Sparpaket XXL
Sparpaket Kunst-Abitur XXL 2028/2029
Zwölf Unterrichtsreihen zu griechischer Plastik, Künstlerinnen der Neuen Sachlichkeit und William Kentridge in einem Paket.
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Kunst Sek II · Planungsratgeber · 2028 und 2029
Drei Themenfelder, zwölf Unterrichtsreihen, begrenzte Doppelstunden: Der Ratgeber zeigt, wie sich griechische Plastik, Künstlerinnen der Neuen Sachlichkeit und William Kentridge über mehrere Kurshalbjahre ordnen lassen und wo die Themen inhaltlich ineinandergreifen.
Für das Kunst-Abitur 2028 und 2029 nennt das Material drei Themenfelder: griechische figurative Plastik (Schwerpunkt 2028 und 2029), Künstlerinnen der Neuen Sachlichkeit (2029) und William Kentridge (2029). Jedes Feld besteht aus vier Reihen mit je sechs Doppelstunden im Kern. Sinnvoll plant man nicht alle zwölf Reihen, sondern wählt nach Jahrgang und verfügbarer Zeit aus, beginnt mit der Plastik als methodischem Fundament und nutzt die Verbindungen zwischen den Feldern: Überlieferung und Rezeption, Betrachterbezug im Raum, Kanon und Medium. Maßgeblich sind die aktuellen Vorgaben zum Zentralabitur (für NRW: Standardsicherung NRW); die Reihen sind nicht ministeriell geprüft.
Das erste Feld ist die griechische figurative Plastik. Es umfasst vier Reihen: Kouros und Kore (Archaik), Polyklet und der Doryphoros (Klassik), Laokoon-Gruppe und Pergamonaltar (Hellenismus) sowie die Rezeption von Canova bis Koons. Das Material nennt hierfür die Schwerpunkte 2028 und 2029. Das Feld ist das einzige, das nach den Angaben im Material in beiden Jahren auftaucht, und es eignet sich deshalb als gemeinsamer Anfang für Kurse, die zwei Jahrgänge bedienen.
Das zweite Feld sind die Künstlerinnen der Neuen Sachlichkeit: Lotte Laserstein, Jeanne Mammen, Grethe Jürgens und Hanna Nagel sowie die Frage nach Kanon und Wiederentdeckung. Das Material nennt für dieses Feld das Schwerpunktjahr 2029. Im Mittelpunkt stehen Porträt, Großstadt, Alltag und Arbeit sowie die Prüfung, wie Auswahlentscheidungen von Museen, Forschung und Lehrbüchern Sichtbarkeit erzeugen.
Das dritte Feld ist William Kentridge mit den „Drawings for Projection“, den räumlichen Arbeiten, dem südafrikanischen Kontext und der eigenen Animation als gestaltungspraktischer Aufgabe. Das Material nennt auch hier 2029. Die Kentridge-Reihen behandeln den Künstler eigenständig; ein Vergleich mit John Heartfield findet sich auf der bestehenden Seite zu Heartfield und Kentridge.
Alle Jahresangaben stammen aus den Materialtexten und ersetzen keine Prüfung der amtlichen Vorgaben. Sie sind deshalb als Orientierung gedacht: Klären Sie vor der Reihenplanung, welche Themen, Werke und Aufgabenarten Ihr Bundesland für den betreffenden Jahrgang tatsächlich festlegt. Für Nordrhein-Westfalen sind das die Vorgaben der Standardsicherung NRW; für andere Länder gelten deren eigene Dokumente.
Eine Reihe umfasst im Kern sechs Doppelstunden. Hinzu kommen das Gruppenpuzzle mit 45 bis 60 Minuten, die Abschlussaufgabe mit Besprechung von 60 bis 90 Minuten und, wenn eine größere bildnerische Ausarbeitung geplant ist, mindestens eine weitere Doppelstunde. Zwölf Reihen ergäben damit allein im Kern 72 Doppelstunden. Das passt in keinen Kurs, der außerdem Klausuren, Exkursionen und weitere Themen unterbringen muss. Das Material ist deshalb als Auswahlangebot gedacht: Es liefert vollständig ausgearbeitete Reihen, aus denen Fachschaften und Lehrkräfte wählen.
Für die Planung hilft eine einfache Rechnung. Nehmen Sie die tatsächlich verfügbaren Doppelstunden Ihres Halbjahres, ziehen Sie Leistungsüberprüfungen und feste Termine ab und teilen Sie den Rest durch den Bedarf pro Reihe, also sechs Doppelstunden plus Zusatzzeit. Drei Reihen aus einem Feld benötigen im Kern 18 Doppelstunden, eine Reihe je Feld ebenfalls 18. Wer pro Feld nur eine Reihe unterrichtet, wählt Breite; wer ein Feld mit drei oder vier Reihen unterrichtet, wählt Tiefe. Beides ist fachlich vertretbar, setzt aber verschiedene Schwerpunkte in der Leistungsüberprüfung.
Auch die Leistungsüberprüfung lässt sich über die Felder hinweg abstimmen. Jede Reihe schließt mit einer Abschlussaufgabe, die unabhängig vom Thema nach dem gleichen Raster bewertet werden kann: 20 Punkte für Befunde und Belege, 25 für die fachliche Erklärung, 25 für Vergleich beziehungsweise Gestaltung, 15 für das Urteil und 15 für Struktur und Fachsprache. Die Aufgaben heißen etwa „Ein Museumsschild prüfen“, „Pathos erklären“, „Selbstbild und Zuschreibung“, „Ein Schulbuchkapitel umgestalten“ oder „Spur und Zeit analysieren“. Eine Fachschaft kann dadurch die Anforderungen gleich halten, auch wenn Kurse verschiedene Reihen wählen. Die Punktverteilung ist ein Unterrichtsvorschlag; schulische und amtliche Vorgaben gehen vor.
Die Einordnung in Kurshalbjahre folgt den Vorgaben Ihres Landes. Wie sich Kernlehrplan-Kompetenzen über Q1 bis Q4 verteilen lassen, beschreibt der Beitrag Kernlehrplan Kunst NRW: Kurshalbjahre Q1 bis Q4 sinnvoll durchplanen. Die Reihen dieses Ratgebers lassen sich in solche Raster einsetzen, legen aber selbst keine Zuordnung zu bestimmten Halbjahren fest.
Die erste Variante ordnet nach Feldern. Ein Halbjahr gehört der griechischen Plastik, das nächste den Künstlerinnen der Neuen Sachlichkeit, ein weiteres Kentridge. Der Vorteil liegt in der Konzentration: Methoden werden vertieft, Fachbegriffe wiederholt, und die Abschlussaufgaben der Reihen bauen aufeinander auf. Der Nachteil ist, dass ein später Feldwechsel Vorwissen kostet.
Die zweite Variante mischt. Eine Reihe aus jedem Feld bildet ein Halbjahr, etwa Kouros und Kore, Lotte Laserstein und „Drawings for Projection“, im folgenden Halbjahr Polyklet, Jeanne Mammen und die Reihe zum Raum. Das fördert Vergleiche über Felder hinweg, verlangt aber klare Rückbezüge, damit die Lernenden die gemeinsame Methode erkennen.
Die dritte Variante richtet sich nach dem Prüfungsjahr. Kurse, für die laut den amtlichen Vorgaben nur die Plastik relevant ist, konzentrieren sich auf deren vier Reihen; Kurse mit anderem Zuschnitt ergänzen die weiteren Felder. Welches Feld für welchen Jahrgang gilt, entscheiden die amtlichen Vorgaben, nicht dieser Ratgeber. In allen Varianten empfiehlt sich als erster Schritt die Reihe „Kouros und Kore“ oder eine andere Einstiegsreihe, weil sie die Trennung von Befund und Deutung einübt, auf die alle anderen Reihen zurückgreifen.
Die drei Felder wirken auf den ersten Blick weit auseinander, teilen aber ein Gerüst. Alle zwölf Reihen arbeiten mit demselben Modulaufbau: Lerntext, eigenes Dossier, Aufgaben A (Analyse), B (Verfahren oder Gestaltung) und C (Urteil), dazu die Hilfen I und II. Alle verwenden dasselbe Bewertungsraster mit 100 Punkten. Das erleichtert den Wechsel zwischen den Feldern erheblich, weil Lernende die Arbeitsform kennen.
Inhaltlich gibt es mehrere tragfähige Brücken. Die erste führt von der Überlieferung zur Dokumentation: Wer am Doryphoros gelernt hat, dass eine römische Marmorfassung nicht mit dem verlorenen Bronzeoriginal gleichzusetzen ist, versteht leichter, warum auch ein Foto einer Installation von Kentridge nur einen Ausschnitt zeigt. In beiden Fällen lautet die Frage, was das vorliegende Medium über das Werk sagen kann und was nicht.
Die zweite Brücke betrifft den Betrachter im Raum. Im Hellenismus wirken Architektur und Relief zusammen und bestimmen die Betrachterposition; bei Koons’ „Gazing Ball“ bindet die spiegelnde Kugel das Publikum in die Betrachtung ein; bei „The Refusal of Time“ nimmt das Publikum selbst einen Standort ein. Ein Kurs kann diese drei Fälle mit gemeinsamen Kriterien vergleichen, etwa Standort, Bewegung und Medium.
Die dritte Brücke ist das Verhältnis von Kontext und Befund. Lasersteins Gemälde von 1930 darf nicht mit Wissen über ihre Emigration 1937 überlesen werden, Kentridges Filme dürfen nicht unmittelbar als Symbole für 1948 oder 1994 gelesen werden. Beide Reihen üben dieselbe Disziplin: Kontext erweitert die Analyse, ersetzt aber keinen sichtbaren Befund.
Die vierte Brücke ist die Kanonfrage. Sie betrifft die antike Plastik, bei der ein Kanon in der Kunstgeschichte als Auswahl entstand, ebenso wie die Künstlerinnen der Neuen Sachlichkeit, deren Sichtbarkeit von Museen und Forschung abhängt. Wer beide Reihen kombiniert, kann Kanon als historisch gewordene Auswahl behandeln, deren Kriterien sich prüfen lassen.
In allen Reihen sind Gestaltungsaufgaben fest verankert, in der Reihe „Eigene Animation nach William Kentridge“ bilden sie den Schwerpunkt. Diese Reihe ist als Übungsformat an einer gestaltungspraktischen Aufgabe mit schriftlicher Erläuterung orientiert und verwendet dafür die Bezeichnung „Aufgabenart I als Übungsformat“. Sie ist keine amtliche Abituraufgabe. Die Erläuterung umfasst 350 bis 500 Wörter, bewertet werden Konzept und Prozess ebenso wie das Ergebnis.
Für die Gesamtplanung ist wichtig, dass Gestaltungsaufgaben Zeit brauchen und Material, Technik und Aufnahmegeräte erfordern. Verteilen Sie sie deshalb über das Schuljahr, statt sie am Ende zu bündeln, und üben Sie die schriftliche Begründung von Gestaltungsentscheidungen früh, etwa an den Entwürfen zum Museumsschild, zum Porträtkonzept oder zur Rezeptionsskizze. Die Lernenden sollen Idee, formale Funktion, Erprobung und Reflexion unterscheiden können, bevor sie eine größere Arbeit anfertigen. Technische Schwierigkeiten dürfen die Fachleistung nicht verdecken; alternative analoge Verfahren können die Bildfrage erhalten.
Das NRW-Dokument für 2028 wurde als Vergleich geprüft. Eine vollständige amtliche Vorgabenkonformität für 2029 oder andere Bundesländer wird nicht behauptet. Die Aufgaben sind eigene Unterrichts- und Übungsaufgaben und keine amtlichen Abituraufgaben; die Reihen sind nicht ministeriell geprüft. Originalwerke werden über angegebene Museums- und Werkzugänge erschlossen, Rechte an Originalabbildungen sind nicht enthalten, die Titelillustrationen sind gekennzeichnete KI-Lehrillustrationen mit erfundenen Szenen. Videodateien zu Kentridge fehlen; die Filme müssen über die angegebenen Werkzugänge gesichtet werden.
Planen Sie mit dieser Offenheit. Das Material ist eine Grundlage für eigene Entscheidungen, nicht ihr Ersatz.
Die Sparpakete bündeln je vier Reihen eines Themenfelds; das XXL-Paket enthält alle zwölf Reihen. Einzelreihen finden Sie auf den Themenseiten und in den Kollektionen.
Sparpaket XXL
Zwölf Unterrichtsreihen zu griechischer Plastik, Künstlerinnen der Neuen Sachlichkeit und William Kentridge in einem Paket.
Sparpaket
Kouros und Kore, Polyklet, Hellenismus und Rezeption von Canova bis Koons.
Sparpaket
Laserstein, Mammen, Jürgens und Nagel sowie Kanon und Wiederentdeckung.
Sparpaket
Drawings for Projection, Raum, Südafrika und eigene Animation.
| Themenfeld | Schwerpunkt laut Material | Reihen und Kern | Themenseite und Paket |
|---|---|---|---|
| Griechische figurative Plastik | 2028 und 2029 | 4 Reihen, 24 Doppelstunden | Sparpaket Griechische Plastik |
| Künstlerinnen der Neuen Sachlichkeit | 2029 | 4 Reihen, 24 Doppelstunden | Sparpaket Künstlerinnen der Neuen Sachlichkeit |
| William Kentridge | 2029 | 4 Reihen, 24 Doppelstunden | Sparpaket William Kentridge |
| Zentralabitur Kunst NRW | Vorgaben: Standardsicherung NRW | Orientierung für die Auswahl | Kollektion mit Kernlehrplan- und Abiturmaterial |
| Alle drei Felder | 2028 und 2029 | 12 Reihen, 72 Doppelstunden | Sparpaket Kunst-Abitur XXL |
Die Kollektionen führen zu den Einzelreihen der drei Felder. Die Beiträge vertiefen ausgewählte Reihen; zwei ältere Beiträge helfen bei der Planung des Kunstunterrichts nach dem Kernlehrplan NRW.
Für die griechische figurative Plastik nennt das Material 2028 und 2029, für die Künstlerinnen der Neuen Sachlichkeit und für William Kentridge 2029. Die amtlichen Vorgaben sind maßgeblich (für NRW: Standardsicherung NRW).
Nein. Zwölf Reihen ergäben allein im Kern 72 Doppelstunden. Die Reihen sind als Auswahlangebot gedacht und einzeln einsetzbar; das Sparpaket XXL richtet sich an Fachschaften, die über mehrere Jahrgänge auf alle Reihen zugreifen möchten.
Ein naheliegender Einstieg ist die griechische Plastik, weil die Reihe „Kouros und Kore“ die Trennung von Beobachtung und Deutung einübt, auf die alle anderen Reihen zurückgreifen. Entscheidend bleibt der Jahrgang und was die amtlichen Vorgaben dafür festlegen.
Sie teilen den Modulaufbau und das Bewertungsraster und lassen sich über Überlieferung und Dokumentation, Betrachterbezug im Raum, Kontext und Befund sowie die Kanonfrage verbinden. Diese Verbindungen sind Vorschläge für die Unterrichtsplanung, keine Vorgaben.
Nein. Es sind eigene Unterrichts- und Übungsaufgaben mit Erwartungshorizonten. Die Reihe zur eigenen Animation nutzt „Aufgabenart I als Übungsformat“, ist aber keine amtliche Aufgabe. Das Material ist nicht ministeriell geprüft.
Je Reihe ein Lernheft für die Oberstufe (32 Seiten, PDF), ein Lehrkräfteteil (20 Seiten, PDF) mit Lösungen, Erwartungshorizonten und Bewertungsraster sowie eine bearbeitbare DOCX-Textfassung. Videodateien und Rechte an Originalabbildungen sind nicht enthalten.