Unterrichtsreihe
Sport und Politik: Öffentlichkeit, Protest und Verantwortung
Fiktiver Verbandsfall zu Sportwashing, Protest und Boykott, dazu eine Verbandsanhörung. 25 Seiten, 39,90 €.
Sport Sek II · Sporttheorie
Eine kompakte Reihe für zwölf Theoriestunden, die politische Funktionen des Sports an einem fiktiven Verbandsfall untersucht und in eine Verbandsanhörung mündet.
Wie behandelt man Sportwashing, Protest und Boykott im Sport-Leistungskurs, ohne dass die Diskussion bei Meinungen stehen bleibt? Die Reihe Sport und Politik: Öffentlichkeit, Protest und Verantwortung arbeitet mit einem fiktiven Fall: Ein Sportverband muss vor einem internationalen Turnier entscheiden, wie er sich verhält. Die Lernenden ordnen die Akteure ihren Interessen und Handlungsmöglichkeiten zu, vergleichen Teilnahme mit Protest, vollständigen Boykott und Teilnahme ohne Stellungnahme und verfassen eine Entscheidungsvorlage mit überprüfbaren Bedingungen. Im Projekt organisieren sie eine Verbandsanhörung. Die Reihe umfasst zwölf Stunden zu je 45 Minuten, 25 Seiten Material und eine Übungsklausur mit Erwartungshorizont. Sie ist für den Sporttheorie-Unterricht geplant und kommt ohne Praxisstunden in der Halle aus. Der Preis liegt bei 39,90 € für die Einzellizenz und 199,50 € für die Schullizenz. Weitere Titel finden Sie in der Kollektion Sport und Politik.
Wenn große Turniere in der Kritik stehen, sprechen auch Schülerinnen und Schüler über Boykott und Protest. Im Unterricht bleibt es dann oft bei Meinungen, die nebeneinanderstehen. Wer für einen Boykott ist, findet die Gegenseite naiv. Wer teilnehmen will, hält Protest für Symbolpolitik. Ein Urteil, das sich überprüfen lässt, entsteht so nicht.
Die Reihe setzt an diesem Punkt an. Drei Grundbegriffe strukturieren die Arbeit. Politische Funktion beschreibt, welche Rolle Sport für Staaten, Verbände und Öffentlichkeit spielt. Sportwashing bezeichnet den Versuch, mit Sportereignissen das eigene Ansehen zu verbessern und von Kritik abzulenken. Urteilsbildung meint den Weg von der Sachanalyse zu einer begründeten Entscheidung nach Kriterien, die andere nachvollziehen können. Jeder Begriff wird im Lern- und Praxisheft an Beispiel und Gegenbeispiel erarbeitet.
Das Material M1 ist ein fiktiver Fall: ein Sportverband vor einem internationalen Turnier. Die Fiktion hat einen Zweck. Die Lernenden prüfen Argumente, ohne sich vorab auf eine Haltung zu einem realen Land festlegen zu müssen. Reale Fälle können Sie ergänzen, wenn die Kriterien stehen.
Unterrichtsreihe
Fiktiver Verbandsfall zu Sportwashing, Protest und Boykott, dazu eine Verbandsanhörung. 25 Seiten, 39,90 €.
Unterrichtsreihe
Reihe zur WM 2026 unter wirtschaftlichen, politischen und ökologischen Gesichtspunkten. Ab 24,99 €.
Kostenlos
Kostenloses Material zu Analyse, Macht und globalen Zusammenhängen rund um die WM 2026.
Sparpaket
Paket mit laut Titel sieben Unterrichtsreihen und mehr als 400 Seiten zur WM 2026. Ab 79,99 €.
Die erste Stunde sammelt Vermutungen, legt ein Begriffsnetz an und endet mit einer überprüfbaren Ausgangsthese. In Stunde 2 werden politische Funktion, Sportwashing und Urteilsbildung erarbeitet. Danach folgt die Arbeit an M1. In Aufgabe A1 ordnen die Lernenden die Akteure ihren Interessen und Handlungsmöglichkeiten zu. A2 vergleicht drei Optionen: Teilnahme mit Protest, vollständigen Boykott und Teilnahme ohne Stellungnahme. In A3 verfassen sie eine Entscheidungsvorlage mit überprüfbaren Bedingungen, prüfen ein Gegenargument und überarbeiten ihr Urteil.
Mit Stunde 6 beginnt der Projektauftrag P1: Die Lernenden organisieren eine Verbandsanhörung. Sie entwerfen zwei Varianten und prüfen sie auf Machbarkeit. In den Stunden 7 und 8 wird die Anhörung vorbereitet, als Simulation durchgeführt und dokumentiert. Stunde 9 bringt die Präsentation im Tandem mit Rückmeldung und einer begründeten Änderungsentscheidung. In Stunde 10 entsteht die zweite Fassung, die mit der ersten verglichen wird. Die beiden letzten Stunden vergleichen die Ergebnisse, beantworten eine Transferfrage und kehren zur Ausgangsthese zurück. Wer in Doppelstunden unterrichtet, fasst die Einheiten zu sechs Blöcken zusammen.
Die Tabelle fasst die zwölf Stunden in fünf Phasen zusammen.
| Phase | Stunden | Was passiert | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Einstieg und Begriffe | 1–2 | Vermutungen, Begriffsnetz, politische Funktion, Sportwashing, Urteilsbildung | überprüfbare Ausgangsthese |
| Analyse von M1 | 3–4 | Akteure und Interessen zuordnen, Handlungsoptionen vergleichen | Optionsvergleich |
| Urteil und Planung | 5–6 | Entscheidungsvorlage mit Bedingungen, Gegenargument, Projektauftrag P1 | machbarer Anhörungsplan |
| Durchführung | 7–8 | Verbandsanhörung vorbereiten, simulieren, dokumentieren | vergleichbare Fassungen |
| Überarbeitung und Abschluss | 9–12 | Tandem-Feedback, zweite Fassung, Vergleich, Reflexion | begründete Revision |
Die Leistung wird auf zwei Wegen erfasst. Die Übungsklausur dauert 90 Minuten und umfasst drei Aufgaben mit 12, 30 und 18 Punkten zum bekannten Material M1. Der Erwartungshorizont weist Teilpunkte aus, die Gewichtung ist ein didaktischer Vorschlag. Weil die Klausur am bekannten Modellfall trainiert, ersetzt sie keine Prüfung mit unbekanntem Material. Beim Projekt P1 zählen Ergebnis, Überarbeitung und individuelle Reflexion.
Die Reihe ist eine kompakte Sequenz mit 25 Seiten. Sie plant alle zwölf Stunden vollständig, beschränkt sich aber auf drei Grundbegriffe, einen Modellfall und ein Projekt. Historische Beispiele oder aktuelle Turniere enthält sie nicht. Wer solche Fälle einbeziehen möchte, ergänzt eigenes Material, etwa zur Fußball-WM 2026. Die bearbeitbare Fassung enthält alle Texte, Aufgaben und Lösungen als JSON-Datei.
Die Reihe ist für den Sporttheorie-Unterricht im Leistungskurs gedacht und braucht keine Halle. Sie eignet sich auch für fächerübergreifende Projekte mit Politik. Die Planung beruht auf dem hessischen Abiturerlass 2028; für 2029 ist sie noch nicht bestätigt.
Diese Materialien ergänzen die Reihe um Unterrichtsideen zur Fußball-WM 2026.
Ja. Sie ist für den Sporttheorie-Unterricht im Leistungskurs geplant und kommt ohne Praxisstunden in der Halle aus. Damit lässt sie sich gut in Phasen legen, in denen die Halle belegt ist, oder in ein fächerübergreifendes Projekt mit Politik einbinden. Sportpraktische Bezüge können Sie bei Bedarf selbst ergänzen.
25 Seiten in drei PDFs: Lern- und Praxisheft mit 12 Seiten, Lehrermaterial mit 8 Seiten und Klausurtraining mit 5 Seiten. Dazu kommt eine bearbeitbare Fassung als JSON-Datei. Die zwölf Stunden sind vollständig geplant. Die Reihe ist bewusst kompakt gehalten und lässt sich mit eigenem Material erweitern.
Nein. M1 ist ein fiktiver Fall. Die Lernenden entwickeln Kriterien, bevor sie über reale Fälle sprechen. Wer anschließend ein aktuelles Turnier einbeziehen will, findet Anregungen im Beitrag Fußball-WM 2026 im Unterricht. Achten Sie dann darauf, dass die am fiktiven Fall erarbeiteten Kriterien auch dort gelten und konsequent angewendet werden.
Nein. Sie nutzt das im Unterricht bearbeitete Material M1 und trainiert Aufgabenformat, Zeitplanung und den Umgang mit einem Erwartungshorizont. Die drei Aufgaben bringen 12, 30 und 18 Punkte. Die Gewichtung ist ein didaktischer Vorschlag. Für eine Prüfung mit unbekanntem Material brauchen Sie eigene Aufgaben.
Die Planung beruht auf dem hessischen Abiturerlass 2028; für 2029 ist sie noch nicht bestätigt. Falls etwas nicht zu Ihren Vorgaben passt, greift die stifo-Garantie: Wir passen das Material für Sie an. Prüfen Sie vor der Planung, welche Schwerpunkte Ihr Bundesland für die Sporttheorie im Leistungskurs festlegt.
Ja. Die zwölf Einheiten zu 45 Minuten lassen sich zu sechs Doppelstunden zusammenfassen: Einstieg und Begriffe, Analyse, Urteil und Planung, Durchführung, Überarbeitung sowie Abschluss. Gerade die Verbandsanhörung profitiert von einem längeren Block, weil Rollen, Redebeiträge und Protokoll am Stück laufen sollten und eine Unterbrechung den Ablauf stört.