Die erste eigene Unterrichtsreihe: Aufbau ohne Vorlage
Silo Unterrichtsreihe, Referendariat
Die erste eigene Unterrichtsreihe: Aufbau ohne Vorlage
Wie man im Referendariat die erste eigene Unterrichtsreihe ohne Vorlage aufbaut: die Sequenz der Doppelstunden begründen, den Umfang realistisch schätzen, Zwischenstände über die Reihe sichern und nach dem ersten Durchgang gezielt nachbessern.
- 4–8Doppelstunden für eine erste eigene Reihe
- 1begründete Sequenzentscheidung als Ausgangspunkt
- 2–3Zwischenstände zur Sicherung über die Reihe
- 1Revisionsrunde nach dem ersten Durchgang
Die erste eigene Unterrichtsreihe ohne Vorlage entsteht, indem man die Sequenz der Doppelstunden bewusst begründet, statt sie chronologisch aneinanderzureihen, den Umfang realistisch auf wenige Doppelstunden schätzt und dabei eher zu kurz als zu lang plant, und über die Reihe verteilte Zwischenstände sichert, damit einzelne Stunden nicht ins Leere laufen. Nach dem ersten Durchgang wird die Reihe anhand der tatsächlichen Erfahrung mit der Klasse überarbeitet, nicht allein nach Gefühl neu erdacht.
Eine Reihe ohne Vorlage: was den Ausgangspunkt bildet
Die erste eigene Unterrichtsreihe unterscheidet sich von einer einzelnen vorbereiteten Stunde dadurch, dass mehrere Doppelstunden aufeinander aufbauen müssen, ohne dass eine erprobte Vorlage diesen Aufbau schon vorgibt. Wer bisher nur einzelne Stunden vorbereitet hat, muss beim ersten Mal zusätzlich lernen, wie eine Abfolge von Stunden als Ganzes gedacht wird, statt jede Stunde ausschließlich für sich zu planen.
Ein guter Ausgangspunkt ist ein Thema, dessen inhaltliche Teilaspekte sich bereits klar voneinander abgrenzen lassen, weil sich daran die spätere Aufteilung auf einzelne Doppelstunden leichter ableiten lässt als bei einem Thema, dessen Teile stark ineinander verschränkt sind. Für die erste eigene Reihe lohnt es sich, ein solches klar gegliedertes Thema bewusst zu bevorzugen, statt sich gleich an einem besonders komplexen Stoff zu versuchen.
Ein Thema wie Geschichte erinnern – Historische Ereignisse unterrichten eignet sich für eine erste eigene Reihe gut, weil sich die einzelnen historischen Ereignisse bereits als natürliche Gliederungspunkte anbieten, an denen sich Doppelstunden orientieren lassen, ohne dass die Aufteilung erst künstlich konstruiert werden müsste.
Wie sich der Einstieg in eine solche Reihe konkret gestalten lässt, zeigt Unterrichtsreihe Geschichte erinnern: die Einstiegsstunde als Weichenstellung an diesem Thema, mit einer Herangehensweise, die sich auch auf andere, ähnlich klar gegliederte historische Themen übertragen lässt.
Weniger geeignet für den ersten Versuch sind Themen, deren Teilaspekte sich gegenseitig stark voraussetzen, sodass eine Doppelstunde ohne vollständiges Verständnis der vorherigen kaum funktioniert. Solche eng verzahnten Themen verzeihen Planungsfehler schlechter, weil sich eine Lücke in einer frühen Stunde über mehrere folgende Stunden fortsetzt, statt sich auf eine einzelne Stunde zu beschränken.
Die Sequenz begründen können
Eine Unterrichtsreihe braucht eine Reihenfolge, die sich begründen lässt, statt einer, die zwar zufällig funktioniert, für die aber keine Erklärung existiert. Wer erklären kann, warum eine bestimmte Doppelstunde vor einer anderen kommt, versteht die eigene Reihe tiefer und kann bei Bedarf einzelne Stunden tauschen oder anpassen, ohne die Gesamtlogik zu gefährden.
Häufige Begründungen für eine Reihenfolge sind ein aufsteigender Schwierigkeitsgrad, eine chronologische Ordnung des Stoffs oder ein Aufbau vom Allgemeinen zum Speziellen. Welche dieser Logiken passt, hängt vom Thema ab; wichtig ist, dass eine einmal gewählte Logik über die gesamte Reihe konsequent durchgehalten wird, statt von Stunde zu Stunde zwischen unterschiedlichen Ordnungsprinzipien zu wechseln.
Bei einem Thema wie Nationale Identität unter den Bedingungen der Zweistaatlichkeit bietet sich eine chronologische Sequenz an, weil sich die politische Entwicklung über die Zeit nachvollziehen lässt und jede Doppelstunde auf der vorherigen historisch aufbaut, statt Ereignisse in beliebiger Reihenfolge zu behandeln.
Wie sich eine solche chronologische Sequenz konkret in Doppelstunden gliedern lässt, beschreibt Unterrichtsreihe Nationale Identität unter den Bedingungen planen an diesem Thema mit einer Begründung, die sich auf andere Themen mit ähnlichem zeitlichen Verlauf übertragen lässt.
Bei Themen ohne eindeutige chronologische oder aufsteigende Struktur hilft es, sich vorab zu fragen, welche Doppelstunde als Grundlage für die übrigen dient und deshalb zuerst behandelt werden muss. Diese eine Grundsatzentscheidung reicht meist aus, um die restliche Reihenfolge davon abzuleiten, statt jede einzelne Position in der Sequenz gesondert begründen zu müssen.
Den Umfang realistisch schätzen
Wer zum ersten Mal eine Reihe ohne Vorlage plant, überschätzt den Umfang häufiger, als dass er ihn unterschätzt, weil sich am Schreibtisch schwerer abschätzen lässt, wie lange eine Klasse für eine bestimmte Aufgabe tatsächlich braucht. Vier bis acht Doppelstunden sind für ein erstes eigenes Vorhaben ein realistischer Rahmen, der sich je nach Thema in beide Richtungen leicht verschieben kann.
Im Zweifel ist es sinnvoller, die Reihe eher etwas kürzer zu planen und bei Bedarf eine zusätzliche Doppelstunde zu ergänzen, als von Anfang an zu lang zu planen und dann unter Zeitdruck kürzen zu müssen. Eine zu lang geplante Reihe zieht sich in der Praxis oft zusätzlich in die Länge, weil einzelne Stunden mehr Zeit brauchen als vorgesehen.
Für ein Thema mit umfangreicher Textgrundlage wie Politische und ideologische Voraussetzungen des Nationalsozialismus lohnt sich eine besonders vorsichtige Schätzung, weil die Quellenarbeit erfahrungsgemäß mehr Zeit beansprucht, als eine erste Durchsicht des Materials vermuten lässt.
Wie sich eine mehrteilige Reihe mit unterschiedlich aufwendigen Teilthemen realistisch takten lässt, beschreibt Unterrichtsreihe Multilateraler Interessenausgleich: die Einstiegsstunde als Weichenstellung an einem strukturell verwandten Thema, dessen Aufteilung sich auch bei anderen quellenlastigen Reihen als Orientierung eignet.
Eine grobe Faustregel hilft bei der ersten Schätzung: Ein Teilthema, das sich in einer Stunde nicht klar zusammenfassen lässt, ohne wichtige Aspekte auszulassen, braucht meist eine eigene Doppelstunde, statt mit einem Nachbarthema zusammengelegt zu werden. Wer diese Regel konsequent anwendet, kommt bei den meisten Themen auf einen Umfang, der sich im vorgesehenen Rahmen von vier bis acht Doppelstunden bewegt.
Zwischenstände über die Reihe hinweg sichern
Eine Reihe über mehrere Doppelstunden braucht feste Sicherungspunkte, an denen der bisherige Stand festgehalten wird, statt erst am Ende der Reihe zu prüfen, was hängengeblieben ist. Ohne solche Zwischenstände fällt erst spät auf, wenn ein früherer Teil nicht ausreichend gesichert wurde, und eine Korrektur wird dann schwieriger, weil bereits weitere Stunden darauf aufbauen.
Zwei bis drei Zwischenstände über eine Reihe von vier bis acht Doppelstunden reichen in der Regel aus: nach dem ersten Teilthema, nach der Hälfte der Reihe und gegebenenfalls vor einem abschließenden größeren Schritt. Diese Zwischenstände müssen nicht benotet werden, sollten aber verlässlich zeigen, ob die Klasse dem bisherigen Verlauf inhaltlich folgen konnte.
Bei einem Thema mit vielen Einzelinformationen wie Die Herausbildung einer bürgerlichen Gesellschaft ist eine solche Sicherung besonders wichtig, weil sich Lücken in den Grundlagen sonst erst bei einer späteren Doppelstunde bemerkbar machen, wenn die Klasse plötzlich auf Wissen zurückgreifen soll, das nicht ausreichend gefestigt wurde.
Wie eine Sicherung nach jeder einzelnen Stunde organisiert werden kann, ohne dafür jedes Mal eine eigene Prüfungsform zu entwickeln, zeigt Unterrichtsreihe Komplexe Pragmatische Texte - Übungen: Sicherung nach jeder Stunde an einem Thema mit vergleichbarem Bedarf an regelmäßiger Zwischenüberprüfung.
Eine einfache Form der Zwischensicherung ist eine kurze schriftliche Notiz der Klasse zu Beginn der jeweils folgenden Doppelstunde, in der die wichtigsten Punkte der vorherigen Stunde in eigenen Worten zusammengefasst werden. Diese Notiz kostet kaum Unterrichtszeit, zeigt aber zuverlässig, ob der bisherige Stoff verstanden wurde, bevor die Reihe mit dem nächsten Teilthema fortgesetzt wird.
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Aufbau einer ersten eigenen Unterrichtsreihe
| Phase | Doppelstunden (grobe Spanne) | Schwerpunkt |
|---|---|---|
| Einstiegsstunde | 1 | Vorwissen aktivieren, roten Faden erkennbar machen |
| Erstes Teilthema | 1–2 | Grundlagen erarbeiten, ersten Zwischenstand sichern |
| Zweites Teilthema | 1–2 | Vertiefung, zweiten Zwischenstand sichern |
| Drittes Teilthema | 1–2 | Anwendung, Verknüpfung mit vorherigen Teilthemen |
| Abschluss und Auswertung | 1 | Reihe abschließen, für den nächsten Durchgang notieren |
Die Einstiegsstunde als Weichenstellung
Die erste Doppelstunde einer neuen Reihe legt fest, mit welchem Vorwissen und welcher Erwartungshaltung die Klasse in die folgenden Stunden geht, und verdient deshalb besondere Aufmerksamkeit bei der Planung. Ein Einstieg, der die Klasse überfordert oder unterfordert, wirkt auf die gesamte weitere Reihe nach, weil sich ein einmal entstandener Eindruck über Schwierigkeit oder Relevanz des Themas nur schwer korrigieren lässt.
Für eine erste eigene Reihe lohnt sich deshalb ein Einstieg, der bewusst niedrigschwellig gehalten ist und zugleich einen roten Faden für die kommenden Doppelstunden erkennbar macht, statt gleich mit dem komplexesten Teilaspekt zu beginnen. Eine Klasse, die den Sinn der Reihe von Anfang an versteht, arbeitet in den folgenden Stunden motivierter mit.
Wie sich eine Einstiegsstunde als bewusste Weichenstellung gestalten lässt, zeigt Unterrichtsreihe Sprachvarietäten und ihre gesellschaftliche Bedeutung planen an einem Thema, dessen Einstieg sich ebenfalls auf eine längere Reihe hin ausrichten lässt, ohne die Klasse zu Beginn mit zu vielen neuen Begriffen zu konfrontieren.
Ein bewährter Aufbau für eine solche Einstiegsstunde besteht aus einem kurzen, alltagsnahen Zugang zum Thema, gefolgt von einer ersten fachlichen Einordnung und einem Ausblick, was die Klasse in den folgenden Doppelstunden erwartet. Dieser Ausblick muss nicht ausführlich sein, sollte der Klasse aber eine grobe Orientierung geben, worauf die Reihe insgesamt hinausläuft.
Rücksprache mit Mentorin und Fachschaft
Wer die erste eigene Reihe ohne Vorlage plant, muss nicht jede Entscheidung allein treffen. Eine kurze Rücksprache mit der Mentorin oder einer erfahrenen Kollegin, bevor die Reihe im Detail ausgearbeitet wird, kann grobe Fehleinschätzungen beim Umfang oder bei der Sequenz frühzeitig korrigieren, bevor mehrere Doppelstunden bereits darauf aufbauen.
Diese Rücksprache muss keine ausführliche Besprechung sein: Ein kurzer Überblick über die geplante Sequenz und die grobe Zeitplanung reicht meist aus, um eine erfahrene Einschätzung zu bekommen, ob die Reihe in dieser Form realistisch erscheint. Wer diese Rückmeldung erst nach dem ersten Durchgang einholt, hat die Chance zur frühzeitigen Korrektur bereits verpasst.
Auch während der laufenden Reihe lohnt sich ein kurzer Austausch, sobald eine Doppelstunde deutlich anders verläuft als geplant, etwa weil die Klasse ein Teilthema schneller oder langsamer durchdringt als erwartet. Eine solche Rückmeldung hilft, die restliche Reihe rechtzeitig anzupassen, statt am ursprünglichen Plan festzuhalten, obwohl er sich als nicht mehr passend erwiesen hat.
Diese Rücksprachen ersetzen nicht die eigene Verantwortung für die Reihe, sondern ergänzen sie: Die grundlegenden Entscheidungen zu Thema, Sequenz und Umfang bleiben bei der planenden Person, während eine erfahrene Kollegin vor allem hilft, offensichtliche Fehleinschätzungen frühzeitig zu erkennen, bevor sie sich über mehrere Doppelstunden fortsetzen und am Ende schwerer zu korrigieren sind.
Was nach dem ersten Durchgang auffällt
Nach dem ersten Durchgang einer selbst entwickelten Reihe zeigt sich meist deutlicher als vorher geplant, welche Doppelstunden zu knapp und welche zu großzügig bemessen waren. Diese Beobachtung lässt sich am zuverlässigsten direkt nach jeder Stunde kurz notieren, weil sich der genaue Grund für eine Verzögerung oder einen unerwartet schnellen Verlauf sonst nach wenigen Tagen nicht mehr genau rekonstruieren lässt.
Häufig zeigt sich außerdem, dass die Übergänge zwischen einzelnen Doppelstunden weniger reibungslos funktionieren als am Schreibtisch angenommen, etwa weil eine Klasse zu Beginn einer Stunde erst wieder an den vorherigen Stand herangeführt werden muss. Ein kurzer, aber fester Wiedereinstieg zu Beginn jeder Doppelstunde gleicht diesen Effekt in der Regel gut aus und kostet selten mehr als wenige Minuten der insgesamt verfügbaren Zeit.
Wie sich eine gesamte Reihe im Nachhinein systematisch auswerten lässt, beschreibt Umsetzung von Literatur als Unterrichtsreihe: die Reihe nach dem Durchgang auswerten an einem Thema mit ähnlich verschachtelter Struktur, dessen Auswertungslogik sich auch auf andere Reihen mit mehreren aufeinander aufbauenden Teilthemen übertragen lässt.
Was man beim zweiten Durchgang ändert
Beim zweiten Durchgang derselben Reihe lässt sich gezielt nachbessern, was der erste Durchlauf gezeigt hat: Doppelstunden, die zu voll waren, werden entlastet, Übergänge, die holprig verliefen, bekommen einen festeren Wiedereinstieg, und Zwischenstände, die zu spät kamen, rücken weiter nach vorn. Diese Anpassungen sollten sich auf die tatsächlich beobachteten Probleme stützen, nicht auf eine grundsätzliche Neuplanung der gesamten Reihe.
Wer die fachübergreifende Logik einer solchen Reihenplanung nachlesen möchte, findet sie auf der Seite Unterrichtsreihe: Aufbau, Länge, Sequenz. Steht dagegen nur eine einzelne Doppelstunde kurzfristig an, etwa als Vertretung, hilft die Unterrichtsvorbereitung im Referendariat: schneller zur fertigen Stunde weiter, weil sie sich auf die einzelne Stunde statt auf den Bogen über mehrere Wochen konzentriert.
Für weiteres Material zum Berufseinstieg, das sich als Grundlage für weitere eigene Reihen eignet, bietet die Material für den Berufseinstieg im Referendariat eine größere Auswahl an thematisch abgeschlossenen Einheiten, die sich unabhängig voneinander zu einer Reihe mit eigener Sequenzlogik zusammenstellen lassen.
Was eine erste eigene Unterrichtsreihe trägt
- Ein klar gegliedertes Thema, das sich leicht in Teilaspekte zerlegen lässt.
- Eine Sequenz, deren Reihenfolge sich begründen und bei Bedarf erklären lässt.
- Ein realistisch geschätzter Umfang, eher etwas kürzer als zu lang geplant.
- Zwei bis drei feste Zwischenstände zur Sicherung über die gesamte Reihe.
- Eine niedrigschwellige Einstiegsstunde, die einen roten Faden erkennbar macht.
- Eine kurze Rücksprache mit einer erfahrenen Kollegin vor der Ausarbeitung.
- Eine kurze Notiz nach jeder Doppelstunde für die spätere Auswertung.
- Eine gezielte Überarbeitung einzelner Stunden im zweiten Durchgang statt einer Neuplanung.
Die vorgestellten Materialien decken unterschiedliche Themen aus dem Geschichts- und Deutschunterricht der Sekundarstufe ab und lassen sich als Ausgangspunkt für eine erste eigene Unterrichtsreihe mit begründeter Sequenz nutzen.
Häufige Fragen
Wie viele Doppelstunden sollte eine erste eigene Unterrichtsreihe umfassen?
Vier bis acht Doppelstunden sind für ein erstes eigenes Vorhaben ein realistischer Rahmen. Im Zweifel ist es sinnvoller, die Reihe eher etwas kürzer zu planen und bei Bedarf eine zusätzliche Doppelstunde zu ergänzen, als von Anfang an zu lang zu planen und dann unter Zeitdruck kürzen zu müssen, wenn einzelne Stunden mehr Zeit brauchen als vorgesehen.
Wie begründet man die Sequenz einer selbst entwickelten Unterrichtsreihe?
Häufige Begründungen sind ein aufsteigender Schwierigkeitsgrad, eine chronologische Ordnung des Stoffs oder ein Aufbau vom Allgemeinen zum Speziellen. Wichtig ist, dass eine einmal gewählte Logik über die gesamte Reihe konsequent durchgehalten wird, statt von Stunde zu Stunde zwischen unterschiedlichen Ordnungsprinzipien zu wechseln, damit sich die Reihenfolge im Rückblick nachvollziehbar erklären lässt.
Wie viele Zwischenstände braucht eine Unterrichtsreihe über mehrere Wochen?
Zwei bis drei Zwischenstände über eine Reihe von vier bis acht Doppelstunden reichen in der Regel aus: nach dem ersten Teilthema, nach der Hälfte der Reihe und gegebenenfalls vor einem abschließenden größeren Schritt. Sie müssen nicht benotet werden, sollten aber verlässlich zeigen, ob die Klasse dem bisherigen Verlauf inhaltlich folgen konnte.
Warum ist die Einstiegsstunde einer neuen Reihe besonders wichtig?
Die erste Doppelstunde legt fest, mit welchem Vorwissen und welcher Erwartungshaltung die Klasse in die folgenden Stunden geht. Ein Einstieg, der überfordert oder unterfordert, wirkt auf die gesamte weitere Reihe nach, weil sich ein einmal entstandener Eindruck über Schwierigkeit oder Relevanz des Themas nur schwer nachträglich korrigieren lässt.
Sollte man die erste eigene Reihe allein planen oder Rücksprache halten?
Eine kurze Rücksprache mit der Mentorin oder einer erfahrenen Kollegin vor der Ausarbeitung kann grobe Fehleinschätzungen beim Umfang oder bei der Sequenz frühzeitig korrigieren. Ein kurzer Überblick über die geplante Sequenz und die grobe Zeitplanung reicht meist aus, um eine erfahrene Einschätzung zur Realistik der Reihe zu bekommen.
Was ändert man beim zweiten Durchgang einer selbst entwickelten Reihe?
Doppelstunden, die zu voll waren, werden entlastet, holprige Übergänge bekommen einen festeren Wiedereinstieg, und zu spät angesetzte Zwischenstände rücken weiter nach vorn. Diese Anpassungen sollten sich auf die tatsächlich im ersten Durchgang beobachteten Probleme stützen, nicht auf eine grundsätzliche Neuplanung der gesamten Reihe von Grund auf.







