Kunst und Medien im Wandel
Unterrichtsreihe zum Wandel von Kunst und Medien in der Oberstufe.
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Kunst · Fotografie und Medienkunst · Kursstufe Baden-Württemberg
Dieses Material richtet sich an Kunstlehrkräfte in der Kursstufe an baden-württembergischen Gymnasien. Es bündelt Reihen zu Fotografie, Videokunst und Medienkritik, darunter Cindy Sherman und Nam June Paik. Die Dateien sind bearbeitbar und lassen sich dem Bildungsplan zuordnen.
Kurz gesagt: Fotografie und Medienkunst verbinden im Kunstunterricht Bildanalyse mit Medienbildung: Die Reihen fragen, wie Bilder entstehen, inszeniert und verbreitet werden. Das Material orientiert sich am Bildungsplan Kunst für die Kursstufe in Baden-Württemberg, ist aber nicht ministeriell geprüft. Maßgeblich sind die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle, in Baden-Württemberg das ZSL.
Schülerinnen und Schüler wachsen mit Bildern auf, die täglich entstehen, bearbeitet und geteilt werden. Der Kunstunterricht kann hier fachlich ansetzen: Die Fotografie ist ein künstlerisches Ausdrucksmittel, dessen Gestaltungsmittel sich benennen und analysieren lassen. In der Reihe Fotografie als Kunst im Unterricht steht dieser Zugang im Vordergrund, von der Bildgestaltung bis zur Frage, was ein Foto zum Kunstwerk macht. Der Kurs lernt dabei, zwischen Dokumentation, Gebrauchsgrafik und künstlerischer Absicht zu unterscheiden. Der Gewinn für den Kurs liegt darin, dass Bilder, mit denen die Gruppe täglich umgeht, plötzlich als gestaltete Objekte erscheinen. Das schärft den Blick für Auswahl, Ausschnitt, Licht und Bearbeitung.
Videokunst und inszenierte Fotografie erweitern den Blick. Nam June Paik macht das Fernsehgerät selbst zum Material und stellt damit Fragen an die Medienkultur, Cindy Sherman zeigt, wie Identität im Bild konstruiert wird. Beide Positionen eignen sich gut für Analyse und eigene gestalterische Arbeit, etwa als Serie oder Selbstinszenierung. Die Auswahl der Werke und der Umfang bleiben Ihre Entscheidung; die Reihen sind als Bausteine gedacht, die Sie kombinieren, kürzen oder um eigene Beispiele aus der Lebenswelt der Gruppe ergänzen können. Dazu passt die medienkritische Perspektive: Wer versteht, wie Inszenierung funktioniert, kann auch Bilder aus Werbung und sozialen Netzwerken genauer lesen und deren Wirkung begründet beurteilen.
Vier Einzelreihen reichen von der Medienkunst im Wandel bis zur inszenierten Fotografie; Lehrplan-Paket und Sparpaket bündeln das Thema.
Unterrichtsreihe zum Wandel von Kunst und Medien in der Oberstufe.
Unterrichtsreihe, die Fotografie als künstlerisches Ausdrucksmittel erschließt.
Unterrichtsreihe zu Nam June Paik, Videokunst und Medienkritik.
Unterrichtsreihe zu Cindy Shermans inszenierter Fotografie und dem Thema Identität.
Lehrplan-Paket mit gebündelten Unterrichtsreihen für die Oberstufe des Bundeslands.
Sparpaket mit gebündelten Materialien zu Fotografie und Medienkunst im Kunstunterricht.
Als Einstieg kann die Reihe zu Kunst und Medien im Wandel dienen, die den Kurs in die Fragestellung einführt. Darauf folgt die Fotografie als Ausdrucksmittel, bevor einzelne Positionen vertieft werden. Paik führt in die Videokunst und die Medienkritik, Sherman in die Inszenierung von Identität. Die Einheiten lassen sich als Abfolge über mehrere Wochen planen, wobei jede mit einer kurzen Analyseaufgabe schließt, die später als Übung für die Klausur wiederverwendet werden kann. Praktisch lassen sich Aufgaben mit vorhandenen Geräten umsetzen. Ein Smartphone genügt für Porträtserien oder Inszenierungen, sodass die gestalterische Arbeit nicht von besonderer Ausstattung der Schule abhängt.
Für eine abschließende Gestaltungsaufgabe bietet sich eine eigene Fotoserie an, die mit einer Analyse der Bildmittel und einer Reflexion zur Wirkung verbunden wird. So verknüpft der Kurs Rezeption und Produktion. Wer die Kursstufe insgesamt planen möchte, findet im Lehrplan-Paket Kunst Baden-Württemberg eine Struktur für beide Jahre, ergänzt durch das Sparpaket zu Fotografie und Medienkunst, das mehrere Reihen zu einem größeren Paket bündelt. Planen Sie für die Fotoserie eine Besprechungsrunde ein, in der die Arbeiten gemeinsam betrachtet werden. Dort lassen sich Fachbegriffe anwenden und die Analysemethode am eigenen Material üben.
| Stufe | Einsatz | Schwerpunkt |
|---|---|---|
| Kursstufe, Beginn | Einführung ins Thema | Kunst und Medien im Wandel, Bildbegriff |
| Kursstufe, Fotografie | Fotografie als Ausdrucksmittel | Bildgestaltung, Analyse, Gebrauchsgrafik |
| Kursstufe, Medienkunst | Positionen vertiefen | Paik, Videokunst, Sherman, Identität |
| Abiturvorbereitung | Analyse üben | Werkvergleich, Fachbegriffe, Deutung |
Im Basisfach genügt oft eine Position, die gründlich analysiert wird, etwa eine Fotografie Shermans mit Blick auf Inszenierung und Rollenbild. Die bearbeitbaren Dateien erlauben es, Aufgaben zu kürzen und Hilfen wie Wortspeicher oder Gliederungsvorschläge zu ergänzen. Wer mit gemischten Gruppen arbeitet, kann dieselbe Aufgabe in einer geführten und einer offenen Fassung bereitstellen. Praktische Aufgaben lassen sich gut staffeln: Im Basisfach genügt eine einzelne Aufnahme mit begründeter Bildgestaltung, im Leistungsfach kann eine Serie mit durchgehender Idee und schriftlicher Reflexion verlangt werden. Mit einem solchen Aufbau bleibt die Gruppe gemeinsam im Thema, auch wenn die Ansprüche im Detail verschieden sind.
Im Leistungsfach können Sie mit Vergleichen und Fragen zur Medientheorie arbeiten: Wie verändert das Medium die Aussage, wie lässt sich Videokunst vom Film abgrenzen? Gestalterische Aufgaben lassen sich ebenfalls abstufen, von der Nachinszenierung eines Vorbilds bis zur eigenen konzeptionellen Serie mit schriftlicher Begründung. Die Lösungen helfen auch Lehrkräften, die das Fach fachfremd unterrichten, und liefern Anhaltspunkte für die Besprechung im Plenum. Für die Besprechung eignen sich Kriterienlisten, die der Kurs gemeinsam entwickelt. Sie machen Bewertungsmaßstäbe sichtbar und helfen, Rückmeldungen zu eigenen Fotoarbeiten sachlich und nachvollziehbar zu formulieren. Das gilt besonders für Kurse, in denen Basisfach und Leistungsfach gemeinsam unterrichtet werden.
In Baden-Württemberg ist die Oberstufe als Kursstufe organisiert, mit Basisfach und Leistungsfach. Die Reihen zu Fotografie und Medienkunst lassen sich den Bereichen Bildanalyse, Medien und gestalterische Praxis zuordnen. Kompetenzformulierungen des Bildungsplans werden nicht zitiert; die Zuordnung nehmen Sie selbst vor, abgestimmt auf Ihren Kurs und die schulinternen Absprachen. Gleichzeitig bleibt der Gestaltungsspielraum der Schule erhalten: Ob Fotografie und Medienkunst als Halbjahresthema, als Projekt oder als Baustein in einer größeren Einheit auftauchen, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer Fachschaft. Welche Positionen im Kurs tatsächlich behandelt werden, richtet sich nach dem schulinternen Curriculum, das Ihre Fachschaft festlegt.
Für das Abitur sind die jeweils aktuellen Vorgaben des ZSL und des Kultusministeriums maßgeblich. Das Material ist nicht ministeriell geprüft und ersetzt keine amtlichen Vorgaben. Es unterstützt Planung, Übung und Klausurvorbereitung und lässt sich mit eigenen Beispielen verbinden, etwa mit Ausstellungen zur Fotografie in der Region oder mit Medienprojekten der Schule. Welche Themen für Prüfungen relevant sind, entnehmen Sie bitte den aktuellen Hinweisen. Hinweise zu Urheberrecht und Bildnutzung im Unterricht gehören zu jeder Medienarbeit. Prüfen Sie bei Veröffentlichungen von Schülerarbeiten die Regeln Ihrer Schule, insbesondere bei Aufnahmen, auf denen Personen zu erkennen sind. Auch der Umgang mit Bildmaterial ist Teil der Medienkompetenz, die im Unterricht ausdrücklich thematisiert werden kann.
Bernd und Hilla Becher: Typologien der Fotografie
Andreas Gursky: Digitale Großbildfotografie
Sparpaket Fotografie als Kunst (Becher, Gursky)
Sparpaket Bild und digitale MedienEs richtet sich an die Kursstufe am Gymnasium in Baden-Württemberg, also die zweijährige Oberstufe. Einzelne Reihen lassen sich auch früher als Einführung in die Bildanalyse einsetzen.
Es orientiert sich am Bildungsplan Kunst für die Kursstufe und lässt sich seinen Bereichen zuordnen. Es ist nicht ministeriell geprüft. Maßgeblich sind die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle.
Ja. Mit Arbeitsblättern und Lösungen können Sie sich orientieren. Für Medienkunst empfiehlt sich zusätzlich ein Blick auf die Werke der Künstlerinnen und Künstler.
Ja. Sie können Aufgaben kürzen, Bilder austauschen und das Material an Basisfach oder Leistungsfach anpassen.
Die Aufgaben sind mit Lösungswegen ausgestattet. Den genauen Umfang finden Sie auf der jeweiligen Produktseite.
Nach dem Kauf steht der Download sofort bereit. Die Lizenz gilt für den Einsatz in Ihrem eigenen Unterricht; eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen.