Unterrichtsreihe
Flächeninhalt & Umfang verstehen
Acht Lernmodule mit Aufgaben A/B/C, Verlaufsplanung für 8 bis 12 Stunden, Lösungen, Lernhürden und Förderung. Von Rand und Innenfläche bis zur Sachaufgabe Garten.
Mathematik Klasse 3–6 · Größen und Messen, Daten und Zufall
Zwei Einheiten, die auf dasselbe Prinzip setzen: Erst handeln, zählen und würfeln, dann benennen und rechnen. Hier finden Sie die Reihe zu Flächeninhalt und Umfang, die Einheit zu Zufall und Ereignissen, passende Sparpakete und den Anschluss in die Sekundarstufe I.
Flächeninhalt und Umfang werden dann sicher unterschieden, wenn Kinder zuerst zwei verschiedene Dinge messen: den Rand mit einem Faden, das Innere mit Einheitsquadraten. Die Formeln A = a · b und U = 2a + 2b entstehen danach aus dem Zählen, sie werden nicht vorgegeben. Ein Rechteck mit 3 mal 4 Kästchen enthält 12 Flächenkästchen und hat einen Rand von 14 Kästchenkanten. Beim Zufall gilt dasselbe Vorgehen: Die Kinder schätzen, würfeln 30-mal, bündeln die Strichlisten und berechnen relative Häufigkeiten. Dabei sehen sie selbst, dass kleine Stichproben schwanken und ein früherer Wurf den nächsten nicht beeinflusst. Beide Themen finden Sie auf dieser Seite als Material für Klasse 3 bis 6. Die Reihe zu Flächeninhalt und Umfang (Klasse 3–6) kostet ab 24,99 €, die Einheit Zufall und Ereignisse (Klasse 5–6) ab 14,99 €.
Die häufigste Verwechslung im Geometrieunterricht der Grundschule lautet: Die Kinder rechnen einen Umfang aus, obwohl nach der Fläche gefragt ist, oder umgekehrt. Meist fehlt die Vorstellung, dass Rand und Inneres verschiedene Messgegenstände sind. Ein Faden entlang des Randes liefert eine Länge, Einheitsquadrate im Inneren liefern einen Flächeninhalt. Eine Figur besitzt beide Maße, aber ihre Einheiten unterscheiden sich.
Die Reihe beginnt deshalb ohne Formel. In Modul 1 malen die Kinder bei einem Rechteck aus 3 mal 4 Kästchen den Rand blau und das Innere gelb und zählen Innenkästchen und Randkanten getrennt. Ergebnis: A = 12 Kästchen², U = 14 Kästchenkanten. Die Transferfrage lautet, warum sich die Anzahl der Kästchen nicht als Umfang angeben lässt. Warum Kinder beide Größen durcheinanderbringen, beschreibt der Beitrag Fläche und Umfang verwechselt.
Eine zweite Stufe betrifft die Einheiten. Ein Zentimeter beschreibt eine Länge, ein Quadratzentimeter eine Fläche. Ein Quadrat mit 1 cm Seitenlänge bedeckt 1 cm². Im Material entscheiden die Kinder vor dem Rechnen, ob nach dem Rand oder nach der bedeckten Fläche gefragt ist, und schreiben die passende Einheit zuerst auf. Eine Maßzahl ohne Einheit gilt als unvollständig. Zuordnungsaufgaben wie Zaunlänge, Teppichgröße, Bildrahmenlänge und Tischoberfläche machen den Unterschied im Alltag greifbar.
In einem Rechteck mit a Spalten und b Reihen liegen a · b Einheitsquadrate. Wer das selbst gezählt hat, muss die Formel nicht auswendig lernen: Sie ist eine Abkürzung für das Zählen in Bündeln. Im Schülerheft zeichnen die Kinder 4 Spalten und 5 Reihen, zählen erst einzeln, dann in Reihen, und kommen auf 4 · 5 = 20. Danach folgt 7 cm mal 3 cm mit 21 cm² und der Auftrag, den Rechenweg zu erläutern. Wie sich dieser Schritt im Unterricht aufbauen lässt, steht im Beitrag Rechteckformel mit Einheitsquadraten begründen.
Den Umfang leiten die Kinder ebenso her. Ein Rechteck hat zwei Seiten der Länge a und zwei der Länge b. Einmal außen herum ergibt a + b + a + b, zusammengefasst U = 2a + 2b. Für 8 cm mal 2 cm ergibt das 20 cm. Die folgende Tabelle stellt beide Größen nebeneinander, so wie sie im Heft gegenübergestellt werden.
| Frage | Umfang U | Flächeninhalt A |
|---|---|---|
| Was wird gemessen? | die Länge des Randes | wie viele Einheitsquadrate das Innere bedecken |
| Einheit | cm oder m | cm² oder m² |
| Formel beim Rechteck | U = 2a + 2b | A = a · b |
| Beispiel 2 cm × 3 cm | 10 cm | 6 cm² |
| Beispiel 8 cm × 2 cm | 20 cm | 16 cm² |
| Alltagsbeispiel | Zaun, Bildrahmen | Teppich, Tischfläche |
Dass eine Größe die andere nicht festlegt, zeigt Modul 5. Rechtecke mit A = 12 cm² sind 1 × 12, 2 × 6 und 3 × 4. Ihre Umfänge betragen 26 cm, 16 cm und 14 cm. Dieselbe Anzahl Einheitsquadrate ergibt also je nach Form einen anderen Rand. Umgekehrt haben zwei Rechtecke mit U = 20 cm, etwa 8 × 2 mit 16 cm² und 6 × 4 mit 24 cm², verschiedene Flächeninhalte.
In Sachaufgaben muss die gesuchte Größe gedeutet werden. Ein Zaun folgt dem Rand und braucht eine Länge, Pflanzen für ein Beet hängen vom Flächeninhalt ab. In Modul 7 ist ein Garten 8 m lang und 5 m breit. Die Kinder schreiben vor dem Rechnen „Zaun = Umfang“ und „Pflanzen = Fläche“ auf und erhalten A = 40 m² und U = 26 m. Werden 2 Pflanzen pro Quadratmeter gebraucht, sind es 80 Pflanzen. Die Transferfrage nach den Annahmen (rechteckige Form, vollständige Bepflanzung, keine Beete oder Lücken) übt, Modelle kritisch zu lesen.
Zwei weitere Module sind für die Sachebene wichtig. In Modul 6 wird eine L-Form aus einem 4 × 3-Rechteck ohne ein 2 × 1-Rechteck gebildet: A = 12 − 2 = 10 Kästchen², der Umfang beträgt 14 Einheiten. Innere Trennlinien gehören nicht zum Umfang, deshalb dürfen die Umfänge der Teilrechtecke nicht einfach addiert werden. In Modul 8 entwerfen die Kinder eine Spielfläche mit A = 24 m² und rechnen jede Variante aus: 1 × 24 ergibt U = 50 m, 2 × 12 ergibt 28 m, 3 × 8 ergibt 22 m und 4 × 6 ergibt 20 m. Unter den ganzzahligen Paaren braucht 4 × 6 am wenigsten Randmaterial.
Die Einheit Zufall und Ereignisse für Klasse 5 und 6 folgt derselben Idee. Die Kinder schätzen zuerst, würfeln dann 30-mal und führen mit ihrer Partnerin oder ihrem Partner eine Strichliste für 1 bis 6. Die Summe muss 30 ergeben; wer nachzählt, findet Fehler in der Liste selbst. Wie das Experiment geplant und ausgewertet wird, beschreibt der Beitrag Würfelexperiment planen und auswerten.
Im Material steht ein Datensatz: 1:4, 2:6, 3:3, 4:5, 5:7, 6:5. Gerade Zahlen kamen 6 + 5 + 5 = 16-mal vor, also 16/30 ≈ 53,3 %. Eine Zahl größer als 4 fiel 7 + 5 = 12-mal, das sind 12/30 = 40 %. Verglichen wird mit 1/2 und 1/3. Abweichungen sind bei 30 Würfen normal; die experimentelle Häufigkeit ist von der theoretischen Wahrscheinlichkeit zu unterscheiden, die sich aus wenigen Würfen nicht beweisen lässt.
Zwei Aufgaben räumen Fehlvorstellungen aus. Bei zwei Würfeln zählen geordnete Paare: Die Summe 7 entsteht auf sechs Arten, nämlich (1,6), (2,5), (3,4), (4,3), (5,2) und (6,1), die Summe 2 nur als (1,1). Beim Münzwurf prüfen die Kinder die Aussage „Jetzt muss Zahl kommen“. Bei einer fairen Münze und unabhängigen Würfen bleibt P(Zahl) = 1/2, vorherige Würfe erzwingen nichts. Mehr dazu im Beitrag Spielerfehlschluss beim Münzwurf.
Die folgenden sechs Titel decken beide Themen ab: zuerst die beiden Einzeltitel, dann die Sparpakete und die Mathematik-Sammlungen. Beide Einzeltitel enthalten Lehrkraftausgabe und Schülerheft als getrennte PDF-Dateien.
Unterrichtsreihe
Acht Lernmodule mit Aufgaben A/B/C, Verlaufsplanung für 8 bis 12 Stunden, Lösungen, Lernhürden und Förderung. Von Rand und Innenfläche bis zur Sachaufgabe Garten.
Unterrichtseinheit
Erst schätzen, dann 30-mal würfeln, Strichliste führen und relative Häufigkeiten berechnen. Sechs Arbeitsblätter mit A/B-Aufgaben, Forscherblatt und Lerncheck für 4 bis 6 Stunden.
Sparpaket
Fünf Einheiten mit zusammen 30 Arbeitsblättern für etwa 20 bis 30 Stunden, darunter Zufall & Ereignisse. Statt 74,95 € für 49,99 €.
Sparpaket
Fünf Reihen mit zusammen 40 Modulen für etwa 40 bis 60 Stunden, darunter Flächeninhalt & Umfang. Statt 124,95 € für 79,99 €.
Wachsendes Materialpaket
Das wachsende Materialpaket für die Grundschulmathematik, als Ergänzung zu den beiden Einzeltiteln, wenn Sie darüber hinaus weiteres Übungsmaterial suchen.
Wachsende Sammlung
Die wachsende Sammlung für Klasse 5 bis 9, gedacht für Lerngruppen, die in der Sekundarstufe I weiterarbeiten.
Für die Zeit nach Klasse 6 bietet sich die Unterrichtsreihe Flächeninhalt und Umfang von Vierecken an, die als Anschluss ab Klasse 6/7 gedacht ist. Alle Einheiten im Überblick: Differenziertes Unterrichtsmaterial für Klasse 2 bis 7.
Die Reihe ist in acht Stunden gegliedert. Die ersten vier Stunden bauen die Begriffe auf, die zweiten vier wenden sie an. Die Stunden 1 bis 4 beginnen mit einem Bildimpuls und einer Vermutung (10 Minuten), die Stunden 5 bis 8 mit einer Wiederholung (8 Minuten) und enden mit Transfer C und Exit-Ticket.
| Stunde | Thema | Beispiel aus dem Heft |
|---|---|---|
| 1 | Rand und Innenfläche | 3 × 4 Kästchen: A = 12 Kästchen², U = 14 Kästchenkanten |
| 2 | Einheiten verstehen | 2 cm × 3 cm: A = 6 cm², U = 10 cm |
| 3 | Rechteckformel begründen | 4 Reihen zu je 5 Quadraten: 4 · 5 = 20 cm² |
| 4 | Umfangformel begründen | 8 cm × 2 cm: U = 8 + 2 + 8 + 2 = 20 cm |
| 5 | Gleiche Fläche, anderer Rand | A = 12 cm²: U = 26, 16 und 14 cm |
| 6 | Zusammengesetzte Figur | 4 × 3 minus 2 × 1: A = 10 Kästchen² |
| 7 | Sachaufgabe Garten | 8 m × 5 m: 40 m² und 26 m |
| 8 | Planen und prüfen | A = 24 m²: 4 × 6 m hat U = 20 m |
Für die Einheit Zufall und Ereignisse sind 4 bis 6 Stunden vorgesehen; die sechs Kopiervorlagen lassen sich nach Bedarf kombinieren.
Titel für den Einstieg und für das weitere Üben:
Warm-up Klasse 3
Warm-up Klasse 4
Beiträge und Seiten zu beiden Themen und zu angrenzenden Fächern.
Die Reihe ist für Klasse 3 bis 6 angelegt. Die Aufgaben sind in drei Stufen gegliedert: A sichert Begriffe und Verfahren, B verlangt Anwenden und Begründen, C fordert eigenständigen Transfer. So lässt sich dieselbe Reihe in der Grundschule und in der Unterstufe unterschiedlich weit ausschöpfen.
Die Verlaufsplanung sieht je nach Lerngruppe 8 bis 12 Unterrichtsstunden vor. Die acht Lernmodule lassen sich auch einzeln als Stationen einsetzen, und die Abfolge kann gekürzt werden, ohne dass die Lernlogik verloren geht.
Nein. In Modul 3 entsteht die Formel aus dem Zählen: In einem Rechteck mit a Spalten und b Reihen liegen a · b Einheitsquadrate. Die Kinder zeichnen erst 4 Spalten und 5 Reihen, zählen einzeln und dann in Bündeln, und rechnen danach 4 · 5 = 20.
Die Kinder würfeln 30-mal und halten die Würfe in einer Strichliste fest, deren Summe 30 ergeben muss. Aus diesen Daten berechnen sie relative Häufigkeiten. Die Lehrkraft weist ausdrücklich darauf hin, dass bei 30 Würfen Abweichungen normal sind und die theoretische Wahrscheinlichkeit aus so wenigen Würfen nicht bewiesen wird.
Die Einheit ist für Klasse 5 und 6 angelegt und sieht 4 bis 6 Unterrichtsstunden vor. Behandelt werden die Ergebnismenge eines Würfels, relative Häufigkeiten als Bruch und Prozentwert sowie die Paare bei zwei Würfeln.
Beide Einheiten lassen sich den Leitideen Größen und Messen, Raum und Form sowie Daten und Zufall zuordnen. Verbindlich sind allein die Vorgaben der zuständigen Stelle Ihres Landes. Prüfen Sie deshalb anhand der Inhaltsangaben auf dieser Seite, welche Module zu Ihrem schulinternen Curriculum passen.