu Verwechslungen führen.
Eine Lehrperson, die aus einem anderen Kanton nach Zürich wechselt, sollte diese abweichende Bezeichnung frühzeitig zur Kenntnis nehmen, damit schulinterne Dokumente und Absprachen nicht versehentlich mit der gesamtschweizerischen Bezeichnung ERG verwechselt werden.
Wie sich die drei Teildisziplinen im Unterricht verbinden lassen
Eine Länderkunde eignet sich besonders gut, um alle drei Teildisziplinen von RZG in einer einzigen Unterrichtsreihe zu verbinden: die geografische Lage und die natürlichen Gegebenheiten eines Landes, seine historische Entwicklung sowie seine aktuelle politische Situation lassen sich an einem gemeinsamen Beispiel nacheinander oder ineinander verwoben erarbeiten. Diese Form eignet sich besonders für die 2. oder 3. Sek, wenn Lernende bereits mit strukturierten Länderprofilen umgehen können.
Auch ein historisches Thema lässt sich um eine geografische und eine politische Perspektive erweitern, etwa indem zu einem historischen Ereignis zusätzlich die betroffenen Räume kartiert und die politischen Folgen bis in die Gegenwart verfolgt werden, statt das Ereignis nur chronologisch nachzuzeichnen. Eine solche Erweiterung braucht selten mehr als eine zusätzliche Lektion pro Thema.
Umgekehrt gewinnt ein rein geografisches Thema an Tiefe, wenn zusätzlich gefragt wird, wie sich eine räumliche Gegebenheit historisch entwickelt hat und welche politischen Entscheidungen sie beeinflusst haben, etwa bei einem Thema wie Klimawandel oder Ressourcennutzung. Diese Fragestellung lässt sich meist mit einer einzigen zusätzlichen Quelle oder Grafik einführen.
Nicht jedes Thema muss alle drei Teildisziplinen gleich stark abdecken; oft reicht es, zwei davon bewusst zu verbinden und die dritte nur am Rand zu streifen, solange über die gesamte Reihe hinweg alle drei Perspektiven irgendwo vorkommen. Eine feste Gewichtung für jede einzelne Lektion vorzugeben, wäre dabei weder nötig noch praktikabel.
Eine Übersicht, welche Themen einer Unterrichtsreihe welche Teildisziplin stärker gewichten, hilft der Fachschaft, über das Schuljahr hinweg ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Geografie, Geschichte und politischer Bildung sicherzustellen, statt sich einseitig auf die eigene fachliche Vorliebe zu verlassen.
Eine solche Übersicht lässt sich mit einer einfachen Tabelle führen, die pro Reihe nur die jeweils stärker gewichtete Teildisziplin notiert, ohne dass eine aufwendigere Dokumentation nötig wäre.
Aktualität als Bestandteil von RZG
Politische Bildung als Teil von RZG verlangt, dass aktuelle Ereignisse nicht ausgeklammert werden, auch wenn sie noch nicht historisch abgeschlossen sind. Ein aktuelles weltpolitisches Ereignis lässt sich mit den geografischen und historischen Hintergründen verbinden, die zu seinem Verständnis nötig sind, statt es losgelöst von diesem Zusammenhang zu behandeln. Diese Verbindung unterscheidet den Unterricht in RZG von einer reinen Nachrichtenbesprechung.
Aktuelle Anlässe wie eine Fussballweltmeisterschaft oder ein internationaler Konflikt bieten dabei einen Einstieg, der bei Lernenden auf unmittelbares Interesse stösst, lassen sich aber nur dann fachlich tragfähig einsetzen, wenn sie mit geografischem und historischem Hintergrundwissen unterlegt werden. Ohne diese Grundlage bleibt die Auseinandersetzung meist oberflächlich und wenig ergiebig.
Bei stark aktuellen Themen lohnt sich eine bewusste Trennung zwischen gesicherten Fakten und Einschätzungen, die sich im Verlauf eines Ereignisses noch ändern können, damit die Klasse lernt, mit unsicherer und sich entwickelnder Information sachlich umzugehen. Diese Fähigkeit zählt selbst zu den wichtigeren Lernzielen der politischen Bildung.
Aktualität ersetzt dabei nicht die historische und geografische Grundlage, sondern ergänzt sie: Ein aktuelles Ereignis lässt sich am tragfähigsten einordnen, wenn die Klasse bereits über ein Grundverständnis der betroffenen Region und ihrer Geschichte verfügt.
Für Material zu einem sehr aktuellen Ereignis lohnt sich zudem eine regelmässige Überprüfung, ob die verwendeten Angaben noch dem aktuellen Stand entsprechen, da sich politische Lagen rascher verändern können als andere Themen des Fachbereichs.
Eine kurze Notiz mit dem Stand der Überarbeitung hilft dabei, ein einmal erstelltes Material im Folgejahr rasch auf Aktualität zu prüfen, statt es ungeprüft erneut einzusetzen.
Passende Unterrichtsreihen im Katalog
RZG über den Zyklus 3 hinweg
| Stufe | Schwerpunkt | Worauf achten |
|---|---|---|
| 1. Sek | beschreibender Zugang zu Raum, Zeit, Gesellschaft | alle drei Teildisziplinen anlegen |
| 2. Sek | vertiefte Verbindung der Teildisziplinen | Aktualität mit Hintergrundwissen verbinden |
| 3. Sek | differenziertere politische Analyse | Übergang zum Gymnasium vorbereiten |
| Übertritt Gymnasium | fachspezifische Vertiefung anbahnen | kantonales Verfahren beachten |
| Gymnasium | Geschichte, Geografie, Wirtschaft und Recht getrennt | WEGM-Umsetzung am Standort prüfen |
| Fachschaft | Material zwischen Teildisziplinen verteilen | ausgewogenes Verhältnis über das Jahr sichern |
Beispiele: historische und geografische Themen einordnen
Ein Thema wie US-Präsidenten im Vergleich verbindet historische Einordnung mit politischer Bildung, weil sich an der Amtszeit unterschiedlicher Präsidenten sowohl geschichtliche Entwicklungen als auch politische Strukturen und Entscheidungsprozesse aufzeigen lassen, ohne den geografischen Bezug zu den Vereinigten Staaten aus dem Blick zu verlieren. Der direkte Vergleich mehrerer Amtszeiten erleichtert zudem das Erkennen längerfristiger politischer Entwicklungslinien.
Ein Thema wie Der Lehrerberuf im Wandel eignet sich, um gesellschaftlichen Wandel über die Zeit hinweg an einem Beispiel zu zeigen, das Lernenden aus dem eigenen Alltag vertraut ist, und lässt sich gut mit einer politischen Perspektive auf Bildungspolitik verbinden. Die Nähe zum eigenen Schulalltag erleichtert vielen Lernenden den Einstieg zusätzlich.
Ein Thema wie Hispanic Heritage Month – Geschichte(n) aus Amerika verbindet geografische, historische und gesellschaftliche Fragen zu Migration und Identität und eignet sich damit besonders, um alle drei Teildisziplinen von RZG an einem gemeinsamen Beispiel zu verbinden. Die Vielfalt der Herkunftsländer innerhalb des Themas liefert zudem zusätzliche geografische Anknüpfungspunkte.
Ein ergänzendes Thema wie Hispanic Heritage Month – Geschichte und Identität in den USA vertieft diesen Zugang mit einem stärkeren Fokus auf gesellschaftliche Identität, was sich gut als Fortsetzung oder Alternative zur vorangehenden Reihe einsetzen lässt, je nach Schwerpunkt der Klasse.
Diese vier Beispiele zeigen, dass sich historische, geografische und politische Fragen an denselben Themen verbinden lassen, ohne dass eine der drei Teildisziplinen künstlich in den Vordergrund gestellt werden muss. Welche Gewichtung im Einzelfall sinnvoll ist, ergibt sich meist erst aus dem konkreten Interesse der jeweiligen Klasse.
Der Übergang zum Gymnasium: RZG wird zu Einzelfächern
Am Gymnasium löst sich die Zusammenfassung von RZG in der Regel wieder auf: Geschichte, Geografie und teils Wirtschaft und Recht werden dort meist als eigenständige Fächer unterrichtet, mit jeweils eigenem fachlichen Anspruch und eigener Vertiefung. Dieser Wechsel von einem integrierten Fachbereich zu getrennten Fächern verlangt von Lernenden eine gewisse Umstellung.
Mit der Weiterentwicklung der gymnasialen Maturität sind Informatik sowie Wirtschaft und Recht neu Grundlagenfächer am Gymnasium, was für Lernende mit einer Übertrittsperspektive bereits im Zyklus 3 ein zusätzlicher Ansatzpunkt sein kann, um erste ökonomische und rechtliche Fragestellungen im Rahmen von RZG anzusprechen. Ein solcher früher Kontakt erleichtert den späteren Einstieg in dieses neue Grundlagenfach.
Für eine Klasse mit Übertrittsabsicht lohnt sich deshalb, gegen Ende des Zyklus 3 bewusst Themen einzubauen, die sich an einzelnen Fachdisziplinen ausrichten, etwa eine vertiefte historische Quellenanalyse oder eine eigenständige geografische Kartenauswertung, um den Übergang zu erleichtern. Solche Aufgaben lassen sich meist innerhalb einer bestehenden Reihe als vertiefende Zusatzaufgabe platzieren.
Die konkrete Umsetzung der WEGM und ihre Folgen für die einzelnen Fächer liegen bei den Kantonen und verlaufen unterschiedlich schnell, weshalb sich kein einheitlicher Umsetzungstermin für alle Gymnasien nennen lässt und ein Blick auf die lokale Situation angebracht bleibt.
Für eine Lehrperson im Zyklus 3 lohnt sich deshalb der direkte Austausch mit einem nahegelegenen Gymnasium, um zu erfahren, welche konkreten Erwartungen dort an neu eintretende Lernende gestellt werden, statt sich auf allgemeine Angaben zu verlassen.
RZG in der Fachschaft über die Disziplinen abstimmen
Wo eine Fachschaft aus Lehrpersonen mit unterschiedlichem fachlichem Hintergrund besteht, lohnt sich eine bewusste Aufteilung, wer welche Themen mit welchem Schwerpunkt vorbereitet, statt dass jede Person alle drei Teildisziplinen gleich tief allein abdecken muss. Diese Aufteilung nutzt die vorhandenen Stärken im Kollegium gezielter als eine Gleichverteilung ohne Rücksicht auf den fachlichen Hintergrund.
Für unterschiedliche Themen lässt sich diese Einordnung in den Fachbereich RZG so vornehmen, wie es die Beispiele US-Präsidenten im Vergleich im Fachbereich RZG, Der Lehrerberuf im Wandel im Fachbereich RZG, Hispanic Heritage Month – Geschichten aus Amerika im Fachbereich RZG, Hispanic Heritage Month – Identität in den USA im Fachbereich RZG, Klimawandel und Ökosysteme im Fachbereich RZG und Individuelle Verantwortung dem Fachbereich RZG zugeordnet zeigen.
Eine gemeinsame Übersicht, welche Teildisziplin in welcher Reihe bereits im Vordergrund stand, hilft zudem, über das Schuljahr ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Geografie, Geschichte und politischer Bildung zu sichern, statt sich unbewusst auf die eigene fachliche Vorliebe zu verlassen. Eine solche Übersicht lässt sich mit geringem Aufwand über mehrere Schuljahre hinweg fortführen.
Für Österreich behandelt Geschichte und Politische Bildung in Österreich dieselbe Fragestellung mit anderem Ausgangspunkt, weiteres Material liefert die Sammlung an Unterrichtsreihen, und die Unterrichtsmaterial Schweiz: Lehrplan 21 Zyklus 3, RZG, Geschichte und Geografie ordnet dieses Thema in den grösseren Zusammenhang ein.
Über mehrere Jahre entsteht so eine gemeinsam getragene Materialsammlung für RZG, die zuverlässiger bleibt als das Wissen einer einzelnen Lehrperson und sich bei einem Wechsel im Kollegium unmittelbar weitergeben lässt. Diese Sammlung wird umso wertvoller, je konsequenter sie tatsächlich gepflegt und bei neuen Entscheidungen auch konsultiert wird.
Bausteine für den Fachbereich RZG
- Themen so wählen, dass sie mindestens zwei Teildisziplinen von RZG verbinden.
- Übergang von NMG zu RZG beim Wechsel aus der Primarstufe bewusst mitdenken.
- Aktuelle Ereignisse mit geografischem und historischem Hintergrundwissen unterlegen.
- Fachliche Progression über die drei Jahre des Zyklus 3 gemeinsam planen.
- Im Kanton Zürich die abweichende Bezeichnung RKE für den vierten Teilbereich beachten.
- Gegen Ende des Zyklus 3 gezielt fachspezifische Vertiefung für den Übertritt einbauen.
- Keine erfundenen Kompetenzcodes für Fachbereich oder Kompetenzbereich behaupten.
- Materialsammlung in der Fachschaft nach Teildisziplinen ausgewogen führen.
Diese Seite ordnet den Fachbereich RZG vom Zyklus 3 bis zum Gymnasium ein; die verlinkten Unterrichtsreihen zeigen, wie sich Geografie, Geschichte und politische Bildung an gemeinsamen Themen verbinden lassen.
Häufige Fragen
Was bedeutet die Abkürzung RZG genau?
RZG steht für Räume, Zeiten, Gesellschaften und bezeichnet im Zyklus 3 den gemeinsamen Fachbereich für Geografie, Geschichte und politische Bildung. Er geht aus dem fächerübergreifenden NMG der Zyklen 1 und 2 hervor und löst sich am Gymnasium in der Regel wieder in einzelne Fächer auf, mit jeweils eigenem fachlichen Anspruch.
Wie hängt RZG mit NMG aus der Primarstufe zusammen?
NMG bündelt in den Zyklen 1 und 2 Natur, Mensch und Gesellschaft noch breiter als RZG. Im Zyklus 3 zerfällt NMG in die vier eigenständigen Fachbereiche NT, WAH, RZG und ERG, wobei RZG die Geografie, die Geschichte und die politische Bildung übernimmt und mit zunehmender fachlicher Tiefe über die drei Jahre hinweg weiterführt.
Muss jedes Thema alle drei Teildisziplinen von RZG abdecken?
Nein, es reicht meist, wenn ein Thema zwei der drei Teildisziplinen bewusst verbindet und die dritte nur am Rand streift. Über eine gesamte Unterrichtsreihe oder ein Schuljahr hinweg sollten aber alle drei Perspektiven, Geografie, Geschichte und politische Bildung, in einem angemessenen Verhältnis zueinander vorkommen, statt einseitig nur eine davon zu betonen.
Wie setze ich aktuelle Ereignisse im Fachbereich RZG ein?
Ein aktuelles Ereignis lässt sich am tragfähigsten einordnen, wenn die Klasse bereits über geografisches und historisches Grundwissen zur betroffenen Region verfügt. Bei stark aktuellen Themen lohnt sich zudem eine bewusste Trennung zwischen gesicherten Fakten und vorläufigen Einschätzungen, die sich im Verlauf des Ereignisses noch ändern können, damit die Klasse mit dieser Unsicherheit sachlich umgehen lernt.
Was gilt im Kanton Zürich für RZG und den vierten Fachbereich?
Für RZG selbst gilt im Kanton Zürich keine abweichende Regelung. Beim vierten, ethisch-religiösen Teilbereich der Fächergruppe verwendet Zürich abweichend die Bezeichnung RKE anstelle von ERG, was in schulinternen Dokumenten gelegentlich zu Verwechslungen mit den anderen drei Fachbereichen führen kann, besonders bei einem Wechsel aus einem anderen Kanton ins Zürcher Schulsystem.
Wie bereite ich RZG-Themen auf den Übertritt ins Gymnasium vor?
Gegen Ende des Zyklus 3 lohnt sich, gezielt Themen mit fachspezifischer Vertiefung einzubauen, etwa eine eigenständige historische Quellenanalyse oder eine vertiefte geografische Kartenauswertung, weil sich RZG am Gymnasium meist wieder in einzelne Fächer wie Geschichte und Geografie auflöst und dort ein höherer Grad an Eigenständigkeit von den Lernenden erwartet wird.





