Informationsverarbeitung im Informatikunterricht Sek I: Unterrichtsreihe verständlich planen

Informationsverarbeitung im Informatikunterricht gehört zu den Grundlagen, die Schüler:innen in der Sekundarstufe I wirklich verstehen sollten. In diesem Beitrag bekommst Du eine praxistaugliche Unterrichtsreihe für Klasse 5 bis 9: mit Stundenaufbau, Leitfragen, Methoden, Differenzierung, typischen Stolperstellen und passenden Materialien.
Die im Text erwähnten Unterrichtsmaterialien auf einen Blick. Digitaler Download, sofort einsetzbar.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie aus Daten nutzbare Informationen werden. Genau daran lassen sich zentrale Themen der Informatik anschließen: Binärsystem, Bits und Bytes, Algorithmen, Hardware, Software, Speicherung, Netzwerke und Datensicherheit.
Warum Informationsverarbeitung im Informatikunterricht so wichtig ist
Viele Schüler:innen nutzen Smartphones, Tablets, Suchmaschinen, Lernplattformen oder Apps täglich. Gleichzeitig bleibt oft unklar, was im Hintergrund eigentlich passiert. Eine Nachricht wird geschrieben, ein Bild wird gespeichert, ein Video wird verschickt oder eine Datei wird geöffnet – aber wie verarbeitet ein Informatiksystem diese Informationen?
Hier liegt die didaktische Stärke des Themas. Informationsverarbeitung verbindet Alltagsnähe mit fachlicher Systematik. Lernende erkennen, dass Computer nicht „denken“ wie Menschen, sondern Daten nach klaren Regeln darstellen, speichern, verarbeiten und übertragen.
Für den Informatikunterricht der Sek I ist das besonders wertvoll, weil das Thema mehrere Kompetenzbereiche miteinander verbindet:
- Grundlagen digitaler Systeme verstehen
- Daten und Informationen unterscheiden
- Binärdarstellungen nachvollziehen
- einfache Algorithmen entwickeln
- Hardware und Software funktional einordnen
- Datensicherheit und Datenschutz reflektieren
- digitale Prozesse modellieren und erklären
Wenn Du das Thema gut aufbaust, entsteht eine Unterrichtsreihe, die nicht nur einzelne Begriffe erklärt, sondern ein grundlegendes Verständnis für digitale Systeme schafft.
Informationsverarbeitung im Informatikunterricht: zentrale Begriffe klären
Bevor die Unterrichtsreihe in einzelne Teilthemen geht, lohnt sich eine saubere Begriffsklärung. Gerade Begriffe wie Daten, Informationen, Verarbeitung, Codierung oder Algorithmus werden im Alltag oft ungenau verwendet.
Daten
Daten sind Zeichen, Werte oder Messgrößen, die zunächst noch interpretiert werden müssen. Beispiele sind Zahlen, Buchstaben, Pixelwerte, Sensordaten oder gespeicherte Tastatureingaben.
Informationen
Information entsteht, wenn Daten in einem Zusammenhang gedeutet werden. Die Zahl „17“ ist zunächst nur ein Datenwert. Erst durch den Kontext wird daraus eine Information, zum Beispiel „17 Grad Celsius“, „17 Punkte“ oder „17 Jahre“.
Codierung
Codierung bedeutet, Informationen in eine bestimmte Darstellungsform zu übertragen. Im Computer geschieht das letztlich über Binärdarstellungen, also Folgen von Nullen und Einsen.
Algorithmus
Ein Algorithmus ist eine eindeutige Schrittfolge zur Lösung eines Problems. Im Unterricht kannst Du Algorithmen zunächst alltagsnah einführen, bevor Du zu Pseudocode, Scratch oder einfachen Programmiersprachen übergehst.
Stundensequenz: Informationsverarbeitung im Informatikunterricht planen
Die folgende Unterrichtsreihe ist auf 8 Einzelstunden angelegt. Du kannst sie je nach Lerngruppe kürzen, erweitern oder als Grundlage für eine Doppelstundenstruktur nutzen.
Stunde 1: Einstieg – Wo begegnet uns Informationsverarbeitung im Alltag?
Leitfrage: Was passiert mit Informationen, wenn wir digitale Geräte nutzen?
Als Einstieg eignet sich eine Alltagssituation: Eine Schülerin macht ein Foto, verschickt es über einen Messenger und eine andere Person öffnet es auf dem Smartphone. Die Lernenden sammeln zunächst, welche Schritte dabei sichtbar sind und welche im Hintergrund ablaufen.
Methode: Think-Pair-Share mit anschließender Tafelstruktur.
Konkrete Aufgabe: Die Schüler:innen erstellen eine Prozesskette: aufnehmen, speichern, codieren, senden, empfangen, anzeigen. Anschließend markieren sie, welche Schritte sie direkt sehen und welche unsichtbar im System passieren.
Sicherung: Informationsverarbeitung bedeutet, dass Daten aufgenommen, dargestellt, verarbeitet, gespeichert, übertragen und ausgegeben werden.
Stunde 2: Daten und Informationen unterscheiden
Leitfrage: Wann werden Daten zu Informationen?
In dieser Stunde geht es um eine präzise begriffliche Grundlage. Du gibst den Lernenden verschiedene Datenbeispiele: Zahlen, Wörter, Symbole, Messwerte oder Bildausschnitte. Die Schüler:innen überlegen, welche Informationen daraus entstehen können.
Methode: Sortieraufgabe mit Partnerarbeit.
Konkrete Aufgabe: Die Lernenden ordnen Beispiele in zwei Spalten: „Daten ohne Kontext“ und „Information mit Kontext“. Danach formulieren sie eigene Beispiele.
Vertiefung: Unterschiedliche Kontexte können dieselben Daten unterschiedlich bedeuten lassen. Dadurch wird deutlich, dass Interpretation ein zentraler Schritt der Informationsverarbeitung ist.
Stunde 3: Binärsystem, Bits und Bytes verstehen
Leitfrage: Warum arbeiten Computer mit 0 und 1?
Das Binärsystem wirkt für viele Schüler:innen zunächst abstrakt. Deshalb sollte der Einstieg möglichst handlungsorientiert erfolgen. Du kannst mit Lichtschaltern, Ja-Nein-Fragen oder schwarzen und weißen Karten arbeiten.
Methode: Binärcode zum Anfassen.
Konkrete Aufgabe: Die Lernenden stellen Zahlen mit Binärkarten dar. Anschließend übertragen sie einfache Buchstaben oder Symbole in eine vereinfachte Codierung.
Sicherung: Ein Bit kann zwei Zustände darstellen. Mehrere Bits können komplexere Informationen codieren. So lassen sich Zahlen, Texte, Bilder und andere Daten digital speichern.
Für eine Vertiefung passt das Material Binärzahlen, Bits und Bytes im Informatikunterricht Sek I.
Stunde 4: Das EVA-Prinzip als Grundmodell
Leitfrage: Wie verarbeitet ein Computersystem Informationen?
Das EVA-Prinzip – Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe – bietet eine klare Struktur, um digitale Prozesse zu verstehen. Es eignet sich besonders gut, weil es auf viele Alltagsgeräte übertragen werden kann.
Methode: Geräteanalyse in Kleingruppen.
Konkrete Aufgabe: Jede Gruppe erhält ein Beispielgerät, etwa Smartphone, Fahrkartenautomat, Taschenrechner, Smartwatch oder Suchmaschine. Die Schüler:innen bestimmen Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe.
| Beispiel | Eingabe | Verarbeitung | Ausgabe |
|---|---|---|---|
| Taschenrechner | Zahlen und Rechenzeichen | Berechnung nach Regeln | Ergebnis auf Display |
| Suchmaschine | Suchbegriff | Abgleich mit Index | Suchergebnisse |
| Smartwatch | Sensordaten | Auswertung der Messwerte | Anzeige von Aktivitätsdaten |
Für diese Stunde kannst Du ergänzend das Material EVA-Prinzip, Hardware und Software im Informatikunterricht Sek I nutzen.
Stunde 5: Algorithmen als Verarbeitungsvorschriften
Leitfrage: Wie kann ein Problem in eindeutige Schritte zerlegt werden?
Nachdem die Lernenden verstanden haben, dass Daten verarbeitet werden, folgt die Frage nach dem „Wie“. Algorithmen werden hier als genaue Handlungsanweisungen eingeführt.
Methode: Algorithmisches Denken mit Alltagsbeispielen.
Konkrete Aufgabe: Die Schüler:innen schreiben eine Anleitung für eine einfache Handlung, etwa „ein Brot belegen“ oder „eine Datei speichern“. Danach testet eine andere Gruppe, ob die Anleitung eindeutig genug ist.
Transfer: Aus der Alltagssprache wird eine stärker formalisierte Schrittfolge. Leistungsstärkere Lernende können Bedingungen ergänzen, etwa: „Wenn kein Käse vorhanden ist, dann ...“
Passend dazu kannst Du das Material Wir entwickeln unseren eigenen Algorithmus einsetzen.
Stunde 6: Schleifen und wiederholte Verarbeitung
Leitfrage: Warum sind Wiederholungen in Programmen so wichtig?
In dieser Stunde lernen die Schüler:innen, dass viele Verarbeitungsschritte nicht einmalig, sondern wiederholt ablaufen. Das lässt sich über Musik, Bewegungsabläufe, Spiele oder einfache Muster einführen.
Methode: Muster erkennen und als Schleife formulieren.
Konkrete Aufgabe: Die Lernenden beschreiben wiederholte Abläufe zunächst in Alltagssprache und übertragen sie dann in eine einfache Schleifenstruktur. Beispiel: „Wiederhole zehnmal: gehe einen Schritt, drehe dich nach rechts.“
Sicherung: Schleifen machen Algorithmen kürzer, übersichtlicher und effizienter, weil gleiche Schritte nicht immer neu ausgeschrieben werden müssen.
Eine passende Vertiefung bietet Programmierschleifen und Programmiersprachen im Informatikunterricht Sek I.
Stunde 7: Speicherung und Übertragung von Informationen
Leitfrage: Wie gelangen Daten von einem Gerät zum anderen?
Nun wird die Unterrichtsreihe auf Netzwerke und Speicherprozesse erweitert. Die Lernenden untersuchen, wie Informationen gespeichert, abgerufen und übertragen werden.
Methode: Rollenspiel „Datenpakete im Netzwerk“.
Konkrete Aufgabe: Eine Nachricht wird in mehrere „Datenpakete“ zerlegt. Schüler:innen übernehmen Rollen als Sender, Router, Empfänger und Kontrollinstanz. So wird sichtbar, dass digitale Kommunikation nicht einfach „magisch“ passiert, sondern nach Regeln organisiert ist.
Reflexion: Was kann passieren, wenn Pakete verloren gehen, falsch adressiert sind oder von Unbefugten gelesen werden?
Für die fachliche Verbindung zu Netzwerken eignet sich Wie Technik unsere Welt vernetzt.
Stunde 8: Datensicherheit und verantwortungsvolle Informationsverarbeitung
Leitfrage: Warum ist sichere Informationsverarbeitung wichtig?
Zum Abschluss wird der technische Blick mit einer reflektierenden Perspektive verbunden. Die Schüler:innen untersuchen, warum Datenschutz, sichere Passwörter, Verschlüsselung und bewusste Datennutzung relevant sind.
Methode: Fallanalyse.
Konkrete Aufgabe: Die Lernenden analysieren kurze Alltagssituationen: ein geteiltes Passwort, ein öffentliches Profil, eine unsichere Cloud-Freigabe oder eine verdächtige Nachricht. Sie beschreiben das Risiko und formulieren eine sichere Alternative.
Abschlussprodukt: Die Klasse erstellt gemeinsam eine Checkliste „Sichere Informationsverarbeitung im Alltag“.
Kompetenzen: Was Schüler:innen in der Unterrichtsreihe lernen
Fachkompetenz
Die Lernenden unterscheiden Daten und Informationen, erklären das Binärsystem, beschreiben das EVA-Prinzip und verstehen grundlegende Abläufe der digitalen Verarbeitung.
Modellierungskompetenz
Schüler:innen stellen digitale Prozesse als Ablaufdiagramm, Tabelle, Modell oder Schrittfolge dar. Sie lernen, komplexe Vorgänge zu vereinfachen, ohne zentrale Zusammenhänge zu verlieren.
Problemlösekompetenz
Die Lernenden zerlegen Aufgaben in Teilschritte, entwickeln einfache Algorithmen und überprüfen, ob ihre Lösungen eindeutig, vollständig und effizient sind.
Medienkompetenz
Die Reihe stärkt digitale Souveränität, weil Schüler:innen nicht nur Anwendungen bedienen, sondern deren Funktionsweise hinterfragen.
Urteilskompetenz
Beim Thema Datensicherheit bewerten die Lernenden Risiken digitaler Kommunikation und entwickeln begründete Handlungsoptionen.
Differenzierung in der Unterrichtsreihe zur Informationsverarbeitung
Unterstützung für schwächere Lernende
- Begriffskarten zu Daten, Information, Algorithmus und Codierung
- vorgegebene Satzstarter für Erklärungen
- Ablaufdiagramme mit Lücken
- vereinfachte Binärcode-Tabellen
- Partnerarbeit mit klar verteilten Rollen
- visuelle Hilfen zum EVA-Prinzip
Gerade bei abstrakten Themen hilft es, mit konkreten Gegenständen, Bildern und Alltagssituationen zu arbeiten. So wird die kognitive Belastung reduziert, ohne den fachlichen Anspruch komplett zu senken.
Erweiterung für stärkere Lernende
- eigene Codierungssysteme entwickeln und testen
- Algorithmen optimieren und vergleichen
- Fehlerquellen in Datenübertragungen analysieren
- einfache Verschlüsselungsverfahren untersuchen
- Zusammenhang zwischen Hardware, Software und Netzwerk erklären
- ein eigenes Mini-Projekt zur Informationsverarbeitung planen
Stärkere Lernende profitieren besonders von offenen Aufgaben, bei denen sie nicht nur reproduzieren, sondern begründen, verbessern und übertragen müssen.
Typische Fehler und Herausforderungen im Unterricht
Daten und Informationen werden gleichgesetzt
Viele Schüler:innen verwenden beide Begriffe synonym. Deshalb sollte die Unterscheidung mehrfach aufgegriffen und mit neuen Beispielen gesichert werden.
Das Binärsystem bleibt zu abstrakt
Wenn direkt mit Stellenwerttabellen begonnen wird, verlieren manche Lernende schnell den Anschluss. Besser ist ein handlungsorientierter Einstieg über zwei Zustände: an oder aus, ja oder nein, schwarz oder weiß.
Algorithmen werden zu ungenau formuliert
Schüler:innen schreiben häufig Anleitungen, die Menschen verstehen, Computer aber nicht eindeutig ausführen könnten. Hier hilft das Testen durch andere Gruppen.
Hardware und Software werden nicht funktional verstanden
Viele Lernende kennen Begriffe wie Prozessor, Speicher oder App, können aber das Zusammenspiel nicht erklären. Das EVA-Prinzip schafft hier eine hilfreiche Grundstruktur.
Datensicherheit wird nur moralisch behandelt
Datensicherheit sollte nicht nur als Verhaltensregel erscheinen. Wichtig ist, technische und organisatorische Gründe verständlich zu machen: Zugriff, Speicherung, Übertragung, Verschlüsselung und Berechtigungen.
Passendes Material zur Informationsverarbeitung im Informatikunterricht
Wenn Du die Unterrichtsreihe nicht komplett selbst aufbauen möchtest, kannst Du das Material Informatik: Grundlagen der Informationsverarbeitung für die Sek I als strukturierte Grundlage nutzen.
Das Material passt besonders dann, wenn Du Daten, Informationen, Binärsystem, Algorithmen, Speichertechnologien, Netzwerke und Datensicherheit in einer zusammenhängenden Einheit behandeln möchtest. Der Nutzen liegt vor allem darin, dass die Teilthemen nicht isoliert nebeneinanderstehen, sondern als zusammenhängender Prozess der Informationsverarbeitung verstanden werden können.
Für den Unterricht ist das hilfreich, weil Du damit sowohl fachliche Grundlagen als auch handlungsorientierte Aufgaben einbinden kannst. Besonders geeignet ist das Material für Klassen 5 bis 9, für Einführungsreihen, Wiederholungsphasen oder als Grundlage für ein Gruppenpuzzle.
Weitere passende Materialien für Informatik Sek I
Die Grundlagen der Informationsverarbeitung lassen sich gut mit weiteren Informatikthemen verbinden. Besonders sinnvoll sind Materialien zu Binärsystem, EVA-Prinzip, Algorithmen, Schleifen und Vernetzung.
- Binärzahlen, Bits und Bytes im Informatikunterricht Sek I
- EVA-Prinzip, Hardware und Software im Informatikunterricht Sek I
- Wir entwickeln unseren eigenen Algorithmus
- Programmierschleifen und Programmiersprachen
- Wie Technik unsere Welt vernetzt
Wenn Du das Thema digitale Kompetenzen fachübergreifend weiterdenken möchtest, kann auch der stifo-Blogbeitrag Digitale Kompetenzen im kompetenzorientierten Unterricht als ergänzender Impuls dienen.
Informationsverarbeitung im Informatikunterricht als Grundlage für weitere Themen
Informationsverarbeitung im Informatikunterricht ist kein abgeschlossenes Einzelthema. Es bildet die Grundlage für viele weitere Bereiche: Programmierung, Netzwerke, Datenbanken, künstliche Intelligenz, Robotik, Medienbildung und Datenschutz.
Gerade deshalb lohnt es sich, die Reihe nicht als reine Begriffseinheit zu behandeln. Wenn Schüler:innen verstanden haben, wie Daten erfasst, codiert, verarbeitet, gespeichert und übertragen werden, können sie spätere Themen deutlich besser einordnen.
Ein einfaches Ablaufmodell kann dabei als roter Faden dienen:
- Daten werden erfasst.
- Daten werden codiert.
- Daten werden verarbeitet.
- Ergebnisse werden gespeichert.
- Informationen werden übertragen.
- Informationen werden ausgegeben oder weiterverwendet.
Dieses Modell hilft nicht nur beim Verständnis einzelner Geräte, sondern auch beim Erklären größerer Systeme wie Suchmaschinen, Lernplattformen, Messsensoren oder sozialen Netzwerken.
FAQ: Informationsverarbeitung im Informatikunterricht
Wie kann man Informationsverarbeitung im Informatikunterricht einführen?
Ein guter Einstieg gelingt über Alltagssituationen wie das Verschicken eines Fotos, das Speichern einer Datei oder die Nutzung einer Suchmaschine. Danach werden die sichtbaren Handlungen von den unsichtbaren Verarbeitungsschritten unterschieden.
Was ist der Unterschied zwischen Daten und Informationen?
Daten sind Zeichen, Werte oder Messgrößen ohne eindeutige Bedeutung. Informationen entstehen, wenn diese Daten in einem Kontext interpretiert werden.
Warum ist das Binärsystem für die Informationsverarbeitung wichtig?
Computer arbeiten mit zwei Zuständen, die als 0 und 1 dargestellt werden. Durch Kombination vieler Bits können Zahlen, Texte, Bilder und andere Informationen digital codiert werden.
Wie erklärt man das EVA-Prinzip in der Sek I?
Das EVA-Prinzip beschreibt Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe. Es kann an Beispielen wie Taschenrechner, Smartphone, Suchmaschine oder Fahrkartenautomat erklärt werden.
Welche Methoden eignen sich für das Thema Informationsverarbeitung?
Geeignet sind Sortieraufgaben, Ablaufdiagramme, Rollenspiele zur Datenübertragung, Binärcode-Karten, Gruppenpuzzle und einfache algorithmische Schreibaufgaben. Wichtig ist, abstrakte Prozesse sichtbar und handelbar zu machen.
Wie kann man Informationsverarbeitung differenziert unterrichten?
Schwächere Lernende profitieren von Begriffskarten, Satzstartern, Visualisierungen und vorstrukturierten Ablaufdiagrammen. Stärkere Lernende können eigene Codierungen entwickeln, Algorithmen optimieren oder Fehlerquellen in Netzwerken analysieren.
Welche Rolle spielt Datensicherheit in der Unterrichtsreihe?
Datensicherheit zeigt, dass Informationsverarbeitung nicht nur technisch, sondern auch verantwortungsvoll betrachtet werden muss. Schüler:innen lernen, Risiken bei Speicherung, Übertragung und Zugriff zu erkennen.
Für welche Klassenstufen eignet sich das Thema?
Das Thema eignet sich für Klasse 5 bis 9. In unteren Jahrgängen sollte stärker mit Alltagssituationen und Modellen gearbeitet werden, während höhere Jahrgänge komplexere Codierungen, Algorithmen und Netzwerkmodelle bearbeiten können.
Weitere Informatik-Unterrichtsmaterialien für die Sek I finden
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