Unterrichtsreihe: Mittelalter - SEK I
Herrschaft, Ständeordnung und Alltag im Mittelalter mit Quellenarbeit für den Einstieg.
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Geschichte und Politische Bildung · Mittelschule, AHS & BHS · Schulstufe 5–13
Unterrichtsmaterial für Geschichte und Politische Bildung in Österreich: von den ersten Quellenstunden in der 5. Schulstufe über Revolutionen und Industrialisierung bis zur Zeitgeschichte und zur mündlichen Reifeprüfung. Alle Reihen sind digitale Sofort-Downloads und lassen sich an Kompetenzbeschreibungen und Anwendungsbereiche anpassen.
Kurz gesagt: Geschichte und Politische Bildung heißt der Gegenstand seit dem Lehrplan 2023 – die Politische Bildung ist damit Teil des Fachnamens, nicht Beiwerk. Die Reihen auf dieser Seite decken Altertum, Mittelalter, Neuzeit, Zeitgeschichte und demokratiepolitische Grundfragen ab und passen in 50-Minuten-Einheiten. Deutsches Material lässt sich einsetzen, sobald Stufenangaben, Notenbezeichnungen und Institutionenbeispiele umgestellt sind.
Der Gegenstand trägt seit dem Lehrplan 2023 den Namen Geschichte und Politische Bildung; davor hieß er Geschichte und Sozialkunde/Politische Bildung. Die Umbenennung macht sichtbar, dass historisches Lernen und politische Urteilsbildung im selben Gegenstand verankert sind. Eine Sequenz zur Französischen Revolution behandelt deshalb nicht nur Ursachen und Verlauf, sondern immer auch die Frage, wie sich Herrschaft legitimiert und wie Beteiligung organisiert wird.
Politische Bildung wird zusätzlich im Vierten Teil des Lehrplans als eines der übergreifenden Themen geführt. Es sind dreizehn solcher Themen, darunter Medienbildung, Interkulturelle Bildung und Umweltbildung für nachhaltige Entwicklung. Eine Reihe zur Industrialisierung bedient daher neben dem Fachlehrplan mehrere übergreifende Themen – das lässt sich in der Jahresplanung gut ausweisen.
Die folgenden fünf Reihen bilden einen Längsschnitt von der Sekundarstufe I bis in die Oberstufe: Mittelalter und Französische Revolution als klassische Anwendungsbereiche, Demokratie und Europäische Einigung als Politische Bildung, dazu die Voraussetzungen des Nationalsozialismus für die Zeitgeschichte.
Herrschaft, Ständeordnung und Alltag im Mittelalter mit Quellenarbeit für den Einstieg.
Ursachen, Verlauf und Folgen der Revolution als Zugang zu Menschenrechten und Herrschaftskritik.
Grundbegriffe von Demokratie, Wahlen und Mitbestimmung, altersgerecht aufbereitet.
Vom Nachkriegseuropa zur Union: Integration als historischer und politischer Prozess.
Ideologische Wurzeln und politische Bedingungen des Nationalsozialismus für die Zeitgeschichte.
Ein tragfähiger Jahresbogen beginnt im Herbst mit einer Epoche, die Orientierung schafft, und endet im Sommersemester bei Themen, die stärker auf Urteilsbildung zielen. Bewährt hat sich, bis zu den Semesterferien den historischen Längsschnitt zu legen und ab Feber die politische Bildung zu vertiefen. Wer im Jänner die Schulnachricht vorbereitet, hat bis dahin genügend Beobachtungen zur Mitarbeit und Testergebnisse gesammelt.
Innerhalb einer Reihe empfiehlt sich ein Dreischritt: eine Einheit zur Erschließung der Quelle, eine Einheit zur Erarbeitung in Gruppen, eine Einheit zur Sicherung mit schriftlichem Produkt. Weil die Unterrichtsstunde in Österreich fünfzig Minuten dauert, geht sich pro Einheit mehr aus als in deutschen Stundenbildern kalkuliert – die zusätzliche Zeit reicht meist für eine kurze Ergebnispräsentation.
| Schulstufe | Schulart | Schwerpunkt |
|---|---|---|
| 5.–6. Schulstufe | Mittelschule, AHS-Unterstufe | Altertum und Mittelalter, erste Arbeit mit Quellen und Darstellungen |
| 7.–8. Schulstufe | Mittelschule, AHS-Unterstufe | Neuzeit, Revolutionen, Industrialisierung, Einstieg in Politische Bildung |
| 9.–10. Schulstufe | AHS-Oberstufe, BHS, PTS | Zeitgeschichte, Nationalsozialismus, Demokratie und Institutionen |
| 11.–12. Schulstufe | AHS-Oberstufe | Vertiefung, Themenbereiche für die mündliche Reifeprüfung |
| 12.–13. Schulstufe | BHS | Zeitgeschichte und Politische Bildung im Hinblick auf die Reife- und Diplomprüfung |
In der Mittelschule lässt sich über die Quelle selbst differenzieren: dieselbe Bildquelle mit unterschiedlich stark vorstrukturierten Beschreibungsrastern, dieselbe Textquelle einmal gekürzt mit Worterklärungen und einmal vollständig. Das hält die Lerngruppe beisammen, während der Anspruch variiert. Die Leistungsniveaus Standard und Standard AHS gelten nur in Deutsch, Mathematik und lebender Fremdsprache – hier bleibt die Aufgabengestaltung frei.
In der Oberstufe verschiebt sich die Differenzierung auf die Operatoren: Eine Gruppe stellt einen Zusammenhang dar, eine zweite erklärt ihn, eine dritte beurteilt ihn anhand vorgegebener Kriterien. Das bereitet zugleich die mündliche Reifeprüfung vor. Für Lernende mit drohender negativer Beurteilung greift das Frühwarnsystem nach § 19 SchUG – eine gute Gelegenheit, differenzierte Zusatzaufgaben schriftlich zu vereinbaren.
Der Lehrplan 2023 gilt seit dem Schuljahr 2023/24 aufsteigend für Volksschule, Mittelschule und AHS-Unterstufe; die 8. Schulstufe folgt 2026/27. Jeder Fachlehrplan ist gleich gebaut: Bildungs- und Lehraufgabe, Didaktische Grundsätze, Kompetenzbeschreibungen und Anwendungsbereiche. Die Kompetenzbeschreibungen sagen, was die Schülerinnen und Schüler können sollen, die Anwendungsbereiche nennen die verbindlichen inhaltlichen Kontexte – ein Stoffkatalog im deutschen Sinn ist das nicht.
Die AHS-Oberstufe ist vom Lehrplan 2023 nicht erfasst; dort gelten die Fachlehrpläne seit 2004 samt Novellen. Für die Reifeprüfung zählt, dass dieser Gegenstand nicht zu den zentral gestellten Klausurfächern gehört und daher als mündliche Teilprüfung abgelegt wird. Die Fachlehrkräfte erstellen dafür einen Themenpool aus zwei bis drei Themenbereichen je Jahreswochenstunde, höchstens achtzehn; geprüft wird einer von zwei gezogenen Themenbereichen.
Der häufigste Stolperstein ist die Stufenlogik. Deutsche Titel zählen Klassen, Österreich zählt Schulstufen: „Klasse 7“ aus einem deutschen Heft entspricht der 7. Schulstufe, also der 3. Klasse Mittelschule oder AHS-Unterstufe. Umgekehrt meint „1. Klasse Gymnasium“ hier die 5. Schulstufe und „8. Klasse AHS“ die 12. Schulstufe. Praktisch heißt das: Klassenangabe streichen, Schulstufe eintragen – dann stimmt die Zuordnung für alle Schularten.
Zweitens die Beurteilung. Die Skala lautet Sehr gut (1), Gut (2), Befriedigend (3), Genügend (4), Nicht genügend (5); „mangelhaft“ und „ungenügend“ gibt es nicht, Nicht genügend ist die einzige negative Note. Erwartungshorizonte aus deutschem Material lassen sich übernehmen, sobald die Notenbezeichnungen getauscht sind. Ebenso zu ersetzen: die Abschlussprüfung heißt Matura, die große schriftliche Leistungsfeststellung Schularbeit, die kurze Überprüfung Test, die Rückmeldung im Semester Schulnachricht.
Drittens Zeittakt und Institutionen. Deutsche Stundenbilder rechnen mit 45 Minuten, in Österreich dauert die Unterrichtsstunde nach dem Schulzeitgesetz fünfzig Minuten; die gewonnene Viertelstunde füllt man am besten mit Sicherung statt mit zusätzlichem Stoff. In der Politischen Bildung tritt der Nationalrat an die Stelle des Bundestags, die Schulaufsicht heißt Bildungsdirektion, die Klassenleitung Klassenvorstand. Unaufwendig bleibt die Orthografie: Das ß wird verwendet, Referenz für den Wortschatz ist das Österreichische Wörterbuch.
Seit dem Lehrplan 2023 lautet die offizielle Bezeichnung Geschichte und Politische Bildung; davor hieß der Gegenstand Geschichte und Sozialkunde/Politische Bildung. In Materialtiteln und in der Jahresplanung sollte die neue Bezeichnung stehen, weil sie den Stellenwert der politischen Urteilsbildung abbildet.
Die Reihen decken die 5. bis 13. Schulstufe ab, also Mittelschule und AHS-Unterstufe, AHS-Oberstufe, BHS und Polytechnische Schule. Die Tabelle auf dieser Seite ordnet jeder Stufe einen Schwerpunkt zu; weil die Dateien bearbeitbar sind, lässt sich der Anspruch verschieben.
Schularbeiten sind nur in jenen Gegenständen vorgesehen, für die der Lehrplan sie ausweist. Wo keine Schularbeit stattfindet, tragen Mitarbeit und kurze Tests die Beurteilung. Die Materialien enthalten deshalb sowohl Aufgaben für die laufende Mitarbeit als auch kurze Überprüfungen mit Lösungen.
Der Gegenstand zählt nicht zu den zentral gestellten Klausurfächern und wird mündlich geprüft. Die Fachlehrkräfte legen einen Themenpool aus zwei bis drei Themenbereichen je Jahreswochenstunde fest, höchstens achtzehn. Die Reihen lassen sich so zuschneiden, dass jede Reihe einem Themenbereich entspricht.
Weniger, als viele erwarten: Das ß wird in Österreich verwendet, die Orthografie bleibt unverändert. Anzupassen sind Stufenangaben, die Notenbezeichnungen bis Nicht genügend, Begriffe wie Matura, Schularbeit, Test, Schulnachricht und Klassenvorstand sowie Beispiele aus deutschen Institutionen.
Alle Reihen sind digitale Sofort-Downloads in bearbeitbaren Formaten. Sie lassen sich ausdrucken oder direkt auf den Notebooks und Tablets aus der Geräteinitiative bearbeiten, die ab der 5. Schulstufe ausgegeben werden.