Latein-Grammatik unterrichten: Kasus, Konstruktionen und Konjunktiv

Latein · Grammatik & Sprachkompetenz · Klasse 6–11

Formenlehre und Syntax systematisch aufbauen: von der Funktion der Kasus über die satzwertigen Konstruktionen bis zu Tempus, Modus und consecutio temporum. Vier fertige Unterrichtsreihen mit je vier Doppelstunden, Arbeitsblättern und Lernzielkontrolle.

4Unterrichtsreihen
Kl. 6–11Sek I und Sek II
8 × 45 Min.pro Reihe
DOCX + PPTXeditierbar

Kurz gesagt: Lateinische Grammatik wird dann dauerhaft verfügbar, wenn Formenlehre und Syntax nicht nebeneinanderstehen, sondern aufeinander aufbauen. Zuerst klären die Lernenden, welche Funktion ein Kasus im Satz übernimmt und wie Kongruenz die Zusammengehörigkeit von Wörtern anzeigt. Danach erschließen sie die satzwertigen Konstruktionen AcI, Participium coniunctum und Ablativus absolutus als verdichtete Nebensätze. Zuletzt ordnen sie Tempus, Modus und consecutio temporum in Haupt- und Nebensätzen ein. Die vier Reihen auf dieser Seite bilden genau diesen Aufbau ab und liefern für jede Stufe vier Doppelstunden, fünf Arbeitsblätter mit Erwartungshorizonten und eine Lernzielkontrolle über 100 Punkte.

Was Grammatikunterricht im Latein der Klassen 6 bis 11 leisten muss

Grammatik ist im Lateinunterricht das Werkzeug, mit dem Lernende einen Satz überhaupt erst aufschließen. Wer eine Form bestimmen kann, hat damit noch nicht verstanden, welche Rolle sie im Satz spielt. Genau dort entstehen die typischen Hürden: Ein Akkusativ wird erkannt, aber nicht als Objekt, als Subjektsakkusativ im AcI oder als Richtungsangabe gedeutet; ein Konjunktiv wird bestimmt, aber nicht als Ausdruck von Absicht, Folge oder indirekter Frage gelesen. Der Unterricht gewinnt, wenn die Funktionsfrage vor der Formentabelle steht.

Der zweite Punkt betrifft die Progression. Zwischen Klasse 6 und Klasse 11 verschiebt sich der Schwerpunkt von der gesicherten Formenkenntnis zur selbstständigen Analyse längerer Perioden: In der Lehrbuchphase werden Satzglieder bestimmt und Kongruenzsignale ausgewertet, in der Übergangsphase kommen die satzwertigen Konstruktionen hinzu, in der Lektürephase müssen Modus und Zeitverhältnis in verschachtelten Sätzen erkannt werden. Die Reihen dieser Seite decken diese drei Etappen ab und lassen sich einzeln oder als Folge einsetzen.

Unterrichtsreihen zur lateinischen Formenlehre und Syntax

Jede der folgenden Reihen ist als abgeschlossene Einheit über vier Doppelstunden angelegt und enthält Lerntexte für die Hand der Schülerinnen und Schüler, fachliche Hintergrundtexte für die Lehrkraft, Arbeitsblätter mit Erwartungshorizonten, eine Lernzielkontrolle sowie eine Präsentation für den Unterrichtsverlauf.

Wie Sie die Reihen im Unterricht einsetzen

Jede Reihe ist in vier Doppelstunden gegliedert, also in acht Unterrichtsstunden zu 45 Minuten. Eine Doppelstunde folgt dabei einem wiederkehrenden Ablauf: Einstieg über ein Beispiel aus dem lateinischen Satzmaterial, Erarbeitung des Phänomens anhand des Lerntextes, gelenkte Übungsphase über die Arbeitsblätter und eine Sicherung, in der die Lernenden das Erschließungsverfahren in eigenen Worten formulieren. Die Präsentation mit 16 Folien begleitet diesen Ablauf.

Die drei Lehrkrafttexte je Reihe liefern den fachlichen Hintergrund für die Vorbereitung und benennen typische Fehlerquellen, sodass sich vorab entscheiden lässt, wo eine zusätzliche Übungsschleife sinnvoll ist. Da alle Dateien als DOCX und PPTX vorliegen, können Sie Beispielsätze durch Material aus Ihrem eingeführten Lehrbuch ersetzen oder die Reihenfolge der Arbeitsblätter anpassen. Das Glossar mit Methodenkarte eignet sich als Hefteintrag und als Nachschlagehilfe.

Welche Reihe passt zu welcher Klassenstufe?

Stufe Passende Reihe Schwerpunkt
Klasse 6–8 Kasus, Kongruenz und Satzglieder Kasusfunktionen bestimmen, Kongruenz auswerten, Satzglieder benennen
Klasse 7–11 Lateinische Texte übersetzen und interpretieren Satzanalyse, Wörterbucharbeit, begründete Übersetzungsentscheidungen
Klasse 8–10 AcI, Participium coniunctum und Ablativus absolutus Satzwertige Konstruktionen erkennen und im Deutschen wiedergeben
Klasse 8–11 Tempora, Modi und Konjunktiv Tempussystem, Konjunktivfunktionen, consecutio temporum

Differenzierung und Leistungsbewertung

Die fünf Arbeitsblätter jeder Reihe sind im Anforderungsniveau gestuft: Der Einstieg arbeitet mit vorstrukturierten Aufgaben, bei denen Formen zugeordnet oder Satzglieder markiert werden, die mittleren Blätter verlangen eigenständige Bestimmung und Wiedergabe, das abschließende Blatt fordert eine begründete Entscheidung an einem längeren Satz. Zu jedem Arbeitsblatt liegt ein Erwartungshorizont vor, der die Teilleistungen benennt. Dadurch lassen sich Aufgaben gezielt weglassen oder ergänzen.

Für die Leistungsmessung enthält jede Reihe eine Lernzielkontrolle über 100 Punkte, die den drei Anforderungsbereichen mit 20, 50 und 30 Punkten zugeordnet ist. Der erste Block prüft Reproduktion, etwa das Bestimmen von Formen und Konstruktionen. Der zweite Block verlangt Anwendung an unbekannten Sätzen. Der dritte Block zielt auf Transfer und Begründung, etwa den Vergleich zweier möglicher Übersetzungen. Ein Bewertungsbogen ordnet die Teilleistungen den Punktbereichen zu und macht die Rückmeldung nachvollziehbar. Die Punkteverteilung können Sie im DOCX an Ihre Bewertungsvorgaben anpassen.

Lehrplanbezug

Die Reihen orientieren sich an den Kompetenzbereichen, die in den Lehrplänen der Länder für das Fach Latein üblicherweise unterschieden werden: Sprachkompetenz, Textkompetenz und Kulturkompetenz. Formenlehre, Satzgliedbestimmung, satzwertige Konstruktionen sowie Tempus- und Modusgebrauch gehören dabei zur Sprachkompetenz und bilden die Voraussetzung für die Textarbeit. Rahmenwerke wie der Kernlehrplan Latein in Nordrhein-Westfalen, der LehrplanPLUS in Bayern oder der Bildungsplan in Baden-Württemberg beschreiben diese Bereiche jeweils mit eigener Terminologie und eigener zeitlicher Verteilung.

Weil Lehrpläne, Stundentafeln und Lehrwerke von Land zu Land abweichen, prüfen Sie bitte vor dem Einsatz, an welcher Stelle Ihres schulinternen Curriculums die jeweilige Reihe steht und welche Formen dort bereits eingeführt sind. Die editierbaren Dateien erlauben es, Beispielsätze und Vokabelvoraussetzungen anzugleichen.

Was in jeder Reihe enthalten ist

  • 4 DoppelstundenAcht Unterrichtsstunden zu 45 Minuten mit ausgearbeitetem Verlauf.
  • 3 Lerntexte und 3 LehrkrafttexteSchülermaterial und fachlicher Hintergrund für die Vorbereitung.
  • 5 ArbeitsblätterGestuft im Anforderungsniveau, jeweils mit Erwartungshorizont.
  • Lernzielkontrolle über 100 PunkteAufgeteilt auf die Anforderungsbereiche mit 20, 50 und 30 Punkten.
  • Bewertungsbogen und GlossarGlossar mit Methodenkarte für Hefteintrag und Nachschlagen.
  • Präsentation mit 16 FolienDOCX und PPTX editierbar, digitaler Sofort-Download.

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Häufige Fragen zur Latein-Grammatik im Unterricht

In welcher Reihenfolge sollte lateinische Grammatik aufgebaut werden?

Sinnvoll ist ein Aufbau von der Funktion zur Form und vom Einzelwort zum Satzgefüge: zuerst die Kasusfunktionen und die Kongruenz als Zuordnungssignal, dann die Satzgliedbestimmung, anschließend die satzwertigen Konstruktionen AcI, Participium coniunctum und Ablativus absolutus und zuletzt Tempus, Modus und consecutio temporum. Die vier Reihen dieser Seite folgen dieser Abfolge.

Was ist der Unterschied zwischen Participium coniunctum und Ablativus absolutus?

Beim Participium coniunctum ist das Partizip auf ein Wort bezogen, das im übergeordneten Satz eine Satzgliedfunktion hat. Beim Ablativus absolutus steht die Wortgruppe im Ablativ und ist syntaktisch vom übrigen Satz gelöst, hat also kein Bezugswort im Satz. In beiden Fällen entscheidet das Zeitverhältnis des Partizips darüber, ob im Deutschen Vorzeitigkeit oder Gleichzeitigkeit wiedergegeben wird.

Wofür brauchen Lernende die consecutio temporum?

Die consecutio temporum beschreibt, welches Tempus der Konjunktiv im Nebensatz annimmt, abhängig vom Tempus des übergeordneten Satzes und vom Zeitverhältnis. Sie hilft den Lernenden, in verschachtelten Sätzen zu erkennen, ob ein Vorgang gleichzeitig, vorzeitig oder nachzeitig zum Hauptsatz gedacht ist, und dadurch das Satzgefüge korrekt zu übersetzen.

Für welche Klassenstufen eignet sich das Material?

Die Reihen decken Klasse 6 bis Klasse 11 ab: Kasus, Kongruenz und Satzglieder für die Klassen 6 bis 8, AcI, Participium coniunctum und Ablativus absolutus für die Klassen 8 bis 10, Tempora, Modi und Konjunktiv für die Klassen 8 bis 11 und die Übersetzungsreihe für die Klassen 7 bis 11.

Wie viele Unterrichtsstunden umfasst eine Reihe?

Jede Reihe ist auf vier Doppelstunden ausgelegt, also auf acht Unterrichtsstunden zu 45 Minuten. Da alle Dateien editierbar sind, lassen sich Phasen kürzen oder um eigene Übungen erweitern.

Welche Dateiformate erhalten Sie und wie ist die Lizenz geregelt?

Sie erhalten die Texte und Arbeitsblätter als DOCX und die Präsentation als PPTX, jeweils editierbar und als digitalen Sofort-Download. Die Einzellizenz für eine Lehrkraft kostet 24,99 Euro, die Schullizenz für das gesamte Kollegium 124,99 Euro.