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Hellenismus in Bewegung – Laokoon, Pergamonaltar und Pathos | Unterrichtsreihe Kunst Sek II
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Hellenismus in Bewegung – Laokoon, Pergamonaltar und Pathos | Unterrichtsreihe Kunst Sek II
Diese Unterrichtsreihe für Kunst in der Sek II untersucht, wie hellenistische Plastik Pathos gestaltet, am Beispiel der Laokoongruppe und des Gigantomachiefrieses vom Pergamonaltar. Sie umfasst sechs Doppelstunden, ein Lernheft für die Oberstufe (32 Seiten), einen Lehrkräfteteil (20 Seiten) und eine bearbeitbare DOCX-Fassung.
Worum es in der Reihe geht
Pathos wird im Material als gestaltete Intensität von Handlung und Empfindung verstanden. Drehung, Gegenspannung, räumliche Staffelung und aufgeladene Oberflächenbehandlung können den Eindruck eines dramatischen Geschehens erzeugen, bedeuten aber nicht automatisch eine eindeutige Geschichte. Eine Analyse trennt deshalb sichtbare Ausdrucksmittel von mythologischen Informationen und späteren Deutungen. Auch der Gesichtsausdruck erklärt Pathos nicht allein: Körperachsen, Hände, Überlagerungen und Blickbeziehungen wirken zusammen.
Die beiden Werke erschließen unterschiedliche Situationen. Die Laokoongruppe organisiert als freistehende Figurengruppe Beziehungen im Raum, wurde 1506 wiedergefunden, und ihre antike Datierung sowie die Beziehung zu möglichen Vorbildern werden diskutiert. Das Relief des Pergamonaltars entwickelt Figuren vor und mit einem Hintergrund und im Zusammenhang mit Architektur; dort sind Mythos, monumentale Architektur und politische Repräsentation zu beachten. Beide Werke besitzen eine Rezeptions- und Restaurierungsgeschichte, und die Reihe arbeitet mit Abbildungen samt Quellenangaben und mit eigenen, ausdrücklich vereinfachenden Modellen.
Die sechs Doppelstunden
- Pathos als Formproblem: Der Kommentar „Das Gesicht ist traurig, also ist die gesamte Gruppe dramatisch“ wird um Achsen, Gesten und Gruppenbeziehungen erweitert; die Lernenden gestalten zwei Figurenschemata mit unterschiedlicher Spannung.
- Laokoon als Figurengruppe: An einer Lehrskizze, die alle drei Figuren isoliert, wird erklärt, welche Beziehungen (Schlangenverbindungen, Überlagerungen) dabei verloren gehen.
- Restaurierung verändert Deutung: Die Geschichte des rechten Arms führt zum Vergleich eines gestreckten und eines gebeugten Arms als Lehrmodelle; eine dritte Variante wird als freie Erprobung gekennzeichnet.
- Pergamonaltar und Reliefraum: Am Athena-Alkyoneus-Detail werden die Grenzen eines Bildausschnitts geprüft, außerdem entsteht ein dreistufiges Papierrelief, an dem Licht und Betrachterwinkel erprobt werden.
- Mythos und politische Repräsentation: Direkte Identifikation (jede Gottheit als Herrscher) wird von einer begründeten politischen Lesart unterschieden, anschließend entsteht eine Ausstellungstafel mit Befund, Kontext und Deutungshypothese.
- Vergleich und begründetes Urteil: Die Pauschalaussage „Beide zeigen viele Muskeln und sind emotional“ wird durch drei kriteriengeleitete Vergleichssätze ersetzt; es folgt eine kommentierte Vergleichstafel mit vier Kriterien.
Was das Material enthält
- Lernheft für die Oberstufe (PDF, 32 Seiten): Orientierung, sechs Module zu je vier Seiten mit Lerntext, eigenem Dossier und den Aufgaben A (Analyse), B (Verfahren und Gestaltung) und C (begründetes Urteil), dazu Hilfe I (schrittweise) und Hilfe II (selbstständige Vertiefung), Lernspur, Fachbegriffe, Gruppenpuzzle mit Belegen, Abschlussaufgabe und großzügige Arbeitsflächen.
- Lehrkräfteteil (PDF, 20 Seiten): didaktische Konzeption, Reihenübersicht mit Zeitbedarf, Verlaufsplanung je Modul, Lösungen und Erwartungshorizonte, Differenzierung, typische Fehlannahmen, Bewertungsraster über 100 Punkte, Lösung zur Abschlussaufgabe, Bildnachweise und Quellen.
- Bearbeitbare Textfassung (DOCX): mit eigenem Umbruch; Grafiken und Arbeitsflächen gibt es nur in den PDFs.
Das Bewertungsraster verteilt 20 Punkte auf Befunde und Belege, 25 auf die fachliche Erklärung, 25 auf Vergleich beziehungsweise Gestaltung, 15 auf das begründete Urteil und 15 auf Struktur und Fachsprache. Der Lehrkräfteteil versteht die Verteilung als Unterrichtsvorschlag; schulische und amtliche Vorgaben gehen vor.
Einsatz im Unterricht
Die Kernreihe benötigt sechs Doppelstunden. Zusätzlich sind das Gruppenpuzzle (45 bis 60 Minuten) und die Abschlussaufgabe mit Besprechung (60 bis 90 Minuten plus Rückmeldung) einzuplanen; eine größere bildnerische Ausarbeitung braucht mindestens eine weitere Doppelstunde. Die Abschlussaufgabe legt eine eigene Modellgruppe aus drei isolierten Figuren mit diagonalen Achsen vor, die Bedrängnis zeigen soll. Die Lernenden analysieren die vorhandenen Mittel, entwickeln zwei begründete Änderungen und vergleichen den Entwurf mit den Strategien von Freiplastik und Relief.
Zur Differenzierung dienen ein zugänglicher Einstieg mit zwei präzisen Befunden vor jeder Deutung, Satzmuster und Hilfe I; Hilfe II verlangt eigene Kriterien und die Prüfung von Gegenbefunden. Der Lehrkräfteteil nennt als typische Fehlannahmen unter anderem, dass ein Gesicht die Bedeutung der ganzen Gruppe bestimmt, dass ein Detail das Gesamtprogramm des Altars erschließt, dass mythologische Figuren ohne Quellen mit Herrschern gleichgesetzt werden und dass die Datierung als zweifelsfreies Einzeljahr angegeben wird. Die Wirkung eigener Varianten beweist keine historische Richtigkeit.
Bezug zum Abitur
Das Material nennt für die griechische figurative Plastik den Schwerpunkt 2028 und 2029. Die Aufgaben sind eigene Unterrichts- und Übungsaufgaben und keine amtlichen Abituraufgaben. Das NRW-Dokument für 2028 wurde als Vergleich geprüft; eine vollständige Vorgabenkonformität für 2029 oder andere Bundesländer wird nicht behauptet. Maßgeblich sind die aktuellen Vorgaben zum Zentralabitur (für NRW: Standardsicherung NRW). Das Material ist nicht ministeriell geprüft.
Zusammen mit den Reihen zu Kouros und Kore, Polyklet und Rezeption ist die Reihe im Sparpaket Griechische Plastik: Kouros, Polyklet, Hellenismus, Rezeption enthalten. Wie spätere Epochen antike Plastik aufgreifen, behandelt die Schwesterreihe Antike Plastik im Vergleich: Rezeption von Canova bis Koons.
Lieferung und Lizenz
Der Download steht nach dem Kauf sofort bereit. Lernheft und Lehrkräfteteil liegen als PDF vor, die bearbeitbare Textfassung als DOCX. Die Einzellizenz gilt für eine Lehrkraft, die Schullizenz für alle Lehrkräfte einer Schule.
Die Titelillustration ist eine gekennzeichnete KI-Lehrillustration mit erfundener Szene und kein Originalwerk. Die Originalwerke erschließen Sie über die im Lehrkräfteteil angegebenen Museums- und Werkzugänge der Vatikanischen Museen, der Staatlichen Museen zu Berlin und des Metropolitan Museum of Art. Videodateien sind nicht enthalten. Rechte an Originalabbildungen werden mit dem Material nicht übertragen.
Häufige Fragen
Sind Laokoongruppe und Pergamonfries als Abbildungen im Material enthalten?
Nein. Die Titelillustration ist eine gekennzeichnete KI-Lehrillustration, die Originalwerke sichten Sie über die im Lehrkräfteteil angegebenen Museumszugänge. Das Material überträgt keine Rechte an Originalabbildungen.
Behandelt die Reihe auch die Restaurierung der Laokoongruppe?
Ja, das dritte Modul untersucht die Geschichte des rechten Arms und vergleicht gestreckte und gebeugte Haltung anhand eigener Lehrmodelle. Dabei werden nachweisbare Zustände von freien Varianten unterschieden.
Muss die Lerngruppe die Mythen der beiden Werke vorher kennen?
Die mythologischen Informationen sind nach dem Material ein Hilfsmittel, aber kein Ersatz für die Formanalyse. Lerntexte und Dossiers tragen die Kernarbeit im Heft, Hilfe I führt schrittweise durch die Aufgaben.
Welche gestalterischen Aufgaben gibt es?
Die Aufgaben B reichen von Figurenschemata und Beziehungsschemata über ein Papierrelief bis zu Ausstellungs- und Vergleichstafeln. Bewertet werden Idee, formale Funktion, Erprobung und Reflexion.

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PDF · Sofort-Download · 32 Seiten
FAQ zu diesem Material
Bewertung: Hellenismus in Bewegung – Laokoon, Pergamonaltar und Pathos | Unter...
Hellenismus in Bewegung – Laokoon, Pergamonaltar und Pathos | Unterrichtsreih... ist eine vollständig ausgearbeitete Unterrichtsreihe für Kunst in EF · Q1 · Q2. Stärke des Materials ist die direkte Einsatzbereitschaft: Arbeitsblätter, Lösungen und Erwartungshorizont liegen fertig vor, sodass eine Stunde ohne zusätzliche Vorbereitung starten kann.
Passend für Lehrkräfte, die ein Thema kurzfristig abdecken, für Referendarinnen und Referendare mit hohem Planungsdruck und für Vertretungsstunden – und überall dort, wo eine Stunde kurzfristig stehen muss.
ⓘ KI-Transparenz
Bei der Erstellung dieses Materials können KI-gestützte Systeme zur Erstellung oder Bearbeitung von Texten, Illustrationen und Bildern eingesetzt worden sein. Dies umfasst auch stilisierte sowie realistisch wirkende künstlich erzeugte oder bearbeitete Darstellungen. KI-unterstützte Inhalte werden redaktionell geprüft und bearbeitet. Synthetische Darstellungen sind, sofern nicht anders gekennzeichnet, nicht als dokumentarischer Nachweis realer Personen, Orte oder Ereignisse zu verstehen.
