Wochenplan als Unterrichtsreihe: Pflicht- und Wahlaufgaben verteilen

Silo Unterrichtsreihe: Methode

Wochenplan als Unterrichtsreihe: Pflicht- und Wahlaufgaben verteilen

Diese Seite zeigt, wie sich eine Unterrichtsreihe als Wochenplan über mehrere Wochen aufteilen lässt: welches Verhältnis von Pflicht- zu Wahlaufgaben trägt, wie viel Plenum und Beratungszeit nötig bleiben und wie Abgabe, Rückmeldung und Puffer über die Laufzeit organisiert werden.

  • 3–5Wochen, über die ein Wochenplan üblicherweise angelegt ist
  • ⅔ zu ⅓übliches Verhältnis von Pflicht- zu Wahlaufgaben
  • fester Plenumstermin je Woche für Rückfragen
  • 1Pufferwoche am Ende der Reihe für Nacharbeit

Ein Wochenplan teilt eine Unterrichtsreihe nicht in aufeinanderfolgende Doppelstunden, sondern in einen Aufgabenkatalog, den eine Lerngruppe über mehrere Wochen selbstständig abarbeitet. Tragfähig wird er, wenn Pflicht- und Wahlaufgaben im Verhältnis von etwa zwei zu eins festgelegt sind, ein fester Plenumstermin je Woche für gemeinsame Klärung reserviert bleibt, Abgabetermine mit Rückmeldung verbunden sind und am Ende der Reihe eine Pufferwoche für Nacharbeit und die abschließende gemeinsame Sicherung eingeplant wird.

Was ein Wochenplan an der Reihenstruktur ändert

Eine als Wochenplan angelegte Unterrichtsreihe verzichtet auf die feste Taktung einzelner Doppelstunden zugunsten eines Aufgabenkatalogs, den jede Schülerin und jeder Schüler in eigenem Tempo bearbeitet. Statt einer Abfolge von Einführung, Vertiefung und Anwendung über mehrere Wochen steht am Anfang der Reihe ein vollständiger Überblick über alle Aufgaben, die bis zu einem bestimmten Termin zu erledigen sind.

Diese Umstellung verlagert einen erheblichen Teil der Steuerung von der Lehrkraft auf die Lerngruppe selbst: Wer wann welche Aufgabe bearbeitet, entscheidet innerhalb des vorgegebenen Rahmens die Schülerin oder der Schüler, nicht der Stundenplan. Für die Reihenplanung bedeutet das, dass die einzelnen Aufgaben deutlich unabhängiger voneinander gestaltet sein müssen als bei einer sequenziellen Reihe, weil nicht vorausgesetzt werden kann, dass alle zum selben Zeitpunkt denselben Stand erreicht haben.

Der Vorteil liegt in der Flexibilität für unterschiedliche Arbeitsrhythmen: Eine Schülerin, die in einer Woche mehr Zeit hat, kann vorarbeiten, während in einer anderen Woche mit mehr Terminen im Kalender entsprechend weniger bearbeitet wird. Dieser Vorteil verlangt im Gegenzug eine Reihe, die von Anfang an vollständig vorbereitet ist, weil sich einzelne Aufgaben nicht mehr kurzfristig im laufenden Betrieb nachreichen lassen, ohne einzelne Lerngruppen zu benachteiligen.

Diese vollständige Vorbereitung unterscheidet den Wochenplan deutlich von einer sequenziellen Reihe, bei der sich einzelne Stunden auch während der laufenden Reihe noch anpassen lassen, etwa auf Grundlage der Ergebnisse einer vorangegangenen Stunde. Beim Wochenplan liegt der gesamte Aufgabenkatalog bereits am ersten Tag vor, sodass Nachsteuerung nur noch über den wöchentlichen Plenumstermin oder die individuelle Beratung möglich ist, nicht mehr über eine veränderte Aufgabenstellung selbst, was die Vorbereitungsphase vor der ersten Woche entsprechend anspruchsvoller macht.

Pflicht- und Wahlaufgaben über mehrere Wochen verteilen

Bewährt hat sich ein Verhältnis von etwa zwei Dritteln Pflicht- zu einem Drittel Wahlaufgaben, verteilt über die gesamte Laufzeit des Wochenplans. Die Pflichtaufgaben sichern die Inhalte, die am Ende der Reihe bei allen vorausgesetzt werden können, die Wahlaufgaben erlauben eine individuelle Schwerpunktsetzung, ohne dass die Reihe als Ganzes an Verbindlichkeit verliert.

Bei einer Reihe zu Kreuzigung Jesu lassen sich beispielsweise die historischen Grundlagen als Pflichtaufgaben anlegen, während vertiefende Aufgaben zu einzelnen theologischen Deutungen oder interreligiösen Perspektiven zur Wahl stehen. Wie sich eine solche Aufteilung über mehrere Wochen konkret planen lässt, beschreibt die Unterrichtsreihe zur Kreuzigung Jesu als Wochenplan.

Wichtig ist, Pflicht- und Wahlaufgaben nicht nach Schwierigkeit zu trennen, sondern nach Verbindlichkeit: Eine Wahlaufgabe darf anspruchsvoller oder einfacher sein als eine Pflichtaufgabe, solange die Entscheidung für oder gegen sie nicht faktisch eine Notenentscheidung vorwegnimmt. Wird dieser Unterschied vermischt, entsteht der Eindruck, Wahlfreiheit sei nur eine verdeckte Form von Differenzierung nach Leistungsstand, was viele Lerngruppen als unfair empfinden.

Die Verteilung von Pflicht- und Wahlaufgaben über die einzelnen Wochen sollte zudem nicht gleichmäßig, sondern an den Rhythmus der Reihe angepasst sein: In der ersten Woche, in der sich die Lerngruppe erst an das Format gewöhnt, empfiehlt sich ein höherer Pflichtanteil mit klar strukturierten Aufgaben, während in späteren Wochen, wenn Arbeitsweise und Erwartungen bereits vertraut sind, ein größerer Wahlanteil ohne zusätzliche Unsicherheit verkraftet wird.

Plenumsanteil: was gemeinsam bleibt

Auch ein Wochenplan verzichtet nicht vollständig auf gemeinsamen Unterricht. Ein fester Plenumstermin je Woche, meist zu Beginn oder am Ende, dient dazu, offene Fragen aus der individuellen Bearbeitung zu klären, zentrale Begriffe gemeinsam zu sichern und die Reihe als Ganzes im Blick zu behalten, statt sie ausschließlich in Einzelarbeit zerfallen zu lassen.

Bei einer philosophisch anspruchsvollen Reihe wie Jeremy Bentham und John Stuart Mill eignet sich der Plenumstermin besonders für Positionen, die sich in Einzelarbeit schwer eigenständig erschließen lassen, etwa den Unterschied zwischen einfachem und differenziertem Utilitarismus. Wie sich ein solcher Plenumsanteil in einen Wochenplan integrieren lässt, zeigt die Unterrichtsreihe zu Bentham und Mill als Wochenplan.

Der Plenumstermin sollte nicht zur reinen Kontrollstunde werden, in der nur abgefragt wird, wer welche Aufgabe erledigt hat. Sinnvoller ist eine inhaltliche Funktion: ein kurzer fachlicher Input, eine gemeinsame Diskussion strittiger Punkte, oder eine Zwischensicherung, die den aktuellen Stand der Reihe für alle sichtbar macht, unabhängig vom individuellen Bearbeitungstempo.

Für den Plenumstermin lohnt sich eine feste Struktur über die gesamte Reihe hinweg, etwa ein kurzer Rückblick auf offene Fragen aus der vergangenen Woche, ein inhaltlicher Schwerpunkt und ein Ausblick auf die kommenden Aufgaben. Diese Konsistenz erleichtert der Lerngruppe die Orientierung und macht den Termin auch für Schülerinnen und Schüler planbar, die in der jeweiligen Woche weiter oder weniger weit fortgeschritten sind als der Durchschnitt.

Beratungszeit einplanen

Neben dem Plenumstermin braucht ein Wochenplan Zeit für individuelle Beratung, in der einzelne Schülerinnen und Schüler oder kleine Gruppen gezielt Rückmeldung zu ihrem Stand erhalten. Diese Beratungszeit lässt sich innerhalb einer regulären Stunde als fester Block einplanen, in dem die übrige Klasse selbstständig weiterarbeitet, während die Lehrkraft der Reihe nach einzelne Rückmeldungen gibt.

Ohne feste Beratungszeit konzentrieren sich Rückfragen erfahrungsgemäß auf die letzten Tage vor einem Abgabetermin, was sowohl für die Lehrkraft als auch für die betroffenen Lerngruppen zu Zeitdruck führt. Eine über die Wochen verteilte Beratung verhindert diesen Rückstau und macht sichtbar, wo eine Lerngruppe frühzeitig zusätzliche Unterstützung braucht, statt das erst an der abgegebenen Arbeit selbst zu erkennen.

Für größere Lerngruppen empfiehlt sich ein Anmeldesystem für die Beratungszeit, etwa eine Liste, in die sich Schülerinnen und Schüler mit einem konkreten Anliegen eintragen. Das verhindert, dass die verfügbare Zeit von wenigen Wortmeldungen aufgebraucht wird, während andere mit offenen Fragen unversorgt bleiben.

Die Beratungszeit sollte realistisch bemessen sein: Bei einer Klasse mit dreißig Schülerinnen und Schülern reichen fünf bis zehn Minuten je Doppelstunde selten für individuelle Gespräche mit allen, die tatsächlich Bedarf hätten. Wer diesen Engpass vorab einkalkuliert, kann gezielt priorisieren, etwa indem Beratungszeit zuerst denjenigen zugeteilt wird, deren Zwischenabgabe deutliche Lücken zeigte, statt sie ausschließlich nach Anmeldereihenfolge zu vergeben.

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Planungsschritte für eine Unterrichtsreihe als Wochenplan

Schritt Entscheidung vor der ersten Woche Folge bei Auslassung
Pflicht und Wahl Verhältnis von etwa zwei zu eins über die Laufzeit festlegen Reihe verliert Verbindlichkeit oder Wahlfreiheit
Plenumsanteil einen festen Termin je Woche reservieren individuelle Bearbeitung zerfällt ohne gemeinsamen Bezug
Beratungszeit festen Block je Woche für Rückfragen einplanen Rückfragen stauen sich vor dem Abgabetermin
Zwischenabgaben mehrere Termine statt einer Endabgabe ansetzen Missverständnisse fallen erst spät auf
Pufferwoche eine Woche ohne neue Pflichtaufgaben einplanen Ausfälle verschieben die gesamte Reihe
Sicherung gemeinsame Abschlussphase auf Basis der Pflichtaufgaben einplanen ungleicher Kenntnisstand bleibt unbemerkt

Abgabe und Rückmeldung organisieren

Ein Wochenplan über mehrere Wochen braucht mehr als einen einzigen Abgabetermin am Ende der Reihe. Sinnvoller sind mehrere Zwischenabgaben, etwa im Wochenrhythmus, an denen ein Teil der Pflichtaufgaben eingesammelt und mit kurzer Rückmeldung versehen wird. Das verhindert, dass Lerngruppen erst am Ende der Reihe erfahren, ob ihre Bearbeitung den Erwartungen entspricht.

Bei einer Reihe zu Reformation mit mehreren aufeinander aufbauenden historischen Etappen eignet sich eine Zwischenabgabe besonders gut, weil sich frühe Missverständnisse zu Grundbegriffen sonst über mehrere Wochen fortsetzen würden, bevor sie auffallen. Wie sich Abgabe und Rückmeldung für eine solche Reihe konkret organisieren lassen, beschreibt die Unterrichtsreihe zur Reformation als Wochenplan.

Die Rückmeldung selbst muss bei mehreren Zwischenabgaben knapper ausfallen als bei einer einzigen Endabgabe, sonst wird der Korrekturaufwand über die Reihe hinweg unrealistisch hoch. Eine kurze schriftliche Notiz oder ein mündlicher Hinweis im Rahmen der Beratungszeit reicht bei Zwischenabgaben häufig aus, während eine ausführlichere Rückmeldung der abschließenden Bewertung vorbehalten bleiben kann.

Puffer über mehrere Wochen einplanen

Über eine Laufzeit von drei bis fünf Wochen summieren sich Unterrichtsausfälle, Exkursionen oder individuelle Fehlzeiten stärker als innerhalb einer einzelnen Doppelstunde. Ein Wochenplan sollte deshalb von Beginn an mit einer Pufferwoche rechnen, die nicht mit neuen Pflichtaufgaben belegt ist, sondern ausschließlich der Nacharbeit und der Vorbereitung auf die abschließende Sicherung dient.

Bei einer Reihe zu Bildwelten im Spiegel von Gesellschaft und Kultur mit mehreren produktiven Aufgaben, die selbst Zeit zur Entstehung brauchen, wirkt sich ein fehlender Puffer besonders stark aus, weil sich gestalterische Arbeiten schlechter komprimieren lassen als reine Lese- oder Rechercheaufgaben. Wie sich ein solcher Puffer für eine gestalterisch geprägte Reihe einplanen lässt, zeigt die Unterrichtsreihe zu Bildwelten im Spiegel von Gesellschaft und Kultur als Wochenplan.

Der Puffer sollte gegenüber der Lerngruppe von Anfang an transparent kommuniziert werden, etwa als letzte Woche vor der abschließenden Leistungsüberprüfung. Wird er dagegen stillschweigend mitgeplant, aber nicht angekündigt, nutzen ihn viele Lerngruppen vorschnell für eigene Verzögerungen, statt ihn als Reserve für unvorhergesehene Ausfälle zu betrachten.

Bleibt die Pufferwoche am Ende ungenutzt, weil die Reihe planmäßig verlief, lässt sie sich kurzfristig für eine vertiefende Wahlaufgabe oder für zusätzliche Beratungszeit vor der Sicherungsphase umwidmen. Diese Flexibilität setzt allerdings voraus, dass die Pufferwoche tatsächlich frei von neuen Pflichtinhalten bleibt und nicht vorab schon mit einer regulären Aufgabe der Reihe belegt wird.

Sicherung am Ende der Reihe

Weil ein Wochenplan individuelles Tempo zulässt, haben nicht alle Lerngruppen am Ende der Reihe exakt denselben Stand erreicht. Eine gemeinsame Sicherungsphase, die sich ausschließlich auf die Pflichtaufgaben bezieht, gleicht diesen Unterschied für die Leistungsüberprüfung aus und sorgt dafür, dass alle auf einer vergleichbaren Grundlage geprüft werden, unabhängig davon, wie viele Wahlaufgaben einzeln bearbeitet wurden.

Diese Sicherungsphase lässt sich mit dem letzten Plenumstermin der Reihe verbinden, ergänzt um eine kurze schriftliche Überprüfung der zentralen Pflichtinhalte. Wahlaufgaben können in eine mündliche Note oder eine kurze Präsentation einfließen, sollten aber nicht Teil der schriftlichen Abschlussüberprüfung sein, um die individuelle Wahlfreiheit während der Reihe nicht nachträglich zu entwerten und die Bereitschaft zu risikoreicheren Wahlaufgaben nicht zu untergraben.

Einen fachübergreifenden Überblick über Aufbau, Länge und Sequenzlogik von Unterrichtsreihen jenseits des Wochenplans bietet die Seite Unterrichtsreihe planen: Aufbau, Länge, Sequenz. Wo innerhalb der Reihe zusätzlich mit Tafelbild oder Folie gearbeitet wird, etwa im wöchentlichen Plenumstermin, liefert die Seite Tafelbild und Folie vorbereiten ergänzende Hinweise zur Vorbereitung dieser einzelnen Termine.

Weitere Beispiele aus anderen Fächern

Wie sich Pflicht-Wahl-Verhältnis, Plenumsanteil und Pufferwoche je nach Thema unterscheiden, zeigt sich besonders deutlich bei Reihen mit aktuellem oder stark recherchebasiertem Charakter. Bei einer Reihe zu einem historisch-gesellschaftlichen Schwerpunktthema wie dem Black History Month verschiebt sich der Wahlanteil häufig nach oben, weil sich viele Einzelaspekte gleichwertig nebeneinanderstellen lassen. Wie eine solche Reihe als Wochenplan aufgeteilt werden kann, beschreibt die Unterrichtsreihe zum Black History Month als Wochenplan.

Bei mythologisch geprägten Themen wie dem Antiken Griechenland eignet sich dagegen ein etwas höherer Pflichtanteil, weil bestimmte Grundbegriffe und Figuren für das Verständnis der übrigen Reihe vorausgesetzt werden müssen, bevor eine Wahlaufgabe zu einem einzelnen Mythos sinnvoll bearbeitet werden kann. Wie sich dieser höhere Pflichtanteil in einen Wochenplan überträgt, zeigt die Unterrichtsreihe zum Antiken Griechenland als Wochenplan.

Über die Fächer hinweg gilt dieselbe Grundlogik: Je klarer Pflicht, Wahl, Plenumsanteil, Beratungszeit und Puffer vor der ersten Woche feststehen, desto weniger Nachsteuerung braucht die Reihe während des laufenden Durchgangs, unabhängig davon, ob das jeweilige Thema eher recherche- oder faktenbasiert angelegt ist. Einen Ausgangspunkt für passende Themen bietet die Sammlung der Unterrichtsreihen.

Wesentliche Bausteine einer gut organisierten Unterrichtsreihe als Wochenplan

  • Pflicht- und Wahlaufgaben im Verhältnis von etwa zwei zu eins über die gesamte Laufzeit verteilen.
  • Jede Aufgabe so gestalten, dass sie unabhängig vom individuellen Bearbeitungstempo funktioniert.
  • Einen festen Plenumstermin je Woche mit inhaltlicher Funktion reservieren, statt ihn auf reine Kontrolle zu beschränken.
  • Beratungszeit über die Wochen verteilen statt sie auf die letzten Tage vor der Abgabe zu konzentrieren.
  • Mehrere Zwischenabgaben mit kurzer Rückmeldung statt einer einzigen Endabgabe ansetzen.
  • Eine Pufferwoche ohne neue Pflichtaufgaben transparent gegenüber der Lerngruppe ankündigen.
  • Am Ende der Reihe eine gemeinsame Sicherungsphase einplanen, die sich auf die Pflichtaufgaben stützt.
  • Wahlaufgaben in mündliche Leistungen statt in die schriftliche Abschlussüberprüfung einfließen lassen.

Wer eine Unterrichtsreihe als Wochenplan aufteilen will, findet in den verlinkten Reihen fertige Aufgabenkataloge, an denen sich Pflicht-Wahl-Verhältnis, Beratungszeit, Abgaberhythmus und zeitlicher Puffer im jeweiligen Thema konkret nachvollziehen lassen.

Häufige Fragen

Wie lang sollte ein Wochenplan als Unterrichtsreihe laufen?

Drei bis fünf Wochen haben sich als praktikabel erwiesen: kurz genug, um für die Lerngruppe überschaubar zu bleiben, lang genug, um Pflicht- und Wahlaufgaben sowie eine Pufferwoche sinnvoll unterzubringen. Deutlich längere Zeiträume erschweren die Übersicht über den individuellen Bearbeitungsstand und verlangen zusätzliche Zwischenschritte zur Kontrolle, die den organisatorischen Aufwand spürbar erhöhen.

Wie viele Aufgaben sollten Pflicht, wie viele Wahl sein?

Ein Verhältnis von etwa zwei Dritteln Pflicht- zu einem Drittel Wahlaufgaben hat sich bewährt. Die Pflichtaufgaben sichern die für alle verbindlichen Inhalte, die Wahlaufgaben erlauben individuelle Schwerpunktsetzung. Wichtig ist, dass die Trennung nach Verbindlichkeit erfolgt, nicht nach Schwierigkeitsgrad, damit Wahlfreiheit nicht als verdeckte Leistungsdifferenzierung wirkt und von der Lerngruppe entsprechend akzeptiert wird.

Wie viel gemeinsamer Unterricht bleibt bei einem Wochenplan nötig?

Ein fester Plenumstermin je Woche reicht in der Regel aus, um offene Fragen zu klären, zentrale Begriffe zu sichern und die Reihe im Blick zu behalten. Dieser Termin sollte eine inhaltliche Funktion haben, etwa einen kurzen fachlichen Input oder eine gemeinsame Diskussion, statt nur zur Kontrolle des Bearbeitungsstands zu dienen.

Wie oft sollte eine Abgabe innerhalb des Wochenplans erfolgen?

Bei einer Laufzeit von mehreren Wochen sind Zwischenabgaben im Wochenrhythmus sinnvoller als eine einzige Endabgabe. So fallen Missverständnisse zu Grundbegriffen frühzeitig auf, statt sich über mehrere Wochen fortzusetzen und die spätere Bearbeitung mitzubelasten. Die Rückmeldung zu Zwischenabgaben kann knapper ausfallen als eine abschließende Bewertung, um den Korrekturaufwand über die gesamte Reihe hinweg realistisch zu halten.

Wie geht man mit Unterrichtsausfall innerhalb eines mehrwöchigen Wochenplans um?

Eine von Anfang an eingeplante Pufferwoche ohne neue Pflichtaufgaben fängt die meisten Ausfälle auf, ohne dass die gesamte Reihe verschoben werden muss. Wichtig ist, diesen Puffer der Lerngruppe transparent anzukündigen, damit er tatsächlich für Nacharbeit genutzt wird und nicht vorschnell als zusätzliche Bearbeitungszeit für ohnehin verzögerte Aufgaben verstanden wird, was den eigentlichen Zweck der Reserve untergräbt.

Wie läuft die Sicherung am Ende eines Wochenplans ab?

Weil individuelles Tempo zu unterschiedlichem Bearbeitungsstand führt, braucht die Reihe eine gemeinsame Sicherungsphase, die sich auf die Pflichtaufgaben beschränkt. Eine kurze schriftliche Überprüfung dieser Inhalte lässt sich mit dem letzten Plenumstermin verbinden, während Wahlaufgaben eher in mündliche Leistungen oder eine kurze Präsentation einfließen, statt Teil der schriftlichen Abschlussüberprüfung zu werden.