Medien und Informatik: das Modul neben den Fachbereichen

Das Modul Medien und Informatik

Medien und Informatik: das Modul neben den Fachbereichen

Diese Seite ordnet, welche MI-Themen eine eigene Lektion brauchen und welche als Querschnitt in andere Fachbereiche gehören — von Datenschutz bis zum Umgang mit KI-Werkzeugen.

  • 2Stränge im Modul: Medienbildung und Informatik
  • 3Zyklen, über die sich MI-Kompetenzen verteilen
  • ModulStatus von Medien und Informatik im Lehrplan 21, nicht Fachbereich
  • 45 MinutenDauer einer Lektion, auf die sich Zeitangaben in der Lektionentafel beziehen

Medien und Informatik ist im Lehrplan 21 ein Modul, kein eigener Fachbereich: Ein Teil der Kompetenzen wird in eigenen MI-Lektionen unterrichtet, ein anderer Teil läuft in Fachbereichen wie Deutsch oder Mathematik mit. Vor dem Einsatz eines Materials lohnt sich deshalb die Frage, ob es für eine eigenständige MI-Lektion oder als Ergänzung in einem anderen Fachbereich gedacht ist. Diese Unterscheidung bleibt bis zur Maturität am Gymnasium relevant, wo digitale Kompetenzen in mehreren Fächern vorausgesetzt werden.

Was ins Modul gehört und was in den Fachbereich

Medien und Informatik ist im Lehrplan 21 als Modul ausgewiesen, nicht als eigener Fachbereich wie Deutsch oder Mathematik. Das Modul bündelt Kompetenzen aus zwei Strängen, Medien und Informatik, die teils in eigens dafür vorgesehenen Lektionen unterrichtet werden, teils in andere Fachbereiche integriert sind.

Diese doppelte Verankerung unterscheidet MI von einem klassischen Fachbereich: Ein Thema wie Quellenkritik kann sowohl in einer eigenen MI-Lektion als auch im Deutsch- oder Geschichtsunterricht auftauchen, ohne dass eine der beiden Varianten falsch wäre. Für die Unterrichtsplanung bedeutet das, vorab zu klären, wo an der eigenen Schule welcher Teil des Moduls verortet ist.

Die Lektionentafel der jeweiligen Schule zeigt, ob MI als eigenständiges Zeitgefäss geführt wird oder ausschliesslich in andere Fachbereiche integriert ist. Diese Organisation ist kantonal und teils sogar schulintern unterschiedlich geregelt, weshalb sich keine allgemeingültige Aussage dazu treffen lässt.

Für neue Lehrpersonen an einer Schule lohnt sich deshalb zu Beginn eine kurze Rückfrage im Kollegium, wie MI an der eigenen Schule organisiert ist, statt diese Organisation stillschweigend aus einer anderen, vorherigen Schule zu übernehmen.

Diese Organisation kann sich zudem im Verlauf der Schulzeit ändern, etwa wenn eine Schule den Anteil eigenständiger MI-Lektionen erhöht oder reduziert. Eine kurze jährliche Rückfrage, ob sich an der Organisation etwas verändert hat, verhindert, dass eine einmal gelernte Einteilung stillschweigend veraltet.

Für die Klasse selbst spielt diese organisatorische Feinheit meist keine grosse Rolle, solange die Kompetenzen insgesamt vermittelt werden. Für die eigene Planung als Lehrperson bleibt sie dennoch wichtig, weil sie bestimmt, wie viel Zeit für ein Thema in welchem Rahmen zur Verfügung steht.

Medienbildung und Informatik als zwei Stränge im Modul

Medienbildung befasst sich mit dem reflektierten Umgang mit Medien, etwa mit Quellenkritik, Urheberrecht oder dem eigenen Mediennutzungsverhalten, während Informatik die technischen Grundlagen behandelt, etwa Daten, Algorithmen oder die Funktionsweise von Netzwerken. Beide Stränge ergänzen sich, sind aber inhaltlich klar unterscheidbar.

Für Unterrichtsmaterial bedeutet das, vor dem Einsatz zu prüfen, welchem der beiden Stränge ein Thema näher steht, auch wenn viele Materialien beide Aspekte verbinden. Ein Material zu Cybersicherheit etwa behandelt sowohl technische Grundlagen als auch die reflektierte Seite des Umgangs mit Risiken im Netz.

Diese Doppelperspektive lässt sich gezielt nutzen, indem ein Material einmal mit Schwerpunkt auf der technischen Funktionsweise und ein andermal mit Schwerpunkt auf dem reflektierten Umgang eingesetzt wird, je nachdem, welcher Teil des Moduls gerade im Zentrum steht.

Ein Material, das ausschliesslich technische Schritte ohne jede Einordnung vermittelt, deckt in der Regel nur den informatischen Strang ab. Wird zusätzlich gefragt, welche Folgen eine Technologie für den Alltag oder die Gesellschaft hat, kommt der medienbildnerische Strang hinzu. Beide Fragen lassen sich unabhängig voneinander stellen und je nach Unterrichtsziel gewichten.

Für eine Lektion, die beide Stränge verbindet, hilft eine einfache Zweiteilung im Ablauf: zunächst der technische Teil, in dem eine Funktionsweise erarbeitet wird, danach der reflexive Teil, in dem die Klasse die Folgen oder Grenzen dieser Funktionsweise diskutiert. Diese Reihenfolge funktioniert in der Regel besser als eine vermischte Behandlung beider Aspekte.

Für Lernende mit unterschiedlichem technischem Vorwissen eignet sich diese Zweiteilung zusätzlich, weil der reflexive Teil unabhängig vom technischen Detailwissen bearbeitet werden kann. So bleibt die Diskussion auch für Lernende zugänglich, die den technischen Teil weniger sicher durchdrungen haben.

Anwendungskompetenzen, die über mehrere Fachbereiche verteilt sind

Ein Teil dessen, was im MI-Modul beschrieben ist, wird in der Praxis über mehrere Fachbereiche verteilt vermittelt, etwa Textverarbeitung im Deutschunterricht, Tabellenkalkulation in Mathematik oder Präsentationstechnik in verschiedenen Fächern. Diese Verteilung erschwert es, ein einzelnes Material eindeutig nur dem Modul zuzuordnen.

Eine Reihe zu Quadratische Funktionen und Parabeln etwa berührt Anwendungskompetenzen aus dem MI-Modul, wenn digitale Werkzeuge zur Darstellung von Funktionsgraphen eingesetzt werden, gehört inhaltlich aber eindeutig zu Mathematik. Solche Überschneidungen sind im Lehrplan 21 ausdrücklich vorgesehen und keine Fehlzuordnung.

Für die eigene Jahresplanung lohnt sich deshalb weniger die Frage, ob ein Thema «zu MI» oder «zu einem Fachbereich» gehört, sondern welche Anwendungskompetenz an welcher Stelle im Schuljahr sinnvoll geübt wird, unabhängig von der formalen Zuordnung.

Ähnliches gilt für Präsentationskompetenzen, die in nahezu jedem Fachbereich geübt werden können, ohne dass jede einzelne Übung dem MI-Modul zugerechnet werden müsste. Entscheidend bleibt, dass die Kompetenz irgendwo im Verlauf der Schulzeit ausreichend geübt wird, unabhängig von der formalen Zuordnung im Stundenplan.

Für eine Übersicht über ein ganzes Schuljahr hilft es, Anwendungskompetenzen einmal fachbereichsübergreifend aufzulisten, statt sie nur innerhalb der einzelnen Fachbereichsplanung zu führen. So wird sichtbar, ob eine bestimmte Kompetenz mehrfach geübt wird, während eine andere über das Jahr hinweg unbeabsichtigt fehlt.

Diese Liste lässt sich über mehrere Schuljahre hinweg weiterführen und wird mit der Zeit zu einer verlässlichen Grundlage für die eigene Jahresplanung, weil sie zeigt, welche Anwendungskompetenz eine Klasse aus den Vorjahren bereits mitbringt und wo im laufenden Jahr noch Übung nötig ist.

Datenschutz und Cybersicherheit als wiederkehrende Themen

Datenschutz und Cybersicherheit gehören zu den Themen, die im MI-Modul regelmässig wiederkehren, weil sie sowohl technisches Grundwissen als auch reflektiertes Verhalten verlangen. Ein Material wie Cybersecurity: Phishing und Social Engineering verbindet beide Aspekte und lässt sich sowohl in einer eigenen MI-Lektion als auch als Ergänzung in einem anderen Fachbereich einsetzen.

Ergänzend behandelt ein Material wie Datenschutz und Datensicherheit die rechtliche und persönliche Seite des Themas, etwa welche Daten wie geschützt werden und welche Verantwortung die eigene Nutzung mit sich bringt. Beide Materialien lassen sich unabhängig voneinander oder aufeinander aufbauend einsetzen.

Weil sich digitale Risiken laufend verändern, lohnt sich bei diesem Themenfeld ein regelmässiger Blick auf die Aktualität eines Materials, unabhängig davon, wie gut es fachlich aufgebaut ist. Ein technisch veraltetes Beispiel schwächt die Glaubwürdigkeit des gesamten Themas.

Eine kurze jährliche Durchsicht der eigenen Materialien zu diesem Themenfeld genügt meist, um veraltete Beispiele zu erkennen, ohne das gesamte Material jedes Jahr neu zu erarbeiten. Wo nur ein einzelnes Beispiel veraltet ist, reicht es oft, dieses auszutauschen, statt das ganze Material zu verwerfen.

Ergänzend lohnt sich ein Blick darauf, wie ein Material mit veralteten Warnungen umgeht, etwa zu inzwischen überholten Betrugsmaschen. Ein Material, das aktuelle Beispiele mit allgemeineren, länger gültigen Prinzipien verbindet, bleibt auch nach einigen Jahren noch brauchbar, ohne bei jedem neuen Trend vollständig ersetzt werden zu müssen.

Für die Klasse ist neben der reinen Faktenvermittlung ebenso wichtig, ein grundsätzliches Vorsichtsverhalten zu entwickeln, das auch bei neuen, im Material noch nicht behandelten Situationen trägt. Aufgaben, die allgemeine Prinzipien statt nur konkreter Einzelfälle vermitteln, bleiben deshalb länger relevant als reine Beispielsammlungen.

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Cybersecurity: Phishing und Social Engineering – Informatik Unterrichtsmaterial (Sek I, Klasse 7–10)
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Datenschutz und Datensicherheit – Informatik Unterrichtsmaterial (Sek I, Klasse 7–10)
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Quadratische Funktionen und Parabeln – Klasse 9 | Unterrichtsmaterial Mathematik Sekundarstufe I
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Skalarprodukt – Abstände und Winkel | Unterrichtsmaterial Mathematik Oberstufe (Sek II)Literatur um 1800: Romantik und ihre Nachleben – Unterrichtsreihe Deutsch Sek IIFrau Jenny Treibel: Der Salon als soziale Bühne – Unterrichtsreihe Deutsch Sek IIWie funktioniert das Internet? – Informatik Unterrichtsmaterial (Sek I, Klasse 7–10)Daten und Codierung: Binärsystem und digitale Bilder – Informatik Unterrichtsmaterial (Sek I, Klasse 7–10)Lineare Funktionen – Klasse 8 | Unterrichtsmaterial Mathematik Sekundarstufe I

Medien und Informatik einordnen

Thema Eher Modul MI oder Fachbereich Worauf achten
Quellenkritik beides möglich schulinterne Zuordnung klären
Programmieren und Algorithmen Modul MI eigene MI-Lektion meist nötig
Textverarbeitung und Präsentation über Fachbereiche verteilt oft im jeweiligen Fachbereich integriert
Datenschutz und Cybersicherheit Modul MI, mit Fachbereichsbezug möglich Aktualität des Materials prüfen
Umgang mit KI-Werkzeugen beides möglich schulinterne Regelung geht vor
Digitale Werkzeuge in Mathematik Fachbereich Mathematik Anwendungskompetenz aus MI mitgenutzt

Künstliche Intelligenz im Unterricht: wo das Thema hingehört

Der Umgang mit Werkzeugen künstlicher Intelligenz berührt sowohl die informatische als auch die medienbildnerische Seite des MI-Moduls: die technische Funktionsweise auf der einen Seite, die reflektierte Nutzung und ihre Grenzen auf der anderen. Ein Material wie ChatGPT im Unterricht einsetzen zeigt, wie sich beide Seiten in einer Unterrichtseinheit verbinden lassen.

Für den Einsatz eines solchen Materials gilt dasselbe Prinzip wie für andere MI-Themen: Es lässt sich sowohl in einer eigenen MI-Lektion als auch als Ergänzung in einem anderen Fachbereich einsetzen, etwa wenn eine Deutschklasse den Umgang mit KI-gestützten Schreibwerkzeugen reflektiert.

Wichtig bleibt dabei, keine Aussage über eine bestimmte, feststehende schulische Regelung zum Umgang mit solchen Werkzeugen zu treffen, weil diese von Schule zu Schule und teils von Lehrperson zu Lehrperson unterschiedlich gehandhabt wird. Die eigene schulinterne Regelung geht einem allgemeinen Material immer vor.

Für die Klasse selbst ist oft ebenso lehrreich, die Grenzen eines Werkzeugs künstlicher Intelligenz zu erleben, wie seine Möglichkeiten kennenzulernen. Eine Aufgabe, die bewusst eine fehlerhafte oder unpassende Antwort eines solchen Werkzeugs analysieren lässt, schärft den reflektierten Umgang oft wirksamer als eine reine Anleitung zur Bedienung.

Eine kurze gemeinsame Absprache im Kollegium, welche Grundregeln für den Einsatz solcher Werkzeuge in mehreren Fachbereichen gelten sollen, erleichtert es den Lernenden zusätzlich, ein einheitliches Bild zu bekommen, statt in jedem Fachbereich mit unterschiedlichen, unausgesprochenen Erwartungen konfrontiert zu sein.

Diese Absprache muss nicht abschliessend sein, um nützlich zu sein: Schon ein grober gemeinsamer Rahmen, etwa wann ein solches Werkzeug im Unterricht überhaupt eingesetzt wird, gibt den Lernenden mehr Orientierung als völlig unterschiedliche Regeln von Fachbereich zu Fachbereich.

Wenn das Modul fachfremd unterrichtet wird

MI wird an vielen Schulen nicht von einer eigens dafür ausgebildeten Lehrperson unterrichtet, sondern von Lehrpersonen anderer Fachbereiche, die das Modul zusätzlich übernehmen. Für diese Situation eignet sich Material mit klarer, selbsterklärender Anleitung besonders gut, weil es einen Teil der fachlichen Führung übernimmt.

Wer das Modul fachfremd unterrichtet, profitiert davon, technische und reflexive Aufgaben zunächst getrennt zu betrachten: Für die technische Seite hilft ein Material mit Schritt-für-Schritt-Anleitung, für die reflexive Seite eignen sich Diskussions- und Analyseaufgaben, die keine tiefe technische Vorbildung voraussetzen.

Eine kurze Rücksprache mit einer Kollegin oder einem Kollegen, die das Modul regelmässig unterrichten, hilft zusätzlich, technische Unsicherheiten vor der Lektion zu klären, statt sie im Unterricht selbst zu lösen.

Auch eine kurze technische Erprobung vor der Lektion, etwa das einmalige Durchspielen der wichtigsten Schritte am eigenen Gerät, senkt die Unsicherheit im Unterricht spürbar. Diese Erprobung braucht selten mehr als wenige Minuten, verhindert aber die meisten technischen Überraschungen während der Lektion selbst.

Wer das Modul zum ersten Mal fachfremd übernimmt, profitiert zusätzlich davon, sich vorab ein einzelnes, überschaubares Thema auszusuchen, statt gleich das gesamte Modul in voller Breite abzudecken. Ein enger Fokus reduziert die Unsicherheit und lässt sich in den Folgejahren gezielt erweitern.

Mit der Zeit wächst so ein persönlicher Erfahrungsschatz, der die anfängliche Unsicherheit deutlich verringert. Wer nach ein bis zwei Jahren fachfremden Unterrichtens zurückblickt, stellt meist fest, dass sich die schwierigsten Themen bereits erprobt und dokumentiert in der eigenen Sammlung finden.

Absprachen im Kollegium über die Zyklen hinweg

Weil MI-Kompetenzen über mehrere Fachbereiche und Zyklen verteilt vermittelt werden, lohnt sich eine Absprache im Kollegium, welche Themen wo und wann behandelt werden, damit sich Inhalte weder unnötig wiederholen noch Lücken entstehen. Eine gemeinsame Übersicht, welches Material bereits eingesetzt wurde, unterstützt diese Absprache.

Besonders beim Übergang zwischen Zyklus 2 und Zyklus 3 lohnt sich ein Austausch darüber, welche Anwendungskompetenzen eine Klasse bereits mitbringt, damit im Zyklus 3 nicht bei null begonnen werden muss. Ergänzende Beispiele mit unterschiedlichem fachlichem Zuschnitt zeigen Cybersecurity für Medien und Informatik, Datenschutz und Datensicherheit für Medien und Informatik, ChatGPT im Unterricht für Medien und Informatik, Quadratische Funktionen für Medien und Informatik, Skalarprodukt für Medien und Informatik und Literatur um 1800 für Medien und Informatik.

Eine solche Absprache lohnt sich besonders dort, wo mehrere Lehrpersonen dieselbe Klasse in unterschiedlichen Fachbereichen unterrichten und deshalb unabhängig voneinander auf ähnliche MI-Inhalte stossen könnten. Eine kurze gemeinsame Liste verhindert, dass ein Thema wie Quellenkritik in einem Schuljahr dreimal in ähnlicher Form auftaucht, während ein anderes Thema ganz fehlt.

Eine solche Liste muss nicht aufwendig gepflegt werden, um nützlich zu sein: Schon eine kurze, gemeinsam einsehbare Tabelle mit Thema, Fachbereich und Zeitpunkt genügt, damit im Kollegium rasch erkennbar wird, wo sich Inhalte überschneiden und wo eine Lücke bleibt.

Über mehrere Jahre gepflegt, wird eine solche Übersicht zu einer verlässlichen Grundlage für neue Lehrpersonen im Kollegium, die sich sonst mühsam selbst einen Überblick über die MI-Organisation der Schule verschaffen müssten. Diese Weitergabe von Wissen entlastet das gesamte Kollegium spürbar.

Für den eigenen Gegenstand in Österreich vergleicht Digitale Grundbildung in Österreich eine verwandte Fragestellung, weiteres Material liefert die Sammlung an Unterrichtsreihen, und die Übersicht zu Medien und Informatik in der Schweiz ordnet das Modul in den grösseren Zusammenhang ein.

Bausteine für das Modul Medien und Informatik

  • Vor dem Einsatz klären, ob ein Thema in einer eigenen MI-Lektion oder im Fachbereich behandelt wird.
  • Medienbildung und Informatik als zwei eigenständige Stränge unterscheiden.
  • Aktualität von Material zu Datenschutz und Cybersicherheit regelmässig prüfen.
  • Bei Werkzeugen künstlicher Intelligenz die schulinterne Regelung vor ein allgemeines Material stellen.
  • Bei fachfremdem Unterricht technische und reflexive Aufgaben getrennt vorbereiten.
  • Anwendungskompetenzen, die über mehrere Fachbereiche verteilt sind, in der Jahresplanung sichtbar machen.
  • Absprachen im Kollegium über die Zyklen hinweg treffen, damit sich Inhalte nicht unnötig wiederholen.
  • Keine Kompetenzcodes aus dem Lehrplan 21 ergänzen, die im Material selbst nicht enthalten sind.

Diese Seite ordnet, welche MI-Themen eine eigene Lektion brauchen und welche in andere Fachbereiche gehören; die verlinkten Unterrichtsreihen zeigen Beispiele von Cybersicherheit bis zum Umgang mit KI-Werkzeugen.

Häufige Fragen

Ist Medien und Informatik ein eigenes Fach?

Nein, im Lehrplan 21 ist MI als Modul ausgewiesen, nicht als eigener Fachbereich. Ein Teil der Kompetenzen wird in eigenen MI-Lektionen unterrichtet, ein anderer Teil läuft in bestehenden Fachbereichen wie Deutsch oder Mathematik mit. Welche Organisation an der eigenen Schule gilt, zeigt die Lektionentafel.

Wie unterscheide ich Medienbildung von Informatik?

Medienbildung befasst sich mit dem reflektierten Umgang mit Medien, etwa Quellenkritik oder Urheberrecht, Informatik mit technischen Grundlagen wie Daten, Algorithmen oder Netzwerken. Viele Materialien verbinden beide Aspekte, für die gezielte Auswahl lohnt sich trotzdem die Frage, welcher Strang im Vordergrund steht.

Gehört der Umgang mit KI-Werkzeugen zum MI-Modul?

Er berührt sowohl die informatische als auch die medienbildnerische Seite des Moduls und lässt sich entsprechend in einer eigenen MI-Lektion oder als Ergänzung in einem anderen Fachbereich behandeln. Die konkrete schulinterne Regelung zum Umgang mit solchen Werkzeugen geht dabei immer vor einem allgemeinen Material.

Was mache ich, wenn ich MI fachfremd unterrichte?

Material mit klarer, selbsterklärender Anleitung hilft, weil es einen Teil der fachlichen Führung übernimmt. Sinnvoll ist zudem, technische und reflexive Aufgaben getrennt vorzubereiten und bei technischen Unsicherheiten vorab Rücksprache mit einer Kollegin oder einem Kollegen zu halten, die das Modul regelmässig unterrichten.

Wie behandle ich Anwendungskompetenzen, die über mehrere Fachbereiche verteilt sind?

Statt zu klären, ob ein Thema formal zu MI oder zu einem Fachbereich gehört, lohnt sich die Frage, welche Anwendungskompetenz an welcher Stelle im Schuljahr sinnvoll geübt wird. Solche Überschneidungen, etwa digitale Werkzeuge in Mathematik, sind im Lehrplan 21 ausdrücklich vorgesehen.

Wie bleibe ich bei Datenschutz und Cybersicherheit aktuell?

Weil sich digitale Risiken laufend verändern, lohnt sich ein regelmässiger Blick auf die Aktualität eines Materials, unabhängig von seiner fachlichen Qualität. Ein technisch veraltetes Beispiel schwächt die Glaubwürdigkeit des Themas, deshalb sollten Materialien zu diesem Bereich öfter überprüft werden als andere.