Fotografie als Kunst unterrichten: Becher, Gursky und Sherman im Sparpaket kombinieren

Wer künstlerische Fotografie als eigenes Halbjahresthema unterrichtet, kombiniert am besten drei gegensätzliche Positionen statt einer einzelnen: Bernd und Hilla Bechers serielle Typologien, Andreas Gurskys bearbeitete Großformate und Cindy Shermans inszenierte Selbstporträts. Das Sparpaket Fotografie als Kunst bündelt alle drei Reihen für 49,99 € statt 74,97 € einzeln und ist genau auf diese Dreierfolge zugeschnitten.
Die im Text erwähnten Unterrichtsmaterialien auf einen Blick. Digitaler Download, sofort einsetzbar.
Warum drei Positionen mehr tragen als eine
Einzeln betrachtet liefert jede der drei Reihen bereits eine vollständige Unterrichtseinheit. Im Verbund entsteht aber ein zusätzlicher Lerneffekt: Erst der Vergleich macht sichtbar, dass „künstlerische Fotografie" kein einheitliches Verfahren bezeichnet, sondern mindestens drei getrennte Strategien umfasst, ein Motiv zum Kunstwerk zu machen. Diese Erkenntnis lässt sich nicht an einer einzigen Position gewinnen, weil ohne Vergleich unklar bleibt, was am jeweiligen Verfahren spezifisch und was allgemein fotografisch ist.
Preislich lohnt sich die gebündelte Anschaffung zusätzlich: Wer alle drei Reihen ohnehin plant, zahlt im Sparpaket 49,99 € statt 74,97 € für die drei Einzellizenzen. Für die Nutzung durch mehrere Lehrkräfte derselben Fachschaft steht zusätzlich eine Schullizenz zur Verfügung, die sich besonders für Jahrgangsstufen mit mehreren Parallelkursen anbietet, da alle Kurse mit denselben Bildbeispielen und demselben Klausurformat arbeiten. Das erleichtert auch die gemeinsame Erstellung einer Klausur, wenn mehrere Lehrkräfte parallel unterrichten und sich auf einen Erwartungshorizont einigen müssen.
Für die Reihenfolge im Unterricht hat sich bewährt, mit Becher zu beginnen, weil die serielle Methode am klarsten Beschreibung und Vergleich trainiert, bevor mit Gursky die Frage nach Bildbearbeitung und Wahrheitsanspruch hinzukommt. Sherman steht am Ende, weil die Inszenierung der eigenen Person die komplexeste Fragestellung nach Identität und Bildregie eröffnet und auf den zuvor erarbeiteten Begriffen aufbaut.
Für ein dreistündiges Kursangebot lässt sich diese Reihenfolge auf etwa neun bis zwölf Doppelstunden verteilen: drei bis vier je Position, dazu eine gemeinsame Einstiegsstunde, in der alle drei Bildwelten nebeneinander gezeigt werden, ohne die Künstlernamen zu nennen. Diese Einstiegsstunde schafft einen gemeinsamen Bezugspunkt, auf den die folgenden Einzelreihen immer wieder zurückgreifen können, statt drei isolierte Blöcke zu unterrichten. In zweistündigen Kursen lässt sich dieselbe Struktur auf sechs bis acht Doppelstunden straffen, indem jede Einzelreihe auf ihre zentrale Fragestellung und ein bis zwei Kernwerke gekürzt wird.
Eine gemeinsame Abschlussaufgabe
Am Ende der drei Reihen trägt eine Aufgabe, die alle drei Positionen in einer eigenen Fotoserie zusammenführt: Die Lerngruppe entscheidet sich für eine der drei Methoden, wendet sie auf ein selbst gewähltes Motiv an und begründet die Wahl mit Bezug auf das jeweilige Vorbild. Diese Aufgabe verlangt kein Fachraum und kein Spezialequipment, ein Smartphone genügt, und liefert gleichzeitig einen Anlass, die drei Analysebegriffe noch einmal aktiv anzuwenden statt nur rezeptiv wiederzugeben.
Für die Bewertung dieser Abschlussaufgabe zählt weniger die fotografische Qualität als die Begründung: Wer nachvollziehbar erläutert, welche Bildentscheidung welchem Vorbild folgt und warum, erfüllt die Aufgabe auch mit technisch einfachen Mitteln. Diese Gewichtung nimmt Kursen ohne Fotografie-Vorerfahrung den Druck, ein technisch perfektes Bild abliefern zu müssen, und rückt die inhaltliche Auseinandersetzung in den Vordergrund.
Für Kurse, die zusätzlich das methodische Rüstzeug der Bildanalyse auffrischen möchten, liegt vor der ersten Reihe eine Stunde aus dem Lernheft Bildanalyse Malerei, das Beschreibung, Deutung und Kontext auch auf Fotografien überträgt.
Eine vierte Position als Erweiterung
Kurse mit zusätzlicher Zeit erweitern den Dreiervergleich um Jeff Wall, dessen großformatige, oft am Filmset orientierte Tableaus eine vierte, eigenständige Position markieren. Eine ausführliche Einordnung mit Produktübersicht, Tabelle und häufigen Fragen zu allen drei Kernpositionen bietet die Seite Fotografie im Kunstunterricht: Becher, Gursky und Cindy Sherman. Wer Jeff Wall als vierte Position einbindet, ergänzt am sinnvollsten eine zusätzliche Doppelstunde nach Sherman, weil sich seine inszenierten Tableaus unmittelbar an die Frage nach Rolle und Bildregie anschließen lassen, mit der die Sherman-Reihe endet.
Weiterführend
Zur praktischen Umsetzung mit dem Smartphone vertieft der Beitrag Fotoprojekt mit dem Smartphone nach Becher und Gursky, Kunst Sek II. Zur konzeptionellen Einordnung von Dokumentation und Inszenierung liefert Dokument oder Konstruktion? Inszenierte Fotografie als Bildkonzept in der Oberstufe unterrichten weitere Grundlagen. Weitere Künstlerinnen und Künstler für die Oberstufe versammelt die Kollektion Kunst Künstler:innen A–Z.
Das ganze Fach Kunst in einer Reihe
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Luca beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der Frage, was guten Unterricht ausmacht - und wie Lehrkräfte dabei wirklich entlastet werden können. Als Gründer von stifo.de entwickelt er strukturierte Unterrichtsmaterialien, die Lehrerinnen und Lehrer im Alltag spürbar unterstützen: durchdacht aufgebaut, direkt einsetzbar und didaktisch solide.
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FAQ zu den Unterrichtsmaterialien
Das Sortiment reicht von der Kita über die Grundschule und die Sekundarstufe I (Klasse 5–10) bis zur Sekundarstufe II und zur Berufsschule. Jedes Material ist nach Fach, Stufe und - wo sinnvoll - nach Bundesland beschriftet.
Viele Reihen lassen sich mit kleinen Anpassungen auch in benachbarten Schulformen einsetzen, weil die Aufgaben in mehreren Anforderungsniveaus vorliegen.
Eine vollständige Reihe enthält in der Regel:
- mehrere Arbeitsblätter mit ausgearbeiteten Lösungen
- eine Präsentation für den Unterrichtseinstieg
- einen Verlaufsplan für die Stundenstruktur
- Aufgaben auf mehreren Anforderungsniveaus zur Differenzierung
- je nach Reihe Klausur- oder Testvorlagen
Die Dateien liegen in editierbaren Formaten vor, damit du Inhalte an deine Lerngruppe anpassen kannst.
Direkt nach dem Kauf erhältst du eine Bestätigungs-E-Mail mit dem Download-Link. Zusätzlich liegen die Dateien dauerhaft in deinem Kundenkonto unter „Bestellungen" - ohne Ablaufdatum und ohne Downloadlimit.
Es gibt keinen Versand und keine Wartezeit: Der Download steht unmittelbar nach dem Abschluss der Bestellung bereit.
Die Einzellizenz gilt für eine Lehrkraft. Du darfst das Material ausdrucken und im eigenen Unterricht beliebig oft einsetzen. Die digitalen Dateien an andere Lehrkräfte weiterzugeben oder sie zu veröffentlichen, ist davon nicht gedeckt.
Für Fachschaften gibt es bei vielen Produkten eine Schullizenz, die mehrere Lehrkräfte einer Schule abdeckt. Sie steht direkt auf der Produktseite zur Auswahl.
Eine Unterrichtsreihe deckt ein einzelnes Thema ab, etwa „Genetik" oder „Kurzgeschichten analysieren". Sie passt, wenn du gezielt eine Sequenz vorbereitest.
Ein FachKomplett-Paket bündelt die zentralen Themen eines ganzen Fachs zu einem Gesamtpreis, der deutlich unter der Summe der Einzelreihen liegt. Das lohnt sich, sobald du ein Fach dauerhaft unterrichtest. Für Kunst findest du die Reihe hier.
Die Materialien orientieren sich an den veröffentlichten Vorgaben der Länder - je nach Bundesland am Kernlehrplan, Kerncurriculum, Bildungsplan, Rahmenlehrplan oder an den Fachanforderungen. Für viele Fächer gibt es eigene Pakete je Bundesland.
Eine Prüfung, Zulassung oder Empfehlung durch ein Ministerium besteht nicht. Da die Vorgaben zwischen den Ländern abweichen, lohnt sich vor dem Einsatz ein kurzer Abgleich mit dem schulinternen Lehrplan.
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