Wiederholungsprüfung und Feststellungsprüfung vorbereiten

Prüfungen außerhalb des Regelbetriebs

Wiederholungsprüfung und Feststellungsprüfung vorbereiten

Wiederholungs-, Feststellungs- und Nachtragsprüfung liegen außerhalb des laufenden Unterrichts, folgen aber eigenen Regeln. Diese Seite ordnet die drei Prüfungsformen ein und zeigt, wie sich der Stoff dafür sinnvoll aufbereiten lässt.

  • 3Prüfungsformen außerhalb des Regelbetriebs: Wiederholungs-, Feststellungs- und Nachtragsprüfung
  • 1Wiederholungsprüfung je Unterrichtsgegenstand mit Nicht genügend im Jahreszeugnis, sofern zulässig
  • Richtwertkurzer Zeitraum vor Beginn des kommenden Schuljahres, in dem die Wiederholungsprüfung üblicherweise stattfindet
  • variabelZahl möglicher Feststellungsprüfungen — abhängig vom Grund der Verhinderung, nicht pauschal begrenzt

Wiederholungs-, Feststellungs- und Nachtragsprüfung sind drei Prüfungsformen außerhalb des laufenden Unterrichts, die die LBVO neben Schularbeit und Mitarbeit vorsieht — anders als die Reifeprüfung, die den Abschluss der Schullaufbahn markiert, betreffen sie einzelne Unterrichtsgegenstände innerhalb eines laufenden oder abgeschlossenen Schuljahres. Die Wiederholungsprüfung folgt auf ein Nicht genügend im Jahreszeugnis, die Feststellungsprüfung auf eine nicht mögliche Beurteilung, etwa nach längerer gerechtfertigter Verhinderung. Vorbereitung bedeutet vor allem, den relevanten Stoff einzugrenzen und realistisch einzuschätzen, was in der verbleibenden Zeit tatsächlich aufgeholt werden kann.

Drei Prüfungsformen, drei unterschiedliche Ausgangslagen

Wiederholungs-, Feststellungs- und Nachtragsprüfung werden in der Praxis häufig durcheinandergebracht, weil alle drei außerhalb des regulären Unterrichtsbetriebs stattfinden und von Schülerinnen, Schülern sowie Erziehungsberechtigten oft unter dem Sammelbegriff „Nachprüfung“ zusammengefasst werden. Rechtlich handelt es sich jedoch um drei unterschiedliche Situationen: Die Wiederholungsprüfung setzt ein Nicht genügend im Jahreszeugnis voraus, die Feststellungsprüfung eine fehlende Beurteilung, etwa weil im laufenden Schuljahr aus gerechtfertigtem Grund zu wenige Leistungsfeststellungen vorlagen, und die Nachtragsprüfung eine versäumte Prüfung, die zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt wird.

Für die inhaltliche Vorbereitung ist diese Unterscheidung mehr als eine Formalie: Wer für eine Wiederholungsprüfung lernt, kennt in der Regel den gesamten Jahresstoff eines Unterrichtsgegenstands und muss ihn wiederholen und festigen. Wer sich auf eine Feststellungsprüfung vorbereitet, hat möglicherweise große Teile des Unterrichts real versäumt und muss Stoff teilweise neu erarbeiten statt nur zu wiederholen. Diese unterschiedliche Ausgangslage bestimmt, wie viel Zeit realistischerweise für die Vorbereitung eingeplant werden muss.

Für Schülerinnen und Schüler ist die emotionale Ausgangslage bei allen drei Prüfungsformen oft ähnlich angespannt, auch wenn die rechtliche Situation unterschiedlich ist: Es geht um eine Prüfungssituation außerhalb des gewohnten Unterrichtsrhythmus, häufig in den Ferien oder kurz vor Schulbeginn, ohne die üblichen Zwischenschritte über das Schuljahr verteilt. Wer diesen Unterschied zur gewohnten Schularbeitssituation offen anspricht, nimmt der Vorbereitung einen Teil der Unsicherheit, die sonst zusätzlich zur eigentlichen fachlichen Herausforderung Energie kostet.

Wiederholungsprüfung: Stoff eingrenzen statt das ganze Jahr neu lernen

Die Wiederholungsprüfung betrifft in der Regel einen Unterrichtsgegenstand, in dem das Jahreszeugnis ein Nicht genügend ausweist, und findet vor Beginn des kommenden Schuljahres statt. Für die Vorbereitung lohnt sich zunächst ein Rückblick auf das gesamte Schuljahr: Welche Themenblöcke wurden behandelt, wo lagen die Schwächen, die zum Nicht genügend geführt haben, und welche Teile des Stoffs sind für die Prüfung tatsächlich relevant. Eine Wiederholung des kompletten Schulbuchs von der ersten bis zur letzten Seite ist selten der effizienteste Weg.

Sinnvoller ist eine Gliederung nach Themenblöcken mit klarer Prioritätensetzung: Grundlagen, auf denen spätere Inhalte aufbauen, verdienen mehr Zeit als isolierte Einzelthemen. Wer den Stoff mithilfe abgeschlossener Unterrichtsreihen wiederholt, etwa der Unterrichtsreihe zu Binomialverteilung und Zufallsexperimenten, profitiert davon, dass Grundlagen und Anwendung dort bereits in einer nachvollziehbaren Abfolge aufbereitet sind, statt verstreute Einzelarbeitsblätter neu ordnen zu müssen. Das reduziert vor allem den organisatorischen Aufwand der Vorbereitung, nicht den inhaltlichen.

Feststellungsprüfung: wenn keine Beurteilung vorliegt

Eine Feststellungsprüfung wird nötig, wenn für einen Unterrichtsgegenstand keine ausreichende Grundlage für eine Beurteilung vorliegt — häufig nach längerer, gerechtfertigter Verhinderung, etwa durch Krankheit oder einen längeren Auslandsaufenthalt. Anders als bei der Wiederholungsprüfung geht es hier nicht um die Behebung eines Nicht genügend, sondern darum, überhaupt eine Note feststellen zu können, weil die im Schuljahr erbrachten Leistungsfeststellungen dafür nicht ausreichten.

Die Vorbereitung auf eine Feststellungsprüfung unterscheidet sich dadurch strukturell: Es fehlt häufig die Prüfungssituation ebenso wie der durchgehende Unterricht, an dem sich die Vorbereitung sonst orientieren könnte. Hier hilft ein Gespräch mit der Lehrkraft, welche Themenblöcke des Fachlehrplans für die Feststellungsprüfung als Grundlage dienen, damit die Vorbereitung nicht auf Verdacht den gesamten möglichen Stoff, sondern gezielt die tatsächlich relevanten Bereiche abdeckt.

Besonders bei längeren Fehlzeiten empfiehlt sich eine schrittweise Wiedereingliederung in den Stoff, statt den versäumten Unterricht in kurzer Zeit vollständig aufzuholen. Wer den Stoff in überschaubare Etappen teilt und nach jeder Etappe den eigenen Kenntnisstand realistisch einschätzt, erkennt frühzeitig, welche Bereiche noch vertieft werden müssen, bevor der Termin der Feststellungsprüfung näher rückt. Diese Etappenlogik entlastet zugleich die betreuende Lehrkraft, weil sich Rückfragen gezielter formulieren lassen, statt den gesamten Stoff pauschal zu wiederholen.

Nachtragsprüfung: eine versäumte Prüfung nachholen

Die Nachtragsprüfung betrifft eine einzelne, aus gerechtfertigtem Grund versäumte Prüfung, nicht die Beurteilung eines ganzen Unterrichtsgegenstands. Sie unterscheidet sich damit deutlich von Wiederholungs- und Feststellungsprüfung, weil sie sich meist auf einen enger umgrenzten Stoffbereich bezieht, etwa den einer einzelnen Schularbeit oder mündlichen Prüfung, die krankheitsbedingt oder aus anderem gerechtfertigtem Grund nicht stattfinden konnte.

Für die Vorbereitung bedeutet das einen kleineren, aber oft kurzfristigeren Aufwand: Der Stoffbereich ist klar umrissen, die Zeit bis zum Nachholtermin aber häufig knapp bemessen. Wer den ursprünglich angekündigten Stoffbereich der versäumten Prüfung noch griffbereit hat, etwa in Form der ursprünglichen Ankündigung der Stoffgebiete, spart sich die aufwendige Rekonstruktion, welche Themen überhaupt geprüft werden sollten.

Weil zwischen dem ursprünglichen Termin und dem Nachholtermin oft weiterer Unterricht stattgefunden hat, lohnt sich außerdem ein kurzer Abgleich, ob sich der Stoffbereich der Nachtragsprüfung inzwischen mit neuerem Unterrichtsstoff überschneidet. In solchen Fällen sollte die Vorbereitung beide Bereiche getrennt behandeln, damit ältere und neuere Inhalte nicht ungeordnet vermischt werden und am Ende unklar bleibt, welcher Stoff tatsächlich für die anstehende Prüfung zählt.

Praktisch bewährt sich außerdem, den Termin der Nachtragsprüfung möglichst früh mit der Fachlehrkraft zu vereinbaren, statt ihn auf den letztmöglichen Zeitpunkt zu verschieben. Ein früher Termin verkürzt zwar die unmittelbare Vorbereitungszeit, verhindert aber, dass sich der versäumte Stoff mit weiterem, neu hinzukommendem Unterrichtsstoff vermischt und die Abgrenzung des Prüfungsstoffs von Woche zu Woche schwieriger wird.

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Die drei Prüfungsformen im Vergleich

Prüfungsform Ausgangslage Schwerpunkt der Vorbereitung
Wiederholungsprüfung Nicht genügend im Jahreszeugnis gesamten Jahresstoff wiederholen und festigen
Feststellungsprüfung keine ausreichende Beurteilungsgrundlage fehlenden Unterrichtsstoff eingrenzen und teils neu erarbeiten
Nachtragsprüfung einzelne versäumte Prüfung eng umgrenzten Stoffbereich kurzfristig auffrischen
Gemeinsamkeit Prüfung außerhalb des Regelbetriebs Stoff eingrenzen vor Beginn der eigentlichen Wiederholung
Zuständigkeit organisatorische Fragen Bildungsdirektion für verbindliche Auskünfte

Stoff sinnvoll eingrenzen: eine Methode für alle drei Prüfungsformen

Unabhängig davon, welche der drei Prüfungsformen ansteht, hilft dieselbe Grundmethode: zunächst den relevanten Zeitraum oder Themenbereich klar benennen, dann Kernthemen von Randthemen trennen, und erst danach mit der eigentlichen inhaltlichen Wiederholung beginnen. Wer diesen Schritt überspringt und direkt mit dem Lernen beginnt, läuft Gefahr, viel Zeit in Themen zu investieren, die für die konkrete Prüfung wenig relevant sind.

Themen mit klarer innerer Struktur eignen sich für diese Methode besonders gut, etwa die Unterrichtsreihe zum Kubismus in der Sek I, deren Aufbau — Form, Fragment, Perspektive — sich in klar abgegrenzte Prüfungsabschnitte übersetzen lässt. Wer den Stoff in solche Abschnitte gliedert, kann für jeden Abschnitt gezielt einschätzen, wie sicher er bereits sitzt, und die verbleibende Vorbereitungszeit entsprechend verteilen, statt gleichmäßig über den gesamten Stoff zu streuen.

Eine schriftliche Checkliste der Themenblöcke, ergänzt um eine einfache Selbsteinschätzung — sicher, unsicher, offen — macht den eigenen Vorbereitungsstand jederzeit sichtbar und lässt sich im Verlauf der Vorbereitung laufend anpassen. Gerade wenn die verbleibende Zeit knapp ist, verhindert eine solche Übersicht, dass zuletzt noch offene Themenblöcke übersehen werden, weil die Aufmerksamkeit zu lange bei bereits sicheren Bereichen verweilt, die sich ohnehin schon gut anfühlen.

Die Rolle von Klassenvorstand und Bildungsdirektion

Klassenvorstand oder, an berufsbildenden höheren Schulen, Jahrgangsvorstand koordinieren häufig den Überblick, welche Schülerinnen und Schüler in welchen Unterrichtsgegenständen zu welcher Prüfungsform antreten. Bei Rückfragen zum organisatorischen Rahmen, etwa zur Zulässigkeit einer weiteren Feststellungsprüfung oder zu besonderen Fristen, ist die Bildungsdirektion die zuständige Stelle — schulinterne Auskünfte ersetzen im Zweifelsfall nicht die verbindliche Klärung durch die Bildungsdirektion.

Für die fachliche Vorbereitung bleibt die Fachlehrkraft die wichtigste Ansprechperson, weil sie am ehesten einschätzen kann, welche Themenblöcke aus dem Fachlehrplan für die jeweilige Prüfung tatsächlich relevant sind. Ein kurzes, gezieltes Gespräch vor Beginn der Vorbereitung — welche Themen, welcher Umfang, welche Aufgabentypen — spart häufig mehr Zeit, als es kostet, weil es verhindert, dass die Vorbereitung am eigentlichen Prüfungsstoff vorbeiläuft.

Ein Vergleich mit anderen Ausbildungswegen zeigt, dass Prüfungen außerhalb des Regelbetriebs kein österreichisches Sonderphänomen sind: In der Schweiz kennt etwa der Berufsmaturitätsunterricht neben der beruflichen Grundbildung eine strukturell ähnliche Herausforderung, wenn zusätzlicher Unterricht neben einer laufenden Ausbildung im Betrieb bewältigt werden muss und Prüfungen entsprechend außerhalb eines gleichmäßigen Schulrhythmus liegen. Für die österreichische Praxis bleibt trotz dieser strukturellen Parallele entscheidend, dass Wiederholungs-, Feststellungs- und Nachtragsprüfung eigene, in der LBVO verankerte Verfahren mit eigenen Voraussetzungen sind.

Vorbereitung strukturieren: von der Stoffübersicht zur Übungsphase

Eine bewährte Struktur beginnt mit einer schriftlichen Stoffübersicht, gefolgt von einer Phase, in der Grundlagen aufgefrischt werden, und schließt mit einer Übungsphase, in der prüfungsnahe Aufgaben bearbeitet werden. Wer diese drei Phasen zeitlich klar voneinander trennt, vermeidet, dass Grundlagenarbeit und Prüfungsübung sich vermischen und am Ende weder das eine noch das andere gründlich passiert. Themen mit historischem Längsschnitt, etwa die Unterrichtsreihe zur Abhängigkeit von Vapes — Entwöhnung und Prävention, zeigen exemplarisch, wie sich ein Themenblock in Grundlagen, Vertiefung und Anwendungsbeispiele gliedern lässt, was sich unmittelbar auf die drei Vorbereitungsphasen übertragen lässt.

Ähnlich lässt sich auch die Unterrichtsreihe zur Reformation in eine solche dreiteilige Abfolge übersetzen: eine kurze chronologische Übersicht zuerst, dann die Vertiefung einzelner Ursachen und Wirkungen, zuletzt Übungsaufgaben, die Ursache und Wirkung in Beziehung setzen. Wer diese Abfolge einmal an einem Thema eingeübt hat, kann sie auf andere historische Längsschnitte im selben Unterrichtsgegenstand übertragen, ohne die Struktur jedes Mal neu erfinden zu müssen.

In der Übungsphase hilft es, Aufgaben zu bearbeiten, die den erwarteten Aufgabentypen möglichst nahekommen — etwa wenn die ursprüngliche Prüfung mündliche Anteile hatte, sollte auch die Vorbereitung mündliche Übungssituationen einschließen, nicht nur schriftliche Wiederholung. Gerade bei der Nachtragsprüfung, die oft unter Zeitdruck vorbereitet wird, verhindert eine realistische Übungsphase, dass die Prüfungssituation selbst zur größten Überraschung wird.

Auch die Wahl des Lernorts und der Lernpartnerin oder des Lernpartners beeinflusst, wie gut die drei Phasen tatsächlich eingehalten werden. Wer allein zur Wiederholungsprüfung antritt, profitiert oft von einer Person, die Verständnisfragen stellt oder ein mündliches Prüfungsgespräch simuliert, während die reine Stoffübersicht meist am effizientesten allein erstellt wird. Eine feste, im Vorfeld vereinbarte Abfolge — zunächst eigenständige Übersicht, dann gemeinsame Übungsphase — verhindert, dass wertvolle Vorbereitungszeit mit unstrukturiertem gemeinsamem Lernen verstreicht, ohne dass am Ende ein klarer Fortschritt sichtbar wird.

Beispiele aus der Clusterpraxis

Wie sich Prüfungsvorbereitung an konkretem Stoff festmachen lässt, zeigt sich an einzelnen Themen besonders deutlich. Bei Binomialverteilung und Zufallsexperimenten und der Wiederholungsprüfung liegt der Schwerpunkt auf dem Zusammenspiel von Grundbegriffen und Anwendungsaufgaben, die sich gut in einer eigenen Übungsphase testen lassen.

Bei Kubismus in der Sek I in der Oberstufe und der Wiederholungsprüfung steht dagegen die Analysefähigkeit im Vordergrund: Wer ein Werk selbstständig einordnen kann, zeigt das unabhängig davon, welches konkrete Beispiel in der Prüfung vorgelegt wird — ein Vorteil gegenüber reinem Auswendiglernen einzelner Werke.

Bei Abhängigkeit von Vapes, Entwöhnung und Prävention und der Wiederholungsprüfung sowie bei Reformation und der Wiederholungsprüfung zeigt sich, dass sich auch inhaltlich dichte Themenblöcke in wenige Kernfragen verdichten lassen, an denen sich der Lernfortschritt überprüfen lässt, ohne den gesamten Stoff im Detail abzufragen.

Ergänzend liefern Black History Month in der Oberstufe und die Wiederholungsprüfung und Französische Revolution und die Wiederholungsprüfung weitere Beispiele dafür, wie sich historische Längsschnitte in prüfungsrelevante Abschnitte gliedern lassen. Grundlagen zum jeweiligen Unterrichtsgegenstand finden sich auch im Fach-Hub Deutsch nach Lehrplan 2023, der als Ausgangspunkt für ergänzendes Material dient, unabhängig davon, welche der drei Prüfungsformen konkret ansteht. Wer zusätzliches Übungsmaterial sucht, findet es in der breiteren Sammlung an Unterrichtsreihen, die sich themenübergreifend für die Vorbereitung nutzen lässt.

Bausteine einer strukturierten Prüfungsvorbereitung

  • Prüfungsform zu Beginn eindeutig klären, statt von einer pauschalen Nachprüfung auszugehen.
  • Relevanten Stoffbereich mit der Fachlehrkraft abstimmen, bevor die Vorbereitung beginnt.
  • Themenblöcke nach Priorität ordnen: Grundlagen vor Randthemen.
  • Stoffübersicht, Grundlagenphase und Übungsphase zeitlich klar voneinander trennen.
  • Übungsaufgaben an den erwarteten Aufgabentypen der ursprünglichen Prüfung ausrichten.
  • Bei der Nachtragsprüfung die ursprüngliche Ankündigung der Stoffgebiete als Ausgangspunkt nutzen.
  • Organisatorische Fragen zu Fristen und Zulässigkeit über die Bildungsdirektion klären.
  • Bei mündlichen Prüfungsanteilen auch mündliche Übungssituationen in die Vorbereitung einbauen.

Diese Seite ordnet Wiederholungs-, Feststellungs- und Nachtragsprüfung als eigenständige Prüfungsformen ein; die verlinkten Unterrichtsreihen liefern strukturiertes Material zur gezielten Stoffwiederholung.

Häufige Fragen

Was unterscheidet Wiederholungs-, Feststellungs- und Nachtragsprüfung?

Die Wiederholungsprüfung folgt auf ein Nicht genügend im Jahreszeugnis und betrifft den gesamten Jahresstoff eines Unterrichtsgegenstands. Die Feststellungsprüfung wird nötig, wenn keine ausreichende Grundlage für eine Beurteilung vorliegt, etwa nach längerer gerechtfertigter Verhinderung. Die Nachtragsprüfung holt eine einzelne, aus gerechtfertigtem Grund versäumte Prüfung nach und betrifft nur deren enger umgrenzten Stoffbereich, nicht den gesamten Unterrichtsgegenstand.

Muss ich für die Wiederholungsprüfung den gesamten Jahresstoff wiederholen?

In der Regel ja, allerdings lohnt sich eine Priorisierung statt einer gleichmäßigen Wiederholung von der ersten bis zur letzten Unterrichtseinheit. Grundlagen, auf denen spätere Inhalte aufbauen, verdienen mehr Zeit als isolierte Randthemen. Ein Rückblick auf die eigenen Schwächen im vergangenen Schuljahr hilft, die Vorbereitungszeit auf die Bereiche zu konzentrieren, die zum Nicht genügend geführt haben.

Wer legt fest, welcher Stoff bei einer Feststellungsprüfung geprüft wird?

Das richtet sich nach dem Fachlehrplan des betroffenen Unterrichtsgegenstands und danach, welche Themenblöcke im laufenden Schuljahr tatsächlich unterrichtet wurden. Ein Gespräch mit der zuständigen Fachlehrkraft vor Beginn der Vorbereitung ist deshalb sinnvoll, weil sich der relevante Stoffbereich je nach individueller Unterrichtssituation unterscheiden kann. Organisatorische Fragen zur Zulässigkeit klärt im Zweifel die Bildungsdirektion.

Wie viel Zeit bleibt für die Vorbereitung auf eine Nachtragsprüfung?

Das lässt sich pauschal nicht sagen, da die Nachtragsprüfung eine versäumte Einzelprüfung nachholt und der Zeitrahmen von den Umständen des Einzelfalls abhängt. Häufig ist die Zeit knapper bemessen als bei einer Wiederholungsprüfung, dafür ist der Stoffbereich enger umrissen. Wer die ursprüngliche Ankündigung der Stoffgebiete noch vorliegen hat, spart Zeit bei der Eingrenzung des relevanten Stoffs.

Wann findet die Wiederholungsprüfung statt?

Die Wiederholungsprüfung findet üblicherweise in einem kurzen Zeitraum vor Beginn des kommenden Schuljahres statt. Den genauen Termin legt die Schule fest; verbindliche Auskünfte zu Fristen erteilt die Bildungsdirektion. Für die Vorbereitung ist relevant, dass dieser Zeitraum begrenzt ist, weshalb eine frühzeitige, priorisierte Stoffwiederholung effizienter ist als ein später Versuch, den gesamten Jahresstoff gleichmäßig durchzugehen.

Kann eine Feststellungsprüfung mehrfach im selben Unterrichtsgegenstand stattfinden?

Das hängt vom Grund der jeweiligen Verhinderung und der konkreten schulischen Situation ab und lässt sich nicht pauschal beantworten. Eine feste, allgemeingültige Obergrenze für die Anzahl gibt es nicht in einer Form, die sich hier verallgemeinern ließe. Verbindliche Auskünfte zum Einzelfall erteilt die Bildungsdirektion, während die inhaltliche Vorbereitung unabhängig davon in Absprache mit der Fachlehrkraft erfolgt.