Sparpaket
Sparpaket: Fotografie als Kunst – Becher, Gursky & Sherman
Bündelt alle drei Positionen für ein Halbjahr zur künstlerischen Fotografie, mit Bildvergleich und eigener Fotoserie.
3 Materialien = 15 % · 4 = 20 % · 5 = 25 % Rabatt.
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Kunst Sek II · Fotografie
Unterrichtsreihen und passende Ergänzungen zu drei gegensätzlichen Positionen künstlerischer Fotografie: Typologie bei Bernd und Hilla Becher, digitale Großbildfotografie bei Andreas Gursky und inszenierte Selbstporträts bei Cindy Sherman, für die Qualifikationsphase im Fach Kunst.
Fotografie als eigenständige Kunstform lässt sich im Kunstunterricht der Qualifikationsphase über drei gegensätzliche Positionen erschließen, die gemeinsam zeigen, wie unterschiedlich das Medium eingesetzt werden kann: Bernd und Hilla Becher katalogisieren Industriebauten in streng seriellen Typologien, Andreas Gursky überhöht großformatige, oft digital bearbeitete Ansichten von Massenphänomenen, und Cindy Sherman inszeniert sich selbst in wechselnden Rollen vor der eigenen Kamera. Für den Kunstunterricht der Sekundarstufe II eignen sich alle drei, weil sie die Frage verhandeln, was ein Foto zum Kunstwerk macht, wenn die reine Abbildung allein nicht ausreicht. Die drei zugehörigen Unterrichtsreihen liefern Arbeitsblätter, Bildvergleiche und ein Klausurformat mit Erwartungshorizont und lassen sich einzeln oder im Sparpaket Fotografie als Kunst kombinieren.
Seit den 1960er-Jahren fotografieren Bernd und Hilla Becher Fördertürme, Wassertürme und Hochöfen frontal, in gleichmäßigem Licht und ohne erkennbare Handschrift. Erst die Anordnung mehrerer Aufnahmen desselben Bautyps zu einer Tafel macht aus den Einzelfotos eine Typologie, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Bauwerke sichtbar macht. Für den Unterricht liefert diese serielle Methode ein klares Analysewerkzeug: Beschreibung, Vergleich und die Frage, warum eine scheinbar neutrale Dokumentation als Kunstwerk gilt.
Gursky fotografiert Orte massenhafter menschlicher Aktivität, Börsenhandelssäle, Lagerhallen, Fassaden, meist aus erhöhter, distanzierter Position und in großem Format. Viele seiner Arbeiten sind digital bearbeitet, Details werden geschärft oder wiederholt, ohne dass dies auf den ersten Blick sichtbar wird. Diese Bearbeitung wirft im Unterricht unmittelbar die Frage nach dem Wahrheitsanspruch der Fotografie auf, die sich gut mit einer kurzen Bildquellenkritik verbinden lässt.
Sherman tritt in ihren Serien, etwa den „Untitled Film Stills", selbst vor die Kamera, in wechselnden Rollen, Kostümen und Lichtsituationen, die an Filmstills erinnern, ohne einem konkreten Film zuzuordnen zu sein. Die Fotografien werfen die Frage auf, wie Identität durch Rolle, Pose und Bildregie konstruiert wird, statt vorausgesetzt zu sein. Für den Unterricht bietet dieser Ansatz einen direkten Anschluss an Selbstinszenierung in sozialen Medien.
Ein tragfähiger Einstieg zeigt je ein Bild der drei Positionen ohne Künstlernamen und fragt, was die Fotografien jeweils zum Kunstwerk statt zur bloßen Aufnahme macht. Die Antworten fallen erwartbar unterschiedlich aus: Serialität bei Becher, Inszenierung der Wirklichkeit bei Gursky, Inszenierung der eigenen Person bei Sherman. Dieser Dreiklang trägt eine vergleichende Klausur und lässt sich um Jeff Wall erweitern, der mit großformatigen, oft am Filmset orientierten Tableaus eine vierte, eigenständige Position markiert und dem eine eigene Seite gewidmet ist.
Für die praktische Umsetzung eignet sich ein eigenes Fotoprojekt mit dem Smartphone, in dem jede Gruppe eine der drei Methoden nachstellt: eine kleine Typologie gleichartiger Objekte, eine überhöhte Ansicht eines belebten Orts oder ein inszeniertes Selbstporträt in einer gewählten Rolle.
Häufig wird Fotografie pauschal als objektives Abbild behandelt, obwohl gerade Gurskys Bearbeitung und Shermans Inszenierung das Gegenteil zeigen. Ein zweiter Fehler besteht darin, Bechers serielle Methode als bloße Dokumentation misszuverstehen, ohne die Entscheidung für Ausschnitt, Licht und Anordnung als gestalterische Mittel zu erkennen. Drittens wird Shermans Werk gelegentlich autobiografisch gelesen, obwohl die dargestellten Figuren ausdrücklich Rollen sind, keine Selbstporträts im engeren Sinn.
Klausuraufgaben zu diesem Themenfeld folgen den Anforderungsbereichen beschreiben, analysieren, deuten und beurteilen, meist im Vergleich zweier der drei Positionen. Ein Erwartungshorizont mit Punktverteilung liegt bei und lässt sich an eigene Kriterien anpassen. Welche Operatoren und Prüfungsformate verbindlich sind, regelt der Abitur-Erlass des jeweiligen Bundeslands; die Materialien sind nicht ministeriell geprüft, zugelassen oder empfohlen.
Die drei Einzelreihen lassen sich getrennt einsetzen oder im Sparpaket Fotografie als Kunst kombinieren. Für die methodische Grundlage vor der Werkbetrachtung ergänzt das Lernheft zur Bildanalyse die Reihe sinnvoll, für die ganze Fachschaft lohnt sich FachKomplett Kunst.
Sparpaket
Bündelt alle drei Positionen für ein Halbjahr zur künstlerischen Fotografie, mit Bildvergleich und eigener Fotoserie.
Unterrichtsreihe
Serielle Industriefotografie als Analysewerkzeug: Beschreibung, Vergleich und die Frage nach dem Kunstwert der Dokumentation.
Unterrichtsreihe
Großformat, Massenphänomene und digitale Bearbeitung als Ausgangspunkt für eine Bildquellenkritik.
Unterrichtsreihe
Rolle, Pose und Bildregie als Mittel der Selbstinszenierung, mit direktem Bezug zu sozialen Medien.
Lernheft
Liefert das Analyseraster, das sich von der Malerei auf die Fotografie übertragen lässt.
FachKomplett
Bündelt Becher, Gursky, Sherman und weitere Reihen zur Gegenwartskunst in einem Gesamtpaket.
Fotografie berührt weitere Positionen der Gegenwartskunst, die mit Medienkritik, öffentlichem Raum oder fotobasierter Malerei arbeiten. Jeff Wall markiert dabei eine vierte, eigenständige Position inszenierter Großformatfotografie und ist auf einer eigenen Seite ausführlich dargestellt.
Die folgende Übersicht ordnet die drei Positionen und passende Ergänzungen nach Stufe und Einsatzschwerpunkt und lässt sich als Vorlage für die Fachkonferenz nutzen.
| Position oder Reihe | Stufe | Kernbegriffe | Einsatzschwerpunkt |
|---|---|---|---|
| Bernd und Hilla Becher | Qualifikationsphase, Klasse 11 bis 13 | Typologie, Serialität, Industriearchitektur | Bildvergleich, Analyseraster |
| Andreas Gursky | Qualifikationsphase, Klasse 11 bis 13 | Großformat, digitale Bearbeitung | Bildquellenkritik, Wahrheitsanspruch |
| Cindy Sherman | Qualifikationsphase, Klasse 11 bis 13 | Inszenierung, Rolle, Identität | Bezug zu sozialen Medien |
| Sparpaket Fotografie als Kunst | Qualifikationsphase, Klasse 11 bis 13 | Drei Positionen im Vergleich | Halbjahresthema, eigene Fotoserie |
| Bildanalyse | Einführungsphase, Klasse 10 bis 11 | Fachbegriffe, Analyseraster | Grundlagen vor der Werkbetrachtung |
| FachKomplett Kunst | Sek I und Sek II | über 100 Unterrichtsreihen | Fachschaftslizenz für den gesamten Jahrgang |
Alle drei zeigen unterschiedliche Antworten auf dieselbe Frage, was ein Foto zum Kunstwerk macht: Serialität bei Becher, Bearbeitung des Massenphänomens bei Gursky, Inszenierung der eigenen Person bei Sherman. Der Dreiervergleich trägt eine vollständige Klausur.
Bernd und Hilla Becher fotografieren Industriebauten frontal und in gleichmäßigem Licht. Erst die Anordnung mehrerer Aufnahmen desselben Bautyps zu einer Tafel macht die Typologie sichtbar, nicht das Einzelfoto.
Viele Arbeiten Gurskys sind digital verändert, etwa durch geschärfte oder wiederholte Details, ohne dass dies auf den ersten Blick auffällt. Das wirft die Frage nach dem Wahrheitsanspruch der Fotografie auf.
Sherman tritt zwar selbst vor die Kamera, stellt aber ausdrücklich Rollen dar, keine Selbstporträts im engeren Sinn. Die Werke fragen, wie Identität durch Pose und Bildregie konstruiert wird.
Jeff Wall markiert mit inszenierten, oft am Filmset orientierten Großformatfotografien eine vierte Position und lässt sich als Erweiterung des Dreiervergleichs einsetzen. Er ist auf einer eigenen Seite ausführlich dargestellt.
Die Reihen lassen sich den Kompetenzbereichen aus Kernlehrplan, Bildungsplan, Rahmenlehrplan oder Fachanforderungen zuordnen. Verbindliche Vorgaben regelt der Abitur-Erlass Ihres Bundeslands; die Materialien sind nicht ministeriell geprüft, zugelassen oder empfohlen.