Rahmenlehrplan Philosophie Berlin und Brandenburg: Kurshalbjahre und Unterrichtsmaterial

Rahmenlehrplan Philosophie · Berlin und Brandenburg · Oberstufe

Rahmenlehrplan Philosophie Berlin und Brandenburg: Kurshalbjahre und Unterrichtsmaterial

Ein Überblick für Fachschaften und einzelne Lehrkräfte: wie sich die vier Kurshalbjahre des Rahmenlehrplans gliedern, wie die Wahlmodule im vierten Halbjahr funktionieren, und welche kompletten Unterrichtsreihen zu welchem Kurshalbjahr passen.

Fassung 2025Rahmenlehrplan Berlin/Brandenburg
Ab Klasse 11in Berlin ab Schuljahr 2026/27
4 Kurshalbjahremit Wahlmodulen im vierten Halbjahr
10 Reihenje 10 Stunden, mit Klausur und Lösungen

Der Rahmenlehrplan für die gymnasiale Oberstufe im Fach Philosophie gilt gemeinsam für Berlin und Brandenburg in der Fassung 2025; in Berlin wird er ab Klasse 11 im Schuljahr 2026/27 eingeführt. Er gliedert die Qualifikationsphase in vier Kurshalbjahre mit steigendem Abstraktionsgrad: vom Menschenbild über die Grundpositionen der Ethik und die Sozialphilosophie bis zu Wahlmodulen im vierten Halbjahr, die zwischen Sprachphilosophie und Ontologie/Metaphysik wählen lassen. Für die Unterrichtsplanung heißt das konkret: Drei Halbjahre sind inhaltlich weitgehend vorgegeben, das vierte verlangt von der Fachkonferenz oder der einzelnen Lehrkraft eine bewusste Entscheidung zwischen zwei Modulen, die sich in Anspruch und Anknüpfung an vorangegangene Inhalte unterscheiden. Maßgeblich für die verbindliche Zuordnung, Reihenfolge und Prüfungsform bleibt der aktuelle Rahmenlehrplan und die schulinterne Fachkonferenz; die folgenden Abschnitte ordnen die vier Kurshalbjahre und zeigen, welche Unterrichtsreihen dazu passen.

Die vier Kurshalbjahre im Überblick

Der Rahmenlehrplan Berlin/Brandenburg baut die Qualifikationsphase Philosophie wie viele andere Bundesländer entlang einer Bewegung vom Individuum zur Gesellschaft und von der Ethik zur Erkenntnistheorie auf, wählt für diese Bewegung aber eine eigene Taktung in vier Kurshalbjahren statt in Inhaltsfeldern. Das erste Kurshalbjahr legt mit der Anthropologie das Fundament: Wie lässt sich der Mensch als Natur- und Kulturwesen beschreiben, was unterscheidet ihn von anderen Lebewesen, wie viel Freiheit gegenüber der eigenen Natur besitzt er. Diese Fragen bereiten unmittelbar den Übergang zur Ethik vor, die im zweiten Kurshalbjahr im Zentrum steht: Grundpositionen wie Tugend-, Pflicht- und Folgenethik werden zunächst als Vergleichsraster erarbeitet und anschließend auf angewandte Fragen übertragen, etwa auf medizinethische Grenzfälle oder den Streit um kulturübergreifende Normen.

Das dritte Kurshalbjahr verschiebt den Blick von der einzelnen Handlung auf gesellschaftliche Strukturen: Staat, Macht, Anerkennung und Gerechtigkeit stehen im Zentrum, mit Rousseau, Hegel, Marx und Rawls als klassischen Bezugspunkten sowie Fragen globaler Verantwortung und des gerechten Krieges als aktuellem Anwendungsfall. Das vierte Kurshalbjahr schließlich öffnet sich für zwei Wahlmodule: Sprachphilosophie, die nach Bedeutung, Sprechakten und den Grenzen sprachlicher Verständigung fragt, oder Ontologie und Metaphysik, die nach den letzten Gründen des Seins und, damit verbunden, nach der Gottesfrage fragt. Beide Module setzen die vorangegangene Ethik und Sozialphilosophie nicht zwingend voraus, greifen aber methodisch auf die im ersten und zweiten Halbjahr eingeübte Textarbeit zurück.

Diese Vierteilung hat für die Reihenplanung einen praktischen Vorteil gegenüber einer Gliederung in einzelne Inhaltsfelder: Ein Kurshalbjahr entspricht ungefähr einem Schulhalbjahr, sodass sich eine der hier vorgestellten zehn Stunden umfassenden Reihen fast bündig in ein Halbjahr einpassen lässt, mit Raum für eine zusätzliche Vertiefungsstunde oder eine Wiederholungsstunde vor der Klausur.

Bemerkenswert ist, dass das zweite Kurshalbjahr inhaltlich am dichtesten ist, weil es sowohl die Grundpositionen als auch mindestens eine angewandte Ethikdebatte abdecken soll. Fachkonferenzen, die hier zwei vollständige Reihen hintereinander unterrichten wollen, sollten prüfen, ob das Halbjahr dafür ausreichend Unterrichtswochen bereithält, oder ob sich die angewandte Ethik teilweise in das dritte Kurshalbjahr verschieben lässt, ohne den dortigen Schwerpunkt auf Staat und Gesellschaft zu verdrängen. Eine Alternative besteht darin, aus der angewandten Ethikreihe gezielt einzelne Doppelstunden auszuwählen, statt die volle Reihe zu unterrichten, und die verbleibenden Stunden für eine vertiefte Übung der Grundpositionen zu nutzen.

Wahlmodule im vierten Kurshalbjahr sorgfältig auswählen

Die Entscheidung zwischen Sprachphilosophie und Ontologie/Metaphysik im vierten Kurshalbjahr wird in der Praxis zu selten bewusst getroffen; oft entscheidet die Verfügbarkeit von Material oder eine Gewohnheit aus dem Vorjahr. Drei Kriterien helfen bei einer begründeten Wahl.

Anschluss an die vorangegangenen Halbjahre: Wenn der Kurs im ersten Kurshalbjahr die Anthropologie stark über die Frage nach dem Verhältnis von Natur und Kultur bearbeitet hat, bietet die Metaphysik mit ihrer Frage nach den Grenzen des Wissens und der Vernunft einen inhaltlich naheliegenden Abschluss. Wurde dagegen im zweiten Kurshalbjahr viel mit Textvergleichen und Begriffsanalysen gearbeitet, liegt die Sprachphilosophie näher, weil sie diese Methode direkt auf die Sprache selbst anwendet.

Zusammensetzung des Kurses: Sprachphilosophie verlangt eine gewisse Bereitschaft zu abstrakter Begriffsarbeit ohne unmittelbaren lebensweltlichen Anknüpfungspunkt; Kurse, die von konkreten Fallbeispielen profitieren, kommen mit der Gottesfrage und den Gottesbeweisen der Metaphysik oft leichter in eigenständige Diskussionen, weil sich hier Position und Gegenposition unmittelbarer greifen lassen.

Verfügbare Zeit für Textarbeit: Beide Module lassen sich in den vorgesehenen zehn Stunden vollständig unterrichten, doch die Sprachphilosophie profitiert von einer zusätzlichen Übungsstunde zur Unterscheidung von Gebrauch und Erwähnung, wenn diese Unterscheidung im Kurs neu ist. Wo diese zusätzliche Stunde fehlt, ist die Metaphysik die robustere Wahl.

Wichtig für beide Module: Sie sind als eigenständige zehnstündige Reihen konzipiert und setzen keine der beiden anderen angewandten Ethikreihen voraus. Eine Fachkonferenz kann die Wahl daher auch von Jahrgang zu Jahrgang wechseln, ohne die übrige Reihenfolge anzupassen.

Ein vierter, oft übersehener Gesichtspunkt ist die Wiederholung im Abschlussjahr: Da das vierte Kurshalbjahr in vielen Kursen das letzte vor der Abiturprüfung ist, sollte das gewählte Modul Gelegenheit bieten, Argumentationstechniken aus den vorangegangenen Halbjahren noch einmal in neuem Gewand zu üben, statt ausschließlich neuen Stoff zu behandeln. Sowohl die Sprachphilosophie als auch die Metaphysik eignen sich dafür, weil beide Module auf derselben Textanalyse- und Vergleichsmethode aufbauen, die bereits in der Anthropologie und der Ethik eingeübt wurde, nur auf einen neuen Gegenstand angewendet.

Einführung ab Klasse 11: Übergang und Zeitplanung

Die Einführung des Rahmenlehrplans in Berlin ab Klasse 11 im Schuljahr 2026/27 betrifft zunächst den Beginn der Qualifikationsphase; für die Fachkonferenzen ergeben sich daraus zwei praktische Aufgaben.

Erstens muss die vorhandene Reihenfolge im schulinternen Curriculum daraufhin überprüft werden, ob die bisherige Zuordnung von Themen zu Kurshalbjahren mit der neuen Fassung übereinstimmt oder ob einzelne Inhalte zwischen den Halbjahren verschoben werden müssen. Da die vier Kurshalbjahre inhaltlich aufeinander aufbauen, empfiehlt sich eine einmalige vollständige Durchsicht vor der ersten Kohorte, statt Anpassungen erst während des laufenden Durchgangs vorzunehmen.

Zweitens betrifft der Übergang die Abstimmung mit der Sekundarstufe I: Lernende, die aus unterschiedlichen Schulformen oder mit unterschiedlichem Vorwissen in Ethik oder Philosophie in die Qualifikationsphase eintreten, benötigen im ersten Kurshalbjahr eine gemeinsame Begriffsbasis. Die im Material enthaltenen Methodenkarten zur Textanalyse und zur Argumentrekonstruktion eignen sich für diese Angleichung, weil sie unabhängig vom Vorwissen anwendbar sind und in der ersten Doppelstunde eingeführt werden können, bevor die inhaltliche Arbeit an der Anthropologie beginnt.

Für Schulen mit grundständigem Zug kommt eine dritte Aufgabe hinzu: Der Übergang von der Sekundarstufe I in die Qualifikationsphase fällt hier zeitlich anders als bei Schulen, die erst mit der gymnasialen Oberstufe beginnen, sodass die Fachkonferenz prüfen sollte, an welcher Stelle des schulinternen Curriculums der Rahmenlehrplan erstmals greift. Eine kurze Bestandsaufnahme genügt: Welche Begriffe und Methoden wurden bereits in der Sekundarstufe I eingeführt, welche fehlen noch, und wo lässt sich diese Lücke im ersten Kurshalbjahr am ökonomischsten schließen, ohne die Anthropologie selbst zu verkürzen.

Operatoren und Aufgabenformate über die vier Halbjahre hinweg

Wie in anderen Bundesländern gliedern sich Philosophieklausuren im Rahmenlehrplan Berlin/Brandenburg in der Regel in Aufgabenarten wie Textanalyse, Vergleich und Erörterung, die den drei Anforderungsbereichen zugeordnet sind. Für die vier Kurshalbjahre lässt sich eine wiederkehrende Klausurstruktur etablieren, die Lernenden über die gesamte Qualifikationsphase hinweg Sicherheit gibt.

Im ersten und zweiten Kurshalbjahr liegt der Schwerpunkt auf der Fähigkeit, eine Position aus einem Text zu rekonstruieren und mit einer im Unterricht behandelten Gegenposition zu vergleichen; das entspricht den Anforderungsbereichen I und II. Ab dem dritten Kurshalbjahr rückt zunehmend die eigenständige Erörterung in den Vordergrund, bei der eine Position auf einen neuen gesellschaftlichen oder politischen Fall angewendet wird, etwa auf eine aktuelle Verteilungsfrage. Im vierten Kurshalbjahr, je nach gewähltem Modul, kommt entweder eine sprachanalytische Aufgabe hinzu, die einen mehrdeutigen Ausdruck in seine Bedeutungsvarianten zerlegt, oder eine Erörterung zur Reichweite eines metaphysischen Arguments.

Ein typischer Fehler bei der Aufgabenkonstruktion über mehrere Halbjahre hinweg ist ein sprunghafter Anstieg des Anspruchs zwischen dem zweiten und dritten Kurshalbjahr, wenn die Erörterungsaufgabe erstmals ohne vorherige Übung im laufenden Unterricht gestellt wird. Sinnvoller ist es, bereits im zweiten Kurshalbjahr eine kleinere Erörterungsaufgabe als Hausaufgabe oder Kurztest einzuführen, sodass die Klausur im dritten Kurshalbjahr kein neues Aufgabenformat verlangt, sondern nur den bereits geübten Anspruch in größerem Umfang.

Zeitbedarf, typische Fehler und heterogene Kurse

Jede der zehn Reihen ist auf zehn Stunden à 45 Minuten angelegt, die sich auch als fünf Doppelstunden unterrichten lassen. In der Praxis zeigen sich über alle vier Kurshalbjahre hinweg drei wiederkehrende Fehler, die den Zeitrahmen sprengen oder die Lerngruppe überfordern.

Der erste Fehler betrifft die Taktung der fünf Positionstexte je Reihe: Werden in einer Doppelstunde zwei vollständig neue Positionen samt Grundbegriffen eingeführt, bleibt für die Anwendung an einem Fallbeispiel keine Zeit, und die Unterscheidung der Positionen verschwimmt bereits in der folgenden Stunde. Bewährt hat sich, pro Doppelstunde höchstens eine neue Position einzuführen und die zweite Hälfte der Zeit für Anwendung und Sicherung zu reservieren, besonders im zweiten Kurshalbjahr mit seiner Dichte an ethischen Grundpositionen.

Der zweite Fehler betrifft den Umgang mit den Positionstexten selbst: Sie sind didaktisch neu formulierte Rekonstruktionen der jeweiligen Position, keine Originalausgaben. Lernende sollten zu Beginn jeder Reihe in einem Satz erfahren, dass der Text die Position in heutiger Sprache zusammenfasst und für wörtliche Zitate im Abitur die Originalquelle heranzuziehen ist. Diese Klarstellung verhindert Verwirrung, wenn im weiteren Verlauf der Qualifikationsphase auch mit Originalauszügen gearbeitet wird.

Der dritte Fehler betrifft heterogene Vorkenntnisse, die gerade im ersten Kurshalbjahr nach dem Übergang aus unterschiedlichen Schulformen besonders ausgeprägt sein können. Das in jeder Reihe enthaltene Gruppenpuzzle eignet sich zur Angleichung, weil es die fünf Positionstexte auf Expertengruppen verteilt und dadurch auch weniger erfahrene Lernende zwingt, eine Position eigenständig zu durchdringen, bevor sie diese an andere weitergeben. Wer stattdessen alle Texte im Plenum bespricht, überlässt die aktive Erarbeitung faktisch den ohnehin sichereren Lernenden und verstärkt so die Heterogenität, statt sie auszugleichen.

Für die Bewertung gilt über alle vier Kurshalbjahre: Der Erwartungshorizont über 100 Punkte sollte in seiner Grundstruktur — welcher Anteil auf Darstellung, welcher auf Analyse und welcher auf eigenständige Erörterung entfällt — vor der Klausur besprochen werden, ohne die konkreten Aufgaben vorwegzunehmen. Das senkt die häufigste Fehlerquelle in Philosophieklausuren, nämlich die Vermischung von Wiedergabe und Bewertung innerhalb ein und desselben Antwortabschnitts, spürbar.

Kurshalbjahre und passende Unterrichtsreihen im Überblick

Die folgende Tabelle ordnet die zehn Reihen den vier Kurshalbjahren zu, wie sie sich aus der Struktur des Rahmenlehrplans ergeben. Die verbindliche schulinterne Zuordnung legt die Fachkonferenz auf Grundlage des aktuellen Rahmenlehrplans fest.

Kurshalbjahr Schwerpunkt Passende Reihe
1. Kurshalbjahr Anthropologie: Mensch, Natur, Kultur Mensch, Natur, Identität
1. Kurshalbjahr Willensfreiheit als Anschluss an die Anthropologie Freiheit und Determinismus
2. Kurshalbjahr Grundpositionen der Ethik Grundmodelle der Ethik
2. Kurshalbjahr Angewandte Ethik: Medizin Medizin- und Bioethik
2. Kurshalbjahr Angewandte Ethik: kulturelle Vielfalt Relativismus und Universalismus
3. Kurshalbjahr Staat, Macht, Anerkennung Individuum und Gesellschaft
3. Kurshalbjahr Gerechtigkeit, globale Verantwortung, Krieg und Frieden Gerechtigkeit und Frieden
4. Kurshalbjahr · Wahlmodul Sprachphilosophie Sprache und Wirklichkeit
4. Kurshalbjahr · Wahlmodul Ontologie und Metaphysik Religion und Metaphysik
4. Kurshalbjahr Erkenntnistheorie als Ergänzung Wahrheit und Erkenntnis

Für das zweite Kurshalbjahr mit seinen drei Ethik-Reihen eignet sich das Sparpaket Ethik und angewandte Ethik, für das dritte Kurshalbjahr zusammen mit dem ersten das Sparpaket Freiheit, Macht und Gerechtigkeit.

Vier Reihen für den Einstieg in die Berliner Sequenz

Die folgenden vier Reihen decken je ein Kurshalbjahr ab, darunter das Wahlmodul Sprachphilosophie für das vierte Kurshalbjahr. Jede Reihe ist einzeln einsetzbar und enthält Positionstexte, Arbeitsblätter, Gruppenpuzzle, Methodenkarten, Lösungen, Klausur mit Erwartungshorizont und Präsentationsfolien als DOCX, PPTX und PDF.

1. KurshalbjahrAnthropologie · Unterrichtsreihe

Unterrichtsreihe

Mensch, Natur und Identität

Der Einstieg in die Qualifikationsphase: Naturalisierung, Kulturbegriff und personale Identität als Fundament für die folgenden Kurshalbjahre.

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2. KurshalbjahrEthik · Unterrichtsreihe

Unterrichtsreihe

Grundmodelle der Ethik

Tugend-, Pflicht-, Folgen- und Diskursethik als Vergleichsraster für die angewandten Ethikreihen desselben Kurshalbjahres.

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3. KurshalbjahrSozialphilosophie · Unterrichtsreihe

Unterrichtsreihe

Gerechtigkeit und Frieden

Rawls, Nozick, Sen und Walzer zu Verteilung, globaler Verantwortung und den Kriterien des gerechten Krieges.

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4. Kurshalbjahr · WahlmodulSprachphilosophie · Unterrichtsreihe

Unterrichtsreihe

Sprache und Wirklichkeit

Frege, Wittgenstein, Austin und Grice als Wahlmodul für das vierte Kurshalbjahr, mit Übungen zu Gebrauch und Erwähnung.

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Ergänzendes Material zu einzelnen Positionen

Für die vertiefte Behandlung einzelner Positionen innerhalb der vier Kurshalbjahre liegt zusätzliches Material zu einzelnen Autoren und Ansätzen vor, das sich ohne Anpassung der Reihenfolge einfügen lässt.

Was diese Seite bereitstellt

  • Kurshalbjahr-ZuordnungEine Orientierungstabelle, welche der zehn Reihen zu welchem der vier Kurshalbjahre passt.
  • Entscheidungshilfe WahlmodulDrei Kriterien für die Wahl zwischen Sprachphilosophie und Ontologie/Metaphysik.
  • Übergangshinweise zur EinführungWas die Einführung ab Klasse 11 für die schulinterne Reihenfolge bedeutet.
  • Klausurstruktur über vier HalbjahreWie sich der Anspruch schrittweise statt sprunghaft steigern lässt.
  • Zeitbedarf je ReiheZehn Stunden oder fünf Doppelstunden, passend auf ein Kurshalbjahr zugeschnitten.
  • Verweis auf die ZuständigkeitDeutlicher Hinweis, dass der Rahmenlehrplan und die Fachkonferenz die verbindliche Zuordnung festlegen.

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Häufige Fragen

Ab wann gilt der Rahmenlehrplan Philosophie in Berlin?

Der Rahmenlehrplan liegt in der Fassung 2025 vor und wird in Berlin ab Klasse 11 im Schuljahr 2026/27 eingeführt. Er gilt gemeinsam für Berlin und Brandenburg; die genaue schulinterne Umsetzung legt die jeweilige Fachkonferenz fest.

Wie sind die vier Kurshalbjahre inhaltlich aufgebaut?

Das erste Kurshalbjahr behandelt die Anthropologie, das zweite die Grundpositionen der Ethik samt angewandter Debatten, das dritte Staat, Macht und Gerechtigkeit, das vierte bietet ein Wahlmodul zwischen Sprachphilosophie und Ontologie/Metaphysik.

Wie entscheidet man zwischen den beiden Wahlmodulen im vierten Kurshalbjahr?

Ausschlaggebend sind der inhaltliche Anschluss an die vorangegangenen Kurshalbjahre, die Zusammensetzung des Kurses und die verfügbare Zeit für zusätzliche Übung. Beide Module sind als eigenständige Reihen konzipiert und setzen sich gegenseitig nicht voraus.

Ist der Rahmenlehrplan in Berlin und Brandenburg identisch?

Der Rahmenlehrplan wird gemeinsam für beide Länder herausgegeben. Für die konkrete schulinterne Umsetzung, etwa die Verteilung auf Kurshalbjahre und die Prüfungsform, sind jeweils die Vorgaben der zuständigen Senats- beziehungsweise Landesverwaltung maßgeblich.

Passt eine zehnstündige Reihe in ein Kurshalbjahr?

In der Regel ja: Zehn Stunden oder fünf Doppelstunden lassen sich mit einer zusätzlichen Wiederholungs- oder Vertiefungsstunde bündig in ein Schulhalbjahr einpassen. Bei knapper Zeit lassen sich einzelne Arbeitsblätter priorisieren, ohne die Positionstexte zu kürzen.

Ist dieses Material ministeriell geprüft oder zugelassen?

Nein, das Material ist fachlich aufgebaut und an der Struktur der vier Kurshalbjahre orientiert, aber nicht ministeriell geprüft. Maßgeblich für Zuordnung, Reihenfolge und Prüfungsform bleiben die Vorgaben des Rahmenlehrplans und Ihrer Fachkonferenz; prüfen Sie die Passung vor dem Einsatz im eigenen Kurs.