Jazz und moderne Musikstile — Material aus Deutschland anpassen

Jazz und moderne Musikstile lässt sich zu grossen Teilen ohne jede Anpassung im österreichischen Musikunterricht einsetzen, weil weder die Musikgeschichte des Jazz noch die Analyse moderner Stilrichtungen an ein bestimmtes Land oder Schulsystem gebunden sind. Prüfen sollte man nur die wenigen Stellen, die sich auf den Schulalltag beziehen.
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Nicht jedes Material muss verändert werden
Bei vielen Themen aus dem Deutschunterricht oder aus Geschichte lohnt sich eine gründliche Prüfung auf deutsche Bezüge, weil Sprache, Rechtslage oder historische Ereignisse eng mit einem bestimmten Land verknüpft sein können. Bei einem Thema wie Jazz und modernen Musikstilen liegt der Fall anders, weil die Musik selbst über Ländergrenzen hinweg entstanden ist und rezipiert wird. Diese internationale Prägung unterscheidet Jazz von Themen, die eng an ein bestimmtes Bildungssystem oder eine bestimmte Rechtsordnung gebunden sind.
Das bedeutet nicht, dass überhaupt keine Prüfung nötig ist, sondern dass sich der Prüfungsaufwand auf wenige, klar abgrenzbare Stellen konzentrieren lässt, statt das gesamte Material Zeile für Zeile durchzugehen. Für Lehrpersonen, die wenig Zeit für Vorbereitung haben, ist das ein spürbarer Vorteil gegenüber anderen Fächern, in denen jede zweite Aufgabenstellung auf ihren Landesbezug geprüft werden müsste.
Jazz und moderne Musikstile als Fachinhalt ohne Landesbezug
Die Reihe zu Jazz und modernen Musikstilen behandelt die Entwicklung des Jazz und seiner Verzweigungen in andere moderne Stilrichtungen anhand von Hörbeispielen und Analyseaufgaben. Diese musikgeschichtliche Entwicklung verlief international, mit Zentren unter anderem in den USA und in Europa, ohne einen besonderen Schwerpunkt auf deutschsprachigen Raum. Historische Zentren, wichtige Musikerinnen und Musiker sowie die Ausbreitung des Jazz in andere Stile lassen sich deshalb unverändert vermitteln.
Für den österreichischen Unterricht bedeutet das, dass sich die zentrale Musikgeschichte, die verwendeten Hörbeispiele und die Analysebegriffe unverändert übernehmen lassen. Weder Improvisationstechnik noch Stilmerkmale des Jazz verlangen eine sprachliche oder inhaltliche Anpassung an ein bestimmtes Schulsystem. Das unterscheidet dieses Thema deutlich von Materialien, die auf ein bestimmtes Curriculum oder eine bestimmte Prüfungsordnung zugeschnitten sind.
Die wenigen Stellen, an denen doch nachgebessert wird
Anpassungsbedarf entsteht vor allem bei organisatorischen Formulierungen in Arbeitsanweisungen, etwa wenn von einer Klassenarbeit statt einer Schularbeit oder von einem Klassenlehrer statt einem Klassenvorstand die Rede ist. Diese Stellen lassen sich schnell identifizieren, weil sie sprachlich klar vom musikfachlichen Inhalt abgesetzt sind. Ein einmaliger Durchgang durch die Arbeitsanweisungen genügt in aller Regel, um alle betroffenen Stellen zu erfassen.
Ergänzend liefert die Reihe zu Klangsynthese und Sampling weiteres Material zu moderner Musikproduktion, das sich ebenfalls ohne grösseren Prüfungsaufwand übernehmen lässt, weil auch hier die technische und musikalische Substanz im Vordergrund steht, nicht ein bestimmter nationaler Kontext. Auch hier beschränkt sich der Prüfungsaufwand auf vereinzelte Begriffe in Arbeitsanweisungen, nicht auf den musikalischen Fachinhalt.
Wer diese wenigen organisatorischen Begriffe einmal ersetzt hat, kann das gesamte Material anschliessend als vollständige Unterrichtseinheit verwenden, ohne zusätzliche inhaltliche Eingriffe vornehmen zu müssen. Das macht dieses Thema zu einem guten Einstieg für Lehrpersonen, die zum ersten Mal deutsches Material im eigenen Unterricht einsetzen.
Zeit sparen, ohne Qualität zu verlieren
Gerade bei einem umfangreichen Thema wie Jazz und modernen Musikstilen zahlt sich dieser geringe Anpassungsaufwand aus, weil die eigentliche Vorbereitungszeit fast vollständig in die musikalische und methodische Planung fliessen kann, statt in eine aufwendige Überarbeitung des Materials. Das kommt letztlich auch den Lernenden zugute, weil mehr Zeit für Hörübungen und eigene Analysen bleibt.
Die zweite Verwendung der Reihe zu Jazz und modernen Musikstilen betrifft entsprechend die praktische Umsetzung im Unterricht selbst, nicht eine erneute Prüfung auf Landesbezüge. Eine Übersicht zum Einsatz deutschen Unterrichtsmaterials in Österreich bietet die Übersicht zum Einsatz und zur Anpassung deutschen Unterrichtsmaterials in Österreich, während die Materialübersicht Unterrichtsmaterial Österreich Deutsch nach Lehrplan 2023 weitere Gegenstände einordnet. Zu einer Reihe für zwei Schulformen in einem Bundesland orientiert ein Beitrag zu einer Moldau-Reihe für zwei Schulformen, zu Kompetenzschwerpunkten bei Programmmusik ein Beitrag zu Programmmusik in der Sek I.
Häufige Fragen
Muss Jazz und moderne Musikstile überhaupt an Österreich angepasst werden?
Kaum, weil die musikgeschichtliche Entwicklung international verlief und nicht an ein bestimmtes Land gebunden ist. Anpassungsbedarf entsteht in erster Linie bei organisatorischen Begriffen aus dem Schulalltag, nicht bei der musikalischen Substanz oder den verwendeten Hörbeispielen selbst, die international angelegt sind und keinen Landesbezug transportieren.
Wie erkennt man, ob ein Material ohne Anpassung einsetzbar ist?
Ein guter Hinweis ist, ob das Thema selbst einen Landesbezug hat oder nicht. Bei international geprägten Themen wie Jazz ist der Anpassungsbedarf gering, bei Themen mit engem Bezug zu deutscher Geschichte, Sprache oder Recht ist er in der Regel deutlich höher.
Wie viel Zeit spart die geringe Anpassung im Vergleich zu anderen Themen?
Das lässt sich nicht genau beziffern, weil es vom individuellen Material abhängt. Erfahrungsgemäss reicht bei einem Thema wie diesem ein kurzer Durchgang durch die Arbeitsanweisungen, während andere Themen eine deutlich umfangreichere Prüfung auf Rechts- und Landesbezüge verlangen, was insgesamt deutlich mehr Vorbereitungszeit kostet.
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