Portfolio über die Unterrichtsreihe: sammeln, zeigen, bewerten

Silo Unterrichtsreihe, Methode Portfolio

Portfolio über die Unterrichtsreihe: sammeln, zeigen, bewerten

Wie sich eine Unterrichtsreihe über ein Portfolio begleiten lässt: welche Bestandteile über Wochen gesammelt werden, was verpflichtend und was frei ist, wann Zwischenstände kontrolliert werden und wie die Bewertung vorab feststeht.

  • 3–5Pflichtbestandteile, die für die ganze Lerngruppe gleich sind
  • alle 2–3 Doppelstundenein kontrollierter Zwischenstand
  • 1 RasterBewertungskriterien, zu Reihenbeginn ausgegeben
  • 10–15 Min.Reflexionszeit je Teiletappe

Ein Portfolio zur Unterrichtsreihe sammelt über mehrere Wochen, was eine Lerngruppe erarbeitet, statt nur ein Endergebnis zu bewerten. Tragfähig wird es durch feste Pflichtbestandteile, die für alle gleich sind, einen begrenzten Wahlbereich mit klarer Mindestzahl, kontrollierte Zwischenstände nach jeder zweiten oder dritten Doppelstunde und ein Bewertungsraster, das schon zu Reihenbeginn vorliegt. Eine Reflexion zum eigenen Lernweg zählt als eigener, gesondert bewerteter Teil, nicht als Anhang am Ende der Reihe.

Was ein Portfolio über eine Unterrichtsreihe leisten soll

Ein Portfolio unterscheidet sich von einer laufenden Heftführung durch eine bewusste Auswahl: Es sammelt nicht alles, was in einer Unterrichtsreihe entsteht, sondern gezielt jene Stücke, an denen sich Entwicklung über mehrere Doppelstunden hinweg zeigen lässt. Eine einzelne Stunde liefert dafür selten genug Material, erst der Verlauf über mehrere Wochen macht sichtbar, wie sich Verständnis, Methodenbeherrschung oder Argumentation verändert haben.

Diese Anlage passt zu Reihen, die ohnehin mehrere Zwischenprodukte vorsehen, etwa eine Recherche, einen Entwurf und eine überarbeitete Fassung. Wie sich eine Reihe grundsätzlich in eine solche Abfolge aus Aufbau, Länge und Sequenz gliedert, unabhängig von der Frage des Portfolios, beschreibt Unterrichtsreihe planen: Aufbau, Länge und Sequenz als allgemeine Grundlage.

Für sehr kurze Reihen mit vier oder fünf Doppelstunden lohnt sich ein vollständiges Portfolio selten, weil zu wenige Zwischenschritte anfallen, um Entwicklung zu zeigen. Ab etwa sechs bis acht Doppelstunden entsteht dagegen genug Material, damit sich die zusätzliche Organisation durch klar erkennbaren Lernfortschritt rechtfertigt, statt nur zusätzlichen Verwaltungsaufwand zu erzeugen.

Ein Portfolio ersetzt außerdem nicht zwangsläufig eine Klausur am Reihenende, es kann parallel dazu laufen oder sie ganz ersetzen, je nachdem, welche Prüfungsform die Fachkonferenz oder die Schulordnung vorsieht. Entscheidend für den Nutzen ist weniger diese formale Frage als die Klarheit, mit der von Anfang an feststeht, was gesammelt und wie bewertet wird.

Wer sich für ein Portfolio entscheidet, sollte diese Entscheidung möglichst vor der ersten Doppelstunde treffen und nicht erst dann, wenn die Reihe bereits begonnen hat. Ein nachträglich eingeführtes Portfolio muss frühere Stunden rückwirkend einbeziehen, was selten sauber gelingt und bei der Lerngruppe eher den Eindruck einer spontanen Zusatzaufgabe hinterlässt als den einer von Anfang an geplanten Begleitung der Reihe.

Pflichtbestandteile festlegen

Pflichtbestandteile sind jene Stücke, die für die gesamte Lerngruppe identisch sind, unabhängig von individueller Themenwahl innerhalb der Reihe. Sie machen Portfolios überhaupt erst vergleichbar bewertbar, weil sonst jede Mappe einen eigenen Umfang und eine eigene Struktur hätte, an der sich kein einheitliches Kriterium anlegen ließe.

Bei einer biologischen Reihe wie Anatomie & Stoffwechsel des Menschen könnten die Pflichtbestandteile etwa ein Beobachtungsprotokoll, eine beschriftete Skizze und ein Fachbegriffsglossar umfassen, jeweils zu einem festen Zeitpunkt innerhalb der Reihe fällig. Wie sich ein Portfolio konkret an eine solche Reihe anlegen lässt, zeigt Unterrichtsreihe Anatomie und Stoffwechsel des Menschen mit Portfolio begleiten.

Sinnvoll sind drei bis fünf Pflichtbestandteile über eine gesamte Reihe verteilt, nicht mehr. Jeder zusätzliche Pflichtteil erhöht den Korrekturaufwand am Ende linear, während der Erkenntnisgewinn über die Entwicklung der Lerngruppe ab einer gewissen Zahl kaum noch zunimmt, weil sich ähnliche Kompetenzen mehrfach in leicht variierter Form wiederholen.

Am wirksamsten ist eine schriftliche Liste, die zu Reihenbeginn ausgegeben wird und neben dem Titel jedes Pflichtbestandteils auch dessen Abgabetermin innerhalb der Reihe nennt. Eine mündliche Ankündigung allein führt erfahrungsgemäß dazu, dass einzelne Bestandteile im Verlauf der Wochen schlicht vergessen werden, weil kein fester Bezugspunkt existiert, auf den sich später zurückgreifen lässt.

Diese Liste lässt sich zugleich als Deckblatt der Mappe verwenden, sodass jede Kontrolle direkt an ihr entlang geprüft werden kann, ohne den Aufbau des Rasters ein zweites Mal zu erklären. Wird das Deckblatt konsequent genutzt, sinkt der Aufwand für jede einzelne Zwischenkontrolle spürbar, weil sich fehlende Teile auf einen Blick erkennen lassen, statt die gesamte Mappe Seite für Seite durchzugehen.

Freie Bestandteile und Wahlspielraum

Neben den Pflichtbestandteilen kann ein begrenzter Wahlbereich individuelle Schwerpunkte zulassen, ohne die Vergleichbarkeit vollständig aufzugeben. Üblich ist eine Auswahlliste von vier bis sechs möglichen Zusatzaufgaben, aus der eine festgelegte Mindestzahl, etwa zwei, bearbeitet werden muss.

Bei einer Reihe zu Classroom Management – Unterrichtsreihe SEK I könnte der Wahlbereich etwa eine Fallanalyse zu einem selbst beobachteten Konflikt oder eine kurze Auswertung eines Rollenspiels umfassen, je nachdem, welcher Zugang der einzelnen Lerngruppe näherliegt. Ein Beispiel für diese Aufteilung beschreibt Classroom Management als Unterrichtsreihe mit Portfolio begleiten.

Zu viel Wahlfreiheit erschwert die Bewertung eher, als dass sie den Lernertrag steigert, weil am Ende jede Mappe einen eigenen Zuschnitt hat und sich Kriterien dann nur noch auf einer sehr allgemeinen Ebene formulieren lassen. Eine feste Obergrenze an Wahlmöglichkeiten hält diesen Effekt in Grenzen, ohne den Gestaltungsspielraum ganz zu streichen.

Welche freien Bestandteile tatsächlich gewählt wurden, sollte auf einer eigenen Checkliste vorne im Portfolio angekreuzt werden. Das erspart bei der Bewertung eine erneute Sichtung des gesamten Umfangs nur, um die getroffene Auswahl festzustellen, und macht zugleich sichtbar, wenn die geforderte Mindestzahl an freien Teilen nicht erreicht wurde.

Zwischenstände kontrollieren, statt bis zum Ende zu warten

Ein Portfolio, das erst am Ende der Reihe zum ersten Mal eingesehen wird, zeigt Lücken zu einem Zeitpunkt, an dem sich kaum noch etwas nachholen lässt. Regelmäßige Zwischenkontrollen decken fehlende Teile früh genug auf, dass noch Zeit bleibt, sie zu ergänzen, ohne den Abschluss der gesamten Reihe zu gefährden.

Ein Muster, das sich in der Praxis bewährt, ist eine kurze Kontrolle nach jeder zweiten oder dritten Doppelstunde: fünf bis zehn Minuten, in denen die Lerngruppe die Mappe vorlegt und eine kurze mündliche oder schriftliche Rückmeldung dazu erhält, was bereits vollständig ist und was noch fehlt.

Bei einer geschichtlichen Reihe wie Die Steinzeit – Unterrichtsreihe Sekundarstufe I lässt sich ein solcher Zwischenstand etwa an die Fertigstellung eines Quellenprotokolls koppeln, sodass die Kontrolle nicht beliebig wirkt, sondern an einen konkreten Arbeitsschritt anknüpft. Wie sich dieser Rhythmus über die gesamte Reihe verteilen lässt, zeigt Unterrichtsreihe Geschichte Sek I Die Steinzeit mit Portfolio begleiten.

Fehlt bei einer Kontrolle ein Bestandteil, reicht meist eine kurze, konkret benannte Nachfrist bis zur nächsten Kontrolle, keine unbegrenzte Verlängerung. Eine Nachfrist ohne festen neuen Termin verschiebt das eigentliche Problem lediglich auf später, statt es zu lösen, und untergräbt zugleich die Verbindlichkeit der übrigen Zwischentermine für die restliche Lerngruppe.

Für die gesamte Lerngruppe lohnt sich zudem eine kurze, anonymisierte Rückmeldung nach jeder Kontrolle, etwa welcher Anteil der Mappen zu diesem Zeitpunkt bereits vollständig war. Das macht den eigenen Stand im Vergleich zur übrigen Lerngruppe transparent, ohne einzelne Namen zu nennen, und wirkt auf viele Schülerinnen und Schüler wirksamer als eine individuelle Ermahnung allein.

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Bestandteile eines Portfolios über die Reihe

Bestandteil Zeitpunkt in der Reihe Pflicht oder frei
Einstiegsnotiz zum Vorwissen 1. Doppelstunde Pflicht
Erstes Zwischenprodukt nach 2.–3. Doppelstunde Pflicht
Gewählte Zusatzaufgabe nach 3.–4. Doppelstunde frei, aus Auswahlliste
Zweites Zwischenprodukt nach 5.–6. Doppelstunde Pflicht
Reflexion je Teiletappe laufend, alle 2–3 Doppelstunden Pflicht, eigenes Kriterium
Abschlussstück letzte Doppelstunde der Reihe Pflicht

Wie viel zusätzliche Unterrichtszeit ein Portfolio braucht

Ein Portfolio kostet zusätzliche Unterrichtszeit, die bei der Reihenplanung von Anfang an eingerechnet werden sollte, statt sie später aus den übrigen Phasen der Doppelstunden herauszuschneiden. Realistisch sind fünf bis zehn Minuten je Zwischenkontrolle sowie zehn bis fünfzehn Minuten für die Reflexion an den entsprechenden Stellen der Reihe.

Über eine Reihe mit acht Doppelstunden verteilt summiert sich das auf etwa eine halbe bis dreiviertel Doppelstunde reiner Portfolio-Organisation, verglichen mit einer Reihe ohne diese Begleitung. Dieser Zeitbedarf lässt sich kaum vermeiden, aber gut planen, wenn er von Beginn an als fester Bestandteil im Verlaufsplan steht statt als spontane Zusatzaufgabe.

Außerhalb des Unterrichts fällt zusätzlicher Aufwand vor allem bei der Endkorrektur an, weil ein Portfolio in der Regel mehr Einzelteile enthält als eine einzelne Klausur. Dieser Mehraufwand lässt sich begrenzen, indem die Pflichtbestandteile bewusst knapp gehalten werden und die Kriterien so konkret formuliert sind, dass die Bewertung eines einzelnen Teils nicht länger dauert als die einer vergleichbaren Klausuraufgabe.

Wird der Zeitaufwand von Beginn an unterschätzt, gerät meist zuerst die Reflexion unter Druck, weil sie im Gegensatz zu den fachlichen Pflichtbestandteilen am ehesten gekürzt oder ganz gestrichen wird, wenn am Ende einer Doppelstunde die Zeit knapp wird. Ein fest eingeplanter Zeitblock dafür verhindert, dass dieser Bestandteil regelmäßig der erste ist, der wegfällt.

Bewertungskriterien vorab transparent machen

Ein Kriterienraster, das erst nach Abgabe des Portfolios entsteht, wirkt aus Sicht der Lerngruppe zufällig, selbst wenn es fachlich sauber ist. Wird das Raster dagegen zu Reihenbeginn ausgegeben, weiß jede Schülerin und jeder Schüler von der ersten Doppelstunde an, woran die spätere Bewertung tatsächlich ansetzt.

Sinnvoll ist eine Trennung zwischen inhaltlichen Kriterien, etwa der fachlichen Richtigkeit der Pflichtbestandteile, und formalen Kriterien wie Vollständigkeit und Nachvollziehbarkeit der Struktur. Beide Bereiche sollten mit einer eigenen, von Anfang an bekannten Gewichtung versehen sein, statt am Ende pauschal zu einer einzigen Note zusammengefasst zu werden.

Das Raster sollte außerdem alle drei Anforderungsbereiche berücksichtigen und dabei deutlich über reine Reproduktion hinausgehen. Bei einer Reihe zu Funktionelle Gruppen verschiedener Stoffklassen und ihre Nachweise zeigt sich das etwa daran, dass neben der korrekten Beschreibung einer Nachweisreaktion auch deren Einordnung in einen größeren stofflichen Zusammenhang bewertet wird. Der Aufbau eines passenden Kriterienrasters ist in Unterrichtsreihe Funktionelle Gruppen verschiedener Stoffklassen mit Portfolio begleiten beschrieben.

Bei der eigentlichen Bewertung lässt sich dann Punkt für Punkt gegen das ausgegebene Raster prüfen, statt einen Gesamteindruck in eine Note zu übersetzen. Das macht die Bewertung nachvollziehbarer für die Lerngruppe und beschleunigt sie zugleich für die Lehrkraft selbst, weil bereits während der Reihe feststand, worauf am Ende zu achten ist. Nachträgliche Diskussionen über die Fairness einer Note fallen dadurch spürbar seltener aus als bei einem erst am Ende festgelegten Maßstab.

Reflexion als eigener, bewerteter Bestandteil

Eine Reflexion, die nur als Lückenfüller am Ende der Mappe steht, bleibt meist so knapp, dass sie kaum Aussagekraft hat. Wird sie dagegen als eigener Bestandteil mit eigenem Kriterium im Raster geführt, nimmt die Lerngruppe sie ernster und investiert entsprechend mehr Sorgfalt in die Formulierung.

Drei bis vier feste Prompts je Teiletappe reichen für eine brauchbare Reflexion meist aus, etwa die Frage, was an diesem Abschnitt der Reihe schwerer fiel als erwartet und wie damit umgegangen wurde. Zehn bis fünfzehn Minuten am Ende einer Doppelstunde genügen für diese Form der Reflexion, ein längerer Aufsatz ist dafür nicht nötig.

Bei einer Reihe zu Jesus von Nazareth, der Christus als Unterrichtsreihe mit Portfolio begleiten betrifft die Reflexion häufig sowohl den fachlichen Lernweg als auch die eigene Position zu einem Thema, das persönliche Haltungen berührt. Ein solches Element lässt sich im Raster gesondert und mit angemessener Zurückhaltung bewerten, ohne die Note von einer bestimmten Meinung abhängig zu machen. Bewertet wird dabei die Qualität der Auseinandersetzung, nicht das Ergebnis, zu dem jemand gelangt.

Fallen Reflexionen wiederholt sehr knapp oder oberflächlich aus, hilft meist eine engere Formulierung der Prompts mehr als eine allgemeine Ermahnung, ausführlicher zu schreiben. Eine konkrete Frage nach einer bestimmten Stelle im eigenen Material erzeugt zuverlässiger einen substanziellen Text als eine offene Aufforderung zur Reflexion insgesamt.

Formale Führung und Grenzen des Portfolios

Ob ein Portfolio als Papiermappe oder digital geführt wird, sollte zu Reihenbeginn feststehen und für die gesamte Reihe unverändert bleiben. Ein Wechsel des Formats mitten in der Reihe erzeugt zusätzlichen Aufwand für alle Beteiligten und erschwert die Zwischenkontrollen, weil dann zwei unterschiedliche Zugänge parallel existieren.

Vor der Endabgabe lohnt sich eine einfache Vollständigkeitschecklist, auf der Pflicht- und gewählte freie Bestandteile einzeln abgehakt werden. Das verhindert, dass die eigentliche inhaltliche Bewertung durch das nachträgliche Suchen fehlender Einzelteile verzögert wird, und macht offene Rückstände schon vor der Abgabe sichtbar statt erst danach.

Bei einer Reihe wie Unterrichtsreihe Psychologie Sek II Psychologie der Gruppe mit Portfolio begleiten zeigt sich, dass ein Portfolio besonders dort trägt, wo eine Reihe mehrere aufeinander aufbauende Untersuchungsschritte enthält. Für Reihen mit sehr wenigen Doppelstunden oder ohne mehrstufige Aufgaben lohnt sich der zusätzliche Organisationsaufwand dagegen selten.

Für die einzelne Gruppenarbeitsstunde innerhalb einer solchen Reihe, losgelöst von der Frage des Portfolios als Ganzem, liefert Gruppenarbeit vorbereiten: Unterrichtsvorbereitung für arbeitsteilige Stunden die passende Vorbereitung auf Stundenebene. Eine Übersicht bereits aufgebauter Reihen, die sich für eine Portfolio-Begleitung eignen, findet sich in der Sammlung fertiger Unterrichtsreihen.

Am Ende bleibt ein Portfolio ein zusätzlicher Rahmen um eine Reihe, kein Ersatz für eine inhaltlich tragfähige Sequenz. Eine schwach aufgebaute Reihe wird durch die zusätzliche Sammlung von Zwischenprodukten nicht besser, während eine gut aufgebaute Reihe durch die Begleitung lediglich sichtbarer macht, was ohnehin an Entwicklung stattfindet.

Was ein Portfolio über die Reihe trägt

  • Drei bis fünf Pflichtbestandteile, die für die gesamte Lerngruppe identisch sind.
  • Ein begrenzter Wahlbereich mit klar benannter Mindestzahl statt unbegrenzter Wahlfreiheit.
  • Ein Kriterienraster, das bereits zu Reihenbeginn vorliegt und alle Anforderungsbereiche abdeckt.
  • Feste Zwischentermine mit kurzer Rückmeldung statt einer einmaligen Kontrolle am Ende.
  • Ein Reflexionsanteil, der als eigener Bestandteil mit eigenem Kriterium bewertet wird.
  • Eine für die ganze Reihe einheitliche Form der Führung, Papier oder digital.
  • Eine Vollständigkeitscheckliste, die vor der Endabgabe genutzt wird.
  • Eine klare Nachfrist mit festem neuen Termin, falls bei einer Zwischenkontrolle etwas fehlt.

Wer eine Unterrichtsreihe über ein Portfolio begleiten will, findet in den vier vorgestellten Reihen Beispiele, an denen sich Pflichtbestandteile, Zwischenstände und ein passendes Kriterienraster konkret ablesen lassen.

Häufige Fragen

Was gehört zwingend in ein Portfolio zu einer Unterrichtsreihe?

Zwingend sind Pflichtbestandteile, die für die gesamte Lerngruppe identisch sind, meist drei bis fünf über die Reihe verteilt, etwa eine Einstiegsnotiz, ein oder zwei Zwischenprodukte und ein Abschlussstück. Sie machen unterschiedliche Portfolios überhaupt erst vergleichbar bewertbar. Ergänzend dazu kommt ein begrenzter Wahlbereich mit einer festgelegten Mindestzahl an frei gewählten Zusatzaufgaben.

Wie viel Wahlfreiheit sollte ein Portfolio zulassen?

Sinnvoll ist eine Auswahlliste von vier bis sechs möglichen Zusatzaufgaben, aus der eine feste Mindestzahl, häufig zwei, bearbeitet werden muss. Zu viel Wahlfreiheit erschwert die Bewertung, weil jede Mappe dann einen eigenen Zuschnitt bekommt und sich Kriterien nur noch sehr allgemein formulieren lassen. Eine Obergrenze hält den Gestaltungsspielraum, ohne die Vergleichbarkeit zu verlieren.

Wann sollten Zwischenstände eines Portfolios kontrolliert werden?

Bewährt hat sich eine kurze Kontrolle nach jeder zweiten oder dritten Doppelstunde, gekoppelt an einen konkreten Arbeitsschritt der Reihe. Fünf bis zehn Minuten reichen, um zu prüfen, was vollständig ist und was fehlt. Eine erste Kontrolle erst am Ende der Reihe deckt Lücken zu einem Zeitpunkt auf, an dem sich kaum noch etwas nachholen lässt.

Wie werden die Bewertungskriterien eines Portfolios vorab kommuniziert?

Am wirksamsten ist ein schriftliches Kriterienraster, das zu Reihenbeginn ausgegeben wird und inhaltliche von formalen Kriterien trennt, jeweils mit eigener Gewichtung. Alle drei Anforderungsbereiche sollten darin vorkommen und deutlich über reine Reproduktion hinausgehen. Bei der Bewertung wird dann Punkt für Punkt gegen dieses Raster geprüft, statt einen Gesamteindruck erst am Ende in eine Note zu übersetzen.

Wie viel Raum sollte die Reflexion im Portfolio bekommen?

Reflexion sollte als eigener Bestandteil mit eigenem Kriterium geführt werden, nicht als Lückenfüller am Ende. Drei bis vier feste Prompts je Teiletappe und zehn bis fünfzehn Minuten am Ende einer Doppelstunde reichen für eine brauchbare Reflexion. Fällt sie wiederholt knapp aus, hilft eine engere, konkretere Fragestellung meist mehr als die allgemeine Aufforderung, ausführlicher zu schreiben.

Für welche Unterrichtsreihen eignet sich ein Portfolio nicht?

Für sehr kurze Reihen mit vier oder fünf Doppelstunden lohnt sich ein vollständiges Portfolio selten, weil zu wenige Zwischenschritte für erkennbare Entwicklung anfallen. Auch Reihen ohne mehrstufige Aufgaben, bei denen kaum Zwischenprodukte entstehen, rechtfertigen den zusätzlichen Organisationsaufwand kaum. Ab etwa sechs bis acht Doppelstunden mit mehreren Arbeitsschritten trägt sich der Aufwand dagegen meist.