Unterrichtsreihe
Piktogramme als Zeichenfamilie
Drei Zeichen für Schlüsselabgabe, Gepäck und Information werden verkleinert, bis Binnenräume kritisch werden.
Gestaltung Berufsschule · Zeichen und Orientierung
Zeichen, Pfeile und Farben sollen Menschen ohne Worte leiten. Diese Seite zeigt, wie vier Reihen die Formregeln, die Blickrichtung und die Prüfung mit Fremden vermitteln.
Wie unterrichtet man visuelle Kommunikation, die ohne Worte funktioniert? Mit Zeichen, die verkleinert, gedreht und von Fremden getestet werden. In Piktogramme als Zeichenfamilie lernen die Lernenden, welche Merkmale ein Zeichen behalten muss. Das Leitsystem für einen Messestand klärt, dass ein Pfeil von Standort und Blickrichtung abhängt. Farbe als Orientierung sichert Codierungen durch Graustufen ab, und Bildanleitungen entwickeln überträgt das Prinzip auf Handlungsfolgen. Weitere Reihen finden Sie in der Kollektion Kunst & Gestaltung Berufsschule.
Ein Piktogramm ist keine kleine Illustration. Es behält genau die Merkmale, die zum Erkennen nötig sind, und gibt alles andere ab. Beim Schlüssel tragen Bart, Schaft und Ring mehr Bedeutung als eine metallische Schraffur. Die Reihe Piktogramme als Zeichenfamilie macht diese Reduktion zum Verfahren: Ein Gästehaus braucht Zeichen für Schlüsselabgabe, Gepäck und Information, die Gäste in kleiner Größe unterscheiden können. Die Lernenden verkleinern ihren Entwurf, bis Binnenräume kritisch werden, und überarbeiten zuerst die schwächste Stelle.
Als Einstieg dient eine Frage, die auf dem Papier schnell zu beantworten ist und im Kopf trotzdem hakt: Nennen Sie zwei Merkmale, die einen Koffer vom Quadrat unterscheiden. Daraus entsteht die Liste der notwendigen Formmerkmale, die später die Familienregeln bestimmt: gleiche Konturstärke, gleiche Eckenform, gleiche Perspektive. Ein häufiger Fehler zeigt sich beim Test: Ein Zeichen wird für eine Handtasche gehalten, obwohl es ein Koffer sein sollte. Kräftige Silhouetten mit offenen Innenräumen verhindern das; beim Bügel darf der Haken nicht zu einem Fleck zulaufen.
Die Zeichenfamilie ist der zweite Prüfstein. Ein Zeichen kann allein überzeugen und trotzdem aus der Reihe fallen, wenn es mit anderer Konturstärke gezeichnet wurde. Die Lernenden stellen drei Quadrate von 6 cm nebeneinander und sehen, ob das flächige „i“ zu den linearen Zeichen für Schlüssel und Koffer passt.
Ein Plan zeigt Orte von oben, ein Pfeil wendet sich an Menschen, die an einer bestimmten Stelle stehen. Dreht man sich um, tauschen links und rechts ihre Bedeutung. Die Reihe Leitsysteme für einen Messestand legt deshalb zuerst Standort und Blickrichtung fest. Eine Ausbildungsmesse braucht Wegweiser zu Werkstatt, Beratung und Anmeldung, und Besuchende erreichen die Kreuzung von zwei Seiten. Die Einstiegsfrage lautet: Was bedeutet „Werkstatt links“ für eine Person aus der Gegenrichtung?
Die Beispiellösung für den Zugang aus Süden zeigt das Druckatelier links, das Fotostudio rechts. Aus dem Norden werden beide Pfeile umgekehrt, die Symbolsprache bleibt gleich. Ein praktischer Stolperstein ist der mobile Aufsteller, der versehentlich umgedreht wird. Die Klasse entwirft die Schilder aus der jeweiligen Blickrichtung und testet mit dem Plan separat. Als Grundriss dient ein erfundener Plan ohne reale Gefahrenkennzeichnung, was rechtliche Fragen zu Rettungszeichen bewusst ausklammert.
Wo Zeichen und Wege zusammenkommen, wird Farbe schnell zur Hauptinformation. In Farbe als Orientierung kennzeichnen die Lernenden drei Abholbereiche eines Fachmarkts, wobei das System auch dann funktionieren soll, wenn zwei Farbtöne ähnlich erscheinen. Sie prüfen Farb- und Schwarzweißversion getrennt und tauschen die Karten mit einem anderen Team. Wenn nur noch die Helligkeit trägt, braucht der Bereich einen zweiten Code, etwa Kreis, Streifen oder Dreieck. Für Ihre Klasse ergibt sich daraus eine feste Regel für alle Zeichen- und Leitaufgaben: Was nur über den Farbton unterscheidbar ist, gilt nicht als unterscheidbar.
Die vierte Reihe, Bildanleitungen entwickeln, überträgt das Prinzip auf Handlungen. Ein Papierständer kommt flach beim Kunden an, die Anleitung soll den Aufbau ohne mündliche Hilfe ermöglichen. Ein Foto des fertigen Ständers ist keine Anleitung. Es zeigt, wie der Ständer aussieht, aber nicht, was zu tun ist. Die Klasse lässt den Aufbau stumm testen und zeichnet das erste missverständliche Panel neu. Falzlinie und Bewegungspfeil sind dabei zwei verschiedene Zeichen, und wer sie verwechselt, klappt die falsche Seite um.
Ein möglicher Ablauf beginnt mit den Piktogrammen, weil Formregeln den Rest tragen, geht über das Leitsystem zur räumlichen Anwendung und schließt mit Farbe und Bildanleitung. Jede Reihe braucht 8 × 45 Minuten und eine Praxisprüfung von 90 Minuten. Ein sinnvoller Zwischenschritt ist ein gemeinsames Zeichenblatt: Nach der Piktogramm-Reihe hängen alle Sets nebeneinander, und die Klasse sucht das Zeichen, das am häufigsten verwechselt wurde. Daraus entsteht ohne Mehraufwand eine Fehlerstatistik, die Sie bei der nächsten Reihe aufgreifen können, etwa wenn das Leitsystem dieselben Zeichen in einem größeren Zusammenhang verwendet. Vorkenntnisse sind nicht nötig, Rasterpapier, Filzstift, Klebepunkte und Papierstreifen genügen.
Jede Reihe kostet einzeln 39,90 € als Einzellizenz oder 199,50 € als Schullizenz.
Unterrichtsreihe
Drei Zeichen für Schlüsselabgabe, Gepäck und Information werden verkleinert, bis Binnenräume kritisch werden.
Unterrichtsreihe
Zwei Schilder für eine T-Kreuzung werden aus der Blickrichtung der Besuchenden entworfen und am Grundriss geprüft.
Unterrichtsreihe
Drei Abholbereiche erhalten Farbkarten, die in Graustufen mit Kreis, Streifen und Dreieck unterscheidbar bleiben.
Unterrichtsreihe
Ein Namensaufsteller aus einem Papierstreifen wird mit Falzorten und Bewegungspfeilen ohne Text erklärt.
Gesamtpaket
Alle 20 Reihen als Einzeldownloads: Wer sie einzeln kauft, zahlt 20 × 39,90 € = 798,00 €.
| Zeichenaufgabe | Reihe | Erste Prüffrage | Test |
|---|---|---|---|
| Zeichenfamilie | BK04 Piktogramme als Zeichenfamilie | Welche Merkmale muss das Zeichen behalten? | Verkleinerte Kopie oder Handyfoto |
| Richtungsangaben | BK12 Leitsysteme für einen Messestand | Was bedeutet links für die Gegenrichtung? | Plan und Zielnamen separat prüfen |
| Codierung | BK03 Farbe als Orientierung | Bleibt das System in Graustufen lesbar? | Farb- und Schwarzweißversion getrennt |
| Handlungsfolge | BK17 Bildanleitungen entwickeln | Schafft eine fremde Person den Aufbau? | Stummer Aufbautest |
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Ein Piktogramm behält nur die Merkmale, die zum Erkennen nötig sind, und folgt Formregeln, die für die ganze Familie gelten. Die Reihe übt das durch Verkleinern: Wo das Zeichen kippt, fehlt ein Merkmal oder ein Detail stört.
Die Aufgabe nennt eigene Zeichen für einen konkreten Ort, das Gästehaus. Der Fremdtest zeigt, ob jemand das Zeichen ohne Beschriftung erkennt, und das gelingt mit kopierten Symbolen selten, weil Konturstärke und Raster nicht zusammenpassen.
Nein. Die Reihe arbeitet mit einem erfundenen Grundriss ohne reale Gefahrenkennzeichnung. Es geht um Orientierung auf einer Messe, nicht um genormte Sicherheitskennzeichnung.
Die Praxisprüfung hat 90 Minuten und 40 Punkte. Zur Planung gehören zwei unterscheidbare Entwürfe, zur Umsetzung etwa freie Erkennbarkeit, einheitliche Formregeln und Lesbarkeit im Kleinformat. Ein anderer Lösungsweg kann volle Punkte erreichen.
Die Reihen sind keinem einzelnen Bundesland und keinem einzelnen Rahmenlehrplan zugeordnet. Lernfeldnummern geben wir nicht an. Falls etwas nicht zu Ihren Vorgaben passt, greift die stifo-Garantie: Wir passen das Material für Sie an.
Für Hotellerie bietet sich Piktogramme als Zeichenfamilie an, weil der Auftrag aus einem Gästehaus stammt. Für Messe und Veranstaltung passt das Leitsystem. Jede Reihe ist einzeln für 39,90 € erhältlich, die Schullizenz kostet 199,50 €.