Informatik

Erklärvideos für den Unterricht selbst produzieren: Checkliste ohne Spezialtechnik

von Luca 03.10.2026 1 Min. Lesezeit
Umgang mit KI-Tools und Prompt-Kompetenz – Informatik Unterrichtsmaterial (Sek I, Klasse 7–10)

Erklärvideos für den Unterricht lassen sich ohne teure Ausstattung produzieren, wenn sechs Punkte beachtet werden: ein klares Thema pro Video, ein kurzes Skript, ruhige Bild- und Tonqualität, eine Länge von vier bis acht Minuten, ein erkennbarer roter Faden und ein abschließender Arbeitsauftrag. Ein Smartphone und ein ruhiger Raum reichen für den Einstieg.

Warum selbst produzierte Videos oft besser funktionieren als fremde

Fertige Videos aus dem Internet sind schnell gefunden, passen aber selten exakt zum eigenen Lehrplan, zur eigenen Klasse oder zur bevorzugten Fachsprache. Ein selbst produziertes Video kann dagegen genau auf den Kenntnisstand der Lerngruppe zugeschnitten werden und wirkt durch die vertraute Stimme der eigenen Lehrkraft oft persönlicher. Der Aufwand hält sich in Grenzen, sobald ein wiederholbarer Ablauf feststeht, den die Lehrkraft nicht bei jedem neuen Video wieder von vorne entwickeln muss, sondern nur noch mit neuem Inhalt füllt. Als thematische Grundlage für ein erstes Video eignet sich beispielsweise das Material Umgang mit KI-Tools und Prompt-Kompetenz, dessen klar abgegrenzte Teilthemen sich gut auf einzelne kurze Videos verteilen lassen.

Die Checkliste zur Videoproduktion

Erstens: ein Video behandelt genau ein Thema, nicht mehrere Aspekte gleichzeitig – wer zwei Themen vermitteln will, produziert zwei kurze Videos statt eines langen. Zweitens: ein kurzes Stichwortskript verhindert Weitschweifigkeit und Versprecher, ohne dass ein vollständiges Manuskript nötig wäre. Drittens: ruhige Bild- und Tonqualität zählt mehr als professionelle Technik – ein stabiles Smartphone auf einem Stapel Bücher und ein leiser Raum reichen für die meisten Zwecke völlig aus. Viertens: vier bis acht Minuten Länge halten die Aufmerksamkeit, ohne den Aufwand für die Produktion unötig in die Höhe zu treiben. Fünftens: ein roter Faden mit klar erkennbaren Teilschritten hilft Lernenden, sich beim Wiederholen im Video zu orientieren, etwa durch kurze eingeblendete Zwischentitel. Sechstens: ein abschließender Arbeitsauftrag oder eine Kontrollfrage macht aus passivem Zuschauen aktive Auseinandersetzung. Für die technische und organisatorische Einbettung solcher Videos in den Schulalltag liefert das Material Digitale Tools im Unterrichtsalltag passende Regeln, etwa für Speicherorte und Zugriffsrechte.

Vom einzelnen Video zur wiederverwendbaren Reihe

Wer mehrere Videos zu einem Thema produziert, sollte von Beginn an auf ein einheitliches Format achten – gleiche Länge, gleicher Aufbau, gleiche Einstiegsformulierung –, damit Lernende sich schnell orientieren können. Für ein Fach mit hohem Übungsbedarf wie Informatik zeigt das Material Programmieren mit Python, wie sich einzelne Konzepte in überschaubare Teilschritte gliedern lassen, die sich jeweils zu einem eigenen kurzen Video eignen. Einmal produziert, lässt sich ein Video über mehrere Schuljahre hinweg wiederverwenden und muss nur bei inhaltlichen Änderungen, etwa neuen Lehrplanvorgaben, aktualisiert werden – der einmalige Produktionsaufwand rechnet sich also über mehrere Jahrgänge hinweg. Eine ausführliche Darstellung der vollständigen Checkliste sowie einer typischen Flipped-Sequenz über drei Stunden finden Sie auf der Seite Flipped Classroom und Erklärvideos im Unterricht einsetzen, ergänzt um weiteres Material aus der Sammlung Informatik Sekundarstufe I.

Wie Erklärvideos fächerübergreifend eingesetzt werden können, zeigt der Beitrag Lernvideos und Erklärvideos im Biologieunterricht, während der Artikel Digitale Unterrichtsmaterialien rechtssicher einsetzen auf rechtliche Fragen bei der Veröffentlichung eigener Materialien eingeht. Für den ersten Videodreh eignet sich erneut das Material Umgang mit KI-Tools und Prompt-Kompetenz als überschaubares Einstiegsthema.

Häufige Fragen

Welche Technik brauche ich für ein Erklärvideo?

Ein aktuelles Smartphone, ein ruhiger Raum ohne Hintergrundgeräusche und eine feste Ablage für die Kamera reichen für den Einstieg vollständig aus. Ein externes Mikrofon verbessert die Tonqualität spürbar, ist aber für die ersten Videos nicht zwingend notwendig und kann bei Bedarf später ergänzt werden, sobald sich die Produktion etabliert hat.

Wie viel Vorbereitungszeit braucht ein achtminütiges Video?

Mit einem kurzen Stichwortskript liegt die Vorbereitungs- und Aufnahmezeit meist bei etwa 30 bis 45 Minuten je Video, hinzu kommt einfacher Schnitt. Mit zunehmender Routine und einem eingespielten Ablauf sinkt dieser Aufwand nach den ersten Versuchen meist spürbar.

Darf ich selbst produzierte Videos mit dem Kollegium teilen?

Grundsätzlich ja, sofern keine urheberrechtlich geschützten Fremdinhalte ohne Genehmigung verwendet werden. Klären Sie Speicherort und Zugriffsrechte vorab mit der Schulleitung oder dem schulischen Medienkonzept ab, insbesondere wenn Videos schulübergreifend geteilt werden sollen. Eine kurze schriftliche Absprache verhindert spätere Unklarheiten über Nutzungsrechte innerhalb des Kollegiums.

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Über den Autor
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Luca
Bildungsgestalter & Gründer von stifo.de

Luca beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der Frage, was guten Unterricht ausmacht - und wie Lehrkräfte dabei wirklich entlastet werden können. Als Gründer von stifo.de entwickelt er strukturierte Unterrichtsmaterialien, die Lehrerinnen und Lehrer im Alltag spürbar unterstützen: durchdacht aufgebaut, direkt einsetzbar und didaktisch solide.

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Häufige Fragen

FAQ zu den Unterrichtsmaterialien

Das Sortiment reicht von der Kita über die Grundschule und die Sekundarstufe I (Klasse 5–10) bis zur Sekundarstufe II und zur Berufsschule. Jedes Material ist nach Fach, Stufe und - wo sinnvoll - nach Bundesland beschriftet.

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Eine vollständige Reihe enthält in der Regel:

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Die Dateien liegen in editierbaren Formaten vor, damit du Inhalte an deine Lerngruppe anpassen kannst.

Direkt nach dem Kauf erhältst du eine Bestätigungs-E-Mail mit dem Download-Link. Zusätzlich liegen die Dateien dauerhaft in deinem Kundenkonto unter „Bestellungen" - ohne Ablaufdatum und ohne Downloadlimit.

Es gibt keinen Versand und keine Wartezeit: Der Download steht unmittelbar nach dem Abschluss der Bestellung bereit.

Die Einzellizenz gilt für eine Lehrkraft. Du darfst das Material ausdrucken und im eigenen Unterricht beliebig oft einsetzen. Die digitalen Dateien an andere Lehrkräfte weiterzugeben oder sie zu veröffentlichen, ist davon nicht gedeckt.

Für Fachschaften gibt es bei vielen Produkten eine Schullizenz, die mehrere Lehrkräfte einer Schule abdeckt. Sie steht direkt auf der Produktseite zur Auswahl.

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Die Materialien orientieren sich an den veröffentlichten Vorgaben der Länder - je nach Bundesland am Kernlehrplan, Kerncurriculum, Bildungsplan, Rahmenlehrplan oder an den Fachanforderungen. Für viele Fächer gibt es eigene Pakete je Bundesland.

Eine Prüfung, Zulassung oder Empfehlung durch ein Ministerium besteht nicht. Da die Vorgaben zwischen den Ländern abweichen, lohnt sich vor dem Einsatz ein kurzer Abgleich mit dem schulinternen Lehrplan.

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