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Deutsch als Zweitsprache in der Kita: Wortschatz im Alltag aufbauen

von Luca 25.08.2026 1 Min. Lesezeit

Wortschatz wächst in der Kita dort, wo Sprache gebraucht wird: beim Anziehen, beim Frühstück, im Rollenspiel. Kinder mit Deutsch als Zweitsprache brauchen dieselben Wörter mehrfach, in leicht veränderten Situationen und mit sichtbarem Bezug zur Handlung. Wer Bildkarten, feste Rituale und Wiederholung mit Variation kombiniert, baut Wortschatz verlässlich auf, ohne dafür zusätzliche Förderstunden anzusetzen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wortschatzarbeit gehört in den Tagesablauf, nicht in eine Sonderstunde.
  • Bildkarten koppeln Wort, Bild und Handlung und machen Begriffe auch ohne Vorkenntnisse zugänglich.
  • Rituale sichern die Wiederholung: gleiche Struktur, wechselnder Inhalt.
  • Ein Wort gilt erst als verfügbar, wenn ein Kind es selbst benutzt, nicht wenn es darauf zeigt.
  • Die Erstsprache der Familie ist eine Ressource, kein Hindernis.
  • Welche Sprachziele gelten, steht im Bildungsplan Ihres Bundeslands.

Bildkarten machen das Wort sichtbar

Ein Bild hält ein Wort fest, solange das Kind es noch nicht sprechen kann. Legen Sie pro Woche acht bis zwölf Karten fest, die zu einem konkreten Alltagsbereich gehören: Kleidung, Essen, Körperteile, Wetter. Die Karten liegen dort, wo die Wörter gebraucht werden, also an der Garderobe, am Esstisch, im Waschraum. Entscheidend ist die Kopplung mit der Handlung. Wer „Jacke“ sagt und dabei die Jacke hochhält, gibt dem Kind zwei Informationen gleichzeitig. Für Ausdrucks- und Gefühlswörter, die sich schlecht abbilden lassen, arbeiten Sie besser körperlich: Die Reihe Mimik, Gestik & Gefühle – Ausdruck ohne Worte setzt darauf, dass Kinder Bedeutungen zuerst zeigen und erst danach benennen.

Rituale geben dem Wortschatz einen festen Platz

Rituale wirken beim Zweitspracherwerb, weil das Kind den Ablauf bereits kennt und seine Aufmerksamkeit ganz auf die Sprache richten kann. Der Morgenkreis mit gleichbleibender Begrüßungsformel, das Erzählen zum Wochenstart, die tägliche Wetterrunde: Jedes dieser Formate liefert planbare Sprechanlässe. Damit alle Kinder zu Wort kommen, brauchen die Gesprächsregeln selbst eine Einführung, wofür die Reihe Zuhören & Gespräch – Miteinander sprechen das Material liefert. Wie sich solche Regeln in einer Gruppe etablieren lassen, beschreibt der Beitrag Zuhören & Gesprächsregeln in der Kita. Kinder, die noch wenig sprechen, dürfen zeigen, nicken oder ein Wort wiederholen.

Wiederholung mit Variation statt Drill

Ein neues Wort braucht viele Begegnungen, aber nicht viele identische. Verändern Sie den Rahmen und halten Sie das Wort konstant: Heute steht „Apfel“ im Fingerspiel, morgen im Bilderbuch, übermorgen beim Schneiden in der Küche. Diese Variation macht das Wort beweglich und verhindert, dass es an eine einzige Situation gebunden bleibt. Hilfreich ist zusätzlich die Arbeit am Klang, denn wer Silben klatscht und Reime hört, speichert Wortformen leichter. Die Reihe Reime & Silben – Hören, was in Wörtern steckt liefert dafür kurze Sequenzen, die am Ende des Morgenkreises Platz finden.

Familien einbeziehen, ohne Deutsch vorauszusetzen

Eltern können Wortschatzarbeit unterstützen, auch wenn sie selbst kein Deutsch sprechen. Kinder bauen in der Erstsprache Begriffe und Zusammenhänge auf, die sie im Deutschen dann nur noch neu benennen müssen. Geben Sie die Wörter der Woche als Bildliste mit nach Hause und bitten Sie darum, die Begriffe in der Familiensprache zu besprechen. Fotos aus dem Kita-Alltag helfen beim Wiedererkennen. Teams, die den Sprachbereich über ein Jahr systematisch aufbauen wollen, finden im Sparpaket Sprache & Kommunikation drei aufeinander abgestimmte Reihen.

Häufige Fragen

Wie viele neue Wörter pro Woche sind sinnvoll?

Acht bis zwölf Wörter aus einem gemeinsamen Alltagsbereich sind ein realistischer Umfang. Entscheidend ist nicht die Menge, sondern die Zahl der Begegnungen: Jedes Wort sollte in mehreren unterschiedlichen Situationen vorkommen. Wörter, die Kinder am Ende der Woche noch nicht selbst verwenden, nehmen Sie in die nächste Woche mit, statt sie durch neue zu ersetzen.

Sollen Kinder in der Kita ausschließlich Deutsch sprechen?

Nein. Ein Verbot der Erstsprache bremst den Spracherwerb eher, als dass es ihn beschleunigt. Begriffe, die ein Kind in der Familiensprache sicher beherrscht, überträgt es mit der Zeit ins Deutsche. Sinnvoll ist es, deutschsprachige Situationen klar zu markieren, etwa den Morgenkreis, und daneben Raum für die Erstsprache zu lassen, zum Beispiel im freien Spiel.

Woran erkenne ich Fortschritte im Wortschatz?

Halten Sie fest, ob ein Kind ein Wort versteht, es auf Nachfrage nennt oder von sich aus benutzt. Diese drei Stufen zeigen den Fortschritt deutlicher als jede Testliste. Zwei Minuten Notizzeit pro Kind und Woche reichen aus, wenn Datum und Situation dabeistehen. So entsteht über ein halbes Jahr ein belastbares Bild für das Entwicklungsgespräch.

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Mimik, Gestik & Gefühle – Ausdruck oh...Ansehen
Über den Autor
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Luca
Bildungsgestalter & Gründer von stifo.de

Luca beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der Frage, was guten Unterricht ausmacht - und wie Lehrkräfte dabei wirklich entlastet werden können. Als Gründer von stifo.de entwickelt er strukturierte Unterrichtsmaterialien, die Lehrerinnen und Lehrer im Alltag spürbar unterstützen: durchdacht aufgebaut, direkt einsetzbar und didaktisch solide.

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Häufige Fragen

FAQ zu den Unterrichtsmaterialien

Das Sortiment reicht von der Kita über die Grundschule und die Sekundarstufe I (Klasse 5–10) bis zur Sekundarstufe II und zur Berufsschule. Jedes Material ist nach Fach, Stufe und - wo sinnvoll - nach Bundesland beschriftet.

Viele Reihen lassen sich mit kleinen Anpassungen auch in benachbarten Schulformen einsetzen, weil die Aufgaben in mehreren Anforderungsniveaus vorliegen.

Eine vollständige Reihe enthält in der Regel:

  • mehrere Arbeitsblätter mit ausgearbeiteten Lösungen
  • eine Präsentation für den Unterrichtseinstieg
  • einen Verlaufsplan für die Stundenstruktur
  • Aufgaben auf mehreren Anforderungsniveaus zur Differenzierung
  • je nach Reihe Klausur- oder Testvorlagen

Die Dateien liegen in editierbaren Formaten vor, damit du Inhalte an deine Lerngruppe anpassen kannst.

Direkt nach dem Kauf erhältst du eine Bestätigungs-E-Mail mit dem Download-Link. Zusätzlich liegen die Dateien dauerhaft in deinem Kundenkonto unter „Bestellungen" - ohne Ablaufdatum und ohne Downloadlimit.

Es gibt keinen Versand und keine Wartezeit: Der Download steht unmittelbar nach dem Abschluss der Bestellung bereit.

Die Einzellizenz gilt für eine Lehrkraft. Du darfst das Material ausdrucken und im eigenen Unterricht beliebig oft einsetzen. Die digitalen Dateien an andere Lehrkräfte weiterzugeben oder sie zu veröffentlichen, ist davon nicht gedeckt.

Für Fachschaften gibt es bei vielen Produkten eine Schullizenz, die mehrere Lehrkräfte einer Schule abdeckt. Sie steht direkt auf der Produktseite zur Auswahl.

Eine Unterrichtsreihe deckt ein einzelnes Thema ab, etwa „Genetik" oder „Kurzgeschichten analysieren". Sie passt, wenn du gezielt eine Sequenz vorbereitest.

Ein FachKomplett-Paket bündelt die zentralen Themen eines ganzen Fachs zu einem Gesamtpreis, der deutlich unter der Summe der Einzelreihen liegt. Das lohnt sich, sobald du ein Fach dauerhaft unterrichtest. Eine Übersicht aller Reihen steht auf der FachKomplett-Seite.

Die Materialien orientieren sich an den veröffentlichten Vorgaben der Länder - je nach Bundesland am Kernlehrplan, Kerncurriculum, Bildungsplan, Rahmenlehrplan oder an den Fachanforderungen. Für viele Fächer gibt es eigene Pakete je Bundesland.

Eine Prüfung, Zulassung oder Empfehlung durch ein Ministerium besteht nicht. Da die Vorgaben zwischen den Ländern abweichen, lohnt sich vor dem Einsatz ein kurzer Abgleich mit dem schulinternen Lehrplan.

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