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William Kentridge und Südafrika – Apartheid, Erinnerung und künstlerische Bildstrategien | Unterrichtsreihe Kunst Sek II
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William Kentridge und Südafrika – Apartheid, Erinnerung und künstlerische Bildstrategien | Unterrichtsreihe Kunst Sek II
Diese Unterrichtsreihe für Kunst in der Sek II (Oberstufe) verbindet historische Orientierung zu Südafrika mit der Analyse von William Kentridges Filmen: Apartheid, Erinnerung und künstlerische Bildstrategien. Sie umfasst sechs Doppelstunden, ein Lernheft mit 32 Seiten, einen Lehrkräfteteil mit 20 Seiten und eine bearbeitbare DOCX-Fassung. Im Material ist sie dem Schwerpunkt 2029 zugeordnet.
Worum es in der Reihe geht
Apartheid wurde ab 1948 als staatliches System rassistischer Trennung und Ungleichheit institutionalisiert, seine Vorgeschichte reicht in Kolonialismus und frühere Segregation zurück. Der Übergang zur Demokratie 1994 beseitigte nicht alle sozialen Folgen. Das Material stellt diese Orientierung voran, lässt sie aber die differenzierte Werkanalyse nicht ersetzen: Kontextwissen und sichtbare Bildstrategie werden verbunden.
„Felix in Exile“ von 1994 und „History of the Main Complaint“ von 1996 eröffnen Fragen nach Landschaft, Erinnerung, Zeugenschaft und Verantwortung. Sichtbare Spuren, Metamorphosen und ambivalente Figuren verbinden persönliche und gesellschaftliche Ebenen. Ein Still von „Stereoscope“ wird als weiterer Werkzugang eindeutig bezeichnet und nicht als Abbildung aus einem anderen Film ausgegeben. Eigene Erinnerungslandschaften erproben Schichtung und Auslöschung; sie stellen keine historischen Gewalterfahrungen nach. Die Truth and Reconciliation Commission (1995) dient als Übergangskontext, um Perspektivität von Beliebigkeit zu unterscheiden.
Die sechs Doppelstunden
- Historische Orientierung – Vorgeschichte, System, Widerstand und Übergang; eine Zeitleiste ordnet 1948 und 1994 ein.
- Landschaft als Träger von Geschichte – Spur und Auslöschung in der Landschaftsdarstellung; vier Zustände einer eigenen Erinnerungslandschaft.
- Felix in Exile und Zeugenschaft – Grenzen bildlicher Zeugenschaft; Sichtungsprotokoll zu Landschaft, Figur, Spur und Übergang.
- Verantwortung und Selbstprüfung – „History of the Main Complaint“, Perspektive und Auslassung an einem eigenen Modellfall.
- Wahrheit, Erinnerung und Versöhnung – Tatsache, Zeugnis, Erinnerung und künstlerische Deutung in einer Begriffskarte.
- Kontextbezogen interpretieren – Analyse einer tatsächlich gesichteten Sequenz nach dem Muster Befund, formale Beziehung, Kontextbezug und begrenzte Deutung.
Was das Material enthält
- Lernheft für die Oberstufe (PDF, 32 Seiten) mit Orientierung, sechs Modulen zu je vier Seiten (Lerntext, eigenes Dossier, Aufgaben A, B und C für Analyse, Verfahren beziehungsweise Gestaltung und Urteil), Hilfen I („schrittweise“) und II („selbstständige Vertiefung“), Lernspur, Fachbegriffen, Gruppenpuzzle mit Belegen, Abschlussaufgabe und großzügigen Arbeitsflächen
- Lehrkräfteteil (PDF, 20 Seiten) mit didaktischer Konzeption, Reihenübersicht und Zeitbedarf, Differenzierung, Lösungen und Erwartungshorizonten je Modul, typischen Fehlannahmen, Lösung zur Abschlussaufgabe, Bildnachweisen und Quellen
- Bearbeitbare Textfassung (DOCX) mit eigenem Umbruch
- Bewertungsraster über 100 Punkte mit 20 Punkten für Befunde und Belege, 25 für fachliche Erklärung, 25 für Vergleich beziehungsweise Gestaltung, 15 für das Urteil und 15 für Struktur und Fachsprache
Einsatz im Unterricht
Die Kernreihe braucht sechs Doppelstunden. Das Gruppenpuzzle (45 bis 60 Minuten) und die Abschlussaufgabe „Historischen Kontext angemessen nutzen“ mit Besprechung (60 bis 90 Minuten plus Rückmeldung) kommen zusätzlich hinzu, ebenso mindestens eine weitere Doppelstunde für eine größere bildnerische Ausarbeitung. In der Abschlussaufgabe prüfen die Lernenden den Kommentar, wegen der Entstehung in Südafrika bedeute jede dunkle Linie Apartheid.
Die Aufgaben von Modul 3 und 6 verlangen eine tatsächliche Sichtung der Filme; der Lehrkräfteteil warnt vor erfundenen Sequenzdetails und exakten Zeitangaben ohne Sichtung und trennt Kontext, Befund und begrenzte Interpretation. Weitere typische Fehlannahmen sind die Gleichsetzung der Jahreszahlen 1948 und 1994 mit abgeschlossenen Prozessen und moralische Urteile anstelle formaler Untersuchung. Hilfe I und II und ein Einstieg über zwei präzise Befunde sorgen für Differenzierung; die Dossiers bleiben unabhängig von den Filmen bearbeitbar.
Bezug zum Abitur
Das Material nennt den Schwerpunkt 2029. Die Aufgaben sind eigene Unterrichts- und Übungsaufgaben, keine amtlichen Abituraufgaben. Das NRW-Dokument für 2028 wurde als Vergleich geprüft; eine vollständige amtliche Vorgabenkonformität für 2029 oder andere Bundesländer wird nicht behauptet. Maßgeblich sind die aktuellen Vorgaben zum Zentralabitur (für NRW: Standardsicherung NRW). Das Material ist nicht ministeriell geprüft.
Die Reihe ist Teil des Sparpaket William Kentridge mit vier Unterrichtsreihen. Die Verfahren von Zeichnung und Spur, auf die sie sich stützt, behandelt die Schwesterreihe William Kentridge und die bewegte Zeichnung – Drawings for Projection.
Lieferung und Lizenz
Das Material steht nach dem Kauf als sofortiger digitaler Download bereit. Lernheft und Lehrkräfteteil liegen als PDF vor, die bearbeitbare Textfassung als DOCX; Grafiken und Arbeitsflächen gibt es nur in den PDFs. Die Einzellizenz gilt für eine Lehrkraft, die Schullizenz für alle Lehrkräfte einer Schule.
Die Titelillustration ist eine gekennzeichnete KI-Lehrillustration mit fiktiver Szene und kein Originalwerk. Die Originalwerke, darunter „Felix in Exile“ und „History of the Main Complaint“, erschließen Sie über die im Lehrkräfteteil angegebenen Museums- und Werkzugänge (Kentridge Studio, The Broad). Videodateien sind nicht enthalten, die Filme sichten Sie über die im Lehrkräfteteil angegebenen Werkzugänge. Rechte an Originalabbildungen werden nicht übertragen.
Häufige Fragen
Brauche ich historisches Vorwissen zu Südafrika?
Das Lernheft liefert die historische Orientierung selbst: Vorgeschichte, Apartheid ab 1948, Übergang 1994 und die Truth and Reconciliation Commission von 1995. Sie ist als Einordnung gedacht und ersetzt nicht die Werkanalyse.
Müssen die Filme gezeigt werden?
Für Sequenzaussagen ja, denn Angaben zum Filmverlauf setzen die tatsächliche Sichtung voraus. Videodateien sind nicht enthalten; die Filme sichten Sie über die angegebenen Werkzugänge.
Wie geht die Reihe mit dem sensiblen Thema um?
Eigene Erinnerungslandschaften und Modellfälle dienen der Erprobung von Schichtung und Auslöschung; historische Gewalterfahrungen werden nicht nachgestellt. Kontext und Mehrdeutigkeit werden mit belegbaren Befunden verbunden.
Wie viel Zeit ist nötig?
Sechs Doppelstunden für die Kernreihe. Das Gruppenpuzzle (45 bis 60 Minuten) und die Abschlussaufgabe mit Besprechung (60 bis 90 Minuten) kommen zusätzlich hinzu.

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PDF · Sofort-Download · 32 Seiten
FAQ zu diesem Material
Bewertung: William Kentridge und Südafrika – Apartheid, Erinnerung und künstle...
William Kentridge und Südafrika – Apartheid, Erinnerung und künstlerische Bil... ist eine vollständig ausgearbeitete Unterrichtsreihe für Kunst in EF · Q1 · Q2. Stärke des Materials ist die direkte Einsatzbereitschaft: Arbeitsblätter, Lösungen und Erwartungshorizont liegen fertig vor, sodass eine Stunde ohne zusätzliche Vorbereitung starten kann.
Passend für Lehrkräfte, die ein Thema kurzfristig abdecken, für Referendarinnen und Referendare mit hohem Planungsdruck und für Vertretungsstunden – und überall dort, wo eine Stunde kurzfristig stehen muss.
ⓘ KI-Transparenz
Bei der Erstellung dieses Materials können KI-gestützte Systeme zur Erstellung oder Bearbeitung von Texten, Illustrationen und Bildern eingesetzt worden sein. Dies umfasst auch stilisierte sowie realistisch wirkende künstlich erzeugte oder bearbeitete Darstellungen. KI-unterstützte Inhalte werden redaktionell geprüft und bearbeitet. Synthetische Darstellungen sind, sofern nicht anders gekennzeichnet, nicht als dokumentarischer Nachweis realer Personen, Orte oder Ereignisse zu verstehen.
