Mathematik· Sek I

Lineare Funktionen: im Modul Medien und Informatik

von Luca 19.09.2026 1 Min. Lesezeit
Lineare Funktionen – Klasse 8 | Mathematik Sekundarstufe I

Lineare Funktionen lassen sich im Modul Medien und Informatik einsetzen, wenn im Kollegium über die Zyklen hinweg abgesprochen wird, wer welches Werkzeug wann einführt. Ohne diese Absprache wiederholt eine Klasse dieselbe Grundlage mehrfach oder verpasst sie ganz, weil jede Lehrperson vom Vorwissen der anderen Stufe ausgeht.

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Ein Problem, das erst über mehrere Jahre sichtbar wird

Lineare Funktionen tauchen in der Regel mehrfach auf: einmal grundlegend eingeführt, später vertieft, teils mit digitalen Werkzeugen aus dem Modul MI verbunden. Wenn Lehrpersonen aus unterschiedlichen Jahren nicht wissen, was die Klasse in einem vorherigen Zyklus bereits gemacht hat, entstehen entweder Wiederholungen ohne Mehrwert oder Lücken, die erst spät auffallen.

Besonders deutlich wird das beim Übergang zwischen zwei Klassenlehrpersonen: Ohne schriftliche Übergabe geht Wissen über bereits eingeführte Werkzeuge häufig verloren, selbst wenn die vorherige Lehrperson gründliche Arbeit geleistet hat.

Ein weiterer Grund für sorgfältige Absprachen liegt darin, dass lineare Funktionen später als Grundlage für andere Themen dienen, etwa für quadratische Funktionen oder für einfache Modellierungsaufgaben. Fehlt hier eine solide gemeinsame Basis, wirkt sich das auf mehr als nur ein einzelnes Kapitel aus, sondern zieht sich unbemerkt durch mehrere spätere Themen im Fach Mathematik.

Was konkret abgesprochen werden sollte

Sinnvoll ist eine kurze schriftliche Übersicht im Fachteam: In welchem Schuljahr wird welches digitale Werkzeug für lineare Funktionen zum ersten Mal genutzt, und wer führt es ein. Die Unterrichtsreihe zu linearen Funktionen eignet sich für diesen Abgleich, weil sie sich sowohl früh als auch später im Zyklus 3 einsetzen lässt.

Als Anschlussthema eignet sich die Reihe zu quadratischen Funktionen und Parabeln, die auf denselben Werkzeugen aufbaut und sich deshalb in derselben Absprache mitplanen lässt, ohne einen eigenen Termin dafür zu benötigen. So bleibt die Unterrichtsreihe zu linearen Funktionen der gemeinsame Ausgangspunkt für beide Jahre.

Wo das Modul MI konkret einfliesst

Wird ein grafisches Werkzeug für lineare Funktionen im Modul MI bereits in einem früheren Jahr eingeführt, kann der Mathematikunterricht später direkt darauf aufbauen, statt Zeit für die Bedienung des Werkzeugs selbst aufzuwenden. Das setzt voraus, dass beide Seiten wissen, was die jeweils andere bereits gemacht hat.

Fehlt diese Kenntnis, verliert die Klasse in der Mathematikstunde häufig wertvolle Zeit mit einer Einführung, die im Modul MI eigentlich schon stattgefunden hat — ein Effekt, der sich mit einer einfachen Absprache leicht vermeiden lässt und der Klasse spürbar mehr Übungszeit lässt.

Absprache als wiederkehrende Aufgabe im Team

Am wenigsten Aufwand entsteht, wenn diese Absprache einmal pro Jahr kurz aktualisiert wird, statt bei jeder neuen Klasse von vorne zu beginnen. Die Übersicht zu Medien und Informatik als Modul neben den Fachbereichen zeigt, wie sich solche Übernahmen zwischen Fachbereichen systematisch dokumentieren lassen.

Für den Gesamtüberblick dient die Sammlung zu Medien und Informatik im Lehrplan 21. Ergänzend zur Planung insgesamt: die Kursplanung Mathematik aus Schleswig-Holstein und die Auswertung einer Lernstandserhebung mit Excel.

Eine Stolperstelle in der Praxis

Eine häufige Stolperstelle entsteht, wenn die Absprache zwar getroffen, aber nirgends schriftlich festgehalten wird. Nach ein bis zwei Jahren erinnert sich oft niemand mehr genau an die ursprüngliche Abmachung, und die Unsicherheit beginnt von vorn. Eine einzige gemeinsame Tabelle, die für alle im Fachteam zugänglich ist, verhindert dieses Vergessen zuverlässig über mehrere Schuljahre hinweg.

Eine zweite Stolperstelle zeigt sich, wenn eine neue Lehrperson ins Team kommt und die bestehende Absprache nicht kennt. Ein kurzer Hinweis beim Einstieg, verbunden mit der schriftlichen Übersicht, sorgt dafür, dass die Kontinuität auch bei einem Wechsel im Kollegium erhalten bleibt und die Klasse keine Lücke spürt.

Eine dritte Stolperstelle entsteht, wenn die Absprache zwar für ein Werkzeug gilt, aber nicht für die verwendeten Fachbegriffe. Nennt eine Lehrperson die Steigung « Zuwachsrate » und eine andere « Anstieg », verunsichert das Lernende beim Stufenwechsel unnötig. Eine gemeinsame Begriffsliste neben der Werkzeugliste schliesst diese Lücke mit wenig zusätzlichem Aufwand.

Häufige Fragen

Wer sollte diese Absprache im Kollegium anstossen?

Meist übernimmt das die Fachschaftsleitung oder eine Klassenlehrperson mit Überblick über mehrere Jahrgänge. Wichtig ist nicht, wer den Anstoss gibt, sondern dass die Absprache dokumentiert wird, damit sie auch bei einem Personalwechsel erhalten bleibt und nachvollziehbar ist. Das gilt unabhängig von der Klassengrösse.

Wie zeitaufwendig ist eine solche Absprache?

Für eine erste Übersicht reicht in der Regel eine einzige gemeinsame Sitzung im Fachteam. Danach lässt sich die Liste jährlich mit wenig Aufwand aktualisieren, sofern sie an einem für alle Beteiligten zugänglichen Ort gepflegt und regelmässig eingesehen wird. Das erleichtert auch spätere Rückfragen im Kollegium.

Was, wenn Klassen zwischen Zyklen die Schule wechseln?

Dann lässt sich der Vorwissensstand nicht immer zuverlässig übernehmen. In diesem Fall hilft ein kurzer Einstiegstest zu Beginn der Reihe, der zeigt, welches Werkzeug und welche Grundlagen bereits bekannt sind, bevor die eigentliche Reihe beginnt und Zeit verloren geht. Das gilt für alle beteiligten Fachbereiche.

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Über den Autor
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Luca
Bildungsgestalter & Gründer von stifo.de

Luca beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der Frage, was guten Unterricht ausmacht - und wie Lehrkräfte dabei wirklich entlastet werden können. Als Gründer von stifo.de entwickelt er strukturierte Unterrichtsmaterialien, die Lehrerinnen und Lehrer im Alltag spürbar unterstützen: durchdacht aufgebaut, direkt einsetzbar und didaktisch solide.

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