Kubismus in der Sek I
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Kunst · Kunstgeschichte der Moderne · Sek I (Klasse 7–9)
Der Weg in die Abstraktion lässt sich in der Sek I gut nachvollziehen: vom Impressionismus über die kubistische Zerlegung der Form bis zu Malewitschs Suprematismus. Fünf Reihen verbinden Werkbetrachtung mit eigener Gestaltung und lassen sich einzeln oder als geschlossene Unterrichtseinheit zur Kunstgeschichte der Moderne einsetzen.
Kurz gesagt: Der Weg in die Abstraktion lässt sich in der Sek I gut nachvollziehen: vom Impressionismus über die kubistische Zerlegung der Form bis zu Malewitschs Suprematismus. Die Reihen verbinden Werkbetrachtung mit eigener Gestaltung.
Die Entwicklung von der gegenständlichen Malerei des Impressionismus bis zur reinen Abstraktion Malewitschs ist eine der klarsten Entwicklungslinien der Kunstgeschichte und lässt sich deshalb gut als roter Faden für eine Unterrichtsreihe nutzen. Jeder Schritt – die Auflösung der Form beim Impressionismus, die Mehransichtigkeit des Kubismus, die Reduktion auf geometrische Grundformen beim Suprematismus – baut nachvollziehbar auf dem vorherigen auf, statt isolierte Einzelwerke aneinanderzureihen.
Dieser chronologische Zugang erleichtert es Lerngruppen, den oft als sperrig empfundenen Begriff der Abstraktion zu verstehen: Abstraktion erscheint nicht als plötzlicher Bruch, sondern als schrittweise Entwicklung, die sich an konkreten Werken nachvollziehen lässt. Das macht auch die eigene praktische Auseinandersetzung – etwa das Zerlegen einer Form in Flächen – leichter zugänglich, weil ein Vorbild aus der Kunstgeschichte als Referenz dient.
Jede Reihe liegt mit Aufgaben und Lösungen vor und lässt sich einzeln oder als zusammenhängende Sequenz zur Kunstgeschichte der Moderne einsetzen.
Form, Fragment und Perspektive praktisch und theoretisch erschließen.
Vom Kubismus zur Moderne – Entwicklungslinien nachvollziehen.
Reine Abstraktion und geometrische Reduktion bei Malewitsch.
Die Entwicklungslinie von der Auflösung der Form bis zum Kubismus.
Künstler und Epochen von der Renaissance bis zur Moderne im Überblick.
Als geschlossene Unterrichtseinheit funktioniert die Abfolge Impressionismus – Kubismus – Suprematismus über etwa sechs bis acht Stunden: Jede Reihe liefert Werkbeispiele, Aufgaben zur Bildbeschreibung und eine praktische Übung, die das jeweilige Gestaltungsprinzip erfahrbar macht. Am Ende steht meist eine eigene Arbeit, die auf einem der behandelten Prinzipien aufbaut, etwa eine kubistische Zerlegung eines Alltagsgegenstands.
Wer weniger Zeit hat, kann die Reihen auch einzeln einsetzen: Die Kubismus-Reihe eignet sich gut als eigenständiger Einstieg in die Formanalyse, während Wege zur Abstraktion als Zusammenfassung am Ende eines Kunstgeschichtsblocks dient. Die Werkbetrachtungen zu einzelnen Künstlerinnen und Künstlern lassen sich als kurze Ergänzungsbausteine nutzen, um einzelne Stilrichtungen exemplarisch zu vertiefen.
| Stufe | Einsatz | Schwerpunkt |
|---|---|---|
| Klasse 7 | Formzerlegung praktisch erproben | Fläche, Fragment und Mehransichtigkeit |
| Klasse 8 | Werkvergleich Impressionismus–Kubismus | Farbe, Form und Bildauffassung |
| Klasse 9 | Suprematismus und reine Abstraktion | Reduktion, Fläche und Bildidee |
Für Klasse 7 empfiehlt sich der Schwerpunkt auf der praktischen Umsetzung: Ein einfacher Alltagsgegenstand wird in geometrische Formen zerlegt und aus mehreren Perspektiven zugleich dargestellt. Die Bildbeschreibung bleibt dabei knapp und orientiert sich an vorgegebenen Leitfragen, die den Blick auf Form und Fläche lenken.
Ab Klasse 8 und 9 lässt sich die Werkanalyse vertiefen, etwa durch den Vergleich zweier Gemälde unterschiedlicher Stilrichtungen oder die Einordnung eines Werks in seinen historischen Kontext. Leistungsstärkere Lerngruppen können zusätzlich eigene Thesen zur Bildwirkung formulieren und diese anhand konkreter Bildmerkmale begründen, was auf die spätere Klausurform in der Oberstufe vorbereitet.
Die Kernlehrpläne Kunst der Sekundarstufe I sehen vor, dass Schülerinnen und Schüler ausgewählte Werke und Epochen der Kunstgeschichte kennenlernen und dabei sowohl rezeptive als auch produktive Kompetenzen entwickeln. Der Bogen von Impressionismus über Kubismus zu Suprematismus deckt exemplarisch eine zentrale Entwicklung der klassischen Moderne ab und lässt sich gut mit den geforderten Fachbegriffen wie Bildauffassung, Komposition und Farbwirkung verknüpfen.
Die begleitenden Werkbetrachtungen einzelner Künstlerinnen und Künstler ergänzen die chronologische Reihe um Beispiele, die sich auch unabhängig vom Schwerpunkt Abstraktion einsetzen lassen, etwa zur Vorbereitung einer Kunstausstellung im Schulhaus oder zur Vertiefung einzelner Stilmerkmale.
Modersohn-Becker: Mädchen im Birkenwald
Rousseau: Kampf zwischen Tiger und Büffel
Klimt: Der Kuss
Franz Marc: Blaues Pferd
Perspektiven & FluchtpunkteKubismus lässt sich über die Zerlegung eines Motivs in geometrische Formen und die gleichzeitige Darstellung mehrerer Ansichten erklären. Ein einfacher Alltagsgegenstand als Übungsobjekt macht das Prinzip greifbarer als ein komplexes Gemälde.
Bewährt hat sich, einen einfachen Gegenstand wie eine Kaffeetasse oder eine Gitarre in geometrische Flächen zu zerlegen und aus zwei Perspektiven zugleich zu zeichnen. Die Unterrichtsreihe Kubismus in der Sek I enthält eine entsprechende Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Der Kubismus zerlegt noch erkennbare Motive in geometrische Fragmente, während der Suprematismus bei Malewitsch vollständig auf gegenständliche Bezüge verzichtet und nur noch reine geometrische Formen zeigt. Suprematismus lässt sich daher als konsequente Weiterführung der im Kubismus begonnenen Formreduktion verstehen.
Sinnvoll sind Aufgaben, die Beschreibung, Analyse und Deutung eines Werks in klar getrennten Schritten verlangen, ergänzt um Leitfragen zu Form, Farbe und Komposition. Die Reihen enthalten dafür ausgearbeitete Aufgabenstellungen mit Erwartungshorizont.
Ja, alle fünf Reihen enthalten Lösungen beziehungsweise Erwartungshorizonte zu den gestellten Analyse- und Gestaltungsaufgaben. Diese lassen sich direkt als Bewertungsgrundlage nutzen.
Die Reihen liegen als editierbare Arbeitsblätter und Präsentationen mit Bildmaterial vor, sodass sich Werke direkt im Unterricht zeigen lassen. Alle Dateien sind druckfertig aufbereitet.