Lektüre
Cicero: In Catilinam – Unterrichtsreihe Latein Sek II
Vier Doppelstunden zu Redesituation, sprachlicher Eskalation und Ethos, mit Erwartungshorizonten und einer Lernzielkontrolle über 100 Punkte.
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Latein Sek II · Cicero: In Catilinam
Wie sich Ciceros Reden gegen Catilina als politische Handlung statt als Musterrhetorik lesen lassen, welche Sprachmittel die Analyse trägt und mit welchen Materialien sich Übersetzung, Argumentationsanalyse und Bewertung in Klasse 10 bis 13 verbinden.
Ciceros Reden gegen Catilina lassen sich im Lateinunterricht der Sekundarstufe II, in der Regel Klasse 10 bis 13, als politische Handlung in offener Lage erschließen: Cicero verfügt zu Beginn über Verdachtsmomente statt über Beweise und muss eine unsichere Situation rhetorisch in eine eindeutige Krise verwandeln. Die Unterrichtsreihe Cicero: In Catilinam arbeitet an dieser Leitfrage und verbindet Übersetzungstraining mit Argumentationsanalyse: Redesituation, sprachliche Eskalation und Ciceros Ethos zwischen Amt und Eigeninteresse werden am Text belegt und zu einem begründeten Urteil zusammengeführt. Vier Doppelstunden mit Erwartungshorizonten nach den Anforderungsbereichen I bis III, eine Lernzielkontrolle über 100 Punkte und ergänzende Reihen zu Rhetorik, Konjunktiv und Übersetzungsmethodik liefern das Material für eine vollständige Sequenz. Die Materialien sind nicht ministeriell geprüft, zugelassen oder empfohlen.
Ciceros erste Rede gegen Catilina beginnt mit einem Angriff, der nicht argumentiert, sondern zunächst überwältigt. Anrede, Frageketten und Wiederholung erzeugen eine Situation, in der Widerspruch schwer wird, bevor überhaupt Beweise vorliegen. Das macht den Text zu einem Musterbeispiel dafür, dass Rhetorik kein Schmuck, sondern eine Handlung mit Folgen ist, und liefert zugleich die zweite Ebene der Lektüre: die Verfassungsfrage, wo der Ausnahmezustand beginnt und mit welchen Argumenten Cicero selbst ihn rechtfertigt.
Für die Reihenplanung genügen zwei bis drei gut gewählte Passagen aus der ersten Rede, ergänzt um eine kurze Gegenüberstellung mit einer späteren Selbstdarstellung Ciceros. Die Unterrichtsreihe arbeitet mit genau dieser Reduktion und verbindet erschlossene Textabschnitte mit Interpretationsaufgaben, die auf den Zusammenhang von Redemittel und Wirkung zielen.
Stilmittel zu benennen ist der leichte Teil der Arbeit. Schwierig wird es, wenn Lernende erklären sollen, was ein Mittel an dieser Stelle leistet. Bewährt hat sich ein dreispaltiges Raster: Befund im lateinischen Text, deutsche Wiedergabe, Wirkungsbeschreibung in einem vollständigen Satz, wobei nur die dritte Spalte in die Bewertung eingeht. Die Reihe zu Stilmitteln, Rhetorik und Metrik trainiert Figuren nicht isoliert, sondern an kurzen Kontexten, die sich direkt auf Cicero übertragen lassen.
Sprachlich fordert Cicero vor allem beim Konjunktiv, bei Partizipialkonstruktionen und bei langen Perioden. Eine Passage mit dichten Konjunktiven wird zum Anlass, Modi und Nebensatzfunktionen gezielt zu wiederholen, statt Grammatik in einem separaten Block vorwegzunehmen.
Lektüre
Vier Doppelstunden zu Redesituation, sprachlicher Eskalation und Ethos, mit Erwartungshorizonten und einer Lernzielkontrolle über 100 Punkte.
Textanalyse
Liefert das Begriffsinventar, um Ciceros Redetechnik als Wirkung statt als bloße Bezeichnung zu beschreiben.
Grammatik
Sichert den Konjunktiv in Nebensätzen, der in Ciceros Perioden Bedingung, Absicht und indirekte Rede trägt.
Ciceros Wortschatz zu Politik, Verfahren und Amt unterscheidet sich deutlich vom militärischen Vokabular Caesars. Ein knapper thematischer Wortschatzblock zu Senat, Konsulat und Verschwörung vor der ersten Textstelle spart in der Lektüre selbst Zeit, weil dann die Analyse und nicht die Vokabelsuche im Vordergrund steht. Die Reihe zu Übersetzungsstrategien trägt diesen Aufbau, indem sie Erschließungsschritte vor die Interpretation stellt.
Wer Cicero mit weiteren Prosa-Autoren bündeln möchte, findet im Sparpaket Lektüre Prosa Cicero neben Caesar und Seneca; für die grammatische Vorbereitung steht das Sparpaket Grammatik bereit.
Methode
Systematisches Training von Erschließungsschritten, bevor die Klasse mit Ciceros dichteren Perioden arbeitet.
Sparpaket
Bündelt Cicero mit Caesar und Seneca zu einer Prosa-Lektürefolge für die Klassen 9 bis 13.
Sparpaket
Frischt Kasuslehre, Satzglieder und Konjunktiv in drei aufeinander abgestimmten Reihen vor der Lektüre auf.
Über die Bildkacheln erreichen Sie weitere Reihen aus dem Lateinbereich: Grammatikbausteine zur Auffrischung, die Kulturreihe zum römischen Alltag als politischer Hintergrund sowie die übrigen Lektüreautoren der Sekundarstufe II.
Kasus & Satzglieder
AcI & Ablativ
Alltag im antiken Rom
Caesar, De bello Gallico
Ovid, Metamorphosen
Seneca, Epistulae morales
Die Arbeitsblätter der Reihe sind auf die drei Anforderungsbereiche verteilt: Anforderungsbereich I sichert Wortschatz und Formen, Anforderungsbereich II verlangt Übersetzung und Stilmittelanalyse, Anforderungsbereich III fordert ein begründetes Urteil zum Verhältnis von Republikschutz und Machtstrategie. Die Lernzielkontrolle über 100 Punkte trägt dieselbe Abstufung: Teil A Grundlagen mit 20 Punkten, Teil B Übersetzung und Analyse mit 50 Punkten, Teil C Interpretation und Urteil mit 30 Punkten. Fünf Erwartungshorizonte weisen anerkannte Übersetzungsvarianten aus und lassen sich an Ihre Fachschaftsvorgaben anpassen.
Für heterogene Lerngruppen verändern Wortlisten, Satzgrenzen und Modellanfänge die Zugänglichkeit, nicht das fachliche Niveau. Erweiterungsaufträge verlangen Variantenvergleich, stilistische Präzision oder ein begründetes Gegenurteil. Welche Operatoren und Prüfungsformate im Abitur verbindlich sind, regelt der Abitur-Erlass des jeweiligen Bundeslands.
| Baustein | Klassenstufe | Fokus | Einsatzschwerpunkt |
|---|---|---|---|
| Cicero: In Catilinam | Klasse 10 bis 13 | Rhetorik, Ethos, Krisennarrativ | Grund- und Leistungskurs, Abiturvorbereitung |
| Stilmittel, Rhetorik und Metrik | Klasse 9 bis 13 | Figuren und ihre Wirkung | Terminologie für die Redeanalyse |
| Tempora, Modi und Konjunktiv | Klasse 8 bis 11 | Konjunktiv in Nebensätzen | Vorbereitung auf lange Perioden |
| Texte übersetzen und interpretieren | Klasse 7 bis 11 | Übersetzungsmethodik | Systematisches Training unabhängig vom Text |
| Sparpaket Lektüre Prosa | Klasse 9 bis 13 | Caesar, Cicero, Seneca | Halbjahresplanung Prosa-Lektüre |
| Sparpaket Grammatik | Klasse 6 bis 11 | Kasus, Satzlehre, Konjunktiv | Auffrischung vor der Lektürephase |
Alle Reihen liegen als DOCX und PPTX vor, sind vollständig editierbar und lassen sich an die im Kurs eingeführte Schulausgabe anpassen, da die Aufgaben ausgabenunabhängig formuliert sind. Für den Einsatz genügen Kopien oder eine Projektionsmöglichkeit für die Präsentation.
Für Klausurbewertung, Wortschatzarbeit und die Einordnung in die Sek-II-Lektüre finden Sie vertiefende Hinweise in den folgenden Beiträgen und auf den bestehenden Lateinseiten.
Die Reihe richtet sich an Klasse 10 bis 13 und passt in Grund- und Leistungskurse ebenso wie in die Vorbereitung auf schriftliche und mündliche Abiturprüfungen.
Grundkenntnisse in Formenlehre und Syntax sowie erste Erfahrung mit Originallektüre. Der diagnostische Einstieg jeder Doppelstunde macht Lücken beim Konjunktiv sichtbar.
Sie umfasst 100 Punkte: Teil A Grundlagen mit 20 Punkten, Teil B Übersetzung und Analyse mit 50 Punkten, Teil C Interpretation und Urteil mit 30 Punkten, dazu Musterlösung und Korrekturbogen.
Nein. Die Reihe orientiert sich an gängigen Kompetenzbereichen der Lateindidaktik. Welche Operatoren im Abitur verbindlich sind, regelt der Abitur-Erlass Ihres Bundeslands; die Materialien sind nicht ministeriell geprüft, zugelassen oder empfohlen.
Das Sparpaket Latein Lektüre Prosa bündelt Cicero mit Caesar und Seneca zu einer Halbjahresfolge und kostet weniger als die drei Einzelreihen zusammen.
Die Einzellizenz zu 24,99 € gilt für eine Lehrkraft, die Schullizenz zu 124,99 € für die Nutzung durch das gesamte Kollegium einer Schule.