Unterrichtsmaterial · direkt einsetzbar
📘 Latein Lektüre Sek II – Caesar, Cicero, Ovid, Seneca & Vergil
Unterrichtsmaterial für die lateinische Lektürephase in der Sekundarstufe II. Die Reihen erschließen Caesars De bello Gallico, Ciceros In Catilinam, Ovids Metamorphosen, Senecas Epistulae morales und Vergils Aeneis jeweils mit Übersetzung, Interpretation und historisch-politischer Einordnung. Jede Reihe umfasst vier Doppelstunden mit Verlaufsplänen, Arbeitsblättern, Lösungen, Lernzielkontrolle und Präsentation als editierbare DOCX- und PPTX-Datei.
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Unterrichtsmaterial
Caesar: De bello Gallico – Unterrichtsreihe Latein Klasse 9–11
Caesar: De bello Gallico – Unterrichtsreihe Latein Klasse 9–11 umfasst 4 Doppelstunden mit insgesamt 8 × 45 Minuten Unterrichtszeit. Enthalten sind 3 Hintergrundtexte für die Lehrkraft, 3 Lerntexte für Lernende mit Merksatz und Mini-Check, 5 Arbeitsblätter mit Aufgaben auf den Anforderungsbereichen I bis III, 5 Erwartungshorizonte mit Bewertungshinweisen, eine Lernzielkontrolle über 100 Punkte mit Musterlösung, ein Korrektur- und Bewertungsbogen, ein Glossar mit Methodenkarte sowie eine Präsentation mit 16 Folien. Alle Bestandteile liegen als DOCX und PPTX vor und sind vollständig editierbar.
Darum geht es in der Unterrichtsreihe
Caesars Bericht über den Gallischen Krieg gilt als Musterbeispiel nüchterner Prosa, und genau darin liegt seine Wirkung. Wer in der dritten Person über sich selbst schreibt, Gallien in einem einzigen Satz ordnet und Krieg als Reaktion darstellt, trifft Entscheidungen, die nicht als Deutung auftreten, sondern als Bericht. Die Reihe behandelt Selbstdarstellung, das Verhältnis von Römern und Galliern, Kriegslegitimation und Leserlenkung als zusammenhängenden Gegenstand und trennt den sprachlichen Befund von der Interpretation.
Leitend ist die Frage: Wie erzeugt Caesars scheinbar sachlicher Bericht politische Deutungsmacht? Sie wird in jeder Doppelstunde aufgegriffen, damit die Teilkompetenzen in eine begründete Gesamtdeutung münden. Jede Doppelstunde beginnt mit einem diagnostischen Impuls, entwickelt eine Methode im lauten Vordenken der Lehrkraft und endet mit einem Exit Ticket: ein sicherer Befund, eine begründete Entscheidung, eine offene Frage. Gearbeitet wird an Textankern aus De bello Gallico und an didaktisch erstellten Vergleichssätzen.
Das erhalten Sie
4 ausgearbeitete Doppelstunden mit Verlaufsplanung im Minutenraster und Diagnosespalte
3 Hintergrundtexte für die Lehrkraft zur didaktischen Rahmung und zu typischen Stolperstellen
3 Lerntexte für Lernende, jeweils mit Merksatz und Mini-Check zur Selbstkontrolle
5 Arbeitsblätter mit Aufgaben auf den Anforderungsbereichen I, II und III
5 Erwartungshorizonte mit Bewertungshinweisen und anerkannten Lösungsvarianten
Lernzielkontrolle über 100 Punkte: Teil A Grundlagen 20 Punkte, Teil B Analyse und Übersetzung 50 Punkte, Teil C Interpretation und Urteil 30 Punkte
Musterlösung in Stichpunkten, geordnet nach Anforderungsbereichen
Korrektur- und Bewertungsbogen mit Punkteverteilung auf die Teilbereiche A1 bis C2
Glossar mit Methodenkarte zu commentarius, Ethnographie und Kriegslegitimation
Präsentation mit 16 Folien für die Modellierungs- und Sicherungsphasen
Hilfekarten sowie Erweiterungsaufträge für leistungsstärkere Lernende
Inhalte und fachliche Schwerpunkte
Proömium und Ordnung Galliens: Der Eingang des Werks wird als ordnender Zugriff gelesen, der Räume, Völker und Grenzen erst festlegt.
Fremdbilder und Vergleich: Ethnographische Passagen werden auf Zuschreibungen, Wertungen und implizite Maßstäbe hin untersucht.
Kriegsanlass und Notwendigkeitsrhetorik: Sprachliche Muster, die militärisches Handeln als Schutz, Reaktion oder Zwang rahmen.
Caesars Selbstbild bewerten: Die Befunde werden zu einem begründeten Urteil über Anspruch und Grenzen der Darstellung zusammengeführt.
Der commentarius als Berichtsform, deren sachlicher Gestus Auswahl und Deutung nicht ausschließt
Die Wirkung der Selbstnennung in der dritten Person auf die Glaubwürdigkeit des Berichts
Caesarische Syntax: Perioden, Partizipialkonstruktionen, ablativus absolutus und indirekte Rede
Vom wörtlichen Verständnis zur angemessenen deutschen Übersetzung historischer Prosa
Quellenkritik: Was der Text zeigt, was er auslässt und wer nicht zu Wort kommt
Kompetenzen und Lernziele
Fachbegriffe: Die Lernenden definieren zentrale Begriffe der Textsorte und Rhetorik und wenden sie in wechselnden Kontexten an.
Analyse: Sie erschließen Struktur und Argumentation methodisch geordnet und trennen gesicherte Beobachtung und Vermutung.
Übersetzung: Sie erstellen genaue und angemessene Übersetzungen und begründen ihre Entscheidungen am Wortlaut.
Urteil: Sie vergleichen Deutungsvarianten, benennen eine Gegenposition und formulieren eine differenzierte Antwort auf die Leitfrage.
Unterrichtlicher Einsatz und zeitlicher Umfang
Die Reihe ist auf 4 Doppelstunden zu je 90 Minuten ausgelegt, also auf 8 Unterrichtsstunden zu 45 Minuten. Die Verlaufsplanung ist im Minutenraster ausgewiesen, sodass Sie Phasen kürzen, tauschen oder auf Einzelstunden verteilen können. Jede Doppelstunde folgt derselben Struktur aus diagnostischem Einstieg, Modellierung, gelenkter Anwendung, Vertiefung, Sicherung und Exit Ticket. Sie eignet sich als Einstieg in die Caesar-Lektüre wie als vertiefendes Modul. Legen Sie die in Ihrer Lerngruppe verwendete Schulausgabe bereit und gleichen Sie die Zeilenzählung mit den Textankern ab, da diese je nach Ausgabe abweicht.
Differenzierung und Leistungsbewertung
Alle Lernenden bearbeiten denselben fachlichen Kern. Die Unterstützung verändert die Zugänglichkeit, nicht das Anspruchsniveau: Wortlisten, markierte Satzgrenzen, Leitfragen und Modellanfänge dienen als Gerüst. Erweiterungsaufträge verlangen Variantenvergleich, Quellenkritik oder ein begründetes Gegenurteil. Für die Bewertung liegen die Lernzielkontrolle über 100 Punkte, eine stichpunktartige Musterlösung und ein Korrektur- und Bewertungsbogen bei, der die Punkte auf Grundbestimmungen, Zusammenfassung, Vorgehen, Übersetzung, Wirkungsanalyse, These und Gegenposition verteilt. Die Erwartungshorizonte weisen aus, welche Übersetzungsvarianten anerkannt werden.
Zielgruppe und geeignete Schulformen
Die Reihe richtet sich an Lehrkräfte, die Latein in den Klassen 9 bis 11 unterrichten, und eignet sich für Gymnasium, Gesamtschule und berufliche Gymnasien mit Lateinangebot. Vorausgesetzt werden gefestigte Kenntnisse in Formenlehre und Satzgliedanalyse sowie erste Erfahrungen mit Partizipialkonstruktionen. Damit passt sie in den Übergang zur Originallektüre und in die Einführungsphase der Oberstufe.
Dateiformate und Bearbeitung
Sie erhalten die Reihe als DOCX und PPTX. Beide öffnen sich in Microsoft Office, LibreOffice und Google Slides. Aufgaben, Bewertungsraster, Punktzahlen und Folien sind editierbar und lassen sich an Lehrwerk, Schulausgabe und Lerngruppe anpassen. Die Materialien eignen sich für Ausdruck und digitale Ausgabe.
Häufige Fragen
Wie viele Unterrichtsstunden deckt die Reihe ab?4 Doppelstunden, also 8 Schulstunden zu 45 Minuten, mit Minutenplanung je Phase.
Welche Textausgabe wird benötigt?Die Reihe ist ausgabenunabhängig. Arbeiten Sie mit der in Ihrer Lerngruppe eingeführten Schulausgabe und gleichen Sie die Zeilenzählung ab.
Ist eine Lernzielkontrolle enthalten?Ja, eine Lernzielkontrolle über 100 Punkte mit Teil A (20 Punkte), Teil B (50 Punkte) und Teil C (30 Punkte), dazu Musterlösung und Bewertungsbogen.
Kann ich die Materialien verändern?Ja. DOCX und PPTX sind vollständig editierbar, einschließlich Aufgaben, Punkteverteilung und Folien.
Wie wird differenziert?Über Hilfekarten, Wortlisten, markierte Satzgrenzen und Modellanfänge auf der einen sowie Erweiterungsaufträge mit Variantenvergleich auf der anderen Seite.
Welche Lizenz benötige ich?Die Einzellizenz gilt für eine Lehrkraft, die Schullizenz für den Einsatz durch das Kollegium einer Schule.
Weitere Reihen aus dem Lateinbereich
Latein Grammatik und Sprachkompetenz · Latein Textarbeit, Stil und römische Kultur · Latein Lektüre Sek II
Unterrichtsmaterial
Seneca: Epistulae morales – Unterrichtsreihe Latein Sek II
Die Unterrichtsreihe Seneca: Epistulae morales – Stoische Philosophie und Lebenspraxis umfasst vier Doppelstunden mit 8 x 45 Minuten für die Klassen 10 bis 13. Enthalten sind drei Hintergrundtexte für die Lehrkraft, drei Lerntexte für Lernende mit Merksatz und Mini-Check, fünf Arbeitsblätter mit Aufgaben auf den Anforderungsbereichen I bis III, fünf Erwartungshorizonte mit Bewertungshinweisen, eine Lernzielkontrolle über 100 Punkte mit Musterlösung sowie Korrektur- und Bewertungsbogen, ein Glossar mit Methodenkarte und eine Präsentation mit 16 Folien. Alle Dateien liegen als DOCX und PPTX vor und sind vollständig editierbar.
Darum geht es in der Unterrichtsreihe
Senecas Briefe an Lucilius sind Philosophie in der zweiten Person: Sie argumentieren, aber sie sprechen zugleich jemanden an, fordern eine Antwort und verlangen eine Prüfung des eigenen Verhaltens. Genau diese Doppelstruktur macht sie sprachlich und gedanklich anspruchsvoll. Die Leitfrage der Reihe lautet: Wie verbindet Seneca philosophische Argumentation mit persönlicher Ansprache und praktischer Selbstprüfung?
Die Lernenden arbeiten an drei Schwerpunkten: Philosophie als adressierte Praxis, Paradox und Imperativ als sprachliche Mittel sowie Aktualisierung ohne Verkürzung auf Ratgeberformeln. Sie untersuchen, wie Seneca Zeit, Besitz, Tod und Freundschaft argumentativ ordnet, und prüfen, wo die Briefe eine These belegen und wo sie mit Appell und Bild arbeiten. Jede Doppelstunde beginnt mit einem diagnostischen Impuls, entwickelt eine überschaubare Methode und endet mit einem kurzen Lernprodukt im Exit Ticket.
Das erhalten Sie
Vier Doppelstunden mit Phasenraster, Zeitangaben und Materialzuordnung
Didaktische Rahmung mit Diagnoseinstrumenten und Differenzierungsprinzip
Drei Hintergrundtexte für die Lehrkraft zu Adressierung, Paradox und Aktualisierung
Drei Lerntexte für Lernende, jeweils mit Merksatz und Mini-Check zur Selbstprüfung
Fünf Arbeitsblätter mit Aufgaben auf den Anforderungsbereichen I bis III
Fünf Erwartungshorizonte mit Bewertungshinweisen zu jedem Arbeitsblatt
Lernzielkontrolle über 100 Punkte: Teil A Grundlagen 20 Punkte, Teil B Analyse und Übersetzung 50 Punkte, Teil C Interpretation und Urteil 30 Punkte
Musterlösung in Stichpunkten zur Lernzielkontrolle
Korrektur- und Bewertungsbogen
Glossar mit Methodenkarte für Analyse und Übersetzung
Präsentation mit 16 Folien für Einstieg und Sicherung
Hilfekarten und Erweiterungsaufträge für heterogene Lerngruppen
Inhalte und fachliche Schwerpunkte
Brief 1: Zeit zurückgewinnen: Umgang mit Zeit als Prüfstein stoischer Lebensführung
Äußere Güter und innere Freiheit: Besitz, Status und die Frage nach dem, was in unserer Macht steht
Tod, Übung und Perspektivwechsel: Todesbetrachtung als Argument und als Praxis
Stoische Lebenskunst kritisch prüfen: Reichweite und Grenzen der stoischen Position begründet beurteilen
Grundbegriffe der Stoa: virtus, ratio, das Unterscheiden von Eigenem und Fremdem
Briefform, Anrede und Selbstprüfung als philosophisches Verfahren
Paradox, Imperativ, Sentenz und Bild in ihrer argumentativen Funktion
Übersetzungsentscheidungen begründen und Varianten vergleichen
Freundschaft und Selbstbestimmung im gesellschaftlichen Kontext der Kaiserzeit
Kompetenzen und Lernziele
Sprachkompetenz: Die Lernenden übersetzen ausgewählte Passagen der verwendeten Schulausgabe und begründen ihre Wortwahl an Syntax und Kontext.
Textkompetenz: Sie rekonstruieren Argumentationsschritte, unterscheiden Begründung von Appell und belegen ihre Befunde am Text.
Kulturkompetenz: Sie erläutern stoische Grundbegriffe und ordnen Senecas Position in ihren historischen Zusammenhang ein.
Urteilskompetenz: Sie prüfen die Tragfähigkeit stoischer Ratschlüsse und formulieren eine differenzierte Antwort auf die Leitfrage.
Unterrichtlicher Einsatz und zeitlicher Umfang
Die Reihe deckt vier Doppelstunden mit 8 x 45 Minuten ab und lässt sich in Einzelstunden aufteilen, da jede Phase im Raster eine eigene Zeitangabe trägt. Sie eignet sich als geschlossene Lektüresequenz zur römischen Philosophie oder als Baustein in einer größeren Einheit zu Ethik und Lebensführung. Ein Lerntext mit Arbeitsblatt funktioniert auch als Vertretungsstunde. Für die Textarbeit legen Sie die in Ihrem Kurs eingeführte Schulausgabe bereit und gleichen die Zeilenzählung mit den Aufgaben ab.
Differenzierung und Leistungsbewertung
Alle Lernenden bearbeiten denselben fachlichen Kern. Unterstützung verändert die Zugänglichkeit, nicht das Anspruchsniveau: Wortlisten, Satzgrenzen, Leitfragen, Modellanfänge und reduzierte Materialmengen dienen als Gerüst. Erweiterungsaufträge verlangen Variantenvergleich, stilistische Präzision, Quellenkritik oder ein begründetes Gegenurteil. Für die Bewertung stehen fünf Erwartungshorizonte sowie die Lernzielkontrolle mit Musterlösung und Korrekturbogen bereit; die Punkteverteilung ist ausgewiesen und an Ihre Fachschaftsvorgaben anpassbar.
Zielgruppe und geeignete Schulformen
Die Reihe richtet sich an Lehrkräfte für Latein in den Klassen 10 bis 13 am Gymnasium und an Gesamtschulen mit gymnasialer Oberstufe. Sie passt in Grund- und Leistungskurse ebenso wie in eine philosophisch akzentuierte Lektürephase und eignet sich zur Vorbereitung auf schriftliche und mündliche Abiturprüfungen, ohne an einen bestimmten Erlass gebunden zu sein.
Dateiformate und Bearbeitung
Sie erhalten das gesamte Reihenmaterial als DOCX-Datei und die Präsentation als PPTX-Datei. Beide Formate lassen sich in Microsoft Office, LibreOffice und vergleichbaren Programmen vollständig bearbeiten: Aufgaben kürzen, Texte austauschen, eigene Beispiele ergänzen, Layout an Ihr Schullogo anpassen. Die Materialien eignen sich für den Ausdruck wie für die Bereitstellung über Lernplattformen.
Häufige Fragen
Welche Textausgabe wird benötigt?Die Reihe arbeitet mit der in Ihrem Kurs eingeführten Schulausgabe. Die Aufgaben sind so formuliert, dass Sie Passagen und Zeilenzählung Ihrer Ausgabe eintragen können.
Sind Vorkenntnisse in Philosophie nötig?Nein. Die Lehrkrafttexte und das Glossar führen die stoischen Grundbegriffe so ein, dass sie ohne Philosophieunterricht tragfähig sind.
Wird der Umgang mit dem Thema Tod berücksichtigt?Doppelstunde 3 behandelt die Todesbetrachtung als philosophisches Argument. Die Aufgaben bleiben auf der Textebene und verlangen keine persönlichen Offenlegungen.
Sind Lösungen enthalten?Zu allen fünf Arbeitsblättern liegen Erwartungshorizonte mit Bewertungshinweisen vor, zur Lernzielkontrolle eine Musterlösung in Stichpunkten.
Wie ist die Lernzielkontrolle aufgebaut?Sie umfasst 100 Punkte: Teil A prüft Grundlagen mit 20 Punkten, Teil B Analyse und Übersetzung mit 50 Punkten, Teil C Interpretation und Urteil mit 30 Punkten.
Wird Seneca als Ratgeberautor gelesen?Nein. Doppelstunde 4 prüft ausdrücklich, wo die Aktualisierung trägt und wo sie den Text auf Selbsthilfeformeln verkürzt.
Darf ich die Dateien im Kollegium weitergeben?Die Einzellizenz gilt für eine Lehrkraft. Für mehrere Lehrkräfte einer Schule steht die Schullizenz bereit.
Weitere Reihen aus dem Lateinbereich
Latein Grammatik und Sprachkompetenz · Latein Textarbeit, Stil und römische Kultur · Latein Lektüre Sek II
Unterrichtsmaterial
Ovid: Metamorphosen – Unterrichtsreihe Latein Klasse 9–13
Die Unterrichtsreihe Ovid: Metamorphosen – Mythos, Erzähltechnik und Rezeption umfasst vier Doppelstunden mit 8 x 45 Minuten für die Klassen 9 bis 13. Enthalten sind drei Hintergrundtexte für die Lehrkraft, drei Lerntexte für Lernende mit Merksatz und Mini-Check, fünf Arbeitsblätter mit Aufgaben auf den Anforderungsbereichen I bis III, fünf Erwartungshorizonte mit Bewertungshinweisen, eine Lernzielkontrolle über 100 Punkte mit Musterlösung sowie Korrektur- und Bewertungsbogen, ein Glossar mit Methodenkarte und eine Präsentation mit 16 Folien. Alle Dateien liegen als DOCX und PPTX vor und sind vollständig editierbar.
Darum geht es in der Unterrichtsreihe
Ovids Metamorphosen werden im Unterricht oft als Sammlung schöner Mythen gelesen. Die Reihe nimmt die Verwandlung stattdessen als Denkfigur ernst: Wer verwandelt wird, verliert Sprache, Gestalt oder Handlungsmacht, und der Text hält genau diesen Moment fest. Daraus ergibt sich die Leitfrage: Wie macht Ovid Verwandlung zum Erzählmodell für Identität, Gewalt, Begehren und Erinnerung?
Die Lernenden arbeiten an drei Schwerpunkten: Verwandlung als narrative Denkfigur, Perspektive und Machtasymmetrie sowie Rezeption zwischen Fortschreibung und Kritik. Sie untersuchen, wessen Sicht der Text übernimmt und wessen er auslässt, beschreiben Götterbilder ohne moralische Kurzschlüsse und prüfen spätere Bearbeitungen als eigenständige Deutungen. Jede Doppelstunde beginnt mit einem diagnostischen Impuls, entwickelt eine überschaubare Methode und endet mit einem kurzen Lernprodukt im Exit Ticket.
Das erhalten Sie
Vier Doppelstunden mit Phasenraster, Zeitangaben und Materialzuordnung
Didaktische Rahmung mit Diagnoseinstrumenten und Differenzierungsprinzip
Drei Hintergrundtexte für die Lehrkraft zu Erzählmodell, Perspektive und Rezeption
Drei Lerntexte für Lernende, jeweils mit Merksatz und Mini-Check zur Selbstprüfung
Fünf Arbeitsblätter mit Aufgaben auf den Anforderungsbereichen I bis III
Fünf Erwartungshorizonte mit Bewertungshinweisen zu jedem Arbeitsblatt
Lernzielkontrolle über 100 Punkte: Teil A Grundlagen 20 Punkte, Teil B Analyse und Übersetzung 50 Punkte, Teil C Interpretation und Urteil 30 Punkte
Musterlösung in Stichpunkten zur Lernzielkontrolle
Korrektur- und Bewertungsbogen
Glossar mit Methodenkarte für Analyse und Übersetzung
Präsentation mit 16 Folien für Einstieg und Sicherung
Hilfekarten und Erweiterungsaufträge für heterogene Lerngruppen
Inhalte und fachliche Schwerpunkte
Proömium und Poetik der Verwandlung: Programm, Erzählhaltung und der Anspruch eines fortlaufenden Gedichts
Daphne: Begehren, Flucht und Stimme: Verfolgung, Verlust der Sprache und die Deutung des Lorbeers
Narziss oder Pygmalion: Blick und Projektion: zwei Wahlmöglichkeiten zum Verhältnis von Sehen, Bild und Begehren
Rezeption als neue Deutung: spätere Bearbeitungen vergleichen und ihre Akzentverschiebungen begründen
Erzähltechnik: Tempo, Perspektivwechsel und Verknüpfung der Episoden
Götterbilder und Machtverhältnisse in den ausgewählten Mythen
Hexameter und Stilmittel in ihrer Wirkung auf die Textstelle
Übersetzungsentscheidungen begründen und Varianten vergleichen
Rezeptionsgeschichte in Literatur und bildender Kunst als Deutungsangebot
Kompetenzen und Lernziele
Sprachkompetenz: Die Lernenden übersetzen ausgewählte Passagen der verwendeten Schulausgabe und begründen ihre Wortwahl an Syntax und Kontext.
Textkompetenz: Sie analysieren Erzählstruktur, Perspektive und Stilmittel und belegen ihre Befunde am Text.
Kulturkompetenz: Sie erläutern mythologische Zusammenhänge und ordnen Götterbilder in ihren literarischen Kontext ein.
Urteilskompetenz: Sie vergleichen Deutungen und Rezeptionszeugnisse und formulieren eine differenzierte Antwort auf die Leitfrage.
Unterrichtlicher Einsatz und zeitlicher Umfang
Die Reihe deckt vier Doppelstunden mit 8 x 45 Minuten ab und lässt sich in Einzelstunden aufteilen, da jede Phase im Raster eine eigene Zeitangabe trägt. In Klasse 9 und 10 eignet sie sich als Übergangslektüre nach der Spracherwerbsphase, in der Oberstufe als Lektüresequenz mit stärkerem Gewicht auf Interpretation. Ein Lerntext mit Arbeitsblatt funktioniert auch als Vertretungsstunde. Für die Textarbeit legen Sie die in Ihrem Kurs eingeführte Schulausgabe bereit und gleichen die Zeilenzählung mit den Aufgaben ab.
Differenzierung und Leistungsbewertung
Alle Lernenden bearbeiten denselben fachlichen Kern. Unterstützung verändert die Zugänglichkeit, nicht das Anspruchsniveau: Wortlisten, Satzgrenzen, Leitfragen, Modellanfänge und reduzierte Materialmengen dienen als Gerüst. Erweiterungsaufträge verlangen Variantenvergleich, stilistische Präzision, Quellenkritik oder ein begründetes Gegenurteil. Für die Bewertung stehen fünf Erwartungshorizonte sowie die Lernzielkontrolle mit Musterlösung und Korrekturbogen bereit; die Punkteverteilung ist ausgewiesen und an Ihre Fachschaftsvorgaben anpassbar.
Zielgruppe und geeignete Schulformen
Die Reihe richtet sich an Lehrkräfte für Latein in den Klassen 9 bis 13 am Gymnasium und an Gesamtschulen mit gymnasialer Oberstufe. Sie lässt sich sowohl in der ersten Originallektüre als auch in Grund- und Leistungskursen einsetzen und eignet sich zur Vorbereitung auf Abiturprüfungen, ohne an einen bestimmten Erlass gebunden zu sein.
Dateiformate und Bearbeitung
Sie erhalten das gesamte Reihenmaterial als DOCX-Datei und die Präsentation als PPTX-Datei. Beide Formate lassen sich in Microsoft Office, LibreOffice und vergleichbaren Programmen vollständig bearbeiten: Aufgaben kürzen, Texte austauschen, eigene Beispiele ergänzen, Layout an Ihr Schullogo anpassen. Die Materialien eignen sich für den Ausdruck wie für die Bereitstellung über Lernplattformen.
Häufige Fragen
Welche Textausgabe wird benötigt?Die Reihe arbeitet mit der in Ihrem Kurs eingeführten Schulausgabe. Die Aufgaben sind so formuliert, dass Sie Passagen und Zeilenzählung Ihrer Ausgabe eintragen können.
Ist die Reihe schon in Klasse 9 einsetzbar?Ja. Mit Hilfekarten, Wortlisten und markierten Satzgrenzen ist der Einstieg in die Originallektüre möglich; die Erweiterungsaufträge halten das Niveau für die Oberstufe offen.
Muss ich Narziss und Pygmalion beide behandeln?Nein. Doppelstunde 3 ist als Wahlmöglichkeit angelegt; beide Episoden führen zum selben methodischen Ziel.
Sind Lösungen enthalten?Zu allen fünf Arbeitsblättern liegen Erwartungshorizonte mit Bewertungshinweisen vor, zur Lernzielkontrolle eine Musterlösung in Stichpunkten.
Wie ist die Lernzielkontrolle aufgebaut?Sie umfasst 100 Punkte: Teil A prüft Grundlagen mit 20 Punkten, Teil B Analyse und Übersetzung mit 50 Punkten, Teil C Interpretation und Urteil mit 30 Punkten.
Wird Metrik vorausgesetzt?Grundkenntnisse zum Hexameter sind hilfreich. Das Glossar mit Methodenkarte fasst die nötigen Begriffe zusammen.
Darf ich die Dateien im Kollegium weitergeben?Die Einzellizenz gilt für eine Lehrkraft. Für mehrere Lehrkräfte einer Schule steht die Schullizenz bereit.
Weitere Reihen aus dem Lateinbereich
Latein Grammatik und Sprachkompetenz · Latein Textarbeit, Stil und römische Kultur · Latein Lektüre Sek II
Unterrichtsmaterial
Cicero: In Catilinam – Unterrichtsreihe Latein Sek II
Die Unterrichtsreihe Cicero: In Catilinam – Rhetorik und Krise der Republik umfasst vier Doppelstunden mit 8 x 45 Minuten für die Klassen 10 bis 13. Enthalten sind drei Hintergrundtexte für die Lehrkraft, drei Lerntexte für Lernende mit Merksatz und Mini-Check, fünf Arbeitsblätter mit Aufgaben auf den Anforderungsbereichen I bis III, fünf Erwartungshorizonte mit Bewertungshinweisen, eine Lernzielkontrolle über 100 Punkte mit Musterlösung sowie Korrektur- und Bewertungsbogen, ein Glossar mit Methodenkarte und eine Präsentation mit 16 Folien. Alle Dateien liegen als DOCX und PPTX vor und sind vollständig editierbar.
Darum geht es in der Unterrichtsreihe
Ciceros Reden gegen Catilina gehören zu den bekanntesten Texten der lateinischen Lektüre und werden im Unterricht häufig als Musterbeispiel gelungener Rhetorik gelesen. Diese Reihe behandelt die Rede als politische Handlung in offener Lage: Cicero verfügt zu Beginn nicht über gesicherte Beweise, sondern über Verdachtsmomente, Gerüchte und ein Amt, das er verteidigen muss. Die Leitfrage lautet daher: Wie verwandelt Cicero eine politisch unsichere Lage in eine rhetorisch scheinbar eindeutige Krise?
Von dieser Frage aus arbeiten die Lernenden an Redesituation und Mehrfachadressierung, an sprachlicher Eskalation und an Ciceros Ethos zwischen Amt und Eigeninteresse. Sie beschreiben Stilmittel nicht als Etiketten, sondern als Entscheidungen mit Wirkung, und prüfen, welche Deutung ein Befund trägt. Jede Doppelstunde beginnt mit einem diagnostischen Impuls, entwickelt eine überschaubare Methode und endet mit einem kurzen Lernprodukt im Exit Ticket. So münden Teilkompetenzen in eine begründete Gesamtdeutung statt in eine Sammlung isolierter Beobachtungen.
Das erhalten Sie
Vier Doppelstunden mit Phasenraster, Zeitangaben und Materialzuordnung
Didaktische Rahmung mit Diagnoseinstrumenten und Differenzierungsprinzip
Drei Hintergrundtexte für die Lehrkraft zu Redesituation, sprachlicher Eskalation und Ethos
Drei Lerntexte für Lernende, jeweils mit Merksatz und Mini-Check zur Selbstprüfung
Fünf Arbeitsblätter mit Aufgaben auf den Anforderungsbereichen I bis III
Fünf Erwartungshorizonte mit Bewertungshinweisen zu jedem Arbeitsblatt
Lernzielkontrolle über 100 Punkte: Teil A Grundlagen 20 Punkte, Teil B Analyse und Übersetzung 50 Punkte, Teil C Interpretation und Urteil 30 Punkte
Musterlösung in Stichpunkten zur Lernzielkontrolle
Korrektur- und Bewertungsbogen
Glossar mit Methodenkarte für Analyse und Übersetzung
Präsentation mit 16 Folien für Einstieg und Sicherung
Hilfekarten und Erweiterungsaufträge für die Arbeit in heterogenen Lerngruppen
Inhalte und fachliche Schwerpunkte
Krise, Adressaten und Redesituation: Wer sitzt im Senat, wer hört mit, und wie prägt diese Konstellation die Rede
Eröffnung als rhetorischer Angriff: Apostrophe, rhetorische Frage und Steigerung als Mittel der Zuspitzung
Ethos und Selbstinszenierung: Wie Cicero Glaubwürdigkeit aufbaut und das eigene Handeln als notwendig darstellt
Republikschutz oder Machtstrategie: begründetes Urteil zum Verhältnis von Staatswohl und Eigeninteresse
Politische Rede als Handlung in einer konkreten historischen Lage
Stilmittel funktional beschreiben und ihre Wirkung am Text belegen
Krisennarrativ und Feindbild als rhetorische Konstruktionen
Übersetzungsentscheidungen begründen und Varianten vergleichen
Die späte römische Republik als Rahmen für Ciceros Argumentation
Kompetenzen und Lernziele
Sprachkompetenz: Die Lernenden übersetzen ausgewählte Passagen der verwendeten Schulausgabe und begründen ihre Wortwahl an Syntax und Kontext.
Textkompetenz: Sie analysieren Aufbau, Stilmittel und Adressatenbezug und trennen sichere Befunde von Vermutungen.
Kulturkompetenz: Sie ordnen die Rede in die politische Ordnung der späten Republik ein und erläutern die Rolle des Konsulats.
Urteilskompetenz: Sie formulieren eine differenzierte Antwort auf die Leitfrage und prüfen Gegenargumente am Text.
Unterrichtlicher Einsatz und zeitlicher Umfang
Die Reihe deckt vier Doppelstunden mit 8 x 45 Minuten ab. Sie lässt sich in dieser Abfolge unterrichten oder in Einzelstunden aufteilen, da jede Phase im Raster eine eigene Zeitangabe trägt. Einzelne Bausteine funktionieren auch unabhängig: Ein Lerntext mit Arbeitsblatt eignet sich als Vertretungsstunde, die Lernzielkontrolle als Abschluss einer eigenen Lektüresequenz. Für die Textarbeit legen Sie die in Ihrem Kurs eingeführte Schulausgabe bereit und gleichen die Zeilenzählung mit den Aufgaben ab.
Differenzierung und Leistungsbewertung
Alle Lernenden bearbeiten denselben fachlichen Kern. Unterstützung verändert die Zugänglichkeit, nicht das Anspruchsniveau: Wortlisten, Satzgrenzen, Leitfragen, Modellanfänge und reduzierte Materialmengen dienen als Gerüst. Erweiterungsaufträge verlangen Variantenvergleich, stilistische Präzision, Quellenkritik oder ein begründetes Gegenurteil. Für die Bewertung stehen fünf Erwartungshorizonte sowie die Lernzielkontrolle mit Musterlösung und Korrekturbogen bereit; die Punkteverteilung ist ausgewiesen und an Ihre Fachschaftsvorgaben anpassbar.
Zielgruppe und geeignete Schulformen
Die Reihe richtet sich an Lehrkräfte für Latein in den Klassen 10 bis 13 am Gymnasium und an Gesamtschulen mit gymnasialer Oberstufe. Sie passt in die Übergangs- und Lektürephase ebenso wie in Grund- und Leistungskurse und eignet sich zur Vorbereitung auf schriftliche und mündliche Abiturprüfungen, ohne an einen bestimmten Erlass gebunden zu sein.
Dateiformate und Bearbeitung
Sie erhalten das gesamte Reihenmaterial als DOCX-Datei und die Präsentation als PPTX-Datei. Beide Formate lassen sich in Microsoft Office, LibreOffice und vergleichbaren Programmen vollständig bearbeiten: Aufgaben kürzen, Texte austauschen, eigene Beispiele ergänzen, Layout an Ihr Schullogo anpassen. Die Materialien eignen sich für den Ausdruck wie für die Bereitstellung über Lernplattformen.
Häufige Fragen
Welche Textausgabe wird benötigt?Die Reihe arbeitet mit der in Ihrem Kurs eingeführten Schulausgabe. Die Aufgaben sind so formuliert, dass Sie Passagen und Zeilenzählung Ihrer Ausgabe eintragen können.
Wie viel Vorwissen setzen die Materialien voraus?Erwartet werden Grundkenntnisse in Formenlehre und Syntax sowie erste Erfahrung mit Originallektüre. Der diagnostische Einstieg jeder Doppelstunde macht Lücken sichtbar.
Kann ich die Reihe kürzen?Ja. Die Doppelstunden 1 bis 3 bilden den Kern, Doppelstunde 4 vertieft das Urteil. Auch einzelne Arbeitsblätter lassen sich isoliert einsetzen.
Sind Lösungen enthalten?Zu allen fünf Arbeitsblättern liegen Erwartungshorizonte mit Bewertungshinweisen vor, zur Lernzielkontrolle eine Musterlösung in Stichpunkten.
Wie ist die Lernzielkontrolle aufgebaut?Sie umfasst 100 Punkte: Teil A prüft Grundlagen mit 20 Punkten, Teil B Analyse und Übersetzung mit 50 Punkten, Teil C Interpretation und Urteil mit 30 Punkten.
Eignet sich das Material für die Abiturvorbereitung?Die Aufgabenformate und das Anforderungsniveau orientieren sich an der Oberstufenarbeit. Eine Bindung an einen bestimmten Abitur-Erlass besteht nicht.
Darf ich die Dateien im Kollegium weitergeben?Die Einzellizenz gilt für eine Lehrkraft. Für mehrere Lehrkräfte einer Schule steht die Schullizenz bereit.
Weitere Reihen aus dem Lateinbereich
Latein Grammatik und Sprachkompetenz · Latein Textarbeit, Stil und römische Kultur · Latein Lektüre Sek II
Unterrichtsmaterial
Vergil: Aeneis – Unterrichtsreihe Latein Sek II
Vergil: Aeneis – Heldentum, Schicksal und augusteische Herrschaft ist eine vollständig ausgearbeitete Unterrichtsreihe für den Lateinunterricht der Sekundarstufe II. Sie umfasst vier Doppelstunden mit insgesamt 8 × 45 Minuten und enthält drei Lehrkrafttexte, drei Lerntexte mit Merksatz und Mini-Check, fünf Arbeitsblätter auf den Anforderungsbereichen I bis III, fünf Erwartungshorizonte, eine Lernzielkontrolle über 100 Punkte mit Musterlösung, einen Korrektur- und Bewertungsbogen, ein Glossar mit Methodenkarte sowie eine Präsentation mit 16 Folien. Alle Materialien liegen als DOCX und PPTX vor und sind vollständig editierbar.
Darum geht es in der Unterrichtsreihe
Die Aeneis gilt als römisches Nationalepos und widersetzt sich zugleich einer eindeutigen Lesart. Aeneas handelt aus pietas, folgt dem fatum und schafft die Voraussetzung für Rom – der Weg dorthin ist jedoch von Verlusten gesäumt: das brennende Troja, die verlorenen Gefährten, Dido, am Ende Turnus. Genau diese Spannung macht den Text für die Oberstufe ergiebig. Die Reihe führt Ihre Lerngruppe deshalb von der genauen sprachlichen Arbeit am lateinischen Wortlaut über die Analyse epischer Verfahren bis zur politischen Deutung des Epos in augusteischer Zeit.
Als roter Faden dient eine Leitfrage, die in jeder Doppelstunde neu aufgerufen wird: Bestätigt die Aeneis augusteische Herrschaft, oder macht sie auch die Kosten römischer Sendung sichtbar? Die Lernenden sammeln schrittweise Beobachtungen am Text, prüfen sie gegeneinander und formulieren am Ende ein eigenes, belegtes Urteil. Dabei bleibt konsequent getrennt, was Befund und was Deutung ist. Fachbegriffe wie pietas, fatum, furor und epische Teleologie werden nicht nur benannt, sondern an konkreten Textstellen in ihrer Funktion nachgewiesen.
Das erhalten Sie
Vier ausgearbeitete Doppelstunden mit Verlaufsplanung im Minutenraster, Phasenbeschreibung und Materialzuordnung
Drei Lehrkrafttexte zur fachlichen Orientierung, unter anderem zu Proömium und teleologischer Ordnung
Drei Lerntexte für die Hand der Lernenden, jeweils mit Merksatz und Mini-Check zur Selbstkontrolle
Fünf Arbeitsblätter mit Aufgaben auf den Anforderungsbereichen I bis III
Fünf Erwartungshorizonte mit ausformulierten Lösungshinweisen
Lernzielkontrolle über 100 Punkte in drei Teilen (20 / 50 / 30 Punkte) mit Musterlösung in Stichpunkten
Korrektur- und Bewertungsbogen mit Punkteraster für die Bereiche A1 bis C2
Glossar der zentralen Begriffe mit Methodenkarte für die Textarbeit
Präsentation mit 16 Folien für Beamer, Whiteboard oder digitale Ausgabe
Diagnosebausteine: 5-Minuten-Check, Begründungscheck, Sprachcheck und Selbsteinschätzung
Hilfekarten und Erweiterungsaufträge für die Binnendifferenzierung
Exit Tickets zur Sicherung am Ende jeder Doppelstunde
Inhalte und fachliche Schwerpunkte
Proömium: Programm des Epos – Die Lernenden erschließen die Eröffnungsverse, bestimmen zentrale Formen und zeigen, wie das Proömium Handlung, Erzählziel und römische Perspektive vorwegnimmt.
pietas, fatum und Handlungsspielraum – Im Zentrum steht die Frage, wie viel eigene Entscheidung dem Helden bleibt, wenn sein Weg durch das fatum vorgezeichnet ist.
Dido: Liebe, Macht und Verlust – Die Dido-Episode wird als Konflikt zwischen furor und Sendung gelesen und in ihrer erzählerischen Funktion für das Gesamtepos bestimmt.
Augustusdeutung und epische Ambivalenz – Die Lernenden prüfen die politische Lesart des Epos und arbeiten heraus, wo der Text die Kosten der römischen Ordnung sichtbar macht.
Epische Teleologie: die Ausrichtung früher Ereignisse auf Roms spätere Größe und die augusteische Gegenwart
Wertbegriffe der römischen Kultur, vor allem pietas, und ihre Bindung an konkrete Handlungen
fatum und furor als gegenläufige Kräfte der Handlungsführung
Übersetzungsentscheidungen und Variantenvergleich als begründbare Deutungsakte
Historischer Kontext: das Epos zwischen Herrschaftslegitimation und literarischer Vieldeutigkeit
Kompetenzen und Lernziele
Fachbegriffe sichern: Die Lernenden definieren zentrale Begriffe des Epos und wenden sie funktional auf konkrete Textstellen an, statt sie nur zu etikettieren.
Text methodisch analysieren: Sie erschließen lateinische Passagen in geordneten Schritten, trennen sichere Befunde von Vermutungen und dokumentieren ihr Vorgehen.
Entscheidungen begründen: Sie belegen Übersetzungs- und Deutungsentscheidungen am Wortlaut und machen die zugrunde liegenden Kriterien sichtbar.
Varianten vergleichen: Sie prüfen mehrere Lösungen, diagnostizieren Fehler und überarbeiten eigene Ergebnisse anhand eines offengelegten Kriteriums.
Eigenständig urteilen: Sie formulieren eine differenzierte Antwort auf die Leitfrage, stützen sie auf mindestens zwei Beobachtungen und berücksichtigen eine Gegenposition.
Unterrichtlicher Einsatz und zeitlicher Umfang
Die Reihe ist auf vier Doppelstunden angelegt und deckt damit 8 × 45 Minuten ab. Jede Doppelstunde folgt einer erprobten Struktur: diagnostischer Einstieg ohne Vorentlastung, explizite Modellierung eines Analyseschritts durch die Lehrkraft, gelenkte Partnerarbeit mit festen Rollen, Vertiefung in Kleingruppen, gemeinsame Sicherung und ein individuelles Exit Ticket. Die Verlaufspläne sind mit Zeitangaben, Phasen und Materialhinweisen versehen, sodass Sie ohne zusätzliche Planung starten können. Ebenso lassen sich einzelne Doppelstunden herauslösen, etwa als Einstieg in die Lektürephase, als Wiederholung vor einer Klausur oder als Vertretungsmaterial. Benötigt werden lediglich die üblichen Unterrichtsmittel: Wörterbuch oder digitales Lexikon, Textmarker in drei Farben und liniertes Papier. Arbeiten Sie mit einer bestimmten Schulausgabe, gleichen Sie vorab die Zeilenzählung ab.
Differenzierung und Leistungsbewertung
Alle Lernenden bearbeiten denselben fachlichen Kern. Unterstützung verändert die Zugänglichkeit, nicht das Anspruchsniveau: Wortlisten, markierte Satzgrenzen, Leitfragen, Modellanfänge und reduzierte Materialmengen dienen als Gerüst und können bei Bedarf verdeckt ausgelegt werden. Erweiterungsaufträge verlangen dagegen Variantenvergleich, stilistische Präzision, Quellenkritik oder ein begründetes Gegenurteil. Für die Leistungsmessung enthält die Reihe eine Lernzielkontrolle über 100 Punkte, gegliedert in Teil A (Grundbestimmungen und Zusammenfassung, 20 Punkte), Teil B (Struktur, Übersetzung beziehungsweise begründete Deutung sowie Funktions- und Wirkungsanalyse, 50 Punkte) und Teil C (Interpretation und Urteil zur Leitfrage, 30 Punkte). Musterlösung, Erwartungshorizonte und ein Korrektur- und Bewertungsbogen mit ausgewiesenen Teilpunkten machen die Korrektur nachvollziehbar und beschleunigen sie spürbar.
Zielgruppe und geeignete Schulformen
Die Reihe richtet sich an Lateinlehrkräfte in den Klassen 10 bis 13. Sie passt an Gymnasien, Gesamtschulen mit gymnasialer Oberstufe, Beruflichen Gymnasien und an Kollegs sowie in der Erwachsenenbildung. Vorausgesetzt wird eine abgeschlossene Spracherwerbsphase; die Reihe eignet sich sowohl für den Einstieg in die Vergil-Lektüre als auch für die Wiederholung vor dem Abitur. Auch Referendarinnen und Referendare können die ausgearbeiteten Verlaufspläne als Grundlage für eigene Unterrichtsentwürfe nutzen.
Dateiformate und Bearbeitung
Sie erhalten die Materialien als DOCX-Datei und die Präsentation als PPTX-Datei. Beide Formate lassen sich in Microsoft Word und PowerPoint sowie in kompatiblen Programmen wie LibreOffice oder Google Docs öffnen und vollständig bearbeiten. Sie können Aufgaben kürzen, ergänzen, umstellen oder an Ihre Schulausgabe anpassen, Kopfzeilen mit Ihrem Schullogo versehen und einzelne Seiten für den Ausdruck oder die digitale Bereitstellung auswählen. Die Schülerseiten sind bewusst schlicht gestaltet, damit sie sich sauber ausdrucken und in Lernplattformen einbinden lassen.
Häufige Fragen
Setzt die Reihe eine bestimmte Textausgabe voraus?Nein. Die Arbeitsblätter arbeiten mit abgedruckten Textankern und Analyseaufträgen. Wenn Sie eine Schulausgabe verwenden, gleichen Sie die Zeilenzählung vor dem Einsatz einmalig ab.
Wie viel Lateinkenntnis brauchen die Lernenden?Die Reihe setzt eine abgeschlossene Spracherwerbsphase voraus. Wortlisten und Hilfekarten fangen Lücken ab, ohne das Anspruchsniveau der Aufgaben zu senken.
Kann ich einzelne Doppelstunden separat einsetzen?Ja. Jede Doppelstunde ist in sich abgeschlossen und endet mit einem eigenen Lernprodukt. Der volle Kompetenzzuwachs entsteht jedoch im Durchgang durch alle vier Einheiten.
Gibt es Lösungen zu allen Aufgaben?Ja. Zu den Arbeitsblättern liegen fünf Erwartungshorizonte vor, zur Lernzielkontrolle eine Musterlösung in Stichpunkten sowie ein Bewertungsbogen mit Punkteverteilung.
Eignet sich das Material für digitalen Unterricht?Ja. Die DOCX-Seiten lassen sich als Datei bereitstellen oder in eine Lernplattform einbinden, die PPTX-Präsentation können Sie im Präsenz- wie im Distanzunterricht zeigen.
Welche Lizenz ist die richtige für mich?Die Einzellizenz gilt für eine Lehrkraft und deren eigene Lerngruppen. Die Schullizenz erlaubt die Nutzung durch alle Lehrkräfte einer Schule.
Wie schnell erhalte ich die Dateien?Der Download steht Ihnen unmittelbar nach dem Kauf zur Verfügung.
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