Das Schuljahr in der Schweiz planen: Semester, Lektionen, kantonale Ferien
Schuljahr in der Schweiz planen
Das Schuljahr in der Schweiz planen: Semester, Lektionen, kantonale Ferien
Diese Seite ordnet die Jahresplanung entlang der Schweizer Struktur ein: wie Semester, Lektionentafel und kantonale Ferienordnung zusammenwirken und wie sich eine Unterrichtsreihe über das Schuljahr verteilen lässt.
- 2Semester, in die das Schweizer Schuljahr eingeteilt ist
- 26Kantone, jeder mit eigener Ferienordnung und eigener Lektionentafel
- 45 MinutenDauer einer Lektion, als Grundeinheit der Lektionentafel
- LektionentafelKantonales Dokument, das die Lektionenzahl je Fachbereich vorgibt
Das Schweizer Schuljahr gliedert sich in zwei Semester, deren Daten und Ferienordnung jeder Kanton einzeln festlegt; die kantonale Lektionentafel bestimmt, wie viele Lektionen ein Fachbereich pro Woche erhält. Eine Unterrichtsreihe über das Schuljahr zu verteilen heisst, sie an diese beiden Grössen anzupassen, statt eine feste Wochenzahl vorauszusetzen. Wer diese Struktur kennt, plant über beide Semester zuverlässiger — bis zur Vorbereitung auf die Maturität, wenn die Zeit über mehrere Jahre knapper bemessen ist.
Wie das Schweizer Schuljahr strukturiert ist
Beginn und Ende des Schuljahres legt jeder Kanton eigenständig fest, ebenso die Ferienordnung dazwischen. Eine gesamtschweizerisch einheitliche Regelung gibt es dafür nicht, weshalb ein Blick in die eigene kantonale Übersicht am Anfang jeder Jahresplanung steht, statt sich auf eine allgemeine Angabe zu verlassen. Diese Übersicht lässt sich meist über die kantonale Bildungsdirektion oder das Schulsekretariat abrufen und sollte jedes Jahr erneut geprüft werden, weil sich einzelne Daten von Jahr zu Jahr verschieben.
Das Schuljahr gliedert sich in zwei Semester statt in Trimester, mit einer Semestergrenze meist um den Jahreswechsel. Diese Grenze bringt häufig ein Semesterzeugnis oder eine Zwischenbilanz mit sich und markiert damit auch für die Unterrichtsplanung einen natürlichen Einschnitt. Viele Lehrpersonen nutzen diesen Einschnitt zugleich, um offene Lernkontrollen abzuschliessen und mit einem neuen Thema in das zweite Semester zu starten.
Für den Zyklus 3, also die 1. bis 3. Sek, bedeutet diese Struktur, dass eine Lehrperson über drei Schuljahre hinweg mit sechs Semestern plant, nicht mit drei durchgehenden Jahresblöcken. Themen, die sich über mehrere Semester erstrecken, lassen sich entsprechend in Semesterabschnitte unterteilen. Diese Unterteilung erleichtert auch den Wechsel der Klassenlehrperson zwischen zwei Schuljahren, weil der Übergabepunkt klarer benannt werden kann. Eine Übersicht der sechs Semester zu Beginn der 1. Sek hilft zudem, grössere Themenblöcke von Anfang an sinnvoll über die gesamte Stufe zu verteilen.
Zwischen den Kantonen unterscheidet sich das Startdatum. Ebenso unterschiedlich sind die genaue Lage der Semestergrenze und die Dauer der Weihnachtsferien. Wer in einem Grenzgebiet oder in einer Schule mit Einzugsgebiet aus mehreren Kantonen unterrichtet, sollte diese Unterschiede kennen, bevor eine gemeinsame Planung mit Kolleginnen aus einem Nachbarkanton entsteht. Eine kurze schriftliche Übersicht der eigenen Kantonsregelung hilft dabei, diese Unterschiede nicht jedes Jahr neu nachschlagen zu müssen.
Ein Wechsel der Lehrperson von einem Kanton in einen anderen bringt deshalb meist auch eine Anpassung der gewohnten Jahresplanung mit sich, weil sich sowohl die Semestergrenze als auch die Ferienordnung verschieben können, selbst wenn die Stufe und der Fachbereich gleich bleiben. Eine bewährte Reihe lässt sich dabei meist unverändert übernehmen, nur ihre Platzierung im Kalender muss neu bestimmt werden.
Die Lektionentafel als Ausgangspunkt der Jahresplanung
Die Lektionentafel legt kantonal fest, wie viele Lektionen ein Fachbereich pro Woche und pro Zyklus erhält. Sie ist damit die verbindliche Grundlage für die Jahresplanung, unabhängig davon, welches Lehrmittel oder welche Unterrichtsreihe im Detail eingesetzt wird. Für eine neue Lehrperson an einer Schule ist sie oft die erste Unterlage, die vor der eigentlichen Stoffplanung gelesen werden sollte.
Nicht jeder Fachbereich erhält über den Zyklus 3 hinweg gleich viele Lektionen; die Verteilung kann von Schuljahr zu Schuljahr leicht variieren. Ein Blick in die aktuelle Lektionentafel des eigenen Kantons zu Beginn jedes Schuljahres verhindert, dass mit einer veralteten oder falschen Wochenzahl geplant wird. Eine solche Abweichung fällt oft erst spät auf, wenn eine Reihe bereits zur Hälfte unterrichtet ist und dann zu knapp oder zu grosszügig bemessen war.
Aus der wöchentlichen Lektionenzahl und der Anzahl Schulwochen im Semester lässt sich eine ungefähre Gesamtzahl an Lektionen pro Semester ableiten. Diese Rechnung bleibt eine Näherung, weil einzelne Wochen durch Feiertage, Projekttage oder andere schulische Anlässe verkürzt sein können. Eine solche Näherung reicht für die grobe Jahresplanung meist aus, auch wenn sie im Verlauf des Semesters noch angepasst werden muss.
Feiertage und schulinterne Anlässe reduzieren die effektiv verfügbare Zeit gegenüber der reinen Wochenzahl der Lektionentafel spürbar. Eine Reserve von einigen Lektionen pro Semester, die nicht fest verplant ist, fängt solche Ausfälle auf, ohne dass die gesamte Planung ins Wanken gerät.
In der Fachschaft lohnt sich eine gemeinsame Übersicht, wie die Lektionentafel auf die grösseren Themen des Schuljahres verteilt wird. Das verhindert, dass jede Lehrperson dieselbe Rechnung einzeln und mit leicht abweichenden Annahmen für sich aufstellt und erleichtert zudem den Vergleich, wenn eine Reihe in einer Parallelklasse mehr oder weniger Zeit beansprucht hat als geplant.
Kantonale Ferienordnung und ihre Folgen für die Planung
Die Ferienordnung unterscheidet sich zwischen den Kantonen und teils auch innerhalb eines Kantons nach Region, etwa zwischen Tal- und Berggebieten mit unterschiedlichen Sportferienterminen. Eine gesamtschweizerisch einheitliche Anzahl Schulwochen pro Semester gibt es deshalb nicht, und eine allgemeine Faustregel dazu lässt sich nicht seriös aufstellen.
Herbstferien, Sportferien und Frühlingsferien liegen je nach Kanton an unterschiedlichen Stellen im Kalender, was zur Folge hat, dass zwei Klassen in verschiedenen Kantonen zum gleichen Kalenderdatum unterschiedlich weit im Stoff sein können, selbst bei identischer Lektionenzahl. Für Lehrmittel oder Material, das schweizweit eingesetzt wird, ist diese Verschiebung meist unproblematisch, solange die Reihenfolge der Themen nicht an ein festes Kalenderdatum gebunden ist.
Für die eigene Planung ist deshalb die Anzahl der effektiven Schulwochen entscheidender als der reine Kalender. Eine Übersicht, die Ferien und schulfreie Tage bereits abzieht, liefert eine realistischere Grundlage als eine Zählung nach Monaten oder Kalenderwochen. Eine solche Übersicht lässt sich zu Beginn des Schuljahres einmal erstellen und während des Jahres bei Bedarf nur noch punktuell anpassen.
Ein Wechsel des Kantons durch eine Lehrperson verlangt deshalb eine neue Lektionentafel und ebenso eine neue Einschätzung der effektiven Schulwochen je Semester, weil sich sowohl Ferienlage als auch Feiertage verschieben können.
Wo eine Schule Schülerinnen und Schüler aus mehreren Gemeinden oder sogar Kantonen aufnimmt, lohnt sich am Anfang des Schuljahres ein kurzer Abgleich der jeweils geltenden Ferienordnung, damit bei gemeinsamen Anlässen keine Unklarheit über schulfreie Tage entsteht. Ein gemeinsamer Kalender im Sekretariat, der beide Ferienordnungen nebeneinander zeigt, beugt solchen Missverständnissen zuverlässig vor.
Eine Unterrichtsreihe über das Schuljahr verteilen
Eine Unterrichtsreihe lässt sich am einfachsten über das Schuljahr verteilen, indem sie zuerst in inhaltliche Blöcke zerlegt und diese Blöcke anschliessend den beiden Semestern zugeordnet werden, statt die gesamte Reihe ohne Unterteilung zu planen. Ein Block sollte dabei so geschnitten sein, dass er auch für sich allein einen erkennbaren Abschluss hat.
Längere Reihen, die über eine grössere Ferienperiode hinweg laufen, verlangen eine bewusste Überlegung zur Kontinuität: Was muss nach den Ferien wiederholt werden, damit die Klasse dort anschliessen kann, wo sie aufgehört hat, ohne dass wertvolle Zeit für eine vollständige Wiederholung verloren geht. Eine kurze schriftliche Zusammenfassung, die vor den Ferien an die Klasse abgegeben wird, erleichtert diesen Wiedereinstieg zusätzlich.
Kürzere Reihen lassen sich dagegen meist innerhalb eines einzigen Semesters abschliessen, was den Vorteil hat, dass eine Lernkontrolle zum Thema noch vor der Semestergrenze stattfinden kann und nicht über die Ferien hinweg im Gedächtnis bleiben muss. Diese Nähe zwischen Stoffende und Lernkontrolle wirkt sich in der Regel positiv auf die Ergebnisse aus.
Pufferlektionen, die bewusst nicht fest verplant werden, helfen dabei, eine Reihe auch dann termingerecht abzuschliessen, wenn einzelne Lektionen durch schulische Anlässe oder eine kurzfristige Absage ausfallen.
Eine Lernkontrolle am Ende eines Blocks lässt sich am ehesten dann sinnvoll platzieren, wenn zwischen dem Abschluss des Stoffs und dem Termin der Lernkontrolle noch genügend Lektionen für eine gezielte Wiederholung liegen, statt die Kontrolle unmittelbar an die letzte Lektion des Blocks anzuschliessen. Eine solche Wiederholungslektion wirkt sich erfahrungsgemäss stärker auf das Ergebnis aus als eine zusätzliche Übungslektion mitten im Block.
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Jahresplanung Schritt für Schritt
| Schritt | Was zu klären ist | Worauf achten |
|---|---|---|
| Semesterdaten | Beginn und Ende der Semester im eigenen Kanton | Ferienordnung des Kantons prüfen |
| Lektionentafel | Wochenlektionen je Fachbereich | pro Zyklus und Stufe unterscheiden |
| Schulwochen zählen | effektive Anzahl Schulwochen je Semester | Ferien und Projekttage abziehen |
| Reihen zuordnen | Unterrichtsreihen den Semestern zuteilen | Übergänge über Ferien hinweg einplanen |
| Pufferlektionen | Zeit für Wiederholung freihalten | besonders nach längeren Ferien |
| Lernkontrollen | Termine für Lernkontrollen setzen | Abstand zum Semesterende einplanen |
Beispiele: Sprach- und Kunstthemen über das Jahr verteilen
Ein grammatikalisches Thema wie Der Konjunktiv I und II lässt sich gut in einem kürzeren Block innerhalb eines Semesters unterbringen, weil es in sich abgeschlossen ist und keine zwingende Fortsetzung im folgenden Semester braucht. Eine Lernkontrolle direkt im Anschluss an diesen Block prüft das Thema, solange es noch präsent ist.
Ein produktionsorientiertes Thema wie Dialoge schreiben eignet sich dagegen für eine Platzierung nach einem grammatikalischen Block, weil die Klasse das dort erarbeitete Sprachwissen direkt in eigenen Texten anwenden kann, statt beide Themen getrennt voneinander zu behandeln. Diese Reihenfolge spart im Jahresverlauf zusätzliche Wiederholungslektionen.
Ein kulturhistorisches Thema wie Orpheus – Mythos, Musik und Macht der Kunst lässt sich über die Semestergrenze hinweg planen, wenn es mit einer kurzen Wiederholungslektion nach den Ferien wieder aufgenommen wird, sodass der Anschluss an den ersten Teil erhalten bleibt. Der mythologische Stoff eignet sich zudem gut für eine fächerübergreifende Verbindung mit Geschichte.
Ein praktisches Thema wie Musik mit Stimme und Instrumenten gestalten lässt sich gut in kleineren Einheiten über mehrere Wochen verteilen, weil einzelne Lektionen davon eigenständig funktionieren und sich bei Bedarf verschieben lassen, ohne den Gesamtaufbau zu gefährden. Das erleichtert die Planung besonders in Semestern mit vielen schulischen Zusatzanlässen.
Diese vier Beispiele zeigen, dass die Frage nach der Verteilung über das Schuljahr weniger vom Fachbereich als von der inneren Struktur eines Themas abhängt: abgeschlossene Themen passen in einen Block, aufbauende Themen brauchen eine bewusste Platzierung im Semesterverlauf, und diese Einschätzung lässt sich mit etwas Übung für jedes neue Thema rasch treffen.
Pufferzeiten und Wiederholungen einplanen
Nach jeder grösseren Ferienperiode braucht eine Klasse in der Regel eine kurze Wiederholung, bevor ein neues Thema oder der zweite Teil eines bereits begonnenen Themas beginnt. Diese Wiederholung sollte fest in der Jahresplanung stehen, statt spontan aus der laufenden Lektion heraus entschieden zu werden. Eine einzige Lektion reicht dafür in den meisten Fällen aus, wenn sie gezielt die wichtigsten Punkte des vorherigen Blocks aufgreift.
Für unterschiedliche Themen lässt sich diese Wiederholung und Verteilung über das Schuljahr so gestalten, wie es die Beispiele Der Konjunktiv I und II über das Schuljahr verteilt, Dialoge schreiben über das Schuljahr verteilt, Orpheus im Jahresplan verankert, Musik mit Stimme und Instrumenten über das Schuljahr verteilt, Gustav Klimt – Der Kuss über das Schuljahr verteilt und Franz Marc – Blaues Pferd im Jahresplan verankert zeigen.
Eine Reserve von wenigen Lektionen pro Semester, die keinem festen Thema zugeordnet ist, lässt sich flexibel für Wiederholung, für den Ausgleich ausgefallener Lektionen oder für ein aktuelles Thema nutzen, das sich erst im Verlauf des Semesters ergibt. Diese Reserve wirkt sich meist stärker auf eine entspannte Jahresplanung aus als eine bis ins Detail durchgeplante, aber unflexible Übersicht.
Wo eine Reihe regelmässig Schwierigkeiten macht, weil sie nach den Ferien nicht mehr präsent ist, lohnt sich eine dauerhafte Anpassung der Jahresplanung: ein kürzerer erster Teil vor den Ferien, gefolgt von einer bewussten Wiederholungslektion direkt danach, bevor der zweite Teil beginnt. Diese Anpassung lässt sich einmal vornehmen und in den Folgejahren unverändert übernehmen.
Eine solche Reserve lässt sich auch dafür nutzen, ein aktuelles Ereignis aufzugreifen, das im Moment der ursprünglichen Jahresplanung noch nicht absehbar war, ohne dafür eine bereits fest verplante Lektion streichen zu müssen.
Die Jahresplanung im Team abstimmen
Wo mehrere Lehrpersonen denselben Fachbereich auf derselben Stufe unterrichten, lohnt sich eine gemeinsam abgestimmte Jahresplanung, statt dass jede Person die Lektionentafel einzeln auf die eigenen Klassen verteilt. Das erleichtert auch den Austausch von Material zwischen Parallelklassen und verhindert, dass dieselbe Reihe mehrfach unabhängig neu geplant wird.
Eine gemeinsame Übersicht, welche Themen in welchem Semester behandelt werden, hilft zudem bei einem Lehrpersonenwechsel während des Schuljahres, weil eine neue Lehrperson rascher erkennt, wo die Klasse im Jahresplan steht, statt sich diese Information erst mühsam zusammenzusuchen. Eine solche Übersicht lässt sich in wenigen Zeilen je Semester festhalten und muss nicht aufwendig gestaltet sein.
Für Österreich behandelt Das Schuljahr in Österreich planen dieselbe Fragestellung mit anderem Ausgangspunkt, weiteres Material liefert die Sammlung an Unterrichtsreihen, und die Deutsch Unterrichtsmaterial Schweiz: Sekundarstufe 1, Lehrplan 21 ordnet dieses Thema in den grösseren fachlichen Zusammenhang ein.
Eine einmal erarbeitete Jahresplanung lässt sich in den Folgejahren mit vertretbarem Aufwand aktualisieren, sobald die neue Ferienordnung und die aktuelle Lektionentafel vorliegen, statt jedes Jahr vollständig neu beginnen zu müssen. Über mehrere Jahre entsteht so eine Vorlage, die sich zunehmend nur noch in Details anpassen lässt, statt in ihrer Grundstruktur infrage gestellt zu werden.
Bausteine für die Jahresplanung
- Semesterdaten und Ferienordnung des eigenen Kantons zu Jahresbeginn prüfen.
- Lektionentafel als Ausgangspunkt für die Verteilung der Fachbereiche nutzen.
- Effektive Schulwochen statt Kalenderwochen für die Planung zählen.
- Längere Unterrichtsreihen nur bewusst über eine grössere Ferienperiode hinweg planen.
- Pufferlektionen für Wiederholung nach den Ferien einplanen.
- Termine für Lernkontrollen mit Abstand zum Semesterende ansetzen.
- Jahresplanung im Team oder in der Fachschaft abstimmen.
- Planung bei einem Kantonswechsel an die neue Lektionentafel anpassen.
Diese Seite ordnet die Jahresplanung entlang der Schweizer Struktur ein; die verlinkten Unterrichtsreihen zeigen, wie sich Sprach- und Kunstthemen über zwei Semester verteilen lassen.
Häufige Fragen
Wie viele Semester hat das Schweizer Schuljahr?
Das Schuljahr gliedert sich in zwei Semester statt in Trimester, mit einer Semestergrenze meist um den Jahreswechsel. Wo genau diese Grenze liegt und wie lange die Ferien dazwischen dauern, legt jeder Kanton einzeln fest, weshalb sich ein Blick in die eigene kantonale Übersicht lohnt, bevor die Jahresplanung beginnt. Für den Zyklus 3 bedeutet das insgesamt sechs Semester über drei Schuljahre, mit je einer eigenen Zwischenbilanz.
Wo finde ich die Lektionentafel für meinen Kanton?
Die Lektionentafel wird von der zuständigen kantonalen Stelle veröffentlicht und legt fest, wie viele Lektionen ein Fachbereich pro Woche und Zyklus erhält. Sie bildet die verbindliche Grundlage der Jahresplanung, unabhängig vom eingesetzten Lehrmittel, und sollte zu Beginn jedes Schuljahres erneut geprüft werden, weil sich einzelne Werte von Jahr zu Jahr ändern können. An vielen Schulen liegt zusätzlich eine schulinterne Zusammenfassung vor, die den Einstieg erleichtert.
Wie gehe ich mit unterschiedlichen Ferienordnungen um, wenn ich in mehreren Kantonen unterrichte?
Für jeden Kanton gilt die dort geltende Ferienordnung eigenständig, eine gemeinsame Regelung gibt es nicht. Wer in mehreren Kantonen unterrichtet, plant am besten getrennte Übersichten der effektiven Schulwochen je Kanton, statt eine einzige Planung auf beide Schulen gleichzeitig anzuwenden. Eine solche Doppelübersicht verlangt anfangs etwas mehr Aufwand, zahlt sich aber über mehrere Schuljahre hinweg aus.
Soll eine Unterrichtsreihe innerhalb eines Semesters abgeschlossen sein?
Kürzere, in sich abgeschlossene Reihen lassen sich meist gut innerhalb eines Semesters unterbringen, was auch die Planung einer Lernkontrolle vor der Semestergrenze erleichtert. Längere, aufbauende Reihen können über die Grenze hinweg laufen, verlangen dann aber eine bewusste Wiederholung nach den Ferien, damit die Klasse ohne grösseren Zeitverlust an den ersten Teil anschliessen kann.
Wie viele Pufferlektionen sollte ich einplanen?
Eine feste Zahl lässt sich nicht allgemein nennen, weil sie von der Lektionentafel und den schulischen Anlässen des jeweiligen Semesters abhängt. Eine kleine Reserve pro Semester, die nicht fest verplant ist, reicht in der Regel aus, um Ausfälle durch Feiertage oder Projekttage aufzufangen, ohne dass die gesamte Jahresplanung dadurch ins Wanken gerät.
Wie stimme ich die Jahresplanung mit dem Team ab?
Eine gemeinsame Übersicht, welche Themen in welchem Semester behandelt werden, verhindert, dass jede Lehrperson dieselbe Lektionentafel einzeln auswertet. Diese Übersicht erleichtert zusätzlich den Materialaustausch zwischen Parallelklassen und die Übergabe, wenn eine Lehrperson die Klasse während des Schuljahres wechselt, weil der bisherige Stand des Jahresplans jederzeit nachvollziehbar bleibt und nicht erst mühsam rekonstruiert werden muss.





