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Sprache, Bedeutung und Wirklichkeit - Wie Worte Welt schaffen | komplette Unterrichtsreihe Philosophie Sek II
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Sprache, Bedeutung und Wirklichkeit - Wie Worte Welt schaffen | komplette Unterrichtsreihe Philosophie Sek II
Die Reihe führt in zehn Stunden in die Sprachphilosophie der Oberstufe ein. Leitend ist die Frage, ob Sprache Wirklichkeit abbildet oder mitbestimmt, was sich denken und sozial tun lässt. Enthalten sind fünf Positionstexte von Frege bis Grice, acht Arbeitsblätter, ein Gruppenpuzzle, vier Methodenkarten, ausformulierte Lösungen und eine Klausur über 100 Punkte mit Erwartungshorizont.
Worum es in dieser Reihe geht
Leitfrage: Bildet Sprache die Wirklichkeit ab oder bestimmt sie, was wir denken und sozial tun können?
Sprachphilosophie hat im Unterricht den Ruf, technisch zu sein. Die Reihe umgeht das, indem sie den Bogen von der Semantik zur Pragmatik zieht und an jeder Station zeigt, welches Problem die jeweilige Unterscheidung löst. Freges Trennung von Sinn und Bedeutung erklärt, warum zwei Ausdrücke dasselbe bezeichnen und trotzdem nicht dasselbe leisten. Der frühe Wittgenstein bindet Sinn an die geteilte logische Form von Satz und Welt, der späte an den regelgeleiteten Gebrauch in einer Lebensform. Austin macht sichtbar, dass Äußerungen Handlungen vollziehen, Grice, dass Gemeintes über Gesagtes hinausgeht. Die Anwendung auf politische Begriffe und Deutungshoheit macht daraus eine Analyse aktueller Sprachkonflikte statt einer Begriffsgeschichte.
Die fünf Positionen im Vergleich
- Gottlob Frege (Über Sinn und Bedeutung): Ein Ausdruck besitzt eine Bedeutung als Bezug und einen Sinn als Art, in der dieser Bezug gegeben ist.
- Ludwig Wittgenstein (früh) (Tractatus logico-philosophicus): Ein sinnvoller Satz stellt eine mögliche Sachlage dar, weil Satz und Welt eine logische Form teilen.
- Ludwig Wittgenstein (spät) (Philosophische Untersuchungen): Die Bedeutung eines Ausdrucks liegt vielfach in seinem regelgeleiteten Gebrauch innerhalb einer Lebensform.
- J. L. Austin (How to Do Things with Words): Mit Äußerungen beschreiben Menschen Wirklichkeit nicht bloß, sie vollziehen Handlungen.
- H. P. Grice (Logic and Conversation): Gesprächsbedeutung entsteht durch Schlussfolgerungen aus Gesagtem, Kontext und unterstellter Kooperation.
Der Weg durch die zehn Stunden
| Std. | Schwerpunkt | Lernprodukt |
|---|---|---|
| 1 | Problemauftakt: Sprache und Wirklichkeit | Ersturteil mit zwei Gründen |
| 2 | Begriffe klären und Argumente prüfen | Begriffskarte und Argumentgerüst |
| 3 | Position I: Gottlob Frege | Prämissen-Schluss-Schema |
| 4 | Position II: Ludwig Wittgenstein (früh) | These-Begründung-Beispiel-Karte |
| 5 | Position III: Ludwig Wittgenstein (spät) | Rekonstruktion mit verdeckter Prämisse |
| 6 | Kontroverse: J. L. Austin und H. P. Grice | Vergleichsmatrix mit Kriterien |
| 7 | Angewandte Problemreflexion: Politische Begriffe und Deutungshoheit | Begründete Fallentscheidung |
| 8 | Strukturierte Kontroverse und Urteilsbildung | Urteil mit Einwand und Rückantwort |
| 9 | Klausurwerkstatt: Analyse, Vergleich, Erörterung | Einleitung, Argumentabsatz und Schluss |
| 10 | Leistungsaufgabe und reflektierter Transfer | Bewerteter Text und Lernstandsprofil |
Die zehn Einzelstunden lassen sich ohne Umbau als fünf Doppelstunden führen. Die angewandte Problemreflexion in Stunde sieben arbeitet am Fall Politische Begriffe und Deutungshoheit.
Differenzierung, Diagnose und Sprachsensibilität
Jede Stunde liegt auf den Niveaus Basis, Standard und Vertiefung vor. Basis arbeitet mit gekürzten Arbeitsaufträgen, Satzstartern, markierten Argumentbausteinen und einer Begriffsbank, Standard mit eigenständiger Rekonstruktion und kriteriengeleitetem Vergleich, Vertiefung mit verdeckten Prämissen, Gegenbeispiel und Transfer auf einen unbekannten Fall. Den Auftakt bildet eine Eingangsdiagnose mit anonymem Ersturteil und Sicherheitsskala, im Verlauf folgen formative Checks. Operatoren werden expliziert; Fachbegriffe sind in vollständigen Begründungssätzen zu verwenden.
Leistungsüberprüfung mit 100 Punkten
Enthalten ist eine vollständige Leistungsaufgabe mit Textgrundlage und den Anforderungsbereichen I bis III, dazu ein Punkteraster über 100 Punkte, eine ausformulierte Musterlösung und eine Fehleranalyse. Die Klausurwerkstatt in Stunde neun bereitet Einleitung, Argumentabsatz und Schluss gezielt vor, sodass die Bewertung für die Lerngruppe nachvollziehbar bleibt.
Lehrplanbezug Nordrhein-Westfalen und Berlin
- Nordrhein-Westfalen: Wahrnehmung, Erkenntnis und Wissenschaft; Begriffsanalyse, Argumentation und Geltungsansprüche.
- Berlin: Q4 Weiterdenken: Sprachphilosophie - Sprache und Bedeutung; Gesagtes und Gemeintes.
Ausgerichtet am Kernlehrplan Philosophie für die gymnasiale Oberstufe in Nordrhein-Westfalen (Fassung 2026, Einführung ab dem Schuljahr 2027/28, anschlussfähig an den Kernlehrplan 2013) sowie am Rahmenlehrplan für die gymnasiale Oberstufe Philosophie in Berlin und Brandenburg (Fassung 2025). Das Material ist nicht ministeriell geprüft und wird eigenverantwortlich eingesetzt.
Diese Reihe im Zusammenhang
Die Reihe ist Teil einer Serie von zehn Philosophie-Reihen für die Sekundarstufe II mit einheitlichem Aufbau, gleichen Operatoren und kompatiblen Vergleichskriterien. Thematisch schließen unmittelbar an: Was ist der Mensch? - Natur, Kultur und Identität, Religion, Transzendenz und Metaphysik - Was dürfen wir hoffen?, Wahrheit, Erkenntnis und Wissenschaft im digitalen Zeitalter. Wer mehrere Reihen einsetzt, findet sie gebündelt im Sparpaket Mensch und Erkenntnis.
Lieferung und Lizenz
Sofortiger digitaler Download nach dem Kauf. Enthalten sind der Lehrkraft- und Arbeitsteil (DOCX und PDF, 43 Seiten) und die Unterrichtspräsentation (PPTX und PDF, 20 Folien). Die Einzellizenz gilt für eine Lehrkraft, die Schullizenz für alle Lehrkräfte einer Schule. Die Positionstexte sind didaktisch neu formulierte Rekonstruktionen und ersetzen keine wissenschaftliche Originalausgabe; sie ermöglichen urheberrechtlich unproblematisches, textnahes Arbeiten im Unterricht.
Häufige Fragen
Setzt die Reihe logische Vorkenntnisse voraus?
Nein. Die zweite Stunde klärt die benötigten Begriffe und übt Argumentrekonstruktion ein. Die Positionstexte sind so rekonstruiert, dass sie ohne formale Logik verständlich bleiben; für den Leistungskurs enthalten die Vertiefungsaufgaben zusätzliche Präzisierungen.
Wo lässt sich die Reihe im Kursverlauf einordnen?
In Nordrhein-Westfalen schließt sie an das Inhaltsfeld Wahrnehmung, Erkenntnis und Wissenschaft an, insbesondere an Begriffsanalyse und Geltungsansprüche. In Berlin passt sie in das Wahlmodul Sprachphilosophie im vierten Kurshalbjahr.
Eignet sich die Reihe für fächerverbindendes Arbeiten?
Die Sprechakttheorie und die Implikaturen lassen sich gut mit dem Deutschunterricht zur Kommunikationsanalyse und mit Sozialwissenschaften zur politischen Rhetorik verbinden. Die Methodenkarten sind fachunabhängig einsetzbar.
Was genau umfasst die Leistungsüberprüfung?
Eine vollständige Klausuraufgabe mit Analyse, Vergleich und Erörterung, dazu ein Punkteraster über 100 Punkte, eine Musterlösung und eine Fehleranalyse, die typische Schwächen benennt und Rückmeldungen vorformuliert.
In welchen Formaten wird geliefert?
Als DOCX und PPTX zum Bearbeiten sowie zusätzlich als PDF. Der Download steht nach dem Kauf sofort zur Verfügung.

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FAQ zu diesem Material
Bewertung: Sprache, Bedeutung und Wirklichkeit - Wie Worte Welt schaffen | kom...
Sprache, Bedeutung und Wirklichkeit - Wie Worte Welt schaffen | komplette Unt... ist eine vollständig ausgearbeitete Unterrichtsreihe für Physik in EF · Q1 · Q2. Stärke des Materials ist die direkte Einsatzbereitschaft: Arbeitsblätter, Lösungen und Erwartungshorizont liegen fertig vor, sodass eine Stunde ohne zusätzliche Vorbereitung starten kann.
Passend für Lehrkräfte, die ein Thema kurzfristig abdecken, für Referendarinnen und Referendare mit hohem Planungsdruck und für Vertretungsstunden – und überall dort, wo eine Stunde kurzfristig stehen muss.



