Schweiz und Österreich: Vertretungs- und Projektmaterial

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Schweiz und Österreich: Vertretungs- und Projektmaterial

Eine spontane Vertretung oder ein Projekttag lässt sich mit deutschem Material meist ohne großen Umbau übernehmen – vorausgesetzt, Begriffe und Systemunterschiede zwischen Deutschland, der Schweiz und Österreich sind bekannt. Diese Seite vergleicht die wichtigsten Begriffe und zeigt in wenigen Schritten, wie sich deutsches Material für den Einsatz in Schweizer und österreichischen Klassenzimmern anpassen lässt.

3 LänderBegriffe für Deutschland, Schweiz und Österreich verglichen
3 SchritteAnpassung deutschen Materials für den Einsatz vor Ort
FächerübergreifendKunst, Mathematik, Sachunterricht und mehr
Digitaler DownloadSofort einsetzbar, ohne Wartezeit

Für eine spontane Vertretungsstunde eignet sich Material, das ohne fachliche Vorkenntnisse der einspringenden Lehrperson auskommt, etwa das Bundle 50 Vertretungsstunden ohne Vorbereitung. Für Projekttage bieten sich fächerübergreifende Werkstätten wie die Illusionswerkstatt Op-Art an, die sich mit wenigen begrifflichen Anpassungen sowohl in Schweizer als auch in österreichischen Klassen einsetzen lassen.

Warum deutsches Material fast immer einsetzbar ist

Die fachlichen Inhalte von Vertretungs- und Projektmaterial – etwa ein Rechenspiel, ein Kunstprojekt oder ein naturwissenschaftliches Experiment – unterscheiden sich zwischen Deutschland, der Schweiz und Österreich kaum. Was sich unterscheidet, sind vor allem organisatorische Begriffe: Wie eine Unterrichtseinheit heißt, wie lange sie dauert, wie das Notensystem aufgebaut ist und welche Bezeichnung für die Lehrperson üblich ist. Für ein Vertretungs- oder Projektmaterial, das keine Notengebung oder Stundenplanlogik voraussetzt, reicht es deshalb oft, wenige Begriffe in der Einleitung anzupassen, statt das gesamte Material neu zu erstellen.

Besonders bei fächerübergreifenden Werkstattformaten wie den Kunstwerkstätten zu Op-Art, Architektur oder Masken ist der Anpassungsaufwand minimal, weil diese Formate ohnehin wenig auf länderspezifische Lehrplanterminologie angewiesen sind. Schwieriger wird es bei Material, das explizit auf einen Lehrplan verweist oder Notenskalen abbildet – hier lohnt sich ein genauerer Blick auf die Begriffsunterschiede, bevor das Material im Unterricht eingesetzt wird.

Ein praktischer Aspekt betrifft die Zeitdauer der Unterrichtseinheiten. Während eine deutsche Schulstunde meist 45 Minuten dauert, entspricht dies in der Schweiz der „Lektion" und in Österreich der „Einheit" – beide ebenfalls meist 45 bis 50 Minuten. Für Vertretungsmaterial mit mehreren kurzen Aufgabenblöcken lässt sich die Reihenfolge meist unverändert übernehmen, während bei zeitlich eng getakteten Materialien ein kurzer Blick auf die tatsächliche Stundendauer vor Ort sinnvoll ist, um Zeitüberschreitungen zu vermeiden.

Auch die Frage, wer die Vertretung übernimmt, unterscheidet sich organisatorisch: In der Schweiz ist häufig von „Lehrpersonen" die Rede, ein bewusst geschlechtsneutraler Begriff, der sowohl Lehrerinnen als auch Lehrer meint. In Österreich ist zusätzlich die Rolle des „Klassenvorstands" relevant, der organisatorisch für die Klasse zuständig ist und bei spontanen Vertretungen oft die erste Anlaufstelle für Rückfragen der einspringenden Lehrperson darstellt.

Auch die Vorlaufzeit unterscheidet sich zwischen einer geplanten Projektwoche und einer spontanen Vertretung erheblich, was bei der Materialauswahl mitgedacht werden sollte. Für eine Projektwoche, die Wochen im Voraus feststeht, lohnt sich Material mit mehreren aufeinander aufbauenden Einheiten, etwa eine Werkstatt, die über zwei oder drei Lektionen bzw. Einheiten hinweg zu einem fertigen Ergebnis führt. Für eine Vertretung, die oft erst am Morgen desselben Tages bekannt wird, ist dagegen kurzfristig einsetzbares Material entscheidend, das keine Vorbereitung durch die einspringende Lehrperson benötigt und sich notfalls auch ohne Kenntnis der genauen Klassenzusammensetzung durchführen lässt. Ein Notfall-Bundle mit vielen kurzen, in sich geschlossenen Einheiten deckt genau diesen zweiten Fall ab, während die Werkstattformate eher für die geplante Situation gedacht sind.

Material für Vertretung und Projekttage

Die folgende Auswahl eignet sich für spontane Vertretungsstunden und geplante Projekttage gleichermaßen.

Maskenwerkstatt Masken und Verwandlung Kunst Sekundarstufe I

Sekundarstufe I · Kunst

Maskenwerkstatt

Kulturell breit angelegtes Gestaltungsprojekt, ohne Notenbezug einsetzbar.

Digitaler DownloadZum Material

Begriffs- und Systemvergleich CH/AT/DE

Begriff Schweiz Österreich Deutschland
Unterrichtseinheit Lektion (ca. 45 Min.) Einheit (ca. 50 Min.) Unterrichtsstunde (ca. 45 Min.)
Lehrkraft Lehrperson Lehrer/-in Lehrkraft
Klassenleitung Klassenlehrperson Klassenvorstand Klassenlehrer/-in
Notensystem 1–6, 6 = beste Note 1–5, 1 = Sehr gut 1–6, 1 = sehr gut (je nach Bundesland)
Bildungsstufe Zyklus 1–3 (Lehrplan 21) Schulstufe Klassenstufe/Jahrgangsstufe
Klassenarbeit Prüfung Schularbeit Klassenarbeit
Monat Januar Januar Jänner Januar

Diese Tabelle deckt die häufigsten Begriffe ab, die in Vertretungs- und Projektmaterial vorkommen. Für Material ohne Bezug zu Noten oder Prüfungen – etwa reine Werkstattformate – sind meist nur die Zeilen zu Unterrichtseinheit und Lehrkraft überhaupt relevant. Wer regelmäßig zwischen deutschen, Schweizer und österreichischen Materialien wechselt, profitiert davon, diese Tabelle einmal auszudrucken und griffbereit zu halten, statt die Begriffe bei jeder Vertretung erneut nachzuschlagen.

Anpassungsschritte für deutsches Material

Schritt Vorgehen
1. Begriffe in der Einleitung prüfen „Unterrichtsstunde" durch „Lektion" (CH) oder „Einheit" (AT) ersetzen, „Lehrkraft" ggf. durch „Lehrperson" (CH).
2. Zeitdauer abgleichen Vorgesehene Aufgabenblöcke mit der tatsächlichen Lektions- bzw. Einheitendauer vor Ort vergleichen.
3. Noten- oder Prüfungsbezug entfernen oder anpassen Falls das Material auf Noten verweist, die Skala an das lokale System (CH: 6 = beste Note; AT: 1 = Sehr gut) anpassen oder den Bezug ganz streichen.

Bei rein spielerischem oder projektorientiertem Material, das keine Noten vergibt, entfällt Schritt 3 meist vollständig – dann genügen die begrifflichen Anpassungen aus Schritt 1, um das Material einsatzbereit zu machen.

Was das Material liefert

  • Ohne Vorbereitung einsetzbarFür spontane Vertretungssituationen konzipiert.
  • FächerübergreifendKunst, Mathematik und Sachunterricht abgedeckt.
  • Minimal anpassungsbedürftigMeist genügen wenige begriffliche Änderungen.
  • Für Grundschule und Sekundarstufe IAltersgerechte Werkstattformate verfügbar.
  • Keine NotenbindungViele Materialien kommen ohne Bewertungssystem aus.
  • Digitaler DownloadSofort abrufbar, unabhängig vom Schulstandort.

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Häufige Fragen

Kann deutsches Vertretungsmaterial ohne Änderung in der Schweiz eingesetzt werden?

Bei Material ohne Noten- oder Lehrplanbezug meist ja. Sinnvoll ist es trotzdem, den Begriff „Unterrichtsstunde" durch „Lektion" zu ersetzen, da dieser in Schweizer Schulen üblich ist.

Was bedeutet „Einheit" im österreichischen Schulkontext?

„Einheit" bezeichnet in Österreich das, was in Deutschland als Unterrichtsstunde bezeichnet wird, meist etwa 50 Minuten lang.

Wie unterscheidet sich das Notensystem zwischen der Schweiz und Österreich?

In der Schweiz ist die Note 6 die beste, in Österreich die Note 1. Bei Material mit Notenbezug muss diese Umkehrung beachtet werden.

Wer ist in Österreich für organisatorische Fragen einer Klasse zuständig?

Der Klassenvorstand übernimmt diese Funktion, vergleichbar mit der Klassenlehrperson in der Schweiz oder dem Klassenlehrer bzw. der Klassenlehrerin in Deutschland.

Eignet sich das Material auch für Berufsfachschulen in der Schweiz?

Fächerübergreifende Werkstattformate lassen sich grundsätzlich auch dort einsetzen, spezifisches Fachmaterial für den allgemeinbildenden Unterricht (ABU) findet sich auf einer eigenen Fachseite.

Muss bei Kunstwerkstätten etwas an den Lehrplanbezug angepasst werden?

In der Regel nicht, da Werkstattformate wie Op-Art oder Maskenwerkstatt gestalterische Grundtechniken vermitteln, die in allen drei Lehrplänen ähnlich verankert sind.