SCAMPER-Methode und Kreativitätstechniken
Kreativitätstechniken, um aus ersten Ideen eine tragfähige Gestaltungsidee zu entwickeln.
Bildnerisches Gestalten · Schwerpunktfach und Maturaarbeit · Gymnasium
Das Material unterstützt Lehrpersonen, die das Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten unterrichten oder Maturaarbeiten im gestalterischen Bereich betreuen. Es bietet Reihen zu Ideenfindung, Ausstellungsgestaltung, Konzeptkunst und eigenen Gestaltungsprojekten sowie ein Sparpaket zu den Meistern der Moderne. Alle Dateien sind deutschsprachig und bearbeitbar.
Kurz gesagt: Das Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten und die Maturaarbeit verlangen, dass Lernende eigene Konzepte entwickeln und begründet umsetzen. Die Reihen zu Kreativitätstechniken, Ausstellungsgestaltung, Konzeptkunst und Gestaltungspraxis liefern Methoden und Beispiele dafür, das Sparpaket Meister der Moderne ergänzt den kunstgeschichtlichen Hintergrund. Das Material ist nicht amtlich geprüft.
Im Schwerpunktfach haben die Lernenden mehr Zeit und höhere Ansprüche als im Grundlagenfach. Sie sollen neben den Techniken auch eigene Fragestellungen entwickeln, Entscheidungen begründen und Ergebnisse präsentieren. Für Lehrpersonen bedeutet das, dass Aufgaben offener werden und die Begleitung des Prozesses wichtiger wird als die Korrektur des Endprodukts. Methoden zur Ideenfindung, zur Dokumentation und zur Reflexion bilden dafür das Gerüst, das die Lernenden benötigen, damit aus einem Einfall ein tragfähiges Projekt wird. In dieser Phase hilft es, Lernende möglichst früh nach ihrer Idee zu fragen und erste Skizzen zu besprechen, bevor Zeit in Ausführungen investiert wird, die später nicht tragen. Die Reihen liefern dafür Methoden, die Sie im Unterricht erproben können, bevor es an die Einzelbetreuung geht.
Auch bei Maturaarbeiten im gestalterischen Bereich zeigt sich, dass die Wahl des Themas und das Konzept über die Qualität entscheiden. Betreuende erleben, dass sich Lernende leicht im Material verlieren oder zu grosse Ziele setzen. Reihen wie SCAMPER-Methode und Kreativitätstechniken helfen, Ideen zu entwickeln und zu prüfen, bevor die Arbeit beginnt. Beispiele aus Konzeptkunst und Installation zeigen zudem, wie sich Gestaltung und Begründung verbinden, was die Arbeit später überzeugender macht. Ein Prozessbuch, in dem Ideen, Verwerfungen und Entscheidungen festgehalten werden, schafft zudem Material für die Begründung am Schluss. Dadurch entsteht ein gemeinsamer Wortschatz, mit dem sich Entwürfe besser besprechen lassen.
Vier Einzelreihen für Ideenfindung, Konzept und Praxis, dazu das Sparpaket Meister der Moderne und das grosse Oberstufen-Sparpaket.
Kreativitätstechniken, um aus ersten Ideen eine tragfähige Gestaltungsidee zu entwickeln.
Eine Ausstellung konzipieren und gestalten, vom Konzept bis zur Präsentation.
Erweiterter Kunstbegriff und Aktion als Reihe zu Joseph Beuys.
Gestaltungspraktische Aufgaben: eine eigene Animation nach Kentridge entwickeln.
Künstler der Moderne verstehen und analysieren, als Paket für die Oberstufe.
Künstler und Analyse-Methoden für die Oberstufe im grössten Methodenpaket.
Ein möglicher Ablauf beginnt mit einer Phase der Ideenfindung. Die Lernenden sammeln Themen, wenden Kreativitätstechniken an und verdichten ihre Ideen zu einer Frage oder einem Konzept. Danach folgt die Recherche: Welche Künstlerinnen und Künstler haben ähnliche Fragen bearbeitet, welche Verfahren stehen zur Verfügung? Hier helfen Reihen zu Beuys oder zu Kentridge, weil sie zeigen, wie Konzept und Umsetzung zusammenhängen. Am Ende dieser Phase steht ein kurzes Exposé, das Sie gemeinsam besprechen. Setzen Sie für jede Phase klare Zwischenergebnisse, etwa eine Ideensammlung, ein Exposé, einen ersten Entwurf und eine Dokumentation, damit sich Fortschritte überprüfen lassen. Eine kurze Präsentation der Idee vor der Gruppe schafft zusätzlich Verbindlichkeit und gibt wertvolle Rückmeldungen von Mitlernenden.
In der Umsetzungsphase dokumentieren die Lernenden ihren Prozess, zum Beispiel in einem Skizzenbuch oder digital. Die Reihe zur Ausstellungsgestaltung zeigt, wie Arbeiten präsentiert werden, und kann gegen Ende als Vorbereitung auf eine öffentliche Präsentation dienen. Wenn eine Maturaarbeit begleitet wird, vereinbaren Sie feste Zwischenstände, damit Umfang und Qualität rechtzeitig überprüft werden können. Das Material lässt sich auch einsetzen, um allgemeine Lektionen zur Methodik für mehrere Betreute gemeinsam durchzuführen. So fällt es leichter, früh zu erkennen, wenn ein Projekt zu umfangreich wird, und rechtzeitig mit den Lernenden zu entscheiden, was gekürzt oder verschoben wird.
| Stufe am Gymnasium | Einsatz | Schwerpunkt |
|---|---|---|
| Beginn des Schwerpunktfachs | Ideen entwickeln | Kreativitätstechniken, Themenfindung, Skizzenbuch |
| Mittleres Schuljahr | Konzepte erarbeiten | Konzeptkunst, Aktion, Installation an Beispielen |
| Vorbereitung Maturaarbeit | Fragestellung klären | Exposé, Recherche, Planung der Umsetzung |
| Abschlussjahr | Präsentieren | Ausstellungsgestaltung, Begründung der Entscheidungen |
Offene Projekte erfordern Differenzierung durch Begleitung statt durch Aufgabenvarianten. Manche Lernende brauchen engere Vorgaben, etwa eine Liste möglicher Verfahren und Zwischenziele, andere arbeiten selbstständig und brauchen vor allem kritische Rückmeldung. Die Reihen bieten dafür Aufgaben auf mehreren Niveaus, die Sie je nach Bedarf einsetzen. So erhalten Lernende, die Hilfe brauchen, ein Gerüst, während andere die Aufgaben als Anregung nutzen und eigene Wege gehen. Hilfreich sind ausserdem Beispiele früherer Arbeiten, soweit Ihre Schule sie zur Verfügung stellt, weil sie zeigen, wie Anspruch und Umfang in der Praxis aussehen. Eine regelmässige Sprechstunde für die Betreuung ergänzt das Material sinnvoll.
Gerade bei Maturaarbeiten lohnt sich ein gestaffeltes Vorgehen: erst Idee, dann Konzept, dann Umsetzung, jeweils mit einer Besprechung. Dadurch erkennen Sie früh, wo es hakt, und die Lernenden müssen nicht am Ende grundsätzlich umbauen. Für Lernende, die mit dem Schreiben des begleitenden Textes Schwierigkeiten haben, helfen Gliederungsvorlagen und Formulierungshilfen. Weil alle Dateien bearbeitbar sind, passen Sie diese Hilfen an die Vorgaben Ihrer Schule und an den Umfang der Arbeit an. Auch Peer-Feedback in kleinen Gruppen entlastet die Betreuung und schult den Blick für die eigene Arbeit. Planen Sie dafür feste Zeitfenster ein, damit niemand auf Rückmeldung warten muss.
Bildnerisches Gestalten kann an Maturitätsschulen als Schwerpunktfach gewählt werden. Wie viele Lektionen es umfasst und was bis zur Maturitätsprüfung erwartet wird, regeln Kanton und Schule. Dasselbe gilt für die Maturaarbeit: Rahmen, Umfang und Beurteilung legt die Schule fest. Das Material ist nicht amtlich geprüft und ersetzt keine schulinterne Vorgabe. Wer die Fachgeschichte breit hinterlegen möchte, findet im Sparpaket Meister der Moderne Künstlerreihen für die Oberstufe. Halten Sie Ihre Planung deshalb schriftlich fest und sprechen Sie sie mit Fachschaft und Schulleitung ab. Einzelne Reihen eignen sich auch für den Unterricht in der Gruppe, wenn mehrere Lernende ähnliche Verfahren nutzen möchten.
Massgeblich sind die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stelle, also des Kantons und Ihrer Schule. Sie entscheiden, wie Reihen eingesetzt und wie Arbeiten beurteilt werden. Das Material stammt aus dem deutschen Kunstunterricht, ist deutschsprachig und lässt sich in den bearbeitbaren Dateien an Ihre Begriffe anpassen. Lektionen, Semester und Beurteilung richten sich nach Ihrer Schule. Die Reform der gymnasialen Maturität mit neuem Rahmenlehrplan wird kantonal umgesetzt, prüfen Sie daher auch deren Hinweise. So wissen alle Beteiligten, welche Reihen in welcher Phase eingesetzt werden und wo Sie zusätzlich eigene Materialien verwenden. Halten Sie Entscheidungen zur Auswahl der Reihen schriftlich fest, damit sie für Kolleginnen und Kollegen nachvollziehbar bleiben.
Graphic Novel und Comic
Nam June Paik: Videokunst und Medienkritik
Yayoi Kusama: Installation und Wiederholung
Christo und Jeanne-Claude: VerhüllungEs richtet sich an Lehrpersonen am Gymnasium, die das Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten unterrichten oder gestalterische Maturaarbeiten betreuen. Für die Sekundarstufe I ist es nicht ausgelegt.
Nein. Rahmen, Umfang und Beurteilung von Schwerpunktfach und Maturaarbeit legen Kanton und Schule fest. Das Material ist nicht amtlich geprüft und bietet Methoden und Beispielreihen. Gleichen Sie die Anforderungen an Ihre Lernenden mit den Angaben Ihrer Schule ab.
Ja. Die Reihen sind fertig ausgearbeitet und enthalten Aufgaben mit Lösungswegen. Für die Betreuung offener Projekte brauchen Sie dennoch eigene Fachkenntnis, die Reihen strukturieren aber den Einstieg.
Ja. Sie können Aufgaben, Leitfragen und Vorlagen für Exposé und Dokumentation an Ihre Schule und an die Themen Ihrer Lernenden anpassen.
Die Aufgaben enthalten ausführliche Lösungswege, die als Orientierung dienen. Die Beurteilung eigener Projekte bleibt bei den Lehrpersonen.
Das Material ist deutschsprachig und wird als Download geliefert. Die Zahlung erfolgt in Euro, der Download steht sofort bereit und lässt sich auch ausserhalb Deutschlands nutzen.