Unterrichtsvorbereitung Grundschule – Was macht ein Lehrer: Vorbereitung an einem Abend
Unterrichtsvorbereitung zum Thema „Was macht ein Lehrer oder eine Lehrerin“ gelingt an einem Abend, wenn Sie den Beruf über konkrete Tätigkeiten statt über abstrakte Aufgabenbeschreibungen erschließen lassen: Stunden vorbereiten, korrigieren, mit Kindern sprechen. Ein Bildimpuls mit anschließendem Sammeln und Ordnen von Tätigkeiten trägt eine vollständige Grundschulstunde ohne Vorwissen der Klasse.
Die im Text erwähnten Unterrichtsmaterialien auf einen Blick. Digitaler Download, sofort einsetzbar.
Was an einem Abend für die Grundschule machbar ist
Das Thema Berufe im Sachunterricht eignet sich gut für eine Vertretung, weil Kinder aus eigener Anschauung bereits etwas über den Lehrerberuf wissen und diese Vorstellungen als Ausgangspunkt genutzt werden können, ohne dass eine laufende Reihe vorausgesetzt wird. Ein Gespräch darüber, was die Kinder schon über die Arbeit ihrer Lehrkräfte vermuten, öffnet die Stunde ohne zusätzliche Vorbereitung.
Das Unterrichtsmaterial zur Frage, was ein Lehrer oder eine Lehrerin macht liefert dafür Bildkarten und Arbeitsblätter, mit denen sichtbare und unsichtbare Tätigkeiten des Berufs gesammelt und geordnet werden können. Für den Abend reicht es, die Karten zu drucken und die Stunde in Sammelphase, Ordnungsphase und kurzes Gespräch zu takten.
Ergänzend kann ein kurzer Ausblick auf andere Berufe an der Schule, etwa Hausmeister oder Sekretariat, das Gespräch abrunden, ohne dass dafür zusätzliches Material vorbereitet werden muss. So wird deutlich, dass eine Schule insgesamt aus deutlich mehr Berufen besteht als nur dem der unterrichtenden Lehrkraft.
Sichtbare und unsichtbare Tätigkeiten unterscheiden
Kinder kennen vor allem die sichtbaren Tätigkeiten einer Lehrkraft aus dem Unterricht selbst, etwa Erklären oder Aufgaben stellen. Weniger bekannt sind Tätigkeiten außerhalb der Unterrichtszeit wie Vorbereitung, Korrektur oder Gespräche mit Eltern. Diese Unterscheidung zwischen sichtbar und unsichtbar strukturiert die Stunde und gibt ihr eine klare inhaltliche Linie.
Ein Sortierblatt, auf dem Tätigkeitskarten den beiden Kategorien zugeordnet werden, funktioniert für die Arbeitsphase gut, weil die Kinder dabei selbstständig arbeiten können und die Lehrkraft vor allem begleitend tätig ist. Eine gemeinsame Besprechung am Ende zeigt, welche Tätigkeiten die Klasse am überraschendsten fand.
Für Kinder, die schneller fertig sind, eignet sich die Zusatzfrage, welche der genannten Tätigkeiten sie selbst gerne einmal ausprobieren würden. Diese Frage braucht keine Vorbereitung, hält aber das Gespräch am Laufen, bis alle Kinder mit dem Sortieren fertig sind.
Was ohne Vorwissen der Lehrkraft funktionieren muss
Da das Thema den eigenen Berufsstand betrifft, sollte die Vertretungsstunde bewusst sachlich bleiben und keine Bewertung des eigenen Berufsbilds transportieren, weder überhöhend noch abwertend. Klar formulierte Sortier- und Gesprächsaufgaben tragen die Stunde, ohne dass eigene Zusatzkommentare nötig sind.
Für eine kurze Erweiterung eignet sich ergänzend das Material zum kreativen Feiern des Vatertags als thematisch unabhängige Zusatzaufgabe, falls am Ende der Stunde noch Zeit bleibt oder eine zweite Vertretungsstunde in derselben Klasse ansteht.
Ein weiterer sicherer Baustein ist die Frage, welche Tätigkeiten die Kinder selbst bei einer Lehrkraft schon einmal direkt beobachtet haben, etwa während einer Pausenaufsicht oder eines Elternabends. Diese konkrete Beobachtungsfrage ersetzt keine Fachkenntnis, gibt der Sammelphase aber zusätzlichen Anschub, falls die Klasse zunächst zurückhaltend reagiert.
Den Anschluss an den regulären Unterricht nicht gefährden
Berufsthemen im Sachunterricht sind häufig Teil eines längeren Vorhabens zu verschiedenen Berufen, in das eine einzelne Vertretungsstunde als eigenständiger Baustein passen sollte, ohne die geplante Reihenfolge der übrigen Berufe vorwegzunehmen.
Ein kurzer Vermerk, welche Tätigkeiten gesammelt und wie sie geordnet wurden, reicht als Übergabe. Die bearbeiteten Sortierblätter aus dem Material zum Lehrerberuf können in der Klasse bleiben, damit die reguläre Lehrkraft direkt sieht, was bereits erarbeitet wurde.
Einordnung in die kurzfristige Vorbereitung
Eine breitere Systematik für kurzfristig übernommene Grundschulstunden liefert die Übersicht zur Vorbereitung fachfremder Vertretungsstunden. Wie viel Material eine einzelne Stunde grundsätzlich benötigt, ordnet der Beitrag zu Materialbedarf und Stundenaufbau in der Unterrichtsvorbereitung ein.
Für angrenzende Fragen der Bewertung und Organisation lohnt der Blick auf den Unterschied zwischen Klausur und Klassenarbeit in der Oberstufe, auf Sitzordnungen im Klassenzimmer sowie auf die Übersetzung von Bewertungsskalen zwischen Deutschland und der Schweiz.
Häufige Fragen
Wie steige ich in das Thema ein, ohne selbst über die Klasse zu sprechen?
Ein Gespräch über die Vermutungen der Kinder zum Lehrerberuf allgemein funktioniert gut und bleibt bewusst neutral. Vermeiden Sie Bezüge zur konkreten Fachlehrkraft der Klasse, damit die Stunde sachlich bleibt und nicht als Bewertung einer bestimmten Person verstanden wird oder Unruhe erzeugt.
Welche Tätigkeiten eignen sich für die Sortieraufgabe?
Bewährt haben sich Tätigkeiten wie Unterrichten, Korrigieren, Vorbereiten, Elterngespräche und Pausenaufsicht, weil sie den Kindern in unterschiedlichem Maß bekannt sind. Die Mischung aus sichtbaren und unsichtbaren Aufgaben erzeugt in aller Regel den größten Gesprächsbedarf und die meisten überraschten Reaktionen in der gesamten Klasse.
Wie vermeide ich, das eigene Berufsbild zu überhöhen?
Bleiben Sie bei der reinen Beschreibung von Tätigkeiten, ohne sie zu bewerten oder zu kommentieren. Lassen Sie die Klasse selbst einschätzen, welche Aufgaben ihr wichtig, überraschend oder anstrengend erscheinen, statt eine eigene Einschätzung vorzugeben oder das Berufsbild eigenständig zu bewerten.
Luca beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der Frage, was guten Unterricht ausmacht - und wie Lehrkräfte dabei wirklich entlastet werden können. Als Gründer von stifo.de entwickelt er strukturierte Unterrichtsmaterialien, die Lehrerinnen und Lehrer im Alltag spürbar unterstützen: durchdacht aufgebaut, direkt einsetzbar und didaktisch solide.
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FAQ zu den Unterrichtsmaterialien
Das Sortiment reicht von der Kita über die Grundschule und die Sekundarstufe I (Klasse 5–10) bis zur Sekundarstufe II und zur Berufsschule. Jedes Material ist nach Fach, Stufe und - wo sinnvoll - nach Bundesland beschriftet.
Viele Reihen lassen sich mit kleinen Anpassungen auch in benachbarten Schulformen einsetzen, weil die Aufgaben in mehreren Anforderungsniveaus vorliegen.
Eine vollständige Reihe enthält in der Regel:
- mehrere Arbeitsblätter mit ausgearbeiteten Lösungen
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Eine Prüfung, Zulassung oder Empfehlung durch ein Ministerium besteht nicht. Da die Vorgaben zwischen den Ländern abweichen, lohnt sich vor dem Einsatz ein kurzer Abgleich mit dem schulinternen Lehrplan.
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