Kunst· Sek II

Halbjahresplanung Alte Meister im Kunstunterricht der Oberstufe

von Luca 27.08.2026 1 Min. Lesezeit
Titelbild des Sparpakets Alte Meister mit Dürer, Rembrandt und Bruegel für den Kunstunterricht

Ein Halbjahr zu den Alten Meistern trägt in der Oberstufe, wenn Sie drei Positionen ausführlich behandeln statt zehn im Überblick. Bewährt hat sich die Folge Dürer, Bruegel, Rembrandt mit je etwa zwölf Stunden, dazu vier Stunden für Methodik und Klausurvorbereitung. Jede Position steht für ein eigenes Bildproblem: Selbstbild und Druckgrafik, Erzählung im Bildraum, Licht als Mittel der Charakterisierung. Der Vergleich zwischen den Positionen bildet den roten Faden.

Die Auswahl begründen

Der Zeitraum zwischen 1500 und 1670 lässt sich in einem Halbjahr nicht flächendeckend behandeln. Statt Vollständigkeit anzustreben, wählen Sie Werke, an denen sich eine methodische Frage durchhalten lässt. Bei Dürer ist das die Frage nach dem Verhältnis von Selbstdarstellung und Handwerk, bei Bruegel die nach der Ordnung eines vielfigurigen Bildes, bei Rembrandt die nach Lichtführung und Figurencharakterisierung.

Der Vorteil dieser Anlage zeigt sich in der Klausur: Die Lernenden übertragen eine geübte Fragestellung auf ein unbekanntes Werk, statt Wissen über Epochen abzurufen. Welche Werke und Schwerpunkte tatsächlich gesetzt werden müssen, richtet sich nach den Vorgaben Ihres Bundeslands und den Absprachen in der Fachkonferenz.

Aufteilung der Stunden

Eine Verteilung, die sich in der Praxis halten lässt:

  1. Vier Stunden Einstieg mit Methodik: Beschreibung und Analyse an einem Werk, das nicht zur Reihe gehört.
  2. Zwölf Stunden Dürer: Selbstbildnisse, Holzschnitt und Kupferstich, eine praktische Übung zur Linienführung.
  3. Zwölf Stunden Bruegel: Bildaufbau vielfiguriger Szenen, Weltlandschaft, Bauerngenre und seine Deutung.
  4. Zwölf Stunden Rembrandt: Porträt, Helldunkel, Radierung im Vergleich zur Malerei.

Die Materialien für die drei Positionen liegen als eigene Reihen vor: Albrecht Dürer mit Selbstbildnis und Druckgrafik, Pieter Bruegel der Ältere für den Kunstunterricht der Sek II und Rembrandt mit Porträt und Helldunkel. Zusammen gibt es sie als Sparpaket Alte Meister für 49,99 Euro als Einzellizenz statt 74,97 Euro beim Einzelkauf. Was sonst noch für die Oberstufe bereitsteht, listet die Themenseite Kunst Sek II mit Künstlern, Epochen und Bildanalyse.

Praktische Anteile einbinden

Ohne praktische Arbeit bleibt das Halbjahr eine Folge von Bildbesprechungen. Drei kurze Werkstattphasen genügen: eine Übung zur Schraffur mit Feder oder Fineliner bei Dürer, eine Kompositionsstudie mit Figurengruppen bei Bruegel, eine Helldunkelstudie mit Kohle oder Deckweiß auf getöntem Papier bei Rembrandt. Jede Phase dauert zwei bis drei Stunden.

Halten Sie die Aufgaben eng. Eine offene Aufgabe wie eine Radierung im Stil des Barock kostet Zeit und liefert selten Erkenntnis über die Bildmittel. Eine enge Aufgabe wie das Übertragen eines Bildausschnitts in reine Schraffur macht dagegen sichtbar, wie viel Arbeit in der Binnenzeichnung steckt. Für eine ausgefallene Stunde lässt sich eine der Übungen auch isoliert einsetzen, wie es der Beitrag zur Druckgrafik in der Vertretungsstunde beschreibt.

Leistungsüberprüfung im Halbjahr

Zwei schriftliche Leistungen reichen aus: eine Klausur mit Bildanalyse an einem unbekannten Werk und ein Bildvergleich als längere Hausarbeit oder zweite Klausur. Der Vergleich ist die anspruchsvollere Form, weil er ein Kriterium für die Gegenüberstellung verlangt. Welche Fehler dabei regelmäßig auftreten, zeigt der Text zu typischen Schülerfehlern beim Bildvergleich.

Kündigen Sie die Kriterien früh an und üben Sie sie an kurzen Textbausteinen: ein Absatz Beschreibung, ein Absatz Analyse, ein Absatz Deutung. Wer diese Bausteine dreimal geschrieben hat, verfasst in der Klausur eine gegliederte Arbeit. Für die Bewertung der praktischen Anteile gelten eigene Kriterien, die sich auf die Aufgabenstellung beziehen und nicht auf den Grad der Ähnlichkeit zum Vorbild.

Häufige Fragen

Reichen zwölf Stunden je Position aus?

Für zwei bis drei Werke pro Position ja. Knapp wird es, wenn zusätzlich Biografie und Epochenüberblick ausführlich behandelt werden. Halten Sie den historischen Rahmen kurz und binden Sie ihn an die Bilder: Auftraggeber, Bildfunktion und Verbreitungsform erklären mehr über das Werk als eine chronologische Übersicht am Anfang der Reihe.

Wie viel Bildmaterial brauche ich pro Position?

Sechs bis acht Abbildungen reichen, davon zwei in hoher Auflösung für die Detailbetrachtung. Wichtiger als die Menge ist die Möglichkeit, Ausschnitte zu zeigen. Bei Druckgrafik und bei Bruegels vielfigurigen Bildern entscheidet der Zoom über den Erkenntnisgewinn, weil die Bildaussage in Details liegt, die in der Gesamtansicht verschwinden.

Wie verbinde ich die Reihe mit anderen Fächern?

Naheliegend sind Geschichte und Deutsch. Bei Dürer bietet sich die Reformationszeit an, bei Bruegel die Lebenswelt des 16. Jahrhunderts, bei Rembrandt die niederländische Handelsgesellschaft. Sprechen Sie ab, welches Fach welche Quellen einführt, damit im Kunstunterricht die Bildanalyse im Zentrum bleibt und nicht durch Textarbeit ersetzt wird.

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Albrecht Dürer – Selbstbildnis und Dr...Ansehen
Über den Autor
✏️
Luca
Bildungsgestalter & Gründer von stifo.de

Luca beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der Frage, was guten Unterricht ausmacht - und wie Lehrkräfte dabei wirklich entlastet werden können. Als Gründer von stifo.de entwickelt er strukturierte Unterrichtsmaterialien, die Lehrerinnen und Lehrer im Alltag spürbar unterstützen: durchdacht aufgebaut, direkt einsetzbar und didaktisch solide.

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Häufige Fragen

FAQ zu den Unterrichtsmaterialien

Das Sortiment reicht von der Kita über die Grundschule und die Sekundarstufe I (Klasse 5–10) bis zur Sekundarstufe II und zur Berufsschule. Jedes Material ist nach Fach, Stufe und - wo sinnvoll - nach Bundesland beschriftet.

Viele Reihen lassen sich mit kleinen Anpassungen auch in benachbarten Schulformen einsetzen, weil die Aufgaben in mehreren Anforderungsniveaus vorliegen.

Eine vollständige Reihe enthält in der Regel:

  • mehrere Arbeitsblätter mit ausgearbeiteten Lösungen
  • eine Präsentation für den Unterrichtseinstieg
  • einen Verlaufsplan für die Stundenstruktur
  • Aufgaben auf mehreren Anforderungsniveaus zur Differenzierung
  • je nach Reihe Klausur- oder Testvorlagen

Die Dateien liegen in editierbaren Formaten vor, damit du Inhalte an deine Lerngruppe anpassen kannst.

Direkt nach dem Kauf erhältst du eine Bestätigungs-E-Mail mit dem Download-Link. Zusätzlich liegen die Dateien dauerhaft in deinem Kundenkonto unter „Bestellungen" - ohne Ablaufdatum und ohne Downloadlimit.

Es gibt keinen Versand und keine Wartezeit: Der Download steht unmittelbar nach dem Abschluss der Bestellung bereit.

Die Einzellizenz gilt für eine Lehrkraft. Du darfst das Material ausdrucken und im eigenen Unterricht beliebig oft einsetzen. Die digitalen Dateien an andere Lehrkräfte weiterzugeben oder sie zu veröffentlichen, ist davon nicht gedeckt.

Für Fachschaften gibt es bei vielen Produkten eine Schullizenz, die mehrere Lehrkräfte einer Schule abdeckt. Sie steht direkt auf der Produktseite zur Auswahl.

Eine Unterrichtsreihe deckt ein einzelnes Thema ab, etwa „Genetik" oder „Kurzgeschichten analysieren". Sie passt, wenn du gezielt eine Sequenz vorbereitest.

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Die Materialien orientieren sich an den veröffentlichten Vorgaben der Länder - je nach Bundesland am Kernlehrplan, Kerncurriculum, Bildungsplan, Rahmenlehrplan oder an den Fachanforderungen. Für viele Fächer gibt es eigene Pakete je Bundesland.

Eine Prüfung, Zulassung oder Empfehlung durch ein Ministerium besteht nicht. Da die Vorgaben zwischen den Ländern abweichen, lohnt sich vor dem Einsatz ein kurzer Abgleich mit dem schulinternen Lehrplan.

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