Emojis, Memes und GIFs im Gymnasium
Eine Nachricht mit Emoji wird auf zwei Arten gelesen und mit einer Rückfrage geklärt.
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Deutsch · Sprache in digitalen Medien · Gymnasium Schweiz
Vier Unterrichtsreihen für das Grundlagenfach Deutsch am Gymnasium, die digitale Kommunikation als Gegenstand der Sprachreflexion aufbereiten. Jede Reihe gliedert sich in vier Module, die je einer Doppellektion entsprechen. Lehrpersonen erhalten ein Lernheft für die Lernenden, ein Lehrkräftematerial mit Lösungen und zwei Übungsklausuren mit Erwartungshorizont, alles bearbeitbar.
Kurz gesagt: Das Material umfasst drei Themenreihen und ein Klausurpaket zu Sprache in digitalen Medien: Emojis, Memes und GIFs, multimodale Texte, private und öffentliche Kommunikation im Netz sowie Klausurtraining. Ein Modul dauert 90 Minuten und passt damit in eine Doppellektion. Es ist deutschsprachiges Material, bezahlt wird in Euro, der Download ist sofort verfügbar, und der Einsatz ist unabhängig vom Standort der Schule möglich. Wer alle vier Reihen will, wählt das Sparpaket.
Gymnasiastinnen und Gymnasiasten bewegen sich täglich in Gruppenchats, Kommentarspalten und Kurzvideos. Im Deutschunterricht ergibt sich daraus eine dankbare Aufgabe: Das, was ihnen vertraut ist, lässt sich mit Fachbegriffen genauer beschreiben. Die Reihen gehen dabei in kleinen Schritten vor. Zuerst wird ein einzelner Fall beschrieben, ohne zu deuten. Dann werden zwei Lesarten gegeneinandergestellt, und erst am Schluss steht ein begründetes Urteil. Dieses Dreischrittmuster hilft Lernenden, die rasch mit einer Meinung zur Stelle sind, aber weniger gern Belege sammeln. Es lässt sich auch gut in einer einzelnen Doppellektion durchführen, ohne dass lange Vorbereitung nötig wäre. Sprachreflexion fällt leichter, wenn der Gegenstand nahe liegt. Genau das leisten die Fälle: Eine Antwort mit Emoji, ein Meme im Klassenchat, ein Kommentar unter einem Video. Alle Beispiele sind fiktiv, sodass offen über Deutungen gestritten werden kann, ohne dass jemand aus der Klasse betroffen ist.
Für den Sprachunterricht ist ausserdem wichtig, dass die Fälle erfunden sind. Niemand muss einen eigenen Chatverlauf zeigen, und niemand wird in einer Klasse blossgestellt, wenn über Abwertung und Ausschluss im Netz gesprochen wird. Das Lehrkräftematerial führt den Gedanken weiter und erinnert daran, dass niemand belastende Erfahrungen offenlegen muss. Fachlich tragen das Modell von Koch und Oesterreicher, die Multimodalität und die Argumentationsanalyse. Wie ein Gruppenchat zum öffentlichen Beitrag wird, zeigt der Artikel Vom Gruppenchat zum Publikum an einem konkreten Beispiel. Methodisch lernen die Schülerinnen und Schüler, ein Modell zuerst anzuwenden und danach zu prüfen, wo es verkürzt. Das Urteil am Schluss stützt sich auf Belege aus dem Fall und nicht auf den ersten Eindruck. Genau diese Haltung wird in schriftlichen Prüfungen am Gymnasium verlangt.
Vier Einzelreihen, das Sparpaket und ein grösserer Fundus für das Fach Deutsch auf einen Blick.
Eine Nachricht mit Emoji wird auf zwei Arten gelesen und mit einer Rückfrage geklärt.
Ein beschriebenes Kurzvideo wird in vier Spuren zerlegt, Werbung auf ihre Absicht geprüft.
Weitergeleitete Chats, Kommentare, Gegenrede und Moderation mit Beschwerdeverfahren.
Zwei Übungsklausuren für Prüfungsübung, mit Erwartungshorizont und Zeitplanung.
Alle vier Reihen zu digitaler Sprache für das Grundlagenfach Deutsch.
Grosser Fundus an Reihen für Deutsch, wenn weitere Themen im Schuljahr folgen.
Der Aufbau folgt der Doppellektion. Pro Reihe gibt es vier Module à 90 Minuten, die im Lehrkräftematerial in Phasen beschrieben sind. Das Lernheft führt jedes Modul über fünf Seiten: Wissen, Material und Analyse, Werkstatt, Urteil und Vertiefung. Sind nur einzelne Lektionen verfügbar, kann ein Modul auf zwei Einzellektionen verteilt werden, wobei Werkstatt und Vertiefung dann in die Hausaufgabe oder in eine weitere Lektion wandern. Zusätzlich gibt es ein Gruppenpuzzle mit vier Perspektiven (45 bis 60 Minuten) und pro Übungsklausur 90 bis 135 Minuten. Das ist mehr, als vier Doppellektionen vermuten lassen. Jedes Modul endet mit einem Produkt, einem belegten Absatz und einem dokumentierten Vergleich. Beide lassen sich in das Portfolio des Lernhefts übernehmen, sodass die Lernenden über die Reihe hinweg eigene Texte sammeln und vor einer Prüfung durchgehen können.
Wer das Thema zum ersten Mal unterrichtet, beginnt am besten mit den Emojis, Memes und GIFs und geht dann zur multimodalen Analyse über. Die Reihe zu multimodalen Texten arbeitet mit einem vollständig beschriebenen Kurzvideo, sodass keine Plattform und kein Beamer mit Ton nötig ist. Das Klausurpaket am Ende fasst die Modelle zusammen und trainiert die Planung einer Prüfungsarbeit in 90 Minuten. Es eignet sich auch als Grundlage für eine eigene Prüfung, die Sie in der DOCX-Fassung kürzen oder anpassen. Portfolio und Selbstcheck unterstützen die Einschätzung des eigenen Stands. Das Lehrkräftematerial hält ausserdem fest, dass umfangreiche Gestaltungsaufgaben zusätzliche Zeit brauchen. Das gilt besonders dann, wenn Deutsch nur mit wenigen Lektionen pro Woche im Stundenplan steht.
| Stufe | Einsatz | Schwerpunkt |
|---|---|---|
| Gymnasium, Einstiegsjahre | Einzelne Module zur Einführung in die Sprachreflexion | Emojis, Memes und GIFs; Beobachtung, Deutung, Urteil |
| Gymnasium, mittlere Jahre | Themenreihe in mehreren Doppellektionen | Multimodale Analyse, Netzkommunikation, Gegenrede |
| Gymnasium, obere Jahre | Klausurpaket als Prüfungsübung | Nähe und Distanz, Argumentationsgang, Zeitplanung |
| Maturajahr | Gezielte Repetition einzelner Module | Operatoren, Erwartungshorizont, Schreibplanung |
Zwei Hilfen im Lernheft erlauben es, ohne Parallelmaterial zu differenzieren. Hilfe 1 reduziert den Einstieg auf zwei Befunde und eine begründete Verbindung. Begriffe liegen vorab auf Karten bereit, Lesetexte werden abschnittsweise erarbeitet, und eine mündliche Vorformulierung entlastet das Schreiben, ohne die fachliche Anforderung zu ändern. Das ist hilfreich in Klassen, in denen Lernende mit unterschiedlichen Erstsprachen zusammenkommen. Vor dem ersten Modul schlägt das Lehrkräftematerial eine Diagnose vor: Die Lernenden beschreiben einen Fall zunächst ohne Fachbegriffe, und Sie sehen, ob Angaben, Vermutungen und Urteile getrennt werden. Das Gruppenpuzzle mit vier Perspektiven schafft einen Rahmen, in dem Lernende mit sehr unterschiedlichem Vorwissen an derselben Frage arbeiten und ihre Ergebnisse gegenseitig erklären.
Hilfe 2 ist für Lernende gedacht, die über die Standardaufgabe hinausgehen. Sie entwickeln Gegenbeispiele, suchen alternative Erklärungen und begrenzen die Reichweite eines Modells. Wer eine Maturaarbeit zu einem Sprach- oder Medienthema plant, kann hier Methoden üben, die später gebraucht werden: Fälle abgrenzen, Befunde belegen und Grenzen der eigenen Aussage nennen. Die Erwartungshorizonte nennen typische Fehlverkürzungen, zum Beispiel den Schluss von einem Einzelmerkmal auf die ganze Sprachform, und erleichtern die Rückmeldung an die Lernenden. In stärkeren Klassen kann die Übungsklausur unter Prüfungsbedingungen geschrieben und mit dem Erwartungshorizont besprochen werden. In anderen Klassen eignet sie sich als begleitete Schreibübung, bei der die Rekonstruktion in einer Lektion und das Urteil in der nächsten entsteht.
Deutsch ist am Gymnasium ein Grundlagenfach, und Sprachreflexion sowie Medienbildung gehören zu seinen Aufgaben. Das Material lässt sich dort einordnen, ohne sich an einen bestimmten Kanton zu binden. Im Zuge der Reform der gymnasialen Maturität mit neuem Rahmenlehrplan ändern sich Vorgaben; massgeblich sind deshalb die Vorgaben Ihrer Schule und der zuständigen kantonalen Stelle. Das Material ist deutschsprachig und kein approbiertes oder offizielles Lehrmittel. Die Übungsklausuren sind ein eigenes Übungsformat und keine kantonalen Prüfungsaufgaben. Für die Planung heisst das: Prüfen Sie, wie sich die Reihe in den Jahresplan Ihrer Fachschaft einfügt, und setzen Sie sie als Vertiefung ein, nicht als Ersatz für verbindliche Inhalte. Alle Fälle liegen als Text und Abbildung vor, der Unterricht benötigt daher keine Plattform.
Ob eine Reihe in die Maturitätsprüfung einfliesst, ist kantonal bzw. schulintern geregelt. Das Material hilft als Übung, ersetzt aber keine schulinterne Planung. Praktisch: Die Zahlung erfolgt in Euro, der Download ist sofort verfügbar, das Material lässt sich auch in der Schweiz einsetzen. Weitere Hinweise zur Arbeit mit deutschsprachigem Material stehen auf der Seite «Deutsch in der Schweiz unterrichten». Das Material versteht sich als Baustein für Sprachreflexion, Medienanalyse und Argumentation, die über mehrere Jahre am Gymnasium wiederkehren. Es ersetzt weder die schulinterne Planung noch die Auseinandersetzung mit den geltenden Vorgaben. Wer das Material einsetzt, sollte die Reihe vorab durchsehen und entscheiden, welche Module in den Jahresplan passen.
Koch und Oesterreicher: Nähe und Distanz
Methodenwissen Deutsch: Operatoren
Materialgestütztes Schreiben
Medien und Literatur im Wandel
Literatur und Macht: Sprache
Sprachforensik: Escape-LabJa. Es ist deutschsprachig, bearbeitbar und nicht an ein Schulportal gebunden. Es ist kein offizielles Lehrmittel; ob es an Ihrer Schule verwendet wird, entscheiden Sie als Lehrperson bzw. die Fachschaft. Massgeblich sind die Vorgaben der zuständigen Stelle.
Ja, ein Modul ist mit 90 Minuten kalkuliert, also einer Doppellektion zu je 45 Minuten. Sind nur Einzellektionen verfügbar, lässt sich ein Modul teilen. Die Lehrperson entscheidet, wie das Modul auf die Lektionen verteilt wird.
Die Zahlung erfolgt in Euro, der Download steht unmittelbar nach dem Kauf bereit. Eine Umrechnung in Franken findet nicht statt.
Nein. Es sind eigene Übungen mit eigenem Ausgangsmaterial und einem Erwartungshorizont über 100 Punkte. Für eine Prüfung in Ihrer Klasse können Sie sie kürzen oder anpassen.
Es ist kein Leitfaden für die Maturaarbeit. Einzelne Methoden wie Fälle abgrenzen, Befunde belegen und Grenzen benennen sind aber auf Arbeiten zu Sprache und Medien übertragbar. Die Methoden sind auf Arbeiten zu Sprache und Medien übertragbar, ersetzen aber keine Betreuung.
Nein. Alle Beispiele sind fiktiv und eigens erstellt, auch das beschriebene Video. Niemand muss eigene Erfahrungen offenlegen, und es braucht keine Plattform im Unterricht. Das erleichtert den Einsatz in Klassen mit sehr verschiedenen Medienerfahrungen.