Kunst· Sek II

Einstiegsstunde zum Impressionismus in der Oberstufe Kunst planen

von Luca 27.08.2026 1 Min. Lesezeit
Titelbild des Unterrichtsmaterials zu Claude Monet und dem Impressionismus für die Oberstufe

Eine Einstiegsstunde zum Impressionismus trägt, wenn die Lerngruppe zuerst sieht und erst danach benennt. Beginnen Sie mit zwei projizierten Bildausschnitten, lassen Sie fünf Minuten lang schriftlich festhalten, was an Farbauftrag und Pinselspur auffällt, und sammeln Sie die Beobachtungen an der Tafel. Der Epochenbegriff fällt erst nach dieser Runde. So wächst die Einordnung aus dem Material heraus, und Sie sehen früh, über welche Fachsprache der Kurs bereits verfügt.

Die ersten zwanzig Minuten

Projizieren Sie zwei Ausschnitte von etwa 20 mal 20 Zentimetern Bildfläche, einen aus einer Seerosendarstellung, einen aus einer Stadtansicht. Ohne Titel, ohne Jahreszahl. Die Aufgabe lautet: Beschreiben Sie, wie die Farbe auf die Leinwand gekommen ist. Erfahrungsgemäß entstehen dabei Formulierungen wie „getupft“, „nebeneinandergesetzt“ oder „unvermischt“, also genau die Wörter, die Sie später für die Fachbegriffe brauchen.

Danach zeigen Sie das vollständige Bild und arbeiten mit dem Abstand: Lassen Sie den Kurs zwei Meter zurücktreten. Der Wechsel zwischen Nah- und Fernsicht macht die optische Mischung ohne Erklärung sichtbar. Erst jetzt notieren Sie den Begriff Impressionismus samt Datierung an der Tafel und ordnen die vorher gesammelten Beobachtungen darunter ein.

Die zweite Stunde mit praktischer Erprobung

Für die praktische Phase reichen Deckfarben, Borstenpinsel und Papier im Format DIN A4. Die Aufgabe: dieselbe Fläche zweimal anlegen, einmal mit vermischter Farbe, einmal mit nebeneinandergesetzten Strichen. Zwanzig Minuten genügen. Die Gegenüberstellung liefert die Argumente für das spätere Analysevokabular und funktioniert auch in Lerngruppen, die selten praktisch arbeiten.

Bildmaterial und Arbeitsblätter dafür stecken in der Reihe Claude Monet – Impressionismus und Lichtmalerei. Wenn Sie den Kontrast zum Pointillismus schon in der Einstiegsstunde anlegen möchten, ergänzen Sie die Materialien aus Georges Seurat – Pointillismus und Farbtheorie. Für die gesamte Reihe greifen Sie mit dem Sparpaket zu Monet, van Gogh und Seurat auf alle drei Themenblöcke zu; die Einzellizenz kostet 49,99 Euro statt 74,97 Euro beim Einzelkauf.

Woran der Einstieg regelmäßig scheitert

Drei Stolpersteine tauchen in der Praxis immer wieder auf:

  1. Zu viele Bilder. Zwei reichen. Bei fünf Werken bleibt keine Zeit für genaue Beschreibung, und der Kurs weicht auf allgemeine Stimmungsaussagen aus.
  2. Frühe Begriffsvergabe. Wer den Epochennamen in Minute drei nennt, bekommt danach überwiegend angelesenes Vorwissen zurückgespielt statt eigener Beobachtung.
  3. Fehlende Sicherung. Ohne fünf Minuten Mitschrift am Stundenende ist das Ergebnis in der Folgewoche nicht mehr abrufbar.

Welche Fehlvorstellungen sich beim späteren Vergleich zweier Werke halten, ist in den Hinweisen zu typischen Schülerfehlern beim Bildvergleich von Monet und Seurat zusammengetragen; ein Blick dorthin lohnt sich vor der dritten Stunde.

Anschluss an die Reihe

Halten Sie das Stundenende offen. Ein einziger Satz an der Tafel, etwa „Farbe kann beschreiben oder ausdrücken“, trägt die Reihe bis zu van Gogh. Die Folgestunde beginnt dann mit demselben Verfahren, nur mit einem Ausschnitt aus einem Werk mit pastosem Auftrag, und der Kurs bemerkt den Unterschied selbst. Welche weiteren Epochenreihen sich für die Oberstufe anschließen lassen, zeigt die Themenseite Kunst Sek II mit Künstlern, Epochen und Bildanalyse.

Arbeiten Sie in einem Kurs mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen, hilft der Blick auf die Differenzierung im heterogenen Kunstkurs, weil sich die dort beschriebenen Aufgabenstufen ohne Umbau auf den Impressionismus übertragen lassen.

Häufige Fragen

Wie viele Stunden braucht der Reiheneinstieg?

Eine Doppelstunde reicht für Beobachtung, Begriffsklärung und eine kurze praktische Erprobung. Wenn Sie im 45-Minuten-Takt unterrichten, verlegen Sie die Farbübung in die zweite Stunde und schließen die erste mit der gesicherten Tafelanschrift ab. Länger als zwei Stunden sollte der Einstieg nicht dauern, sonst fehlt die Zeit für die Werkbesprechungen der Reihe.

Funktioniert der Einstieg auch ohne Fachraum?

Ja, wenn Sie den Wechsel von Nah- und Fernsicht konsequent nutzen. Ersetzen Sie die Farbübung durch zwei Detailaufnahmen in hoher Auflösung und lassen Sie die Pinselspuren mit Bleistift auf Transparentpapier nachzeichnen. Das dauert zehn Minuten, braucht nur Papier und liefert ähnliche Beobachtungen wie das Malen selbst.

Wie bewerte ich diese Stunde?

Vergeben Sie hier keine Note. Halten Sie stattdessen fest, wer Farbauftrag, Bildgegenstand und Wirkung sprachlich trennen kann; diese Notiz brauchen Sie für die Zusammensetzung der späteren Partnerarbeiten. Eine Bewertung entsteht sinnvoll erst bei der ersten schriftlichen Bildbeschreibung, deren Kriterien Sie in der Folgestunde offenlegen.

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Claude Monet – Impressionismus und Li...Ansehen
Über den Autor
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Luca
Bildungsgestalter & Gründer von stifo.de

Luca beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der Frage, was guten Unterricht ausmacht - und wie Lehrkräfte dabei wirklich entlastet werden können. Als Gründer von stifo.de entwickelt er strukturierte Unterrichtsmaterialien, die Lehrerinnen und Lehrer im Alltag spürbar unterstützen: durchdacht aufgebaut, direkt einsetzbar und didaktisch solide.

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Häufige Fragen

FAQ zu den Unterrichtsmaterialien

Das Sortiment reicht von der Kita über die Grundschule und die Sekundarstufe I (Klasse 5–10) bis zur Sekundarstufe II und zur Berufsschule. Jedes Material ist nach Fach, Stufe und - wo sinnvoll - nach Bundesland beschriftet.

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Eine vollständige Reihe enthält in der Regel:

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Die Einzellizenz gilt für eine Lehrkraft. Du darfst das Material ausdrucken und im eigenen Unterricht beliebig oft einsetzen. Die digitalen Dateien an andere Lehrkräfte weiterzugeben oder sie zu veröffentlichen, ist davon nicht gedeckt.

Für Fachschaften gibt es bei vielen Produkten eine Schullizenz, die mehrere Lehrkräfte einer Schule abdeckt. Sie steht direkt auf der Produktseite zur Auswahl.

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Die Materialien orientieren sich an den veröffentlichten Vorgaben der Länder - je nach Bundesland am Kernlehrplan, Kerncurriculum, Bildungsplan, Rahmenlehrplan oder an den Fachanforderungen. Für viele Fächer gibt es eigene Pakete je Bundesland.

Eine Prüfung, Zulassung oder Empfehlung durch ein Ministerium besteht nicht. Da die Vorgaben zwischen den Ländern abweichen, lohnt sich vor dem Einsatz ein kurzer Abgleich mit dem schulinternen Lehrplan.

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