
FachKomplett Geschichte
Quellenbasierte Reihen von der Antike bis zur Zeitgeschichte, jeweils als Block für drei bis fünf Wochen.
Brandenburg · Geschichte · Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde
Geschichte und LER teilen in Brandenburg eine Aufgabe: Sie sollen Lernenden helfen, Aussagen zu prüfen und Haltungen zu begründen. Diese Seite zeigt, wie sich beide Fächer in den sieben Wochen nach den Herbstferien aufeinander abstimmen lassen und welche Reihen sich dafür eignen.
Kurz gesagt: In den sieben Wochen bis Weihnachten reicht die Zeit in Geschichte und LER für je zwei kompakte Reihen. Wirksam ist ein fester Dreischritt: Material beschreiben, Aussage prüfen, Position begründen. Er funktioniert mit einer Quelle im Geschichtsunterricht genauso wie mit einem Dilemma in LER und lässt sich in beiden Fächern ohne neue Methode wiederholen.
Brandenburg bietet Anschauungsmaterial, das Lernende aus ihrem Umfeld kennen oder leicht erreichen können. Schloss Cecilienhof in Potsdam steht für die Potsdamer Konferenz 1945, die Gedenkstätte Sachsenhausen in Oranienburg für die Geschichte der nationalsozialistischen Lager. Beide Orte eignen sich als Einstieg in eine Reihe, auch ohne Exkursion, wenn ein Foto, ein Plan oder ein Zeitzeugenbericht als Ausgangsmaterial dient.
Für Sek I bietet sich die Unterrichtsreihe zur Berliner Mauer an, weil die Teilung der Region bis heute sichtbar ist. Wie Zeitzeugenberichte altersgerecht erschlossen werden können, zeigt der Beitrag Die Berliner Mauer in Sek I.
Viele Quellenanalysen scheitern nicht an der Quelle, sondern an einem zu langen Fragenkatalog. Drei Fragen genügen für den Einstieg: Wer spricht oder zeigt hier, zu wem, und mit welcher Absicht? Erst danach folgen Inhalt und Einordnung. Diese Reihenfolge verhindert, dass Lernende eine Quelle als bloße Informationsquelle lesen.
In der Oberstufe lässt sich das Raster erweitern: Welche Perspektive fehlt, und wie würde sie die Deutung verändern? Für die Zeit nach 1945 bietet die Reihe zur Vergangenheitspolitik in den Besatzungszonen Quellen, an denen sich genau diese Perspektivfrage üben lässt.
LER verbindet Lebensgestaltung, Ethik und Religionskunde. Das Fach hat in Brandenburg einen eigenen Zugang, weil es nicht bekenntnisgebunden ist und Fragen nach Normen, Werten und Weltsichten gemeinsam behandelt. Im Unterricht bewährt sich ein Ablauf, der Meinungen nicht sofort einfordert: Dilemma vorstellen, Position zugeteilt bekommen, zehn Minuten verteidigen, dann die Rollen tauschen. Wer die Gegenposition stark machen muss, versteht die eigene besser.
Wenn ein Thema anspruchsvoller sein darf, eignet sich Nußbaum: Die Grenzen der Gerechtigkeit für Lerngruppen ab der Oberstufe, die Gerechtigkeitstheorien vergleichen sollen. Für Fragen von Krieg und Frieden steht die Reihe Friedensethik bereit.
Eine Zusammenarbeit zwischen Geschichte und LER ist kein Zusatzaufwand, wenn sie klein beginnt. Ein Beispiel: Im Geschichtsunterricht steht die Nachkriegszeit an, in LER die Frage, wie eine Gesellschaft mit Schuld umgeht. Die Lernenden analysieren in Geschichte eine Quelle zur Entnazifizierung und diskutieren in LER, was Verantwortung heute bedeutet. Beide Lehrkräfte nutzen dieselbe Textstelle, und die Lerngruppe erlebt, dass Fächer nicht getrennt denken.
Wer eine Gedenkstättenfahrt plant, sollte Vor- und Nachbereitung auf beide Fächer verteilen: Geschichte klärt den Ort und die Quellen, LER bearbeitet die Fragen, die der Besuch auslöst. Das entlastet die einzelne Lehrkraft und erhöht die Wirkung.
| Woche | Geschichte | LER | Verbindung |
|---|---|---|---|
| 1 | Wiederholung: Zeitleiste und Begriffe | Gesprächsregeln, Dilemma als Einstieg | Gemeinsamer Impuls: Was heißt Verantwortung? |
| 2 | Einstiegsquelle, Quellenfragen einführen | Position zugeteilt bekommen und begründen | Gleiches Raster in beiden Fächern |
| 3 | Quellenarbeit zum Themenfeld | Reihe zu Gerechtigkeit oder Frieden | Querverweise sammeln |
| 4 | Schriftliche Überprüfung | Reflexionsaufgabe | Kriterienraster vorab besprechen |
| 5 | Auswertung, Transferaufgabe | Rollentausch, Vertiefung | Beispiel für Verknüpfung in beiden Fächern |
| 6 | Präsentationen | Portfolio oder Podiumsgespräch | Gemeinsame Rückmeldung |
| 7 | Wiederholung und Feedback | Wiederholung und Feedback | Material fürs neue Jahr sortieren |
Die Verbindungsspalte ist ein Angebot. Wer die Fächer nicht abstimmen kann, nutzt das Raster für jedes Fach einzeln.
Für Geschichte bewähren sich Quellenanalysen mit gestuften Aufgaben, für LER Reflexionsaufgaben mit klaren Kriterien: Sachlichkeit, Begründung, Perspektivwechsel. Beide Formate lassen sich mit einem kurzen Kriterienraster korrigieren. Legen Sie die schriftliche Überprüfung in Woche 4 oder 6, damit Korrektur und Rückgabe vor die Zeugnisphase fallen.
Wer sich im Dezember entlasten will, plant eine Reihe mit hohem Eigenanteil der Lernenden, etwa ein Portfolio oder eine Präsentation, bei der die Lehrkraft vor allem berät. Das senkt die Vorbereitung und hebt die Qualität der Ergebnisse.
Quellen sind für leseschwache Lernende oft eine doppelte Hürde: Der Text ist alt und das Thema fremd. Hilfreich sind drei Stufen derselben Quelle, nämlich das Original, eine gekürzte Fassung mit Worterklärungen am Rand und eine Zusammenfassung in einfacher Sprache. Alle Lernenden beantworten dieselben drei Quellenfragen, nur der Zugang unterscheidet sich. Die Auswertung im Plenum gelingt dann auf gleicher Höhe. Wichtig ist, dass keine Stufe als Defizitvariante etikettiert wird: Nummerieren Sie die Fassungen neutral und lassen Sie die Lernenden nach der ersten Lesephase selbst entscheiden, ob sie wechseln möchten.
In LER gilt Ähnliches für Dilemmata. Ein Fall wird in zwei Längen angeboten, mit Zusatzinformationen als Kärtchen für Gruppen, die tiefer einsteigen wollen. Der Rollentausch bleibt für alle gleich, weil er die eigentliche fachliche Leistung verlangt: die Argumente der Gegenseite so zu formulieren, dass diese sich wiedererkennt.
Sechs Reihen und Pakete, die sich gut auf die Wochen bis Weihnachten verteilen lassen. Alle Dateien stehen nach dem Kauf sofort als Download bereit.

Quellenbasierte Reihen von der Antike bis zur Zeitgeschichte, jeweils als Block für drei bis fünf Wochen.

Reihen zu Ethik, Moral und Gerechtigkeit, die sich für LER gut anpassen lassen.

Reihen zu Demokratie, Wirtschaft und Politik für fächerverbindende Projekte.

Lehrplan-Paket Geschichte für die Brandenburger Oberstufe mit Quellen und Aufgaben.
Unterrichtsreihe zu Krieg, Frieden und Verantwortung mit Texten und Diskussionsimpulsen.

Reihe zum Umgang mit dem Nationalsozialismus nach 1945, geeignet für die Oberstufe.
Das Material ist passend zum Lehrstoff aufgebaut – und falls etwas doch nicht zu euren Vorgaben passt, greift die stifo-Garantie: Wir passen es individuell für euch an.
Meldung innerhalb von 30 Tagen nach Kauf, die angepasste Fassung folgt innerhalb von 10 Werktagen, ohne Zusatzkosten.
Bei Schulbeginn am 2. November sind es rechnerisch sieben Wochen bis zum 18. Dezember. Nach Abzug von Ausfall und Arbeiten bleiben etwa fünf Wochen für neuen Stoff.
Arbeiten Sie mit einer Quelle und drei Fragen: Wer spricht, zu wem, mit welcher Absicht. Ergänzen Sie Inhalt und Einordnung erst danach. Das Raster passt auf Text, Bild und Karikatur.
LER ist in Brandenburg ein Pflichtfach, das Lebensgestaltung, Ethik und Religionskunde verbindet und nicht an ein Bekenntnis gebunden ist. Die Reihen zu Ethik lassen sich deshalb gut übernehmen, sollten aber um Fragen zur Lebensgestaltung ergänzt werden.
Das Material orientiert sich an den Themenfeldern der Rahmenlehrpläne, ist aber nicht ministeriell geprüft oder zugelassen. Die Fachkonferenz entscheidet, was in das schulinterne Curriculum passt.
Verteilen Sie Vorbereitung und Nachbereitung auf Geschichte und LER: Geschichte klärt Ort und Quellen, LER bearbeitet die Fragen, die der Besuch auslöst. Planen Sie für die Nachbereitung mindestens eine Doppelstunde ein.
Legen Sie schriftliche Aufgaben in Woche 4 oder 6 und arbeiten Sie mit einem Kriterienraster aus drei bis vier Punkten. Sprechen Sie die Kriterien vorab mit den Lernenden durch.