
Informatik Klasse 5/6 – Einführung ins Pflichtfach mit Programmierstudio und Projektauftrag
Acht Bausteine von Daten und Binärzahlen bis Algorithmen mit Programmierstudio.
Kanton Bern · Zyklus 2 und 3 · Lehrplan 21 · Medien und Informatik
Im Lehrplan 21 bildet Medien und Informatik einen eigenen Modullehrplan mit wenigen Lektionen. Für Lehrpersonen im deutschsprachigen Kantonsteil Bern heisst das: klug auswählen, ohne Geräteraum auskommen und von der Primarschule bis zur Sekundarstufe I aufbauen.
Der Lehrplan 21 gliedert Medien und Informatik in die Bereiche Medien, Informatik und Anwendungskompetenzen. Wie viele Lektionen dafür vorgesehen sind, legen die Kantone fest. Für Bern prüfen Sie die Lektionentafel Ihres Kantons. Ein Aufbau mit Abläufen und Codes in der Primarschule und mit Daten, KI und Verschlüsselung auf der Sekundarstufe I funktioniert auch mit wenig Gerätezeit.
Medien und Informatik ist im Lehrplan 21 ein Modullehrplan mit drei Bereichen: Medien, Informatik und Anwendungskompetenzen. Die Kantone setzen den Lehrplan in eigenen Versionen um und bestimmen die Lektionenzahl selbst. So hat Zürich eine Lektion in der 5. und 6. Klasse sowie in der 1. und 3. Sek, Basel-Stadt eine Lektion in der 5. und 6. Klasse. Das zeigt, wie unterschiedlich die Zuteilung ausfällt.
Für den deutschsprachigen Kantonsteil Bern lesen Sie deshalb die kantonale Lektionentafel und den kantonalen Lehrplan nach, bevor Sie die Jahresplanung festlegen. Wo das Modul in den Fächern aufgeht, wo es eigene Lektionen hat und wer es unterrichtet, ist an den Schulen verschieden. Klären Sie das im Team, damit keine Lücke bleibt und kein Thema doppelt vorkommt. Halten Sie die Absprache in einem kurzen Dokument fest, das auch Stellvertretungen finden.
In Zyklus 2 geht es um Grundideen der Informatik, die ohne Geräte beginnen. Die Reihe Informatik ohne Computer ist für die 2. bis 4. Klasse gedacht. Die Kinder beschreiben Wege eindeutig, nutzen Schleifen und Bedingungen, suchen Fehler und lernen Binärcodes kennen. Sie arbeiten mit Papier, Raster und Karten und brauchen keine Programmiersprache. Das Material lässt sich im Fachbereich oder im Ganztag nutzen.
Für die 5. und 6. Klasse folgt die Informatik-Einheit für Klasse 5/6. Sie führt von Daten und Binärzahlen über Algorithmen mit Schleifen, Bedingungen und Variablen bis zu Rechnern und Netzen. Im Programmierstudio legen die Kinder Ablaufkarten an und testen sie. Planen Sie pro Baustein eine Lektion und lassen Sie in der folgenden Woche die Fehler besprechen, bevor Sie weitergehen. So bleibt der Stoff zusammenhängend, auch wenn zwischen den Lektionen Ferien oder Ausfälle liegen.
Auf der Sekundarstufe I verschiebt sich der Schwerpunkt auf Fragen, die Jugendliche aus dem Alltag kennen. Die Reihe Wie lernt eine Maschine? erklärt mit Fallkarten, wie Trainingsdaten, Testdaten und Verzerrung zusammenhängen, und fragt nach Sprachmodellen, Erklärbarkeit und Verantwortung. Sie ist für Klasse 7 bis 9 gedacht und eine Einführung, keine Programmierschule und keine Produktschulung. Eine Fallkarte pro Gruppe genügt, die Klasse muss nur lesen, prüfen und begründen. Das passt zu einer einzelnen Lektion pro Woche.
Für die 9. Klasse, das letzte Jahr des Zyklus 3, eignet sich Netzwerke und Verschlüsselung, im Material als Klasse 9/10 ausgewiesen. Die Jugendlichen lesen Schaubilder zu IP, Routing und DNS und verschlüsseln mit Caesar und Vigenère von Hand. Danach ordnen sie symmetrische und asymmetrische Verfahren ein, die im Unterricht oft am Beispiel von RSA besprochen werden. Das Paket ist kein Kurs zur Netzwerkadministration und enthält keine Anleitung zum Eindringen in fremde Systeme.
Eine Lektion pro Woche und ein Geräteraum, der von mehreren Klassen geteilt wird: Das ist in vielen Schulen die Ausgangslage. Planen Sie deshalb Bausteine, die auf Papier funktionieren, und setzen Sie Geräte nur dort ein, wo sie einen Mehrwert bringen. Karten, Raster und Fallkarten lassen sich im Klassenzimmer ohne Vorbereitung verteilen. Drucken Sie Kartensätze einmal aus, laminieren Sie sie und legen Sie sie in beschrifteten Couverts ab, dann sind sie im nächsten Jahr sofort einsatzbereit.
Teilen Sie das Jahr in drei Blöcke. Im ersten Block steht ein Thema mit Praxis am Gerät, im zweiten ein Papierblock mit Fallkarten, im dritten ein Projekt. So wechseln sich Arbeitsformen ab, und kein Block hängt von der Verfügbarkeit des Geräteraums ab. Halten Sie die Projektzeit knapp und klar begrenzt, damit sie nicht zulasten der Grundlagen geht. Zeigen Sie den Kindern zu Beginn, wie das Ergebnis aussehen soll und welche Teile bewertet werden.
| Stufe | Schwerpunkt | Material |
|---|---|---|
| 2. bis 4. Klasse (Zyklus 1/2) | Abläufe, Schleifen, Binärcodes ohne Gerät | Informatik ohne Computer |
| 5. und 6. Klasse (Zyklus 2) | Daten, Algorithmen, Variablen, Netze | Informatik Klasse 5/6 |
| 7. bis 9. Klasse (Zyklus 3) | Trainingsdaten, Testdaten, Verzerrung | Wie lernt eine Maschine? |
| 9. Klasse (Zyklus 3) | IP, DNS, Caesar, Vigenère, asymmetrische Verfahren | Netzwerke und Verschlüsselung |
| Ergänzung | Binärsystem und digitale Bilder | Daten und Codierung |
Die Klassenangaben stammen aus den Materialien. Die Zuordnung zu Lektionen legt der Kanton fest.
Mit wenigen Lektionen lohnt sich eine Beurteilung, die auf kleinen Belegen beruht. Sammeln Sie pro Baustein ein Ergebnis: einen getesteten Ablauf, eine begründete Fallkarte, eine kurze Erklärung. Die Aufgaben zum selbstständigen Anwenden und die Projektaufträge in den Materialien liefern solche Belege. Eine kurze Lernkontrolle am Ende des Blocks ergänzt das Bild, ohne den Unterricht zu verdrängen. Planen Sie dafür höchstens eine halbe Lektion ein und besprechen Sie die Ergebnisse direkt am Tag darauf.
Legen Sie vorab fest, was Sie beurteilen, und teilen Sie die Kriterien mit. Typische Fehler sind vertauschte Reihenfolgen in Abläufen, verwechselte Stellen im Binärsystem und Aussagen über KI ohne Beleg. Besprechen Sie diese Fehler im Plenum und lassen Sie die Kinder ihre Lösung begründen. So wird die Beurteilung zur Rückmeldung für beide Seiten. Notieren Sie für das Gespräch mit Eltern zwei konkrete Beispiele pro Kind statt einer Gesamtbeurteilung.
Alle Materialien sind deutsche Materialien und in der Schweiz einsetzbar. Gleichen Sie Begriffe und Formate mit dem kantonalen Lehrplan und den eingesetzten Lehrmitteln ab. Die Materialien ersetzen kein Lehrmittel. Sie ergänzen es um Bausteine, die Sie kürzen oder erweitern können, und lassen sich mit dem Modullehrplan verbinden, ohne dessen Formulierungen zu übernehmen. Prüfen Sie ausserdem, welche Begriffe Ihre Schule verwendet, zum Beispiel für Abläufe und Programme.
Wer mehrere Themen aus einer Hand wünscht, findet in FachKomplett Informatik die Reihen gebündelt. Für die Planung über mehrere Jahre hilft ein gemeinsames Dokument im Team, in dem steht, welche Klasse welchen Baustein bearbeitet hat. Das verhindert Wiederholungen beim Übertritt in die Sekundarstufe I und erleichtert die Übergabe an die nächste Lehrperson. Gerade bei Klassenwechseln auf der Oberstufe spart das in den ersten Wochen viel Zeit.

Acht Bausteine von Daten und Binärzahlen bis Algorithmen mit Programmierstudio.

Trainingsdaten, Testdaten, Verzerrung und Sprachmodelle mit Fallkarten.

Netze, IP, DNS und Verschlüsselung von Caesar bis asymmetrisch.

Algorithmen, Schleifen und Binärcodes mit Papier, Raster und Karten.

Die Informatik-Reihen als Bündel für die Jahresplanung.

Binärsystem und digitale Bilder als Ergänzung zur Codierung.






Das Material ist passend zum Lehrstoff aufgebaut – und falls etwas doch nicht zu euren Vorgaben passt, greift die stifo-Garantie: Wir passen es individuell für euch an.
Sie melden sich innerhalb von 30 Tagen nach dem Kauf, die angepasste Fassung erhalten Sie innerhalb von 10 Werktagen, ohne Zusatzkosten.
Die Lektionenzahl legt der Kanton fest. Nachprüfen können Sie sie in der kantonalen Lektionentafel. Diese Seite nennt keine Berner Zahl.
Die Reihe ist für die 2. bis 4. Klasse gedacht. Die Kinder müssen keine Programmiersprache kennen.
Es sind deutsche Materialien, die Sie in der Schweiz einsetzen können. Gleichen Sie Begriffe und Formate mit dem kantonalen Lehrplan ab.
Nicht für die meisten Bausteine. Fallkarten und Handverschlüsselung funktionieren auf Papier. Geräte ergänzen Sie nach Bedarf.
Die Informatik-Einheit für Klasse 5/6. Sie startet bei Daten und Binärzahlen und führt zu Algorithmen.
Ja, für Klasse 9/10 mit Caesar, Vigenère und asymmetrischen Verfahren, ergänzt durch Schaubilder zu IP und DNS.