Schularbeiten vorbereiten: Stoffgebiete, Ankündigung, Aufgabenmischung

Schularbeiten organisatorisch vorbereiten

Schularbeiten vorbereiten: Stoffgebiete, Ankündigung, Aufgabenmischung

Diese Seite bündelt, was die LBVO für Schularbeiten vorschreibt und was in der Verantwortung der Lehrkraft liegt: Stoffgebiete abgrenzen, Termine planen, Aufgaben mischen und die Korrektur planbar halten.

  • 1 WocheMindestfrist für die Ankündigung der Stoffgebiete (LBVO)
  • SemesterbeginnZeitpunkt, zu dem alle Schularbeitstermine feststehen müssen
  • 1Höchstens eine Schularbeit pro Tag laut LBVO
  • 2Semester je Schuljahr mit eigener Schularbeitsplanung

Eine Schularbeit lässt sich planbar vorbereiten, wenn drei Vorgaben der LBVO als Grundgerüst dienen: die Ankündigung der Stoffgebiete mindestens eine Woche vorher, die Terminbekanntgabe zu Semesterbeginn und höchstens eine Schularbeit pro Tag. Die Anzahl der Schularbeiten steht im Fachlehrplan, nicht in der LBVO. Wer Stoffgebiete eng fasst, Aufgaben aus verschiedenen Anforderungsbereichen mischt und die Korrektur vorab plant, bereitet Schülerinnen und Schüler zugleich auf spätere Klausurformate der Reifeprüfung vor.

Was die LBVO vorschreibt – und was sie offenlässt

Die Leistungsbeurteilungsverordnung (LBVO) regelt für Schularbeiten den organisatorischen Rahmen, nicht die inhaltliche Ausgestaltung im Detail. Sie schreibt vor, dass Stoffgebiete mindestens eine Woche vor der Schularbeit angekündigt werden, dass alle Termine des Schuljahres zu Semesterbeginn bekanntgegeben werden, und dass an einem Tag höchstens eine Schularbeit stattfindet. Schularbeiten betreffen dabei jenen Pflichtgegenstand, für den der Fachlehrplan Schularbeiten überhaupt vorsieht; wie viele es je Semester sind, legt dagegen der jeweilige Fachlehrplan fest, nicht die LBVO. Diese Trennung zwischen organisatorischem Rahmen und fachlicher Vorgabe wird in der Praxis häufig übersehen, was zu Missverständnissen führt, sobald Schülerinnen, Schüler oder Erziehungsberechtigte eine bestimmte Anzahl an Schularbeiten aus der LBVO ableiten wollen, obwohl diese Zahl dort gar nicht steht.

Für die praktische Planung bedeutet das: Die Anzahl der Schularbeiten steht bereits fest, bevor das Schuljahr beginnt, und lässt sich im Fachlehrplan des jeweiligen Unterrichtsgegenstands nachschlagen, während sich passendes Übungsmaterial etwa in der Sammlung an Unterrichtsreihen finden lässt, um Stoffgebiete frühzeitig mit passenden Aufgaben zu hinterlegen. Was in der Verantwortung der Lehrkraft liegt, ist die Feinplanung: welche Stoffgebiete wann geprüft werden, wie die Termine über das Semester verteilt sind und wie sich Schularbeiten verschiedener Gegenstände in einer Klasse möglichst wenig überschneiden. Wer diese Feinplanung früh mit dem Klassenvorstand oder, an berufsbildenden höheren Schulen, dem Jahrgangsvorstand abstimmt, vermeidet Wochen mit mehreren Schularbeiten kurz hintereinander.

In der Praxis unterscheiden sich die Fachlehrpläne zwischen Schularten deutlich: An einer AHS gelten andere Vorgaben zur Anzahl der Schularbeiten je Unterrichtsgegenstand als an einer berufsbildenden höheren Schule, und selbst innerhalb derselben Schulart variiert die Zahl zwischen den Unterrichtsgegenständen. Wer neu an eine Schule kommt oder einen neuen Unterrichtsgegenstand übernimmt, sollte den geltenden Fachlehrplan gezielt prüfen, statt sich auf die Praxis der vorherigen Schule zu verlassen.

Stoffgebiete definieren und rechtzeitig ankündigen

Ein Stoffgebiet ist mehr als eine Kapitelüberschrift aus dem Lehrmittel: Es benennt, welche Kompetenzen und Inhalte in der Schularbeit tatsächlich geprüft werden, und grenzt damit auch ab, was nicht Teil der Prüfung ist. Wird das Stoffgebiet zu vage formuliert, etwa als „der behandelte Stoff“, bleibt unklar, worauf sich Schülerinnen und Schüler in der Vorbereitung konzentrieren sollen, und Rückfragen nach der Rückgabe werden wahrscheinlicher. Das gilt auch für Stoffgebiete mit einem hörbezogenen Anteil, etwa wenn eine Schularbeit Beispiele aus der Unterrichtsreihe DJing und Sampling in der Musik einbezieht.

Die Ankündigung mindestens eine Woche vor dem Termin ist eine Mindestfrist, keine Zielgröße: Wer Stoffgebiete zwei bis drei Wochen vorher schriftlich festhält, etwa auf einer Lernplattform oder als Aushang, gibt Schülerinnen und Schülern mehr Zeit für eine strukturierte Vorbereitung, ohne dass sich am rechtlichen Minimum etwas ändert. Sinnvoll ist es, die Ankündigung mit konkreten Beispielaufgaben oder mit einem Verweis auf geeignetes Übungsmaterial zu verbinden, etwa aus der Unterrichtsreihe zu Pieter Bruegel d.Ä., wenn die Schularbeit einen bildbezogenen Analyseteil enthält.

Bei der Formulierung hilft es, das Stoffgebiet aus Sicht der Schülerin oder des Schülers zu lesen: Reicht die Angabe aus, um selbstständig zu erkennen, welche Kapitel, Methoden oder Textsorten relevant sind, oder bleibt Interpretationsspielraum, der später zu Diskussionen über die Fairness der Aufgabenstellung führt? Wer Stoffgebiete konsequent in derselben Struktur formuliert, etwa nach Inhalt, Methode und erwarteter Textsorte getrennt, erleichtert Schülerinnen und Schülern über mehrere Schularbeiten hinweg den Vergleich und die eigene Vorbereitung.

Terminplanung zu Semesterbeginn: den Jahresüberblick anlegen

Die Bekanntgabe aller Schularbeitstermine zu Semesterbeginn verlangt, dass die grobe Jahresplanung schon vor dem ersten Schultag des Semesters steht. In der Praxis heißt das, Stoffverteilung und Schularbeitstermine gemeinsam zu planen, statt Termine isoliert festzulegen und den Stoff nachträglich daran anzupassen. Wer die Termine zu spät bekanntgibt, riskiert Kollisionen mit Schularbeiten anderer Unterrichtsgegenstände, auf die einzelne Lehrkräfte dann keinen Einfluss mehr haben.

Ein klassenweiter Terminüberblick, in den alle Unterrichtsgegenstände ihre Schularbeitstermine eintragen, verhindert, dass mehrere Prüfungen in derselben Woche zusammenfallen, auch wenn die LBVO selbst nur den Grundsatz höchstens eine Schularbeit pro Tag vorschreibt. Besonders in Klassen mit vielen schularbeitspflichtigen Gegenständen lohnt sich diese Abstimmung schon in den ersten Wochen des Semesters, koordiniert etwa durch den Klassenvorstand oder, an berufsbildenden höheren Schulen, durch den Jahrgangsvorstand.

Auch schulweite Termine wie Lehrausgänge, Projekttage oder Elternsprechtage verdienen bei der Grobplanung einen Blick, weil sie Unterrichtszeit unmittelbar vor einer geplanten Schularbeit verknappen können. Wer den Semesterkalender mit diesen Terminen abgleicht, bevor die Schularbeitstermine endgültig festgelegt werden, vermeidet, dass eine Klasse kurz vor der Prüfung durch einen mehrtägigen Lehrausgang wertvolle Vorbereitungszeit verliert.

Aufgaben mischen: Anforderungsbereiche und Formate kombinieren

Eine ausgewogene Schularbeit mischt Aufgaben aus unterschiedlichen Anforderungsbereichen: reproduktive Aufgaben, die Grundwissen abfragen, Transferaufgaben, die Gelerntes auf neue Beispiele übertragen, und Aufgaben, die eigenständige Argumentation oder Analyse verlangen. Eine Schularbeit, die nur reproduktive Aufgaben enthält, wird der Bandbreite der Kompetenzen im Fachlehrplan meist nicht gerecht; eine Schularbeit, die ausschließlich Transferleistungen verlangt, überfordert häufig den unteren Leistungsbereich einer Klasse. Cluster wie die Vorbereitung zur Schularbeit über Stillleben in verschiedenen Abstraktionsgraden zeigen, wie sich eine Mischung aus beschreibenden und analytischen Aufgaben zu einem Bildthema gestalten lässt.

Die Mischung der Formate wirkt sich auch auf die Korrekturzeit aus: offene Aufgaben mit Textproduktion oder Begründung brauchen deutlich mehr Korrekturzeit als geschlossene Aufgabenformate. Wer das schon bei der Aufgabenerstellung mitdenkt, etwa anhand von Übungsformaten aus der Unterrichtsreihe Stillleben in verschiedenen Abstraktionsgraden, kann die Korrekturbelastung besser abschätzen, bevor die Schularbeit geschrieben wird, statt erst beim Korrigieren festzustellen, dass der Zeitrahmen nicht reicht.

Eine Mischung der Anforderungsbereiche eröffnet zugleich Spielraum für Differenzierung innerhalb derselben Schularbeit, ohne dass unterschiedliche Aufgabenhefte notwendig werden: Reproduktive Aufgaben sichern die Grundlage für schwächere Schülerinnen und Schüler, während anspruchsvollere Transfer- und Analyseaufgaben stärkeren Schülerinnen und Schülern Raum geben, ihr Können zu zeigen. Diese Bandbreite innerhalb einer einzigen Schularbeit ist meist wirksamer als eine durchgehend mittelschwere Aufgabenstellung, die weder für die einen noch für die anderen wirklich passt.

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Schularbeiten organisatorisch vorbereiten

Schritt Zeitpunkt Worauf achten
Grobplanung der Schularbeitstermine Vor Semesterbeginn Abstimmung mit anderen Unterrichtsgegenständen über den Klassenvorstand
Bekanntgabe aller Termine Zu Semesterbeginn Schriftliche, für die Klasse einsehbare Übersicht
Festlegung des Stoffgebiets Laufend im Semester Klare Abgrenzung, was geprüft wird und was nicht
Ankündigung des Stoffgebiets Mindestens eine Woche vorher Schriftliche Form, im Idealfall mit Beispielaufgaben
Aufgabenerstellung mit gemischten Anforderungsbereichen Vor dem Termin Verhältnis von reproduktiven zu transferorientierten Aufgaben
Korrektur mit vorab festgelegtem Erwartungshorizont Nach der Schularbeit Einheitliches Raster über Parallelklassen hinweg

Korrektur planbar halten: Zeitfenster und Kriterien vorab festlegen

Klare Korrekturkriterien, im Idealfall in Form eines Erwartungshorizonts oder Punkterasters, verkürzen die Korrekturzeit spürbar und machen die Beurteilung auch gegenüber Schülerinnen und Schülern nachvollziehbarer. Der Erwartungshorizont sollte vor der Schularbeit feststehen, nicht erst während der Korrektur entstehen, weil sich sonst leicht unbewusste Verschiebungen der Maßstäbe zwischen den ersten und den letzten korrigierten Arbeiten einschleichen.

Ein festes Zeitfenster für die Korrektur, etwa direkt nach der Schularbeit statt verteilt über mehrere Wochen, hilft, die Rückgabe zügig zu halten und die Rückmeldung für Schülerinnen und Schüler noch nah am Prüfungsstoff zu geben. Wer mehrere Klassen gleichzeitig unterrichtet, profitiert von einem einheitlichen Korrekturraster über alle Parallelklassen hinweg, damit dieselbe Aufgabe in unterschiedlichen Klassen vergleichbar bewertet wird.

Neben der reinen Punktevergabe lohnt sich knappes, aber konkretes Feedback zu wiederkehrenden Fehlermustern, weil es Schülerinnen und Schülern mehr für die nächste Schularbeit nützt als eine ausführliche Einzelkorrektur ohne zusammenfassende Einordnung. Wer Fehlermuster über eine Klasse hinweg notiert, kann diese Beobachtungen auch für die weitere Unterrichtsplanung nutzen, etwa um ein Stoffgebiet, das sich als besonders fehleranfällig erwiesen hat, vor der nächsten Schularbeit noch einmal gezielt zu wiederholen.

Schularbeit und Schulnachricht: wie beide zusammenhängen

Schularbeitsnoten fließen über das Semester in die Gesamtbeurteilung ein, die sich in der Schulnachricht am Ende des ersten Semesters beziehungsweise im Jahreszeugnis am Ende des Schuljahres niederschlägt. Für Schülerinnen und Schüler mit schwachen Zwischenergebnissen ist die Schulnachricht oft der erste sichtbare Hinweis darauf, dass eine Schularbeit oder mehrere Schularbeiten in Richtung Nicht genügend tendieren, weshalb sich ein Gespräch vor der Schulnachricht meist lohnt. Das gilt ebenso, wenn eine Schularbeit einen philosophischen Textanalyseteil enthält, wie ihn die Unterrichtsreihe Einführung in die Philosophie von Leib und Seele vorbereitet.

Wer die Schularbeitstermine so plant, dass vor der Schulnachricht noch genügend Ergebnisse vorliegen, gibt sich selbst und den Schülerinnen und Schülern mehr Spielraum für eine differenzierte Einschätzung, statt sich auf eine einzelne, spät geschriebene Schularbeit zu stützen. Cluster wie die Vorbereitung zur Schularbeit zu Pieter Bruegel d.Ä. zeigen, wie sich ein einzelnes Stoffgebiet gezielt auf einen Schularbeitstermin zuschneiden lässt, der rechtzeitig vor der Schulnachricht liegt.

Für das Gespräch mit Erziehungsberechtigten vor der Schulnachricht hilft eine knappe schriftliche Übersicht der bisherigen Schularbeitsergebnisse mehr als eine mündliche Einschätzung aus dem Gedächtnis, besonders wenn mehrere Schularbeiten unterschiedlicher Unterrichtsgegenstände im selben Zeitraum zurückliegen. Der Klassenvorstand kann eine solche Übersicht bündeln, wenn einzelne Lehrkräfte ihre Zwischenergebnisse rechtzeitig weitergeben, statt sie erst kurz vor der Konferenz zusammenzutragen.

Wiederholung, Nachschularbeit und Umgang mit Ausfällen

Fällt eine Schularbeit aus, etwa wegen Erkrankung der Lehrkraft oder eines schulweiten Ereignisses, muss der Termin neu angesetzt werden, wobei dieselbe Mindestfrist für die Ankündigung der Stoffgebiete erneut gilt, sofern sich das Stoffgebiet durch die Verschiebung nicht mehr deckt. Für Schülerinnen und Schüler, die einzeln fehlen, regelt die Schule in der Regel eine Nachschularbeit zu einem späteren Zeitpunkt, die sich am selben Stoffgebiet orientiert. Beispiele für ein gut abgrenzbares Stoffgebiet liefert etwa die Vorbereitung zur Schularbeit über Einführung in die Philosophie von Leib und Seele.

Supplierstunden können kurzfristig ausfallende reguläre Unterrichtsstunden auffangen, ersetzen aber keine Schularbeit, weil für Schularbeiten die eigenen organisatorischen Vorgaben der LBVO gelten, insbesondere die vorherige Terminbekanntgabe. Wer wiederholt mit Ausfällen rechnen muss, etwa durch Lehrausgänge oder schulische Großveranstaltungen, plant Pufferzeiten im Semesterkalender von vornherein mit ein, um nicht kurz vor Semesterende mehrere Schularbeiten bündeln zu müssen. Ein Beispiel für ein klar umrissenes Stoffgebiet liefert auch die Vorbereitung zur Schularbeit über DJing und Sampling in der Musik.

Betrifft ein Ausfall gleich mehrere Klassen oder eine ganze Schulstufe, etwa bei einer schulweiten Erkrankungswelle, empfiehlt sich eine kurze interne Abstimmung darüber, wie die verschobenen Termine neu verteilt werden, damit sich am Semesterende nicht mehrere Schularbeiten unterschiedlicher Klassen in derselben Woche stauen. In begründeten Ausnahmefällen kann auch Rücksprache mit der Bildungsdirektion sinnvoll sein, etwa wenn sich Verschiebungen über mehrere Unterrichtsgegenstände hinweg kaum noch koordinieren lassen.

Schularbeiten als Vorbereitung auf Klausur und Reifeprüfung

Regelmäßige Schularbeiten trainieren dieselben Grundfertigkeiten, die später bei der Klausur im Rahmen der Reifeprüfung gefragt sind: Zeitmanagement unter Prüfungsbedingungen, der Umgang mit gemischten Aufgabenformaten und das selbstständige Strukturieren einer schriftlichen Leistung. Wer diese Verbindung schon in unteren Schulstufen der Oberstufe deutlich macht, nimmt Schularbeiten die Isolation vom größeren Zusammenhang der Reifeprüfung und schafft Anschlussfähigkeit für spätere Klausurformate.

Für Lehrkräfte, die dieselbe Klasse über mehrere Schulstufen begleiten, lohnt sich ein Blick auf die eigene Aufgabenmischung im Vergleich zu Klausurformaten der Zentralmatura, ohne die Schularbeit deshalb bereits wie eine Klausur zu gestalten. Aufgaben aus der Vorbereitung zur Schularbeit über Bildzitate in Kunst, Medien und Popkultur und aus der Vorbereitung zur Schularbeit über Sprache, Denken und Wirklichkeit zeigen, wie sich Anforderungsbereiche schrittweise steigern lassen, ohne den Anschluss an spätere Prüfungsformate der Reifeprüfung zu verlieren. Ergänzendes Material findet sich auch im Fach-Hub Deutsch für die Sekundarstufe, und wer nach der Schweizer Entsprechung sucht, findet sie in den Lernkontrollen im Zyklus 3, dem CH-Pendant zur österreichischen Schularbeit.

Wer schon in niedrigeren Schulstufen der Oberstufe auf eine klare Struktur aus Ankündigung, Stoffgebiet und gemischten Anforderungsbereichen achtet, muss diese Struktur in den letzten Schulstufen vor der Reifeprüfung nicht mehr grundlegend ändern, sondern lediglich an höhere Ansprüche anpassen. Diese Kontinuität kommt vor allem jenen Schülerinnen und Schülern zugute, die mit Prüfungssituationen ohnehin unsicher umgehen, weil sich das Format der Schularbeit über die Schulstufen hinweg nicht ständig verändert.

Bausteine einer planbaren Schularbeit

  • Jahresüberblick der Schularbeitstermine vor Semesterbeginn mit anderen Unterrichtsgegenständen abstimmen.
  • Stoffgebiete so eng fassen, dass klar ist, was nicht geprüft wird.
  • Ankündigungsfrist von mindestens einer Woche als Minimum, nicht als Zielwert behandeln.
  • Anforderungsbereiche vor der Aufgabenerstellung bewusst mischen, nicht nachträglich prüfen.
  • Erwartungshorizont vor der Schularbeit schriftlich festlegen.
  • Korrekturzeitfenster fest einplanen, statt Korrekturen über Wochen zu verteilen.
  • Pufferzeiten für Ausfälle und Nachschularbeiten im Semesterkalender mitplanen.
  • Nach jeder Schularbeit kurz reflektieren, ob Stoffgebiet und Aufgabenmischung wie geplant funktioniert haben.

Diese Seite bündelt die organisatorischen Schritte einer Schularbeit von der Terminplanung bis zur Korrektur; die verlinkten Unterrichtsreihen liefern Stoffgebiete, die sich direkt in Aufgaben mit gemischten Anforderungsbereichen übersetzen lassen.

Häufige Fragen

Wie viele Schularbeiten schreibt eine Klasse pro Semester?

Das steht nicht in der LBVO, sondern im Fachlehrplan des jeweiligen Unterrichtsgegenstands. Die LBVO regelt nur den organisatorischen Rahmen: Ankündigung der Stoffgebiete mindestens eine Woche vorher, Terminbekanntgabe zu Semesterbeginn und höchstens eine Schularbeit pro Tag. Für die genaue Anzahl je Gegenstand und Schulstufe lohnt sich ein Blick in den entsprechenden, aktuell gültigen Fachlehrplan, da sie sich zwischen den Unterrichtsgegenständen und teils auch zwischen Schularten deutlich unterscheidet.

Muss das Stoffgebiet schriftlich angekündigt werden?

Die LBVO verlangt eine Ankündigung mindestens eine Woche vor der Schularbeit, legt die Form nicht im Detail fest. In der Praxis hat sich eine schriftliche Ankündigung bewährt, etwa auf einer Lernplattform oder als Aushang, weil sie im Streitfall nachvollziehbar bleibt und Schülerinnen und Schülern eine verlässliche Grundlage für die Vorbereitung gibt, anders als eine nur mündlich erwähnte Eingrenzung.

Was tun, wenn zwei Schularbeiten auf denselben Tag fallen?

Die LBVO schreibt vor, dass an einem Tag höchstens eine Schularbeit stattfindet. Fällt das trotzdem zusammen, etwa weil zwei Lehrkräfte ihre Termine nicht abgestimmt haben, muss einer der beiden Termine verschoben werden. Ein klassenweiter Terminüberblick, der zu Semesterbeginn gemeinsam angelegt wird, verhindert solche Kollisionen meist schon im Vorfeld.

Wie lässt sich die Korrekturzeit realistisch einschätzen?

Die Korrekturzeit hängt stark vom Aufgabenformat ab: offene Aufgaben mit Textproduktion oder Begründung brauchen deutlich mehr Zeit als geschlossene Formate. Wer die Aufgabenmischung schon bei der Erstellung mit der verfügbaren Korrekturzeit abgleicht und einen Erwartungshorizont vorab festlegt, vermeidet, dass die Korrektur sich über Wochen zieht und die Rückgabe unnötig verzögert wird.

Wie hängen Schularbeiten und Schulnachricht zusammen?

Schularbeitsnoten fließen laufend in die Gesamtbeurteilung ein, die sich am Ende des ersten Semesters in der Schulnachricht niederschlägt. Wer Schularbeitstermine so plant, dass vor der Schulnachricht ausreichend Ergebnisse vorliegen, kann Schülerinnen und Schülern eine differenziertere Einschätzung geben, statt sich auf eine einzelne, spät geschriebene Schularbeit stützen zu müssen.

Was passiert bei einer ausgefallenen Schularbeit?

Fällt eine Schularbeit aus, etwa durch Erkrankung der Lehrkraft, muss ein neuer Termin angesetzt werden, wobei die Ankündigungsfrist für das Stoffgebiet erneut gilt. Fehlt nur eine einzelne Schülerin oder ein einzelner Schüler, regelt die Schule üblicherweise eine Nachschularbeit zu einem späteren Zeitpunkt, die sich am selben Stoffgebiet orientiert wie der ursprüngliche Termin.