
Informatik Klasse 5/6 – Einführung ins Pflichtfach mit Programmierstudio und Projektauftrag
Acht Bausteine von Daten und Binärzahlen bis Netze und Gesellschaft.
Deutschschweiz · Zyklus 2 · Medien und Informatik, 5. und 6. Klasse
Sie unterrichten Medien und Informatik in der Primarschule und haben oft nur eine Lektion zur Verfügung. Diese Seite zeigt, wie Sie in dieser Zeit Codierung, Algorithmen ohne Computer, Werbung und Datenschutz unterbringen und welche Materialien dazu passen.
Medien und Informatik ist im Modullehrplan in Medien, Informatik und Anwendungskompetenzen gegliedert. Die Lektionenzahl legen die Kantone fest. In Zürich und Basel-Stadt ist es je eine Lektion in der 5. und 6. Klasse. Für diese knappe Zeit bewähren sich kurze Bausteine: Algorithmen mit Papier und Pfeilkarten, Codierung mit Binärzahlen und Pixeln, Werbung erkennen und persönliche Daten schützen. Alle drei Themen gelingen ohne Computerraum.
Der Modullehrplan Medien und Informatik trennt drei Bereiche: Medien, Informatik und Anwendungskompetenzen. Lektionen dafür legen die Kantone unterschiedlich fest. Im Kanton Zürich ist eine Lektion in der 5. und 6. Klasse vorgesehen, in Basel-Stadt ebenfalls eine Lektion in der 5. und 6. Klasse. Für andere Kantone fehlen uns gesicherte Angaben, prüfen Sie deshalb die Stundentafel Ihres Kantons. Der Lehrplan gilt in allen deutschsprachigen Kantonen in kantonalen Fassungen.
Für die Planung heisst das: Sie haben pro Semester nur wenige Termine mit der ganzen Klasse. Wählen Sie deshalb Themen, die sich in einer Lektion abschliessen lassen, und führen Sie Projekte nur dort ein, wo Sie mehrere Lektionen zusammenlegen können. Die folgenden Abschnitte sortieren das Material nach Aufwand und nach dem, was Sie mit der Klasse in einer Lektion erreichen. Das spart Vorbereitung und verhindert, dass Themen halb angefangen im nächsten Semester wieder von vorn beginnen.
Algorithmisches Denken lässt sich ohne Gerät üben. Die Kinder beschreiben einen Weg auf einem Raster so genau, dass jemand anderes ihn ausführen kann. Dann fassen sie Wiederholungen zu Schleifen zusammen und prüfen Bedingungen. Die Reihe Informatik ohne Computer arbeitet in acht Bausteinen mit Papier, Raster und Karten. Sie ist für die 2. bis 4. Klasse gedacht und hat 33 Seiten Lernmaterial und 13 Seiten Lehrmaterial.
In der 5. Klasse eignet sie sich als Einstieg für Gruppen ohne Vorerfahrung mit Abläufen, in der 6. Klasse als Wiederholung. Der Baustein Fehler finden ist besonders nützlich. Die Kinder prüfen einen Ablauf Schritt für Schritt und markieren die Stelle, an der er scheitert. Das ersetzt den Programmierraum nicht, legt aber das Denken dahinter. Planen Sie dafür zwei Lektionen ein: eine zum Legen und Vorlesen, eine zum Testen und Verbessern.
Codierung ist ein Thema, das die Kinder mit Stift und Karopapier erarbeiten. Sie zählen mit Nullen und Einsen, verstehen Stellenwerte und übersetzen Zeichen und Bildpunkte in Zahlen. Die Reihe Informatik Klasse 5/6 mit Programmierstudio beginnt mit genau diesen Grundlagen: Daten und Bedeutung, binäre Stellenwerte, Zeichen und Pixel. Danach folgen Algorithmen, Schleifen und Bedingungen, Variablen, Rechner und Netze sowie Informatik und Gesellschaft.
Das Paket hat 49 Seiten Lernmaterial und 25 Seiten Lehrmaterial mit Lösungen. Es ist als geschlossene Reihe gedacht, Sie können aber einzelne Bausteine herauslösen. Bei einer Lektion kommen die drei Bausteine zur Codierung als Block in Frage, die übrigen Bausteine planen Sie, wenn Ihr Kanton mehr Zeit gibt. Gleichen Sie die Auswahl mit Ihren Vorgaben ab. Die Studios bestehen aus Ablaufkarten, die die Kinder legen und testen, also prüfen, ob die Abfolge tut, was sie soll.
Kinder der 5. und 6. Klasse begegnen Werbung in Spielen, Videos und Chats. Sie lernen, Information und Werbung zu unterscheiden, erkennen Werbetricks und überlegen, welche Daten sie preisgeben. Das Paket Medienbildung: Werbung erkennen, Daten schützen behandelt diese Themen in acht Bausteinen mit Fallkarten. Es ist für die 3. und 4. Klasse konzipiert. Es lässt sich in der Primarschule auch später einsetzen, wenn Sie die Fälle auf Ihre Gruppe abstimmen.
Die Kinder üben mit Fallkarten, nicht an echten Konten oder Plattformen. Das ist praktisch, wenn Ihre Klasse sehr unterschiedlich ausgestattet ist: Manche Kinder nutzen Messenger täglich, andere gar nicht. Besprechen Sie vorab, wie Sie mit Erfahrungen aus dem Elternhaus umgehen, und halten Sie die Gespräche bei den Fällen statt bei den Personen. Ein Elternabend wird dadurch nicht ersetzt. Nach den Fällen schreiben die Kinder selbst eine kurze Regel für den eigenen Umgang.
| Thema | Material | Konzipiert für | Geräte nötig |
|---|---|---|---|
| Abläufe und Schleifen | Informatik ohne Computer | 2.–4. Klasse | nein |
| Binärzahlen und Pixel | Informatik Klasse 5/6 | 5. und 6. Klasse | nein |
| Algorithmen und Variablen | Informatik Klasse 5/6 | 5. und 6. Klasse | Programmierstudio mit Ablaufkarten |
| Werbung und Daten | Medienbildung Klasse 3/4 | 3. und 4. Klasse | nein, Fallkarten |
| Rechner und Netze | Informatik Klasse 5/6 | 5. und 6. Klasse | nein |
Klassenangaben beziehen sich auf die Pakete. Wählen Sie nach Vorwissen Ihrer Gruppe und Ihren kantonalen Vorgaben.
Mit einer einzigen Lektion Medien und Informatik kommen Sie schnell an Grenzen. Teilen Sie die Zeit in Blöcke: Eine Lektion für einen Baustein, jede dritte Lektion für Wiederholung und Lernkontrolle. Planen Sie die Kinder als Experten ein, die dem Partner einen Ablauf vorlesen oder einen Binärcode entschlüsseln. So üben sie Sprache und Denken zugleich und Sie müssen weniger erklären. Zeigen Sie zu Beginn jeder Lektion das Ziel in einem Satz.
Für einen Semesterplan genügen vier Bausteine: ein Baustein zu Abläufen, einer zur Codierung, einer zu Werbung und einer zu Daten. Beginnen Sie mit Abläufen, weil sie die Grundlage für alle weiteren Themen legen. Wenn Sie die Reihen kombinieren möchten, klärt die Seite zu Einzelreihen und FachKomplett die Unterschiede. Ein komplettes Fach finden Sie bei FachKomplett Informatik. Weitere Reihen für die Sekundarstufe finden Sie auf der Seite zu Medien und Informatik in Zyklus 3.
Die Beurteilung unterscheidet sich je nach Kanton. In Basel-Stadt etwa gelten Noten ab der 5. Klasse auf einer Skala von 1 bis 6, wobei Noten unter 4 ungenügend sind. In anderen Kantonen kann die Praxis abweichen. Klären Sie deshalb mit Ihrer Schulleitung, ob Medien und Informatik benotet oder mit einem Lernbericht beurteilt wird. Das ist wichtig, damit Eltern und Kinder die Rückmeldung einordnen können.
Unabhängig davon helfen kurze Lernkontrollen. Lassen Sie am Ende eines Bausteins eine Aufgabe lösen, die aus dem Alltag stammt, zum Beispiel einen Ablauf prüfen oder einen Werbetext einordnen. Achten Sie auf die Begründung der Kinder und nicht nur auf das Ergebnis. Notieren Sie, welche Schritte noch fehlen, und planen Sie diese in die nächste Lektion ein. Gute Rückmeldungen nennen einen konkreten nächsten Schritt.

Acht Bausteine von Daten und Binärzahlen bis Netze und Gesellschaft.

Algorithmen, Schleifen und Binärcodes mit Papier und Karten.

Werbung erkennen, Daten schützen, sicher im Netz.

Das ganze Fach als zusammenhängendes Paket planen.

Binärsystem und digitale Bilder für die Sekundarstufe I.

Datenschutz und Datensicherheit als Anschluss in Zyklus 3.






Das Material ist passend zum Lehrstoff aufgebaut – und falls etwas doch nicht zu euren Vorgaben passt, greift die stifo-Garantie: Wir passen es individuell für euch an.
Sie melden sich innerhalb von 30 Tagen nach dem Kauf, die angepasste Fassung erhalten Sie innerhalb von 10 Werktagen, ohne Zusatzkosten.
Das legen die Kantone fest. Zürich und Basel-Stadt nennen je eine Lektion in der 5. und 6. Klasse. Für andere Kantone prüfen Sie die Stundentafel.
Nein. Abläufe, Schleifen und Binärcodes lassen sich mit Papier und Karten erarbeiten.
Es sind deutsche Materialien, die Sie einsetzen können. Gleichen Sie Begriffe und Formate mit Ihren Vorgaben ab.
Für die 5. und 6. Klasse. Sie können Bausteine einzeln wählen, wenn Sie nur wenige Lektionen haben.
Die Fallkarten setzen keine eigene Nutzung voraus. Besprechen Sie Fälle, nicht Personen.
Das hängt vom Kanton ab. Klären Sie mit der Schulleitung, ob Noten oder ein Lernbericht vorgesehen sind.